Immobilienwirtschaftliches Glossar

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Einträge zu Zi – ZS

Ziborium (baulich): Ein auf Säulen ruhender, baldachinartig ausgeformter Altarüberbau aus Stein und / oder Holz, der sich schon in frühen Basiliken findet.

Ziboriumaltar: Ein von einem → Ziborium überbauter bzw. überspannter Altar.

Zickzackfries: In der Architektur ein dekoratives Band, das in Laufrichtung eine Abfolge unten offener Dreiecke mit vergleichsweise stumpfem Winkel abbildet. Ein Fries dient der Abgrenzung, Umgrenzung und Gliederung von Gebäudeteilen.

Ziegel (Backstein): Ein aus Lehm, Ton bzw. tonhaltigem Ausgangsmaterial geformter und gebrannter, der Grobkeramik zuzuordnender Formstein.

Ziegel (Tonziegel): Ein kleines, vorgefertigtes, regelhaft rechteckiges Bauelement, das aus tonhaltigem Lehm besteht und in Öfen gebrannt wird. Der Begriff wird auch für flache Varianten verwendet, die zum Decken von Dächern eingesetzt werden (= Dachziegel).

Ziegel, Ägyptischer: Eine umgangssprachliche Bezeichnung für den Adobe, einen luftgetrockneten, ungebrannten Lehmziegel.

Ziegelbau (Bauweise): Eine andere Bezeichnung für den Backsteinbau. Es handelt sich um eine auf dem Einsatz von Backsteinen und Mörtel gründende Bauweise, die im Ergebnis zu gefugten Mauern führt.

Ziegelbau (gegenständlich): Ein Gebäude oder Bauwerk, dessen Mauerwerk aus Ziegeln bzw. Backsteinen oder Klinkern (und Mörtel) besteht.

Ziegelbauweise: Siehe → Ziegelsteinbau (Technik).

Ziegeldurchschuss: Ein Begriff, der sich auf ein antikes römisches Kombinationsmauerwerk bezieht, das aus »römischem Beton« (siehe → opus caementicium), vorgeblendeten Quadersteinen und Ziegellagen besteht. Kennzeichnend ist, dass auf eine sich wiederholende Anzahl von Sichtquaderlagen eine oder mehrere Ziegellagen folgen, die in die Wand hineingreifen oder die gesamte Wandstärke einnehmen.

Ziegelfassade: Eine Gebäudeaußenwand bzw. Gebäudehülle, die vollständig aus → Ziegel- bzw. → Backsteinen (unter Berücksichtigung optischer Momente) hergestellt wurde oder mit diesen verblendet ist. Vertiefend siehe → Fassade.

Ziegelhaus: Ein gewöhnlich Wohnzwecken dienendes → Ziegelsteingebäude.

Ziegellatte: Eine → Dachlatte, die im Rahmen einer Ziegeldeckung eingesetzt wird.

Ziegelmauer: Siehe → Ziegelmauerwerk.

Ziegelmauerwerk: Ein aus einer Vielzahl von → Ziegel- bzw. Backsteinen zusammengesetzter Gesamtzusammenhang, der ein begrenzendes bzw. raumaufteilendes Bauteil bildet.

Zieglstadl: Eine in der österreichischen Umgangssprache gebräuchliche Bezeichnung für ein Gefängnis bzw. eine Justizvollzugsanstalt.

Ziegelstein: Umgangssprachliche Bezeichnung für »Ziegel« bzw. »Backstein«. Ein aus Lehm, Ton bzw. tonhaltigem Ausgangsmaterial geformter und gebrannter, der Grobkeramik zuzuordnender Formstein.

Ziegelsteinbau (gegenständlich): Ein Gebäude oder Bauwerk, das aus unverputztem, gefugtem Mauerwerk aus Ziegeln bzw. Backsteinen oder Klinkern (und Mörtel) besteht.

