Immobilienwirtschaftliches Glossar

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Einträge zu Wohnu - WS

Wohnung: Eine abgeschlossene Einheit innerhalb eines Gebäudes, die versorgungstechnisch auf Wohnzwecke zugeschnitten ist.

Wohnung, altengerechte: Eine an die körperlichen Bedürfnisse bzw. Bewegungsabläufe alter Menschen angepasste Wohneinheit. – Stichwort: Barrierefreiheit. Daneben spielen ausstattungsbezogene Aspekte wie rutschsichere Bodenbeläge, erhöht angebrachte WCs, eingebaute Haltegriffe usw. eine entscheidende Rolle.

Wohnung, behindertengerechte: Ein Begriff, der sich hinsichtlich der baulichen Grundkriterien mit »altengerechter Wohnung« deckt. Siehe → Wohnung, altengerechte.

Wohnung, seniorengerechte: Siehe → Wohnung, altengerechte.

Wohnungsbau (Bausparte): Ein gewerblicher Zweig, der Mehrfamilienhäuser plant, erstellt und saniert.

Wohnungsbau (Objekt): Ein mehrere Wohneinheiten beinhaltendes Wohngebäude bzw. ein Mehrfamilienhaus.

Wohnungsbauboom: Ein Zeitraum, der eine deutlich überdurchschnittliche Anzahl von Projektierungen und Realisierungen im Bereich des → Geschosswohnungsbaus erkennen lässt. Anders ausgedrückt: Ihn kennzeichnet ein ungewöhnlich hoher Ausstoß an Wohneinheiten bzw. Mehrfamilienhäusern. Der Begriff ist nicht mit → »Wohnbauboom« zu verwechseln.

Wohnungsbaugesellschaft: Eine anderes Wort für »Wohnungsgesellschaft« oder »Wohnungsunternehmen«. Eine Firma, deren Geschäftszweck in der ertragsorientierten Planung, Entwicklung, Errichtung, Bewirtschaftung, Verwaltung und Vermarktung (überwiegend) wohngenutzter Immobilien liegt.

Wohnungsbauprämie (Deutschland): Eine 1952 eingeführte staatliche Förderung bzw. Subvention im Rahmen der Wohnungsbauförderung. Die Bestimmung, die zu einer Förderung berechtigen, sind im Wohnungsbau-Prämiengesetz niedergelegt. Grundsätzlich steht die Förderung in der Bundesrepublik unbeschränkt Steuerpflichtigen (ab 16 Jahren oder bei Vollwaisenstatus) zu, sofern sich ihr Einkommen unterhalb einer gewissen Schwelle bewegt und sie zum Prämienbezug berechtigende Sparleistungen erbringen. Letztere umfassen u. a. im Rahmen von → Bausparverträgen geleistete Zahlungen oder in den Erwerb von Anteilen an Bau- und Wohnungsgenossenschaften fließende Beträge.

Wohnungsbesitz: Alltagssprachlich häufig, allerdings fälschlich mit dem → Eigentum an einer → Wohnung gleichgesetzt. Wenngleich Besitz und Eigentum in einer Hand vereint sein können, bezeichnet »Besitz« lediglich die tatsächliche Herrschaft über eine Sache. Legaler Besitz unterliegt regelhaft verfügungsbeschränkenden Bedingungen. Er kommt beispielsweise durch Abschluss eines → Mietvertrages zustande. Der Begriff bezeichnet auch die jeweilige Wohnung an sich.

Wohnungsbesitzer: Eine natürliche oder juristische Person, die Besitzrechte an einer → Wohnung genießt. Siehe → Wohnungsbesitz.

Wohnungseigentum: »… das Sondereigentum an einer Wohnung in Verbindung mit dem Miteigentumsanteil an dem gemeinschaftlichen Eigentum, zu dem es gehört.« (Gesetz über das Wohnungseigentum und Dauerwohnrecht, Teil 1, § 1). Das Eigentum wird durch Eintrag in das Wohnungsgrundbuch begründet; die betroffene Wohnung erhält darin ein eigenes Blatt; damit kann sie vom Eingetragenen belastet, veräußert oder verkauft werden.

Wohnungseigentümer: Eine natürliche oder juristische Person, die Eigentumsrechte an einer → Wohnung besitzt. Siehe → Wohnungseigentum.

Wohnungseigentümergemeinschaft: Die Gesamtheit aller natürlichen oder juristischen Personen, die → Eigentum an einer → Wohnung oder einem sonstigen Teil einer Eigentumswohnungsanlage sind.

