Immobilienwirtschaftliches Glossar

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Einträge zu Wo – Wohnturm

WoBauG (Recht, Deutschland): Das Kürzel für »Wohnungsbaugesetz«.

WoBindG (Recht, Deutschland): Steht für »Wohnungsbindungsgesetz», das offiziell als »Gesetz zur Sicherung der Zweckbestimmung von Sozialwohnungen« bezeichnet wird.

WoEigG (Recht, Deutschland): Das Kürzel für »Wohnungseigentumsgesetz«. Das Gesetz regelt Fragen, die sich aus einer formellen Teilung eines Grundstücks durch Teilungserklärung ergeben. Es behandelt das Eigentum an jeweiligen Wohneinheiten oder Gebäuden (Sondereigentum), an Gemeinschaftsflächen (Teileigentum) und das Gemeinschaftseigentum. Die offizielle Bezeichnung lautete »Gesetz über das Wohnungseigentum und das Dauerwohnrecht«. Verbreitet wird der Gesetzestitel zu »WEG« verkürzt.

WoFG (Deutschland): Steht für »Wohnraumförderungsgesetz«.

WoFlVO (Deutschland, Wohnungswesen): Das Kürzel für »Wohnflächenverordnung«.

Wohnanlage, altengerechte: Ein an körperliche Bedürfnisse bzw. Bewegungsabläufe alter Menschen angepasster baulicher Komplex. Kennzeichnend sind barrierefreie Zugänge und Erschließungswege sowie entsprechend ausgestaltete Wohneinheiten, die zudem mit rutschsicheren Bodenbelägen, erhöht angebrachten WCs, eingebauten Haltegriffen usw. ausgestattet sind. Anlagen altengerechten Wohnens stellen keine Spezialimmobilien dar; grundsätzlich sind sie wie normale Wohngebäude zu bewerten, doch kann ein überdurchschnittlicher Mietansatz gerechtfertigt sein.

Wohnanlage, seniorengerechte: Siehe → Wohnanlage, altengerechte.

Wohnbau (Objekt): Ein auf dauerhafte Wohnnutzung ausgelegtes Gebäude, das für eine längerfristige Belegung durch den bzw. die jeweiligen Nutzer gedacht ist. Der Begriff deckt die Gesamtheit entsprechender Gebäude ab, schließt also Einfamilien-, Doppel-, Mehrfamilienhäuser und Großwohngebäude ein. Nicht den Wohngebäuden zugerechnet werden z. B. (gewöhnliche) → Hotels.

Wohnbauboom: Ein Zeitraum, der von ungewöhnlich starken Bauaktivitäten und deutlich überdurchschnittlichen Fertigstellungsraten im Bereich von Wohnimmobilien geprägt ist. Das Hoch kann sich auf den Bau von Einfamilien- und Doppelhäusern und / oder die Errichtung von Geschosswohnbauten beziehen. Angesichts dieses (u. U.) segmentübergreifenden Charakters unterscheidet sich der Begriff inhaltlich vom → »Wohnungsbauboom«.

Wohnbaufläche: Eine für die Errichtung von → Wohnimmobilien vorgesehene Fläche. In → Flächennutzungsplänen werden diese Areale bzw. Gebiete mit (W) gekennzeichnet.

Wohnbebauung (gegenständlich): Ein Bestand an → Wohnimmobilien innerhalb eines Gebietes bzw. auf einer mehr oder minder großen Fläche.

Wohnbebauung (prozessual): Die Errichtung von → Wohnimmobilien auf einem → Grundstück, einer mehrere Grundstücke umfassenden Fläche oder auf diversen Flächen innerhalb eines Gebietes.

Wohnbergfried: Eine Bezeichnung für einen Donjon, der sich in einer Burganlage erhebt. Es handelt sich um einen Wohn- und Wehrturm. Erbaut wurden Donjons mehrheitlich in Frankreich und England sowie in Italien und Spanien. Gegenüber dem reinen Verteidigungszwecken dienenden → Bergfried sind Donjons geräumiger ausgelegt, mit größeren Grundrissen versehen. Viele dieser Türme beinhalten repräsentativ ausgestattete Räumlichkeiten. Wie der Bergfried, besitzen viele Donjons einen Hocheingang.

Wohn-Bergfried: Siehe → Wohnbergfried.

Wohnblock (Einzelbauwerk):Ein großes, monolithisch bzw. klotzig anmutendes Wohngebäude, das zumeist in Fertigbauweise errichtet wurde. Beispiele bieten die Plattenbauten DDR-zeitlicher → Großwohnsiedlungen.

Wohnblock (Gebäudeverbund): Ein von Straßen, Schienen und / oder topographischen Markanten definierter bzw. begrenzter Bereich, der mit großen, hoch aufragenden Mehrfamilienhäusern bebaut ist.