Ziegelsteinbau (Technik): Eine andere Bezeichnung für die Backsteinbauweise, also eine auf dem Einsatz von Backsteinen beruhende Technik, deren Hauptmerkmal unter Mörtelverwendung gefugte Mauern sind.

Ziegelsteinbauweise: Siehe → Ziegelsteinbau (Technik).

Ziegelsteinbauwerk: Ein → Bauwerk, das hauptsächlich aus → Back- bzw. → Ziegelsteinen besteht.

Ziegelsteinfassade: Eine Gebäudeaußenwand bzw. Gebäudehülle, die vollständig aus → Ziegel- bzw. → Backsteinen (unter Berücksichtigung optischer Momente) hergestellt wurde oder mit diesen verblendet ist. Vertiefend siehe → Fassade.

Ziegelsteingebäude: Ein → Gebäude, dessen Mauern aus → Back- bzw. → Ziegelsteinen gefügt sind.

Ziegelsteinhaus: Gewöhnlich ein Wohnzwecken dienendes → Ziegelsteingebäude.

Ziehbrunnen: Eine andere Bezeichnung für einen Tiefbrunnen. Kernkomponente ist ein senkrecht oder (seltener) schräg ausgeschachteter Grundwasserzugang, bei dem das Wasser mittels eines an Seilen oder Ketten angebrachten Gefäßes gefördert wird.

Zierbrunnen (großformatig): Im Gegensatz zum → Nutzbrunnen eine regelhaft künstlich gespeiste bauliche Anlage, die Wasser vorrangig zur Erzielung ästhetischer und / oder raumklimatischer Effekte einsetzt. Zu den Zierbrunnen zählen u. a. künstlerisch gestaltete Spei- und Springbrunnen.

Zierkies: Ein Oberbegriff für → Kiesel oder Split mit jeweils unterschiedlichem Korngrößenspektrum. Eingesetzt wird Zierkies im Garten- und Landschaftsbau sowie als Spritzwasserschutzbett.

Zierleiste (Fensterbau): Ein längliches, rein dekorativen Zwecken dienendes Element, das einem Fensterprofil aufsitzt. Derartige Designelemente werden vorwiegend verwendet, um Fensteroptiken zu schaffen, die frühere stilistische Epochen kennzeichneten.

Ziermauer: Eine aus Bruch-, Werk- oder Formsteinen hergestellte → Mauer, die rein ästhetische Aufgaben erfüllt.

Zierputz: Ein → Putz, der zur Farbgebung und / oder Strukturierung bzw. Texturierung von Wandoberflächen dient. Bei zwei- oder mehrlagig ausgeführten Putzarbeiten bildet er den → Oberputz.

Ziggurat: Siehe → Zikkurat.

Zikkurat: Ein getreppter, pyramidenartiger Tempelturm im Zweistromland. Andere Schreibweisen sind »Ziggurat», »Zikkurrat« und einige mehr.

Zikkurrat: → Siehe Zikkurat.

Zimmer: Ein von Boden, Decke, Wänden umschlossener Raum, der eine Untereinheit eines Gebäudes bzw. einen Teil einer Untereinheit darstellt, über (ein) Fenster verfügt, durch (zumindest) eine Tür bzw. eine Wandöffnung betretbar ist und Aufenthaltszwecken im weiteren Sinne dient. Kennzeichnend ist weiterhin, dass keine selbstständig (sinnvoll) nutzbare Einheit vorliegt, sondern die Nutzung auf Einrichtungen bzw. Infrastrukturen der übergeordneten Einheit beruht (Bad, Küche, Flure usw.). Der Begriff »Zimmer« wird insbesondere auf Räumlichkeiten bezogen, die Wohnzwecken dienen bzw. auf die zeitweilige Unterbringung von Menschen (Hotel, Klinik) ausgerichtet sind.

