Immobilienwirtschaftliches Glossar

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Einträge zu U – Uf

U-Bahn (Verkehrsinfrastruktur): Siehe → U-Bahnsystem (Verkehrsinfrastruktur).

U-Bahn (Verkehrsmittel): Die Abkürzung von »Untergrundbahn«. Angesprochen ist ein hochgradig beschleunigungsfähiges, elektrisch angetriebenes, schienengeführtes Zugsystem, das dem regelmäßigen Personentransport dient und überwiegend unterirdisch verkehrt. Das Verkehrsmittel an sich stellt ein technisches System dar. Der Begriff »U-Bahn« wird jedoch auch auf ein übergeordnetes, alle betriebsnotwendigen Einrichtungen einschließendes Netz bezogen, das auf dem Einsatz von U-Bahnen beruht.

U-Bahngleis(e): Die paarigen Führungsschienen der Räder bzw. des Fahrwerks einer → U-Bahn (Verkehrsmittel).

U-Bahnnetz: Die Gesamtheit mittel- oder unmittelbar miteinander verbundener U-Bahnstrecken innerhalb eines bestimmten Raumes.

U-Bahnsystem (Verkehrsinfrastruktur): Ein alle betriebsnotwendigen Einrichtungen und technischen Mittel umfassender Gesamtzusammenhang, der auf den Einsatz von U-Bahnen ausgelegt ist. Der Systembegriff im hier verwendeten Sinn schließt den Zugbestand, einzelne Gleisanlagen, Bahnhöfe, andere mit dem Betrieb zusammenhängende Verkehrsbauwerke, Versorgungs- und Steuerungseinrichtungen sowie das Streckennetz ein. In qualitativer Hinsicht umfasst er u. a. den Verkehrstakt.

U-Bahnsystem (Verkehrsmittel): Siehe → U-Bahn (Verkehrsmittel).

U-Bahntrasse: Der Verlauf bzw. die Führung des Gleiskörpers einer U-Bahnstrecke.

U-Bahntrassierung: Die Festlegung des Verlaufs bzw. der Gleiskörperführung einer U-Bahnstrecke.

Überbauungsziffer (Baurecht, Schweiz): Die Entsprechung der bundesdeutschen → Grundflächenzahl. Die Kennziffer drückt das Verhältnis zwischen Gebäudegrundfläche und Grundstücksfläche aus.

Überbrückungsmieter: Eine natürliche oder juristische Person, die ein Gebäude oder eine Untereinheit gegen Entgeltzahlung während jener Zeitspanne nutzt, die der Vermieter nach vorheriger Freiwerdung der Flächen benötigt, um einen seinen Ertrags- oder Imagevorstellungen entsprechenden Nachmieter zu gewinnen.

Überbuchung (Hotellerie): Ein Vorgang, bei dem mehr Zimmer oder Betten verkauft bzw. zugsagt werden als in einem Hotel zum Stichtag verfügbar sind. Die Praxis der Überbuchung beruht auf Erfahrungswerten, die für bestimmte Zeiträume einen gewissen Prozentsatz von Stornos und ausbleibenden Gästeanreisen erwarten lassen.

Überdeckung (Tunnelbau): Der senkrechte Abstand bzw. Höhenunterschied zwischen Tunneloberkante und der Oberkante des darüberliegenden Geländes.

Übereinstimmungsgebot (Bauvorlagen): Ein bindender, in Bauvorlagenverordnungen verankerter Grundsatz, wonach Bauzeichnungen und -beschreibungen, Berechnungen, Konstruktionszeichnungen sowie anderweitige Beschreibungen und Zeichnungen, auf denen bautechnische Nachweise beruhen, miteinander übereinstimmen und identische Positionsangaben beinhalten müssen.

Übereinstimmungsgrundsatz (Bauvorlagen): Siehe → Übereinstimmungsgebot (Bauvorlagen).

Überflieger (Verkehrswegebau): Eine → halbdirekte Verbindungsrampe, die beide Stränge eines Autobahnkreuzes überspannt.

Überführung (Bauwerk): Siehe → Überführungsbauwerk.

Überführungsbauwerk (Verkehrswesen): Ein Verkehrsbauwerk, das zur Überbrückung von Straßen, Wegen, natürlichen Hindernissen dient. Angesprochen sind Brücken und Stege.

Übergangsbogen (Verkehrswesen): Im Schienen und Straßenbau ein Trassierungselement, das gerade Abschnitte mit Kreis- bzw. Vollbögen oder zwei Gegenbögen miteinander verbindet. Der Übergangsbogen besitzt einen stetig zu- oder abnehmenden, einen punktbezogen uneinheitlichen Radius, um eine optimale, eine fahroptimale Richtungsänderung herbeizuführen. Übergangsbögen beruhen häufig auf einer Klothoide.

