Immobilienwirtschaftliches Glossar

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Einträge zu V – Verbi

Vakuumdämmplatte: Ein → Wärmedämmverbundsystem, das regelhaft aus einem aus mikroporösen Stoffen (z. B. pyrogener Kieselsäure) hergestellten Kern und einer gasdichten Umhüllung (Kunststoff, Metallverbundfolie, Edelstahlblech) in Form einer Platte bzw. eines Paneels besteht. Um eine lange anhaltende Wirkung bzw. Stabilität zu gewährleisten, werden vielfach Trockner und Gas absorbierende Stoffe – sogenannte Getter – eingebracht.

Vakuumgedämmtes Isolationspaneel: Korrekt wäre an sich die Bezeichnung »Dämmpaneel«. Siehe → Vakuumdämmplatte.

Valetudinarium (historisch, Militärwesen): Das Lazarett eines römischen Militärlagers bzw. Kastells.

Value-Add-Developer (immobilienbezogen): Ein englischer Begriff, der in die deutsche Fachsprache einging. Er bezeichnet einen → Immobilienprojektentwickler, der darauf spezialisiert ist, ertragsschwache Immobilien aufzuwerten, sie in einen Zustand zu überführen, der einen gemessen am Ist-Zustand deutlich höheren Marktwert bedingt. Es kann sich um physisch abgewirtschaftete Objekte handeln, um Immobilien, deren Mieterbesatz nicht optimal ausgestaltet ist, um Bauten mit schlechtem Image und solche mit anderen Defiziten. Selbstredend vereinen viele ertragsschwache Gebäude mehrere bzw. alle genannten Merkmale in sich. Value-Add-Developer können als → Auftragsentwickler oder als Käufer auftreten und auf eigene Rechnung arbeiten. Hinweis am Rande: Für »value-added« werfen Suchmaschinen weit mehr Treffer aus – was nichts daran ändert, dass »add« im hier angesprochenen Zusammenhang die korrekte Bezeichnung darstellt.

Value-Add-Entwickler: Siehe → Value-Add-Developer (immobilienbezogen).

Variabler Zins: Ein während der Laufzeit eines Kredits (im Gegensatz zum → Festzinssatz) veränderlicher → Zinsbetrag bzw. → Zinssatz.

Variabler Zinssatz: Ein während der Laufzeit eines Kredits durch den Gläubiger veränderlicher → Zinssatz.

VBA (Verkehrswesen): Steht für → »Verkehrsbeeinflussungsanlage«.

VDM (Maklerwesen): Die Kurzbezeichnung für den 1963 gegründeten »Verband Deutscher Makler für Grundbesitz, Hausverwaltung und Finanzierungen e. V. (VDM)«. 2004 vereinigten sich VDM und RDM (Ring Deutscher Makler) zum »Immobilienverband Deutschland IVD Bundesverband der Immobilienberater, Makler, Verwalter und Sachverständigen e. V.«.

Vectogrammtechnik (Beton): Eine Methode zur Herstellung von → Fotobeton. Bei diesem Verfahren werden Bilder bzw. Muster in einen Plattenwerkstoff gefräst. Die entstehende Vorlage wird zum Herstellen einer Betongussform herangezogen. Es entsteht eine Gratstruktur, die aus einigem Abstand betrachtet als Bild wahrgenommen wird.

Vedika (die): Eine steinerne Einfassung buddhistischer → Stupas. Der Begriff wurde von dörflichen Holzumzäunungen auf die Heiligtümer übertragen.

Vedute: Eine gemalte oder gezeichnete Darstellung einer Landschaft, Stadtlandschaft oder eines Stadtbildes. Veduten finden sich in Form »klassischer« Gemälde, aber auch als Ausgestaltungen von Sälen oder Gewölben.

Vedutenmalerei: Siehe → Vedute.

Venezianischer Verband (Pflaster): Siehe → Venezianisches Pflaster.

Venezianische Fenster: Ein mit der Funktion eines Fensters versehenes »Palladio-Motiv«. Der Begriff bezeichnet einen Dreiklang aus einer rundbogig abgeschlossenen Wandöffnung und zwei schmalen, diese beiderseits einfassenden, vertikal ausgerichteten Rechtecköffnungen. Voneinander abgesetzt waren diese Elemente ursprünglich durch Säulen, in späterer Zeit auch durch schmale Wandpartien.

Venezianisches Pflaster: Ein regelhaft mit Kleinpflastersteinen erstelltes Verlegemuster, bei dem die einzelnen Steine derart verlegt werden, dass ein Eindruck einer Schuppung entsteht. Konkret: Der Pflasterbelag setzt sich aus einander (scheinbar) überlappenden Bögen zusammen. Bekannter ist das Verlegemuster unter der Bezeichnung »Schuppenbogenpflaster«.

VEP (Verkehrswesen): Das Kürzel für → »Verkehrsentwicklungsplan«.

Veranda: Eine dem Erdgeschoss eines Hauses vorgelagerte, teils offene überdachte Fläche bzw. eine überdachte → Terrasse. Veranden sind zumeist als klar erkennbarer Vor- bzw. Anbau ausgeführt; vielfach sind sie aufgeständert.

Veranstaltungshotel: Ein Betrieb mit Beherbergungsschwerpunkt, der sich als Ausrichtungsort von gewerblich getragenen und privat abgehaltenen Veranstaltungen verschiedener Art positioniert. Grundlage sind entsprechend dimensionierte, technisch angemessen ausgestattete Räumlichkeiten sowie ein leistungsfähiger Küchenbetrieb.

