Immobilienwirtschaftliches Glossar

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Einträge zu Wasser – Weh

Wasserbau: Ein Oberbegriff für alle baulichen Maßnahmen, die dazu dienen, Wasser zum mittel- oder unmittelbaren Vorteil des Menschen nutzbar zu machen und / oder vor schädigenden Auswirkungen des Wassers zu schützen.

Wasserbauwerk: Eine Sammelbezeichnung für Gebäude, Bauwerke und bauliche Anlagen, die dazu dienen, Wasser verfügbar zu machen, zu speichern, zu verteilen, abzuführen, als Transportweg zu erschließen, zu bändigen oder durch Regen, Fluten usw. drohende Schäden zumindest zu begrenzen.

Wasserbindemittelwert: Eine andere Bezeichnung für den Wasserzementwert. Dieser beziffert das Gewichtsverhältnis von Wasser und Zement bei der Beton- und Mörtelherstellung. Immer dann, wenn neben Zement Betonzusatzstoffe als Bindemittelbestandteile eingesetzt werden, sollte der Begriff »Wasserbindemittelwert« dem »Wasserzementwert« vorgezogen werden. Kürzel: W/B-Wert.

Wasser-Bindemittel-Wert: Siehe → Wasserbindemittelwert.

Wasserdamm (Bergbau): Auch »Druckdamm« genannt. Es handelt sich um ein dauerhaftes, vor stark wasserführenden Strecken oder innerhalb entsprechender Abschnitte errichtetes Absperrbauwerk. Hinter dem Damm befindliche Strecken(abschnitte) sind nicht weiter zu betreiben.

Wassergewältigung (Bergbau): Die Entwässerung bzw. Sümpfung eines abgesoffenen → Grubenbaus.

Wasserhaltung (Bergbau): Die Gesamtheit aller Hohlräume, Anlagen und technischen Einrichtungen, die ein Bergwerk von Grubenwasser freihalten (sollen).

Wasserhebewerk: Eine Einrichtung, um Wasser schräg oder vertikal zu befördern.

Wasserkerze: Die deutsche Entsprechung des französischen Chandelier d'eau. Angesprochen ist ein senkrecht aus einer Schalenstruktur ausgespiener Wasserstrahl, der in diese zurückfällt.

Wasserlösungsstollen (Bergbau): Mit großem Querschnitt angelegte, oft viele Kilometer lange Stollen, die primär zur Abführung von Grubenwasser dienen, teils auch zur Energieerzeugung oder – besonders großzügig dimensionierte Vertreter – zu Transportzwecken genutzt werden. In nicht standfestem Grund werden diese Stollen regelhaft ausgemauert.

Wasserlosungsstollen: Siehe → Wasserlösungsstollen.

Wasserlösungsstrecke (Bergbau): Eine → Strecke, über die Grubenwasser in einen anderen Grubenbereich geführt wird, um dort gehoben oder ausgeleitet zu werden.

Wassermühle: Eine technische Anlage, die durch Wasserkraft angetrieben wird. Im ursprünglichen Bedeutungsinhalt steht der Begriff für Anlagen, in denen Ausgangsstoffe gemahlen werden, im erweiterten Sinn bezeichnet er auch anderweitige Anlagen, deren Betrieb auf der Nutzung von Wasserkraft beruht (z. B. Säge- oder Schleifmühlen). Der Begriff wird gewöhnlich auch auf das gesamte Gebäude bzw. einen Gebäudekomplex bezogen, dessen Primärzweck von derartigen Anlagen geprägt ist.

Wassernase: Kanten, Profile oder Rillen, die an vorspringenden Bauteilen (→ Fensterbänken usw.) zur Wasserabführung dienen. Sie werden eingesetzt, um Schäden an Fassaden usw. auszuschließen. Inhaltsgleiche Begriffe sind »Tropfkante« und »Tropfleiste«.