Wohnungseigentümerversammlung: Ein regelhaft turnusmäßig einberufenes Treffen von Wohnungs- und / oder Teileigentümern einer Wohnanlage. Die Versammlung bildet das Beschlussgremium einer → Wohnungseigentümergemeinschaft. Im Rahmen derartiger Treffen werden u. a. Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen, Wirtschaftspläne oder verwaltungsbezogene Maßnahmen beschlossen.

Wohnungseigentumsgesetz (Deutschland): Ein Gesetz, das Fragen regelt, die sich aus einer formellen Teilung eines Grundstücks durch Teilungserklärung ergeben. Es behandelt das Eigentum an jeweiligen Wohneinheiten oder Gebäuden (Sondereigentum), an Gemeinschaftsflächen (Teileigentum) und das Gemeinschaftseigentum. Die offizielle Bezeichnung lautete »Gesetz über das Wohnungseigentum und das Dauerwohnrecht«. Offiziell abgekürzt wird es mit WoEigG, zumeist wird jedoch Das Kürzel »WEG« verwendet.

Wohnungsflur: Ein zwischen Eingangstür und einzelnen Zimmern bzw. Räumen (Bad, Küche) vermittelnder Gang oder Raum.

Wohnungsgebiet (räumlich): Ein selten gewählter Begriff, der ein → Wohngebiet bezeichnet, dessen Gebäudebestand weit überwiegend bzw. fast ausschließlich aus Mehrfamilienhäusern besteht.

Wohnungsgesellschaft: Eine andere Bezeichnung für »Wohnungsbaugesellschaft« oder »Wohnungsunternehmen«. Eine Firma, deren Geschäftszweck in der gewinnorientierten Planung, Entwicklung, Errichtung, Bewirtschaftung, Verwaltung und Vermarktung (überwiegend) wohngenutzter Immobilien liegt.

Wohnungsgesuch: Die mündlich oder schriftlich, direkt adressierte oder allgemein öffentlich gemachte Absicht, eine → Wohnung käuflich erwerben oder anmieten zu wollen (oder, wenig realistisch, geschenkt bzw. mietfrei überlassen zu bekommen).

Wohnungsgrundbuch (Deutschland): Eine eigenständige Grundbuchform, die keine Grundstücke, sondern Eigentumswohnungen bzw. Sondereigentum gemäß → Wohnungseigentumsgesetz ausweist. Sobald ein Grundstück in → Wohnungseigentum aufgeteilt wird, löst es das dann geschlossene bzw. zu schließende Grundbuchblatt des Grundstücks ab.

Wohnungsinventar (Allgemeinverständnis): Die Gesamtheit aller Einrichtungs- und Ausstattungsgegenstände innerhalb einer → Wohnung.

Wohnungsmakler: Kurzform von → »Wohnimmobilienmakler«. Ein auf die Vermittlung zum Kauf stehender oder zum Kauf gesuchter Wohnobjekte bzw. Wohneinheiten und / oder deren Vermietung spezialisierter Makler.

Wohnungsmangel: Eine unzureichende, dem Bedarf in quantitative und / oder qualitativer Hinsicht nicht entsprechende Versorgung mit Wohnraum, die sich in verlängerte Suchzeiten, Kompromisslösungen in Bezug auf Wohnfläche und Flächenstandard sowie steigende Mietpreise übersetzt. Der Begriff wird vielfach mit → »Wohnungsnot« gleichgesetzt, unterscheidet sich inhaltlich jedoch von dieser, insofern Mangel als Störung des Marktgleichgewichts aufzufassen ist, die Umzugsaktivitäten zwar erschwert, jedoch nicht auf breiter Front unmöglich macht.

Wohnungsmiete: Ein regelmäßig zu zahlendes bzw. vereinnahmtes Entgelt, das für die vertraglich vereinbarte und geregelte Nutzungsüberlassung einer → Wohnung fällig ist. Ohne Zusatz bezieht sich der Begriff auf den jeweiligen Nettobetrag, das heißt die Miete ohne Nebenkosten.

Wohnungsmieter: Eine Person, die eine → Wohnung gegen regelmäßig zu entrichtendes Entgelt (oder eine anderweitige Gegenleistung) von einem Eigentümer oder dessen Bevollmächtigten für eine bestimmte oder vertraglich unbefristete Zeitspanne zur Nutzung übernimmt bzw. überlassen bekommt.

Wohnungsnot: Eine schwerwiegende Unterversorgung mit Wohnraum, die sich mit einem sehr starken Anstieg des Mietpreisniveaus verbindet und Wohnraum für einkommensschwache Bevölkerungskreise unerschwinglich werden lässt. Mietpreisanstiege betreffen vor allem Wohnungen unteren und mittleren Standards.