Wohndachfenster: Ein zur Belichtung und Belüftung ausgebauter Dachgeschosse genutztes → Fenster, das der Neigung des Daches (weitgehend) folgt.

Wohneigentum: Ein Begriff, der eine vom Eigentümer selbstgenutzte Wohnimmobilie (Doppelhaushälfte, Einfamilienhaus, Wohnung) bezeichnet.

Wohneigentumsquote: Der prozentuale Anteil von Eigentümern bewohnter Wohnungen und Einfamilienhäuser gemessen am gebietsbezogenen Gesamtbestand entsprechender Wohnstätten.

Wohneinheit: Eine abgeschlossene, auf langfristige Nutzungsdauern ausgelegte Räumlichkeit, die primär als privater Aufenthalts- und Lebensort dient.

Wohnen, betreutes: Ein Ansatz, der darauf abzielt, Vorzüge haushaltlicher Selbständigkeit mit Vorteilen eines Seniorenheimes zu verbinden. Entsprechende Wohnanlagen bieten gewöhnlich Ein- oder Zweizimmerappartements mit Kocheinrichtung, Bad und WC. Betreiberseitig werden allgemeine Betreuungsleistungen (Einkauf, Wohnungsreinigung, Wäschereinigung usw.) und Wahlleistung (mobile Pflege usw.) angeboten. Um sicherzustellen, dass Anlagen des betreuten Wohnens nicht unter das Heimgesetz fallen, dürfen zusätzliche Dienst- und Pflegeleistungen nicht heimtypisch ausgelegt sein, Wohnungsvermietung und Betreuung nicht aus einer Hand angeboten und keine verpflichtenden Inanspruchnahmen von Betreuungsleistungen vereinbart werden.

Wohnfläche: Die summierte Modernes Wohngebäude nahe Theresienwiese, MünchenGrundfläche aller Räume einer Wohnstätte (Haus, Wohnung), die bauordnungsrechtlich anhand von Kriterien wie Raumhöhe, Belichtung, Belüftung, Ausbauzustand als Wohnraum definiert sind. U. a. nicht enthalten sind Keller, nicht ausgebaute Dachbodenflächen, Flächen ungenügender Deckenhöhe und Heizungsräume.

Wohngebäude: Ein → Haus, das auf eine langfristige Nutzung als privater Lebensmittelpunkt einzelner Personen, Familien oder Familienverbünde ausgelegt ist. Wohngebäude können eine in sich geschlossene Einheit darstellen oder unterschiedliche räumliche Einheiten beinhalten, die auf gemeinschaftlich genutzten technischen Infrastrukturen beruhen, und um allgemein zugängliche Funktionsbereiche ergänzt sind. Rechts ein modernes Wohngebäude nahe der Theresienwiese in München, Deutschland (Bild: Elmar Pfeiffer, 01 / 2011).

Wohngebiet (Allgemeinverständnis): Ein nahezu ausschließlich von Wohngebäuden bzw. von der Wohnfunktion geprägter Siedlungsbereich. Wohngebiete können von verschiedenen Gebäudetypen geprägt sein. Die Bandbreite reicht von Großwohnblocks über große Mehrfamilienhäuser bis hin zu Eigenheimen. Wohngebiete stellen sich mehrheitlich als weitgehend typenreine bzw. hinsichtlich des Gebäudebestandes homogene Gebiete dar.

Wohngebiet, Allgemeines (WA): Entsprechend der Baunutzungsverordnung ein Gebiet, in dem neben einer vorherrschenden Wohnnutzung gastronomische Einrichtungen, Einzelhandelsgeschäfte und (kleine) nicht störende Handwerksbetriebe zulässig sind.

Wohngebiet, Besonderes (WB): In Bereichen dieser Widmung sind Büro- und Geschäftshäuser genehmigt, daneben häufig Spielhallen, Diskotheken, Hotellerie / Beherbergungsgewerbe etc. Besondere Wohngebiete weisen eine tendenziell höhere Dynamik in Form von Auf- und Abwertungsprozessen auf als Allgemeine oder Reine Wohngebiete.

Wohngebiet, Reines (WR): Im Sinne der Baunutzungsverordnung in aller Regel von Ein- und Zweifamilienhäusern geprägte Wohnlagen bzw. Eigenheimsiedlungen.

Wohngeld (Nebenkostenumlage): Meist »Hausgeld« genannt. Eine gewöhnlich vierteljährlich von der Hausverwaltung von Wohnungseigentümern eingezogene Kostenumlage, die zur Deckung anfallender Betriebs-, Wartungs- und Instandhaltungskosten dient.

Wohnhaus: Ein Gebäude, das auf eine dauerhafte Nutzung als privater Lebensmittelpunkt von Einzelpersonen, Familien oder Familienverbünden ausgelegt ist. Wohnhäuser können eine in sich geschlossene Einheit darstellen oder mehrere räumliche Einheiten beinhalten, die auf gemeinsam genutzten Infrastrukturen beruhen.