Wasserrad (Mühlrad): Eine teils mehrfach mannshohe radförmige Konstruktion, die gewöhnlich vertikal montiert ist und dazu dient, Mahlwerke, sonstige Maschinen oder Generatoren mittels Ausnutzung der Wasserkraft anzutreiben.

Wasserschenkel: Bekannter als »Wetterschenkel«. Ein aus Holz oder Metall hergestelltes, an der Oberseite abgeschrägtes Profil, das an der Unterseite mit eine → Wassernase aufweist. Diese nicht mehr zulässigen, von Wasserschutzschienen abgelösten Profile sollten schädigende Wirkungen von Niederschlagswässern verhindern.

Wasserseige (Bergbau): Ein im Streckenverlauf ausgeschlagenes oder aus Halbschalen hergestelltes Gerinne, das austretendes Wasser zum Pumpensumpf ableitet.

Wasserseite (Wasserbau): Die dem Wasser (Fluss, Stausee usw.) zugewandte Bauwerksseite von Dämmen, Deichen, Staumauern. Befinden sich beiderseits eines Bauwerks – etwa bei Wehren – Wasserkörper bzw. Gerinne, wird die auf den höher gelegenen Bereich ausgerichtete Wasserseite als »Oberwasserseite« bezeichnet.

Wasserstraße: Ein natürliches, naturnahes oder massiv überformtes Fließgewässer, das von größeren Wasserfahrzeugen bzw. Schiffen befahrbar ist und rege als Transportweg genutzt wird.

Wasserzementwert: Das Gewichtsverhältnis von Wasser und Zement bei der Beton- und Mörtelherstellung; es entscheidet über die Qualität von → Beton und → Mörtel. Kürzel: w/z-Wert.

WaStrG (Verkehrswesen, Deutschland): Das Kürzel steht für »(Bundes)Wasserstraßengesetz«.

Wat: Ein ummauerter Gebäudekomplex, der vor allem in Kambodscha, Laos und Thailand als religiöses und kulturelles Zentrum einer mehr oder minder großen räumlichen Einheit (Stadtteil, Stadt usw.) dient. Wats sind vielfach klösterlich geprägt, stellen sich jedoch als Orte öffentlichen Lebens dar; sie dienen u. a. als Versammlungsstätte.

WB (Bauplanungsrecht, Deutschland): Der amtliche Kürzel für »Besonderes Wohngebiet«. In diesen Gebieten sind Büro- und Geschäftshäuser, oftmals auch Spielhallen, Diskotheken, Hotellerie / Beherbergungsgewerbe etc. genehmigungsfähig. Besondere Wohngebiete kennzeichnet eine tendenziell höhere Dynamik in Form von Auf- und Abwertungsprozessen auf als Allgemeine oder Reine Wohngebiete.

WBS (Wohnungswesen): Steht für »Wohnberechtigungsschein«.

W/B-Wert (Beton): Das Kürzel von »Wasserbindemittelwert«. Dieser beziffert das Gewichtsverhältnis von Wasser und Zement bzw. dem Gesamtgewicht als Bindemittel eingesetzter Stoffe bei der Beton- und Mörtelherstellung.

WDVS (Bauwesen): Der gebräuchliche Kürzel für → »Wärmedämmverbundsystem«.

WDV-System (Bauwesen): Ein Kürzel für → »Wärmedämmverbundsystem«.

WE (Wohnungswesen): Ein gebräuchliches Kürzel für »Wohneinheit(en)«.

Wechselverkehrszeichen: Eine Installation, bei der ausgewiesene Anzeigen bzw. Informationen durch zentrale Steuerung angepasst bzw. gewechselt werden können. Derartige Verkehrszeichen(anlagen) werden vor allem auf → Autobahnen, stark befahrenen → Bundesstraßen sowie an Haupteinfallstraßen großer Städte aufgestellt.