Zimmer, Berliner: Ein mit dem Berliner Mietskasernenbau des 19. und frühen 20. Jahrhunderts verbundener Zimmertyp. Der Begriff bezeichnet einen als Wohn-, Empfangs- oder Durchgangszimmer genutzten Raum, der das Vorderhaus mit einem Seitenflügel oder diesen mit dem Hinterhaus eines Komplexes verbindet. Obwohl gewöhnlich großzügig dimensioniert, verfügt dieses Zimmer lediglich über ein in Ecklage befindliches Fenster, wodurch die natürliche Belichtung zumeist nicht befriedigt.

Zimmeranzahl, vermietbare (Beherbergungsgewerbe): Hotels und Pensionen sind nicht stets und ständig in der Lage, all ihre Zimmer anzubieten. Beispielsweise münzen sich Modernisierungen in phasenweise geminderte Angebotskapazitäten um. Die »vermietbare Zimmeranzahl« errechnet sich aus der Grundgesamtheit multipliziert mit 365 (Schaltjahr = 366) abzüglich zeitweilig unvermietbarer Zimmer (Anzahl mal Ausfalltage). Resultierende Werte sind meist nur im Rahmen von Budgetplanungen bedeutsam, da z. B. saisonale Nachfragetiefs genutzt werden, um zu modernisieren.

Zimmerei (räumlich): Die → Werkstatt eines → Zimmerers bzw. einer entsprechenden Firma.

Zimmerer: Auch »Zimmermann« genannt. Eine auf den Holzbau spezialisierte Baufachkraft, die 1. Bauwerkteile (Balkone, Dachstühle, Fachwerk etc.) herstellt und errichtet, 2. Innenräume mit dem Werkstoff Holz ausbaut (Böden, Decken etc.), 3. Aufgaben im Bereich der Gebäudedämmung und des Holzschutzes übernimmt. 4. Im Ingenieurholzbau arbeitet (Brückenkonstruktion, Wasserbau usw.), 5. Vollständige Gebäude (Blockhäuser, Holzfertighäuser, Lagerhallen, Schuppen etc.) erstellt, 6. Im Schalungsbau tätig sein kann. Zimmerer arbeiten einerseits werkstattgebunden (Vorfertigung von Bauelementen) sowie unmittelbar auf Baustellen (Montagearbeiten). Einzelne Tätigkeiten ähneln denen des → Bautischlers. Vereinfachend dargestellt ist der Zimmerer der Fachmann für das »Grobe« im Sinne großer baulicher Komponenten, während Bautischler im Bereich kleinerer, feinerer, optisch stark wirksamer Elemente arbeiten.

Zimmerergeselle: Siehe → Zimmergeselle.

Zimmererlös, durchschnittlicher (Beherbergungsgewerbe): Der durchschnittliche Zimmererlös wird international als »Revenue per Available Room», kurz »RevPAR», bezeichnet. Er errechnet sich nach einer einfachen Formel: Auslastungsquote (Occupancy) mal durchschnittlicher Zimmerpreis (Average Daily Rate) gleich durchschnittlicher Zimmererlös.

Zimmerermeister: Siehe → Zimmermeister.

Zimmerflucht: Eine Reihe zusammenhängender bzw. aufeinanderfolgender Räume, die einer ähnlichen Funktion dienen und eine abgeschlossene Einheit bilden.

Zimmergeselle: Eine Fachkraft mit abgeschlossener Befähigungsprüfung (= Gesellenprüfung) im Bereich des Zimmerhandwerks. Gesellen sind Facharbeitern gleichgestellt.

Zimmermann: Fachsprachlich als »Zimmerer« bezeichnet. Eine auf den Holzbau spezialisierte Baufachkraft, die 1. Bauwerkteile (Balkone, Dachstühle, Fachwerk etc.) herstellt und errichtet, 2. Innenräume mit dem Werkstoff Holz ausbaut (Böden, Decken etc.), 3. Aufgaben im Bereich der Gebäudedämmung und des Holzschutzes übernimmt. 4. Im Ingenieurholzbau arbeitet (Brückenkonstruktion, Wasserbau usw.), 5. Vollständige Gebäude (Blockhäuser, Holzfertighäuser, Lagerhallen, Schuppen etc.) erstellt, 6. Im Schalungsbau tätig sein kann. Zimmerer arbeiten einerseits werkstattgebunden (Vorfertigung von Bauelementen) sowie unmittelbar auf Baustellen (Montagearbeiten). Einzelne Tätigkeiten ähneln denen des → Bautischlers. Vereinfachend dargestellt ist der Zimmerer der Fachmann für das »Grobe« im Sinne großer baulicher Komponenten, während Bautischler im Bereich kleinerer, veredelnder, optisch stark wirksamer Elemente arbeiten.