Übergangsstil (Architektur): Eine Übergangsmode zwischen zwei klar voneinander abgrenzbaren baulich-gestalterischen Linien. Im Grunde handelt es sich um keinen durchgesetzten Stil, sondern um eine kurzwellige Strömung, die noch in der Tradition des Ausgangsstils steht, jedoch formensprachliche Elemente bzw. Ausprägungen erkennen lässt, die sich in der Folgezeit zu einer eigenständigen Stilrichtung verdichten bzw. verbinden.

Überlager (Sturz): Eine österreichische Bezeichnung für einen → Tür- oder → Fenstersturz.

Überlandleitung: Eine der Stromführungen über weite Strecken dienende Leitung, deren Leiter lediglich durch Luft, nicht – wie bei Kabeln der Fall – durch Ummantelungen bzw. Hüllen voneinander isoliert sind.

Übernachtungserlös: Die mit der bloßen Zimmervermietung (ohne Bewirtungen und sonstige Leistungen) erzielten Einnahmen eines → Beherbergungsbetriebes. Eine andere Bezeichnung ist »Logiserlös«.

Übernachtungsstatistik (Hotellerie, Parahotellerie, überbetrieblich): Eine Erhebung von Gästeübernachtungen. Regelhaft werden erfasste Übernachtungszahlen nach verschiedenen Kategorien von Betrieben der Hotellerie und Parahotellerie, nach Kommunen, Regionen, Herkunftsländern der Gäste und anderen Kriterien mehr aufgeschlüsselt. Die österreichische Begriffsentsprechung ist »Nächtigungsstatistik«.

Übernachtungsumsatz: Der mit der reinen Zimmervermietung (ohne Bewirtungen und sonstige Leistungen) erzielte Umsatz eines → Beherbergungsbetriebes. Eine andere Bezeichnung ist »Logisumsatz«.

Übersiedlung: Die vor allem in Österreich übliche Bezeichnung für einen Umzug, also einen (dauerhaften) Wechsel der Wohnstätte bzw. des Wohnortes.

Überspannung (Brückenbau usw.): Eine andere Bezeichnung für das Pfeilverhältnis bzw. den Quotienten aus → Pfeilhöhe und → lichter Weite.

Überzug (Deckenkonstruktion): Ein tragender Deckenbalken, an dessen Unterseite quer verlaufende Deckenbalken befestigt sind bzw. »hängen«. Durch Rückgriff auf einen Überzug können die unteren Deckenbalken mit einem vergleichsweise kleinen Querschnitt versehen werden. Hergestellt werden Überzüge in aller Regel aus Holz, Stahl oder Stahlbeton. Die früher übliche Bezeichnung war »Oberzug«.

Ubf (Bahnverkehrswesen): Das Kürzel für → »Umschlagbahnhof«.

U-Bootbunker: Ein zum Schutz von Unterseebooten vor Artillerie- und Lenkwaffenbeschuss sowie Bombardierungen errichtetes Bauwerk.

UE-Fachgeschäft: Die branchenübliche Verkürzung von »Unterhaltungselektronikfachgeschäft«. Es handelt sich um einen Einzelhandelsbetrieb mit tief gegliedertem Sortiment, der Service- und Beratungsleistungen betont und sein Angebot auf kleiner bis mittelgroßer Fläche präsentiert. Anders als → UE-Fachmärkte sind Fachgeschäfte mehrheitlich auf einen Branchenausschnitt spezialisiert. Beispiel: Sie vertreiben entweder Computer und Zubehör oder TV-Geräte.

UE-Fachmarkt: Die branchenübliche Verkürzung von »Unterhaltungselektronikfachmarkt«. Es handelt sich um einen großflächigen, zumeist preisaggressiv auftretenden Betrieb, der ein breites und / oder tiefes Sortiment aus dem Bereich von Computern (PCs, Laptops, Notebooks), Stereoanlagen, DVD-Playern, Spielkonsolen, Digitalkameras, Fernseh- und Radiogeräten etc. (= Braune Ware) führt. Das Konzept beruht auf Selbstbedienung, wobei Beratungs- und Serviceleistungen angeboten werden. Durchaus nicht typisch für → Fachmärkte, besitzt dieser Vertreter eine entwickelte Fähigkeit, zwei Stockwerke zu erschließen. Die gängige Mindestbetriebsgröße bewegt sich um 600 qm.

UF (Baurecht, Schweiz): Das Kürzel für → »Umgebungsfläche«. Angesprochen sind nicht überbaute Flächen eines bebauten Grundstücks.

Uf-Wert: Die Kurzbezeichnung für den → Wärmedurchgangskoeffizienten eines Fensterrahmens. F steht für das englische Wort »frame«.