Wechselwegweiser: Eine Richtungen bzw. Wege weisende, ferngesteuerte Anlage, die wechselnde Informationen anzeigen kann. Wechselwegweiser werden insbesondere auf → Autobahnen und stark beanspruchten → Bundesstraßen eingerichtet.

Wedder (Wasserbau): Eine nord- bzw. niederdeutsche Bezeichnung für einen künstlich geschaffenen Vorfluter, der zur Entwässerung der weithin landwirtschaftlich genutzten Marschböden dient.

Weddern: Vergleiche → Wedder (Wasserbau).

Wedding Cake: Umgangssprachliche Bezeichnung für gestufte bzw. zikkuratähnliche Hochhäuser und Wolkenkratzer, die vorwiegend auf Manhattan, New York (USA) vorkommen. Der Gebäudetyp geht auf Bauvorschriften zurück, die einer zunehmenden Verschattung bzw. → Verschluchtung des Straßenraumes begegnen sollten.

Wedeme (Niederdeutsch, kirchlich, historisch): Landwirtschaftliche Flächen, die mittelalterlichen Landpfarreien als Eigentum übertragen wurden. Ursprünglich dienten sie der Eigenversorgung des Pfarrers (und seiner Angestellten); sie wuchsen sich vielfach zu großen Pfründen aus. Der landwirtschaftliche Zweck ist u. a. daran ablesbar, dass Landpfarrhäuser jener Zeit regelhaft einen Wohn- und einen Wirtschaftsbereich aufwiesen.

WEFG (Schweiz): Der amtliche Kürzel für → »Wohneigentumsförderungsgesetz«.

WEG (Recht, Deutschland): Das Kürzel für »Wohnungseigentumsgesetz«. Das Gesetz regelt Fragen, die sich aus einer formellen Teilung eines Grundstücks durch Teilungserklärung ergeben. Es behandelt das Eigentum an jeweiligen Wohneinheiten oder Gebäuden (Sondereigentum), an Gemeinschaftsflächen (Teileigentum) und das Gemeinschaftseigentum. Die offizielle Bezeichnung lautete »Gesetz über das Wohnungseigentum und das Dauerwohnrecht«. Offiziell abgekürzt wird es mit WoEigG.

Weg (Verkehrswesen): Eine befestigte oder unbefestigte, gänzlich oder weitgehend der Nutzung durch Fußgänger und nicht motorisierte Fahrzeuge (Fahrräder usw.) vorbehaltene Verbindung innerhalb bebauter Orte oder zwischen verschiedenen Orten.

WEG (Gebäudeverwaltung): Der gebräuchliche Kürzel für »Wohnungseigentümergemeinschaft«.

Wegegeld (historisch): Eine Entsprechung der heutigen Straßenmaut. Es handelte ich um einen Geldbetrag, den Lenker von Kutschen bzw. Fuhrwerken für die Benützung bestimmter Straßen zu entrichten hatten. Eine andere Bezeichnung war »Chausseegeld«.

Wegenetz: Die Gesamtheit mittel- oder unmittelbar miteinander verbundener → Wege innerhalb eines Raumes bzw. Gebietes.

Wegerecht: Das einem Dritten eingeräumte Recht, ein fremdes Grundstück zu Fuß oder per Fahrzeug zu queren. Privatrechtlich wird dieses Recht durch einen Vertrag, also eine schuldrechtliche Vereinbarung zwischen Personen, oder mittels einer Grunddienstbarkeit begründet. Im öffentlich rechtlichen Bereich kommt es durch Eintragung einer Baulast bzw. eine Erklärung gegenüber der Bauaufsichtsbehörde zustande. Die privatrechtliche Vereinbarung als personengebundener Vertrag erlischt, sobald der Grundstückeigentümer wechselt, das dingliche Recht einer Grunddienstbarkeit bleibt ungeachtet eines Eigentumsübergangs bestehen.

Wegführung: Die Festlegung des Verlaufs bzw. der Geländeführung eines → Weges.

