Immobilienwirtschaftliches Glossar

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Einträge zu Tun – Turl

Tunnel: Gemäß einem engen Verständnis eine künstlich geschaffene, natürliche Hindernisse (Berge, Gewässer) unterirdisch querende Verbindung, die regelhaft als Verkehrsweg dient. In Deutschland gelten auch oberirdische Einhausungen von Straßen sowie galerieartige Strukturen als Tunnel, sofern sie zumindest 80 m lang sind.

Tunnelbauweise, Alte Österreichische: Siehe → Tunnelbauweise, Österreichische.

Tunnelbauweise, Belgische: Auch »Unterfangbauweise« genannt. Bei diesem Verfahren beginnt der Vortrieb entlang eines Firststollens mit dem Ausbruch, der Abstützung und Ausmauerung der → Kalotte. Die Widerlager werden ausgehend von einem Richtstollen durch seitliches Einschlitzen erzeugt. Der Tunnel entsteht gleichsam von oben nach unten

Tunnelbauweise, Deutsche: Bei diesem Verfahren werden zunächst ein First- und zwei Sohlstollen an den Ulmen (= Seiten) ausgebrochen. Diese werden entlang der geplanten Laibung miteinander verbunden. Der entstandene Hohlraum wird mit Holz gegen den verbliebenen Kern abgestützt, anschließend die Mauerung vorgenommen. Nach deren Fertigstellung wird der Kern ausgebrochen. Das auch »Kernbauweise« genannte Verfahren ist arbeitsaufwendig und somit vergleichsweise teuer.

Tunnelbauweise, Italienische: Das Verfahren wird auch »Versatzbauweise« genannt. Kennzeichnend ist, dass zunächst das untere Drittel des Tunnelquerschnittes ausgebrochen wird; Sohlgewölbe und untere Widerlagerteile werden unmittelbar darauf eingezogen.

Tunnelbauweise, Österreichische: Angesprochen ist die auch als »Aufbruchbauweise« bezeichnete »Alte Österreichische Bauweise«. Bei diesem Verfahren wird zunächst ein Sohl- oder Firststollen vorgetrieben. Anschließend wird ein Firstschlitz erstellt. Von dessen oberem Abschluss aus erfolgt der Ausbruch des gesamten Tunnelquerschnitts.

Tunnelbrust: Die Vortriebsseite bzw. -fläche eines Tunnels.

Tunell: Eine in Süddeutschland, Österreich und der Schweiz vorkommende Schreib- und Ausspracheweise von »Tunnel«. Im engeren Sinn eine künstlich geschaffene, natürliche Hindernisse (Berge, Gewässer) unterirdisch querende Verbindung, die regelhaft als Verkehrsweg dient. In Deutschland gelten auch oberirdische Einhausungen von Straßen sowie galerieartige Strukturen als Tunnel, sofern sie zumindest 80 m lang sind.

Tunnelmaut: Eine von Nutzern eines → Tunnels zu entrichtende Gebühr.

Tunnelmund: Das Tunnelportal, die Tunneleinfahrt.

Tunnelportal: Der Tunnelmund bzw. die Tunneleinfahrt.

Tunnelprofil: Der Querschnitt eines Tunnels bzw. einer Tunnelröhre.

Tunnelsohle: Der Tunnelboden.

Tunneltrasse: Der Verlauf bzw. die Führung eines → Tunnels.

Tür: Eine horizontal bewegliche Einrichtung zum Verschließen einer begehbaren Wand- bzw. Maueröffnung.

Türangel: Eine an den Türrahmen montierte, zumeist bolzenartige Drehachse, an der das Türblatt aufgehängt ist. Türen besitzen regelhaft mindestens zwei Türangeln.

Türanschlagziegel: Ein speziell geformter → Backstein bzw. → Ziegel, der zur Herstellung einer Türlaibung verwendet wird; er weist eine Aussparung auf, die als Anschlag dient, also die wandseitigen Befestigungselemente von Fenstern oder Türen aufnimmt.

Türaussparung: Eine bei der Herstellung eines Bauteils – regelhaft einer Wand – frei bzw. offen gelassene Partie, die zum Einsatz einer → Tür vorgesehen ist.

Türbekleidung: Eine auf eine tragende Rahmenkonstruktion aufgebrachte, den Rahmen überdeckende Türeinfassung. Diese stellt den äußeren Rahmen dar, welcher den Anschluss des Türfutters an die Wand verbirgt.

Türbeschlag: Ein regelhaft aus Metall gefertigtes Element, das ein Türblatt bzw. einen Türflügel mit dem Türrahmen verbindet.

Türblatt: 1. Der bewegliche, innerhalb des Rahmens befindliche Teil einer → Tür. Eine andere Bezeichnung ist »Türflügel«. 2. Eine durchgängige, auf eine tragende Rahmenkonstruktion aufgebrachte Türbekleidung.

Türdrücker: Eine seitlich abknickende, hebelähnliche Griffvorrichtung, die zum mechanischen Öffnen und Schließen einer Tür dient; ihr Drücken entriegelt die Schließvorrichtung.

Türfalle (Drücker): Eine insbesondere in der Schweiz gebräuchliche Bezeichnung für einen → Türdrücker.

Türfalle (Schloss): An sich als »Türschlossfalle« zu bezeichnen. Angesprochen ist jenes horizontal bewegliche Teil eines Schlosses, das eine Tür in deren Anschlag hält, sobald diese geschlossen wird bzw. zugefallen ist.

Türflügel: Der bewegliche, innerhalb des Rahmens befindliche Teil einer → Tür. Eine andere Bezeichnung ist »Türblatt«.

Türfüllung: Eine in eine Rahmung eingesetzt Türpartie, die häufig dekorativ ausgeführt ist (Kassetten, Strukturglas usw.).

Türfutter: Der in die Maueröffnung eingesetzte, mit der Wand in Berührung stehende Türrahmen. Andere Ausdrücke sind »Türstock« und »Türzarge«.

Türgewände: Eine abschrägte, seitliche Wandeinfassung einer → Tür.

Türhaspe: Eine hakenähnliche Einhängevorrichtung an einer Tür. Kurz: eine Türangel.

Türkischer / Türkisches Barock: Eine fragwürdige Bezeichnung für eine architektonische Periode im Osmanischen Reich, die Verfechter des Begriffs zwischen 1730 und etwa 1810 ansiedeln. Die für diesen Zeitraum angeblich feststellbare Öffnung der am Bosporus residierenden Sultane für westeuropäische Einflüsse erscheint zumindest in Bezug auf die Architektur eher fiktiver Natur; sie beschränkte sich – wird von der Nuruosmaniye-Moschee abgesehen, die zweifelsfrei europäische Einflüsse erkennen lässt – auf die Entwicklung bzw. Verzierung von Brunnenbauwerken.

Türkisches Rokoko: Siehe → Türkischer Barock.

Türklinke: Siehe → Türdrücker.

Türlaibung: Die einer als → Tür dienenden Wandöffnung zugewandten Wand- bzw. Mauerflächen.

Türlaibungsdämmung (gegenständlich): Verbaute Stoffe bzw. eine Konstruktion, die dazu dient, seitliche Mauer- bzw. Wandflächen einer als Tür dienenden Wandöffnungen gegen unerwünschte Effekte abzuschirmen. Stichworte: Wärmedämmung, Schallschutz.

Türleibung: Siehe → Türlaibung.

Türleibungsdämmung (gegenständlich): Siehe → Türlaibungsdämmung (gegenständlich).