Wohnhochhaus (formal): Ein → Wohngebäude, Wohnhochhaus in am Marine Drive von Kochi (Kerala, Indien)dessen Höhe der länderspezifischen oder regional gültigen Hochhausdefinition entspricht. Rechts ein Wohnhochhaus am Marine Drive in Kochi, Kerala, Indien (Bild: Elmar Pfeiffer, 03 / 2012).

Wohnhochhaus (wahrnehmungsbezogen): Ein → Wohnhaus, dessen vertikale Dimension auffallend über die horizontale hinausgeht oder zumindest eine entsprechende Anmutung erzeugt.

Wohnhügel (anthropogen, Schutzlage): Eine künstlich geschaffene Geländeerhebung, die als Grund für eine Wohnbebauung dient. Die Anlage erfolgt in aller Regel, um Überschwemmungen zu vermeiden. Ein Beispiel bieten → Wurten.

Wohnhügel (historisch, archäologisch): Ein zumeist auf vor- oder frühgeschichtliche Zeiten zurückgehender Siedlungshügel, der durch wiederholte Zerstörung und / oder planmäßigen Abriss einer bestehenden Bebauung und am Ort aufsetzende Neubebauungen entstand. Wohnhügel umfassen somit mehrere Siedlungshorizonte.

Wohnimmobilie: Ein zu Wohnzwecken errichtetes bzw. den Erfordernissen einer Wohnnutzung angepasstes Gebäude.

Wohnimmobilienmakler: Ein auf die Vermittlung zum Kauf stehender oder zum Kauf gesuchter Wohnobjekte bzw. Wohneinheiten und / oder deren Vermietung spezialisierter Makler.

Wohnimmobilienmarkt: Das abschlussorientierte Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage (Anmietung / Vermietung, Kauf / Verkauf) im Bereich von → Wohnimmobilien.

Wohnimmobilienvermittler (gewerblich): Siehe → Wohnimmobilienmakler.

Wohnkasematte (Festungsbau): Ein zumeist unterirdisch angelegter, gegen Artilleriebeschuss gesicherter Raum bzw. Raumzusammenhang, der Mannschaften einer Festung bzw. Besatzungen eines Festungswerkes als Unterkunft diente.

Wohnklimaplatte: Eine andere Bezeichnung der Calciumsilikatplatte. Es handelt sich um eine gehärtete, formstabile Platte, deren Hauptbestandteile Calciumoxid, Siliziumdioxid, Zellulose und Wasserglas sind. Eingesetzt werden diese Platten vor allem zur Wärmedämmung in Innen- und Außenbereichen.

Wohnkomfort: Der technisch-funktional, größen-, ausstattungs- und wahrnehmungsbezogen bestimmte Bequemlichkeits- bzw. Behaglichkeitsgrad einer Wohneinheit.

Wohnkultur: Eine anhand ihrer Eigentümlichkeiten mehr oder minder klar konturierte Art der Einrichtung und Ausstattung einer Wohneinheit. Der Kulturbegriff beinhaltet, dass die jeweilige Einrichtungsart als schichten- und / oder regional- bzw. landestypisch zu erachten ist, zumindest jedoch einen entsprechenden Hintergrund besitzt.

Wohnobjekt: Siehe → Wohnimmobilie.

Wohnquartier: Eine eigenständige bzw. klar abgrenzbare städtische Wohnsiedlung, die einem Stadtviertel entsprechen kann.

Wohnraummangel (marktweit): Gleichbedeutend mit »Wohnungsmangel«. Angesprochen ist eine unzureichende, der Nachfrage in quantitative und / oder qualitativer Hinsicht nicht entsprechende Versorgung mit Wohnraum, die sich in verlängerten Suchzeiten, Kompromisslösungen in Bezug auf Wohnfläche und Flächenstandard sowie steigenden Mietpreisen niederschlägt. Der Begriff wird vielfach mit → »Wohnungsnot« gleichgesetzt, unterscheidet sich inhaltlich jedoch von dieser, insofern Mangel als Störung des Marktgleichgewichts aufzufassen ist, die Umzugsaktivitäten zwar erschwert, jedoch nicht auf breiter Front unmöglich macht.

Wohnsiedlung: Ein überschaubares Gebiet, das von einander zumeist sehr ähnlichen, der Wohnfunktion gewidmeten Gebäuden bestanden ist. Typischerweise finden sich innerhalb der eigentlichen Siedlung kaum gewerbliche Nutzungen (Einzelhandel, Gastronomie usw.) und kulturelle oder soziale Infrastrukturelemente (Kindergärten, Schulen, Krankenhäuser etc.).

Wohnturm (Burgenbau): Eine andere Bezeichnung der → Turmburg.