Wohnungsnotstand: Siehe → Wohnungsnot.

Wohnungsunternehmen: Eine Firma, deren Geschäftszweck in der gewinnorientierten Planung, Entwicklung, Errichtung, Bewirtschaftung, Verwaltung und Vermarktung (überwiegend) wohngenutzter Immobilien liegt. Andere Begriffe sind »Wohnungsgesellschaft« und »Wohnungsbaugesellschaft«.

Wohnungsvermieter: Eine natürliche oder juristische Person, die einem Dritten eine → Wohnung gegen Zusicherung einer regelmäßigen Geldzahlung (oder einer anderweitigen Gegenleistung) für einen bestimmten oder unbestimmten Zeitraum zur Nutzung überlässt.

Wohnungsvermietung: Eine auf regelmäßigen Geldzahlungen beruhende, befristete oder unbefristete Nutzungsüberlassung einer → Wohnung an einen Dritten durch deren Eigentümer bzw. dessen Bevollmächtigten.

Wohnungsvermittler (gewerblich): Eine seltenere Bezeichnung des → Wohnungsmaklers.

Wohnungswirtschaft: Ein Teilbereich der Gesamtwirtschaft, der sich der Planung, Finanzierung, Errichtung, Ausstattung, Bewirtschaftung und Vermarktung wohngenutzter Objekte verschreibt.

Wöhrde: Auch »Wörde«. Ein bäuerliches Wohnhaus einfassendes Ackerland.

Wolfsgrube (Wehrbau): Eine rund, rechteckig oder quadratisch ausgehobene, schachtähnliche Grube, die regelhaft mit einem oder mehreren oben zugespitzten Holzpfählen bestückt war. Ihr Zweck lag darin, Feinde zu töten. Wolfsgruben wurden in → Torhallen, aber auch im Vorfeld von Befestigungswerken angelegt.

Wolkenkratzer: Eine 1 : 1 Übersetzung des Wolkenkratzer-Perspektive mit Willis Tower (Chicago, Illinois, USAAmerikanischen »Skyscraper«. Der Begriff bezeichnete ursprünglich einen außerordentlich hohen Zylinderhut; er wurde auf extrem hohe Häuser übertragen. Grundsätzlich stellen Wolkenkratzer → Hochhäuser dar. Eine Abgrenzung gegenüber »normalen« Hochhäusern ist mit einem Willkürelement behaftet. Kennzeichnend sind drei Merkmale: 1. Eine Höhe, die ein Mehrfaches des Durchmessers beträgt. 2. Eine Funktion als Bühne bzw. Schnittstelle allgemeiner Aktivitäten bzw. eine Funktion als Hülle für die Erfüllung menschlicher Grundbedürfnisse (Wohnen usw.) und allgemeiner Notwendigkeiten (Arbeiten). 3. Abgeleitet aus Punkt 2 ergibt sich, dass ihre Nutzung regelhaft erhebliche ein- und auswärts gerichteten Bewegungsströme erzeugt. 4. Eine Mindesthöhe von über 100 m (hier schlägt das erwähnte Willkürmoment zu). Zur Abgrenzung siehe auch → Turm.

Wolkenkratzerbau (prozessual): Die Errichtung eines → Wolkenkratzers.

WoP (Deutschland, Wohnungswesen): Das Kürzel für → »Wohnungsbauprämie«.

WoPG (Deutschland, Wohnungswesen): Das Kürzel für → »Wohnungsbau-Prämiengesetz«.

Wörde: Zumeist »Wöhrde« geschrieben. Unmittelbar um ein bäuerliches Wohnhaus gelegenes Ackerland.

Worth: Eine andere Bezeichnung der → Warft bzw. → Wurt.

WR (Bauplanungsrecht, Deutschland): Das amtliche Kürzel für »Reines Wohngebiet«. Im Sinne der → Baunutzungsverordnung handelt es sich regelhaft um eine von Ein- und Zweifamilienhäusern geprägte Wohnlage bzw. eine Eigenheimsiedlung.

WRG (Haustechnik): Kürzel für »Wärmerückgewinnung«.

WS (Bauplanungsrecht, Deutschland): Das amtliche Kürzel für »Kleinsiedlungsgebiet« im Sinne der → Baunutzungsverordnung. Es handelt sich um einen Siedlungsverbund, der von Grundstücken geprägt ist, die Wohngebäude, Nutzgärten und dem landwirtschaftlichen Nebenerwerb dienende Bauten tragen.

WSVO (Bauwesen, Deutschland): Steht für »Wärmeschutzverordnung«.