Immobilienwirtschaftliches Glossar

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Einträge zu Wert - Wh

Wert, amtlicher (immobilienbezogen, Schweiz): Der steuerliche Veranlagungswert einer Immobilie.

Wertermittler (grundstücksbezogen): Idealtypisch eine mit aktuellen methodischen Ansätzen der Grundstückswertermittlung sowie vergleichenden markt- und standortanalytischen Verfahren vertraute Person, die → Verkehrswerte bebauter oder unbebauter → Grundstücke ableitet bzw. schätzt. Als Grundlage dienen → Ertragswertverfahren, → Vergleichswertverfahren, die DCF-Methode und (nicht nur bei Renditeobjekten allenfalls eingeschränkt belastbar) das → Sachwertverfahren.

Wertermittlung (immobilienbezogen): Die Ableitung des → Verkehrswertes für ein bebautes oder unbebautes → Grundstück. Als Grundlage der Ableitung dienen → Ertragswertverfahren, → Vergleichswertverfahren, die DCF-Methode und (bei Renditeobjekten nur eingeschränkt belastbar) das → Sachwertverfahren. Eine Wertermittlung bildet grundsätzlich ein auf Schätzverfahren bzw. Einschätzungen gründendes Ergebnis ab.

Wertermittlungsansatz: Siehe → Wertermittlungsverfahren.

Wertermittlungsgebühr: Die einem Auftraggeber entstehenden Kosten einer → Wertermittlung, das anfallende Gutachterhonorar.

Wertermittlungshonorar: Die einem Auftraggeber entstehenden Kosten einer → Wertermittlung, der Preis der gutachterlichen Arbeit bzw. Leistung.

Wertermittlungsmethode: Siehe → Wertermittlungsverfahren.

Wertermittlungsverfahren (Grundstückswertermittlung): Methodische Ansätze, die einer nachvollziehbaren Ermittlung bzw. Schätzung von → Verkehrswerten dienen. In Deutschland sind das → Vergleichswertverfahren und das → Ertragswertverfahren geläufige Methoden. Das ebenfalls oft bemühte → Sachwertverfahren liefert zumindest in Bezug auf Gewerbeobjekte selten Marktwerte. International ist die DCF-Methode das am häufigsten eingesetzte Verfahren.

Wertermittlungsverordnung (WertV): Eine Verkürzung von »Immobilienwertermittlungsverordnung«. Eine deutsche Verordnung, die ausgehend von einer → Verkehrswertdefinition die Grundsätze der Verkehrswertermittlung von → Grundstücken regelt. Diese sind für die → Gutachterausschüsse bindend. In der ImmoWertV geregelte methodische Ansätze gelten als normierte Wertermittlungsverfahren. Dies sind das → Vergleichswertverfahren, das → Ertragswertverfahren und, obwohl bezogen auf gewerbliche Immobilien selten zu Verkehrswerten führend, das → Sachwertverfahren.

Wertgutachten (Grundstückswertermittlung): Ein auf Grundlage einer Markt- und Objektanalyse sowie nachvollziehbarer Prämissen und begründeter Schlussfolgerungen erstellter Bericht, in dem der Markt- bzw. → Verkehrswert eines bebauten oder unbebauten Grundstücks abgeleitet wird.

Wertgutachter (Grundstückswertermittlung): Siehe → Wertermittler (grundstücksbezogen).

Wertsicherung (mietvertraglich): Siehe → Wertsicherungsklausel.