Verband, ährenförmiger (Mauerwerk): Ein bereits während der römischen Antike bekannter, insbesondere im Mittelalter beliebter → Mauerwerksverband. Optisch prägend ist eine gegenläufige Schrägschichtung aufeinanderfolgender Bruchsteinlagen, die von dicken Mörtelfugen durchzogen sind. Im Ergebnis entsteht ein an eine Ähre erinnerndes Muster bzw. ein Fischgrätmuster. Die lateinische Bezeichnung ist »Opus Spicatum«.

Verband, Amerikanischer (Mauerwerk): Ein Verband, bei dem einer Binderschicht einige – oft vier und mehr – Läuferschichten folgen.

Verband Deutscher Makler: Vollständige Bezeichnung des 1963 gegründeten Vereins: »Verband Deutscher Makler für Grundbesitz, Hausverwaltung und Finanzierungen e. V. (VDM)«. 2004 vereinigten sich VDM und RDM (Ring Deutscher Makler) zum »Immobilienverband Deutschland IVD Bundesverband der Immobilienberater, Makler, Verwalter und Sachverständigen e. V.«.

Verband, Gotischer (Mauerwerk): Ein lediglich bei Zier- und Verblendmauern vorkommender Verband, bei dem in jeder Steinlage je ein → Läufer und → Binder aufeinanderfolgen. Eine andere Bezeichnung ist »Polnischer Verband«.

Verband, Märkischer (Mauerwerk): Ein Mauerwerksverband, bei dem innerhalb einer Lage jeweils zwei → Läufer durch einen → Binder voneinander abgesetzt sind. Der Verband wird auch »Kirchenverband« oder »Wendischer Verband« genannt.

Verband, mittiger (Mauerwerk): Ein Form- bzw. Werksteinmauerwerk, bei dem die Steine aufeinanderfolgender Lagen einander jeweils mit ihrer halben Länge überdecken.

Verband, Polnischer: Siehe → Verband, Gotischer (Mauerwerk).

Verband, Römischer (Pflaster): Ein unregelmäßig anmutendes, tatsächlich jedoch geordnetes Verlegemuster von Fliesen und Steinplatten. Das sich (nicht notwendig) wiederholende Grundmuster besteht idealtypisch aus quadratischen und rechteckigen Platten, die vier (mindestens jedoch drei) unterschiedliche Formate aufweisen. Regelhaft entsprechen die Maße einer größeren Platten einem ganzzahligen Multiplikator kleinerer Platten (zwei aneinandergelegte Quadrate entsprechen einem Rechteck usw.). Das Verlegemuster wird vor allem im Rahmen von Platzgestaltungen und im Wegebau umgesetzt.

Verband, schleppender (Mauerwerk): Ein Form- bzw. Werksteinverband, bei dem die Steine aufeinanderfolgender Lagen nicht um die Hälfte, sondern jeweils um (etwa) ein Viertel ihrer Länge gegeneinander versetzt sind.

Verband, Schlesischer (Mauerwerk): Ein Mauerwerksverband, bei dem in jeder Steinlage mindestens zwei → Läufer auf einen → Binder folgen.

Verband, Venezianischer (Pflaster): Eine andere Bezeichnung des Schuppenbogenpflasters. Es handelt sich um ein regelhaft mit Kleinpflastersteinen erzeugtes Verlegemuster, bei dem Steine auf eine Weise angeordnet werden, die einen Eindruck einer Schuppung entstehen lässt. Anders ausgedrückt: Das Pflaster setzt sich aus einander (scheinbar) überlappenden Bögen zusammen.

Verband, Wendischer (Mauerwerk): Ein Mauerwerksverband, bei dem sich innerhalb einer Lage jeweils zwei → Läufer mit einem → Binder abwechseln. Der Verband wird auch »Kirchenverband« oder »Märkischer Verband« genannt.

Verbandmauerwerk: Ein → Mauerwerk, bei dem sich die Wandstärke aus den Maßen von mindestens zwei hintereinandergesetzten Mauersteinen ergibt. Dabei sind die einzelnen Mauersteine so zu setzen, dass keine Kreuzfugen entstehen.

Verbandsmauerwerk: Siehe → Verbandmauerwerk.

Verbindlicher Bauleitplan: Ein → Bebauungsplan. Siehe auch → Bauleitplan.

Verbindung, zimmermannsmäßige: Ein Verbindung, die bei Konstruktionen, die in traditioneller Holzbauweise errichtet werden, zur Verknüpfung starker Bauhölzer dient.

Verbindungsdose (Elektrik): Eine → Abzweig- bzw. → Installationsdose.

Verbindungsrampe (Verkehrswegebau): Jene Straße, die bei niveaugleichen Autobahnkreuzungen den Wechsel von der einen zur anderen Autobahn ermöglicht.

Verbindungsrampe, direkte: Eine → Verbindungsrampe, die weder über eine andere Fahrbahn führt noch unter einer anderen hindurchführt.

Verbindungsrampe, halbdirekte: Bei Rechtsverkehr eine zum Linksabbiegen dienende Verbindungsrampe an Autobahnkreuzen, die über beide Autobahnstränge führt oder unter beiden hindurchführt.

Verbindungsrampe, indirekte: Eine schleifenartige, bei Rechtsverkehr zur Linksabfahrt errichtete → Verbindungsrampe mit regelhaft engem Kurvenradius. Sie verläuft zumeist ein Stück entlang des inneren Saums einer direkten oder halbdirekten Verbindungsrampe und erfordert kein Brückenbauwerk.