Zimmermannsgeselle: Siehe → Zimmergeselle.

Zimmermannsmäßige Verbindung: Eine Verbindung, die in der traditionellen Holzbauweise zur Verknüpfung starker Bauhölzer dient.

Zimmermannsmeister: Siehe → Zimmermeister.

Zimmermannswerkstatt: Die eigenen Arbeitsräume eines → Zimmerers bzw. einer Zimmermannsfirma.

Zimmermeister: Eine Fachkraft, die nach einer erfolgreichen Zimmermannsausbildung bzw. bestandener Gesellenprüfung eine zusätzliche Ausbildung abschloss, die zur Führung des Meistertitels berechtigt. Die Meisterausbildung vermittelt umfassende fachspezifische technische Kenntnisse sowie kaufmännisches und betriebswirtschaftliches Wissen. Die Ausbildung befähigt zur Führung einer Zimmerei und zur Ausbildung von Nachwuchskräften.

Zimmerofen: Ein zu Heizzwecken genutzter → Ofen, der Wärme durch direkte Beschickung mit Brennstoff im jeweiligen Raum bzw. Zimmer erzeugt.

Zimmerpreis, durchschnittlicher (Beherbergungsgewerbe): Der jährlich gemittelte Zimmerpreis - Englisch »Average Daily Rate« bzw. kurz »ADR« - beruht auf einer Abfolge realisierter Tagespreise, vorab vereinbarter Firmentarife (vor allem bei geschäftskundenorientierten Hotels) und / oder ausgehandelter Kontingentpreisen (besonders bei Touristenhotels). Geläufig ist auch der Begriff »Average Room Rate« (ARR), die durch Mehrfachbelegungen erzielte Umsätze beinhaltet.

Zimmerverfügbarkeit (Hotellerie): Branchensprachlich meist als »(Guest) Room Availability« oder kurz »Availability« bezeichnet. Der Begriff steht für die Anzahl zur sofortigen Vermietung verfügbarer Gästezimmer eines Hotels.

Zingel: Frühere Bezeichnung für die Ringmauer bzw. die umfassende Hauptmauer einer Burg oder burgähnlichen Wehranlage.

Zinnbergwerk: Siehe → Zinngrube.

Zinne: Eine gemauerte oder aus einem Block bestehende Mauer- bzw. Brustwehrerhöhung, die sich reihenweise wiederholt. Zinnen gaben Verteidigern Deckung vor feindlichem Beschuss; die zwischen ihnen liegenden Zinnenfenster bzw. Lücken eröffneten ein Sichtfeld und ermöglichten es, eigene Waffen gegen den Feind einzusetzen.

Zinne, Welsche: Eine andere Bezeichnung der → Kerb- bzw. → Schwalbenschwanzzinne.

Zinnelung: Ein Zinnenbesatz, eine Zinnenreihe, ein Zinnenkranz.

Zinnenfenster: Die Aussparung bzw. Lücke zwischen zwei → Zinnen.

Zinnenfries: Ein dekoratives Band, das ein Zinnenmuster zeigt. Ein Fries dient der Abgrenzung, Umgrenzung und Gliederung von Gebäudeteilen.

Zinnenkranz: Eine geschlossene, mehr oder minder ringförmig entwickelte Abfolge von → Zinnen.

Zinnenkrone: Ein oberer, von → Zinnen gebildeter Mauerabschluss.