Wertsicherungsklausel: Ein vertraglicher Passus, der die Entwicklung einer Miete an eine nachgewiesene oder unterstellte Veränderung des Geldwertes koppelt. Ziel ist es, inflations- oder deflationsbedingte Realwertänderungen auszugleichen bzw. abzufedern. Üblich sind vor allem indexbasierte Anpassungsklauseln. Hierbei erfolgen Mietanpassungen regelhaft dann, wenn sich der Verbraucherpreisindex um eine vorab festgelegte Anzahl von Prozentpunkten gegenüber einem Basisjahr verändert. Beispiel: Sobald der VBI um 10 Prozentpunkte steigt oder fällt, wird diese Änderung zu 100 %, 70 % oder 50 % auf die Miete übertragen. Klar ersichtlich kommt es in einem inflationären Umfeld selbst bei einer 100 %igen Anpassung nicht zu einer vollständigen Wertsicherung, da Anpassungen zeitlich verzögert bzw. im Nachlauf erfolgen. Andere Bezeichnungen für »Wertsicherungsklausel« sind »Mietindexierungsklausel», »Indexierungsklausel« und »Indexklausel«.

Wertsicherungsvereinbarung: ࢐ Wertsicherungsklausel.

WertV: Ein Kürzel für »Wertermittlungsverordnung« bzw. »Immobilienwertermittlungsverordnung«. Eine deutsche Verordnung, die ausgehend von einer → Verkehrswertdefinition die Grundsätze der Verkehrswertermittlung von → Grundstücken regelt. Diese sind für die → Gutachterausschüsse bindend. In der ImmoWertV geregelte methodische Ansätze gelten als normierte Wertermittlungsverfahren. Dies sind das → Vergleichswertverfahren, das → Ertragswertverfahren und, obwohl bezogen auf gewerbliche Immobilien selten zu Verkehrswerten führend, das → Sachwertverfahren.

Westernmill: Eine Konstruktion, die aus einem metallenen Gitterturm und einem daran an- bzw. aufgesetzten, von zahlreichen Rotorblättern gebildeten Windrad mit windführender Heckfahne besteht. Bekannt ist diese als Wasserhebewerk und (später) Stromerzeuger genutzte Anlage vor allem von Ranch- und Farmbetrieben der USA.

Wetter (Bergbau): Die fachsprachliche Bezeichnung für unter Tage herrschende Luftbedingungen.

Wetter, böses (Bergbau): Ein untertägiges Luftgemisch mit erhöhter bzw. hoher Konzentration giftiger Gase.

Wetter, mattes (Bergbau): Ein untertägiges Luftgemisch mit erhöhter bzw. hoher Konzentration erstickender Gase.

Wetter, schlagendes (Bergbau): Ein untertätiges Luftgemisch mit erhöhtem bzw. hohem Anteil an explosiven Gasen.

Wetter, schlechtes (Bergbau): Siehe → Wetter, böses (Bergbau).

Wetterdamm (Bergbau): Ein luftdichter Abschluss eines Grubenbaus. Wetterdämme werden u. a. im Rahmen einer Brandbekämpfung erstellt.

Wetterechtheit (Baustoffe): Ein Maß für die Beständigkeit eines Bau- bzw. Werkstoffes gegen direkte Wettereinwirkungen bzw. witterungsbedingte Einflüsse und deren physikalische und chemische Folgeprozesse.

Wetterführung: Die Verteilung zugeführter Frischluft in Bergwerken.

Wetterhut (Bergbau): Auch »Windfass« genannt. Ein auf die oberirdische Ausmündung kleiner Wetterschächte montierter, fassähnlicher, mit Steuer versehener Aufsatz aus Holz oder Blech, der Wind gleichsam auffängt und in einen Schacht leitet. In diesem Fall dient der Wetterhut der Belüftung. Eine ebenfalls mit Steuer versehene Spielart wird so eingestellt, dass sie sich gegen die Windrichtung dreht. Dadurch erfolgt die Luftbewegung schräg durch den Wetterhut, wodurch ein Sog entsteht und der Wetterhut die Entlüftung verbessert.

Wetterkamin (Bergbau): Ein oberirdisches bzw. übertägig auslaufendes Bauwerk, das zur Abfuhr von Grubenwettern dient. Am Fuß des Wetterkamins befand sich bis ins spätere 19. Jahrhundert hinein häufig ein → Wetterofen.