Wegkapelle: Ein kleines, an einem Weg bzw. einer Weggabelung errichtetes Gebäude, das regelhaft als spontan gewählte Gebets- und Andachtsstätte dient; Wegkapellen gingen vielfach aus umbauten Wegemarkierungen (Wegkreuz usw.) hervor.

Wegtrasse: Der Verlauf bzw. die Führung eines Weges.

Wegtrassierung: Die Festlegung des Verlaufs bzw. der Geländeführung eines Weges.

WEG-Verwalter: Eine von einer Wohnungseigentümergemeinschaft bestellte natürliche oder juristische Person, der es obliegt, mit der Bewirtschaftung eines Gebäudes verbundene Aufgaben zu erfüllen. Hierzu zählen insbesondere die Erstellung von Wirtschaftsplänen (u. a. die Berechnung des → Hausgeldes), die jährliche Endabrechnung, die Organisation und Leitung der Eigentümerversammlung, die (von der Eigentümerversammlung zu beschließende) Vergabe von Wartungs- und Reparaturaufträgen sowie die Anlage gebildeter Rücklagen.

Wehr (Wasserbau): Eine Stauanlage in einem Bach oder Fluss, die vor allem zur Regulierung von Wasserstand und Fließgeschwindigkeit dient. Wehre werden häufig in Verbindung mit Wasserkraft- und Schifffahrtsanlagen errichtet.

Wehranlage (Burgen- / Festungsbau): Eine regelhaft aus mehreren miteinander verbundenen Bauwerken bzw. Funktionselementen bestehende Verteidigungseinrichtung.

Wehranlage (Wasserbau): Siehe → Wehr (Wasserbau).

Wehrdorf (militärisch): Eine befestigte ländliche Siedlung. Mehrheitlich genügten dörfliche Befestigungen lediglich zur Abwehr streifender Banden, teils wurden Dörfer auch burgenartig befestigt, konnten also Angriffen – gemessen an mittelalterlichen Verhältnissen – größerer Einheiten widerstehen.

Wehrerker (Burgen- / Festungsbau): Ein an den Außenmauern mittelalterlicher Verteidigungsanlagen und neuzeitlicher → Festungen angesetzter Erker, der zum Abwurf von Gesteinsbrocken und dem Ausguss von siedendem Öl und Wasser vorgesehen war. Er diente dazu, in den toten Winkel des Mauerfußes vorgedrungene Angreifer abzuwehren.

Wehrgang (militärisch): Ein mauerkrönender, offener oder gedeckter Gang. Der Wehrgang ist ein typisches Element mittelalterlicher → Burgen und Stadtbefestigungen.

Wehrkrone: Die oberste Partie eines → Wehrs, die bei entsprechender Mauerstärke als Überweg ausgelegt sein kann.

Wehrkloster (militärisch): Ein befestigtes, je nach Art, Umfang und Betonung wehrbaulicher Elemente mehr oder minder burgähnliches → Kloster, das gewöhnlich darauf ausgelegt war, den Bewohnern naher Dörfer im Falle (drohender) feindlicher Überfälle eine Zuflucht zu bieten.

Wehrmauer (militärisch): Eine Verteidigungszwecken dienende → Mauer, die Teil einer Wehranlage (Burg, Festung usw.) ist. Typische Beispiele bieten → Ring-, → Mantel- und → Schildmauern.

Wehrschloss (militärisch): Ein befestigtes, je nach Art, Umfang und Betonung wehrbaulicher Elemente mehr oder minder burgähnlich anmutendes → Schloss.

Wehrturm (Burgen- / Festungsbau): Ein mit starken Mauern versehener, auf Verteidigungszwecke ausgelegter → Turm. Wehrtürme bilden ein wesentliches Element vieler Verteidigungsanlagen (Burgen, Stadtbefestigungen usw.), können jedoch auch für in Alleinlage vorkommen.