Zinnenreihe: Eine ununterbrochene Abfolge von → Zinnen.

Zinnenscharte: Die Aussparung bzw. Lücke zwischen zwei → Zinnen.

Zinngrube: Ein Bergwerk bzw. Bergbau, in dem zinnhaltige Mineralgemenge abgebaut werden bzw. wurden.

Zinnmine: Siehe → Zinngrube.

Zins: Eine Gebühr, die für die Überlassung eines Sachgutes (Gebäude, Land, Wohnung usw.) oder Geldbetrages durch einen erhoben bzw. vom Schuldner bezahlt wird. Der Begriff kann sowohl für den → Zinssatz als auch den → Zinsbetrag stehen.

Zins, variabler: Ein während der Laufzeit eines Kredits (im Gegensatz zum → Festzinssatz) veränderlicher → Zinsbetrag bzw. → Zinssatz.

Zinsbetrag: Ein bestimmter Geldbetrag, der zumeist anhand eines vereinbarten → Zinssatzes berechnet wird, aber auch pauschal ausgehandelt werden kann.

Zinsdeckungsgrad: Englisch »Interest Cover Ratio« (ICR). Die Relation gibt an, welcher Prozentsatz des Zinsaufwandes durch die Jahresnettokaltmiete (Reinertrag) gedeckt ist.

Zinshaus: Insbesondere in Österreich übliche Bezeichnung von Mietwohnhäusern mit mehreren Wohneinheiten (Mehrfamilienhäuser).

Zinssatz: Ein prozentualer Anteil an einem entliehenen bzw. verliehenen Geldbetrag, der – in Form des Zinsbetrages – für die Überlassung fällig ist.

Zinssatz, variabler: Ein während der Laufzeit eines Kredits (im Gegensatz zum → Festzinssatz) veränderlicher → Zinssatz.

Ziqqurrat: Ein getreppter, pyramidenartiger Tempelturm im Zweistromland. Andere Schreibweisen sind »Ziggurat», »Zikkurrat« und einige mehr.

Zisterne: Ein unterirdisch angelegter oder oberirdisch errichteter abdeckbarer Sammelbehälter für Brauch- oder Trinkwasser. In Regionen mit geringen und / oder saisonal beschränkten Niederschlägen dienen Zisternen als Reservoire zur Glättung der Wasserversorgung. In vielen Trockengebieten beruht die gesamte Zivilisation auf diesen Wasserspeichern.

Zitadelle: Eine eigenständig zu verteidigende → Burg bzw. → Festung, die innerhalb oder unmittelbar an einer befestigten Stadt oder Festung errichtet wurde. Zitadellen stellten die am schwersten zu erstürmenden Anlagen befestigter Orte dar; sie dienten als letzte Rückzugsinseln hier stationierter Truppen.

Zivilarchitektur: Eine Sammelbezeichnung für Bau- und Gestaltungsströmungen im Bereich privater und öffentlicher → Gebäude, die keine militärischen Zwecke erfüllen.

Zivilflughafen: Ein baulicher Komplex, der auf die nicht militärische Abwicklung gewerblichen Lufttransports von Menschen und / oder Waren ausgelegt ist. Größere Flughäfen verfügen über eine oder mehrere Start- und Landbahnen, eine Leit- bzw. Kontrollzentrale (Tower), Gebäude für die Passagier- und / oder Frachtabfertigung, Stellplatzkapazitäten und → ÖPNV-Anschlüsse.

Ziviltechniker: In Österreich übliche Berufsbezeichnung für staatlich ermächtigte und vereidigte Freiberufler aus den Bereichen Architektur und Ingenieurwesen.

Zollburg: Ein regelhaft in strategischer Lage (Furt, Pass, Wegenge usw.) an einem Fernhandelsweg errichtetes, als → Burg einzustufendes Wohn- und Wehrbauwerk, das dazu diente, eine Zollstelle zu sichern (in sehr seltenen Fällen selbst Zollstelle war). In Europa waren Zollburgen vom Mittelalter bis zum Übergang in die frühe Neuzeit verbreitet.