Wetterlutte (Bergbau): Kurz als »Lutte« bezeichnet. Es handelt sich um eine luftdichte, je nach Herstellungsmaterial röhren-, schlauch- oder kastenähnliche Struktur, die zur Bewetterung (Belüftung) von Grubenbauen eingesetzt wird. Abgehend von Wettermaschinen leiten sie Frischluft (Frischwetter) in Schächte. Lutten werden vor allem eingesetzt, um vom Luftstrom abgeschnittene bzw. schlecht bewetterte Grubenbauen (z. B. Vortriebsstrecken) mit frischer Luft zu versorgen. Hierzu wird diese mittels Lüfter durch die Lutte eingeblasen. Revers arbeitenden Lutten werden u. a. zum Absaugen von Grubenwettern (Gasen etc.) genutzt.

Wettern (die; Wasserbau): Vergleiche → Wetterung (Wasserbau).

Wetterofen (historisch): Eine Feuerstelle am Fuß eines → Wetterkamins, die geschürt wurde, um einen Kamineffekt (Sogeffekt) zu erzielen. Da Wetteröfen eine Gefahrenquelle darstellen, wurde ihre Einrichtung und Nutzung verboten.

Wetterrösche (Bergbau): Eine gestreckte Aussparung im Versatz (Verfüllmaterial von Grubenbauen), die zur Be- und Entlüftung bzw. zum Abzug verbrauchter Luft und freigesetzter Gase dient.

Wetterschacht (Bergbau): Ein zur Be- oder Entlüftung dienender → Schacht.

Wetterschenkel (Fenster, Tür): Ein hölzernes oder metallenes, an der Oberseite abgeschrägtes Profil, dessen Unterseite mit einer Wasser ableitenden Nut – Wasser- oder Tropfnase genannt – versehen ist. Diese heute nicht mehr zulässigen, von Wasserschutzschienen abgelösten Profile sollten schädigende Wirkungen von Niederschlagswässern verhindern.

Wetterschleuse (Bergbau): Eine Einrichtung, die zur Abdämmung, Führung und Verteilung des Wetterstroms in einem Bergwerk bzw. Grubenbau dient.

Wetterschutzschiene (Fenster, Tür): Ein abdichtendes, Niederschlagswasser ableitendes Element, das sich als verschraubtes Leichtmetallprofil oder (bei Holzfenstern und -türen) gefräste Nut darstellen kann. Dieses Profil fängt Niederschlagswasser auf und leitete es druckunabhängig nach außen ab.

Wettersohle (Bergbau): Ein untertägiges Stockwerk (Sohle), das ausschließlich zur Wetterführung herangezogen wird; überwiegend werden für diesen Zweck Sohlen herangezogen, in denen keine Förderung mehr stattfindet.

Wetterstollen (Bergbau): Zumeist kurze, gerade, mit vergleichsweise starkem Gefälle versehene Stollen, die entweder zur Abfuhr verbrauchter Luft und freigesetzter Gase oder zur Frischluftzufuhr dienen.

Wettertür (Bergbau): Eine unter Tage eingesetzte Tür, die zur Regelung des Luftzugs (Wetterstrom) dient. Diese Türen öffnen sich üblicherweise gegen den Wetterstrom, weshalb sie mit einer Klappe zum Druckausgleich versehen sind.

Wetterung (Wasserbau): Eine nord- bzw. niederdeutsche Bezeichnung für einen von Menschenhand geschaffenen Vorfluter, der zwecks Entwässerung der häufig landwirtschaftlich genutzten Marschböden angelegt wurde bzw. wird.

WFL (Wohnungswesen): Ein gebräuchliches Kürzel für »Wohnfläche«.

WGG (Recht, Österreich): Das Kürzel für »Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetz«.

White Cedar (Holz): Einer von mehreren Handelsnamen des → Yellow Cedar.

White Meranti: Ein homogenes, mittelschweres, nur bedingt gegen Pilzbefall resistentes Holz aus dem süd- und südostasiatischen Raum; der Baum zählt zu den Dipterocarpaceae. Eingesetzt White Meranti u. a. zur Herstellung von Sperrholz und Schalungselementen.