Zollstock: Ein Gliedermaßstab, ein aus mehreren, zusammenklappbar miteinander verbundenen Leisten bestehender Maßstab.

Zoo (Allgemeinverständnis): Eine Verkürzung von »Zoologischer Garten«. Es handelt sich um vergleichsweise großflächige Anlagen, in denen Wildtierarten (vorrangig) für Schauzwecke gehalten werden. Kennzeichnend sind artgesondert und / oder artübergreifend besetzte Freigehege, Tierhäuser (Amphibien, Reptilien, Großkatzen, Insekten usw.), Futter- und Materiallager etc.. Erste Zoos entstanden nach derzeitigem Kenntnisstand vor rund 4.000 Jahren (nachgewiesen in China). Die Wurzeln hängen m. E. mit der Jagd zusammen, die in vielen »kultivierten« Gesellschaften zum Vorrecht und (oft brutal ausgeübten) Freizeitvergnügen herrschaftlicher Familien, Sippen und Clans wurde. Frühzeitig wurden »exotische», zum Staunen anregende Tierarten, also solche, die in der jeweiligen Großregion nicht beheimatet waren, zur Schau gestellt. Entsprechende Einrichtungen repräsentieren den klassischen Zoo der Neuzeit. Neuerdings bezeichnen sich vermehrt Einrichtungen als Zoo, die Nutztiere zur Schau stellen. Das ist berechtigt, insofern Milchkühe und Mastschweine vielen heutigen Wohlstandskindern (zumindest) ähnlich exotisch vorkommen wie Geparden und Gnus (verbreitete Wahrnehmungshorizonte: Milch stammt aus dem Supermarkt, Kühe sind – sofern bekannt – lila und Fleisch kommt als Schnitzel auf die Welt).

Zoo (Legaldefinition, Deutschland): Inhaltlich fragwürdig definiert in § 42 Absatz 1 Gesetz über Naturschutz und Landschaftspflege (BNatSchG) als dauerhafte Einrichtungen, in denen lebende Tiere wild lebender Arten zwecks Zurschaustellung während eines Zeitraumes von mindestens sieben Tagen im Jahr gehalten werden. Eine Einrichtung, die ausschließlich Vertreter solcher Tierarten zur Schau stellt, die in freier Wildbahn nicht mehr vorkommen – es werden immer mehr –, wäre laut dieser Definition kein Zoo. Das Sieben-Tage-Kriterium wirkt willkürlich, aus der Luft gegriffen. Weiterhin fehlt jeder Größenbezug. Kurios muten ebenfalls in Absatz 1 vorgenommene Ausschlüsse an. Es heißt: Nicht als Zoo gelten 1. Zirkusse, 2. Tierhandlungen und 3. Gehege zur Haltung von nicht mehr als fünf Arten von Schalenwild, das im Bundesjagdgesetz aufgeführt ist, oder Einrichtungen, in denen nicht mehr als 20 Tiere anderer wild lebender Arten gehalten werden. Der Paragraph verdient es, überarbeitet zu werden.

Zoologischer Garten: Siehe → Zoo (Allgemeinverständnis).

ZPL (Logistik): Kürzel für »Produktionslogistisches Zentrum«. Dieses Zentrum konzentriert – produktionsnah – Transport-, Lager- und Zulieferunternehmen. Prototypische Vertreter sind um große Automobilwerke herum entstandene Cluster. Es handelt sich gleichsam um das Gegenstück des → Güterverteilzentrums.

Z-Stufe: Eine vor allem bei steilen Treppen eingesetzte Stufenform, bei der die → Setzstufe schräg verläuft bzw. abwärts zurückgenommen auf die untere → Trittstufe trifft. Von der Seite aus betrachtet bilden zwei Trittstufen und eine Setzstufe ein an ein mehr oder minder gedrücktes Z erinnerndes Profil.