Immobilienwirtschaftliches Glossar

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Einträge zu Tor - Tow

Tor (architektonisch): Im architektonischen Sinn eine größere, bewusst geschaffene Öffnung in einer Mauer, einer Wand oder einem Zaun, Tor des Maharajapalastes in Udaipur (Rajasthan, Indien)die als Durchgang oder Durchfahrt und somit zumindest mittelbar als Zugangskontrolle dient. Die Aufnahme zeigt das Haupttor des Maharaja-Palastes in Udaipur, Rajasthan, Indien (Bild: Elmar Pfeiffer, Februar 2012).

Tor (umgangssprachlich): Eine Tür, die das Tor verschließbar macht.

Torana (das): Ein regelhaft mit Glücksymbolen verziertes, ständerähnliches → Tor buddhistischer → Stupas sowie hinduistischer und jainistischer → Tempel.

Torbalken: Siehe → Torriegel (historisch, Wehrbau).

Torfahrt: Eine über mehrere Meter hin überbaute Torpassage bzw. eine zwei Tore verbindende Überbauung.

Torfit: Ein auf Grundlage von Torf hergestellter, zu Platten geformter Baustoff, der während der 1920 Jahre vor allem bei der Herstellung von Urinalanlagen eingesetzt wurde.

Torflügel: Ein starkes, durch Angeln oder Pfannen bewegliches, plattenartiges Element, das zum Verschließen einer Toröffnung dient. Torflügel sind zumeist aus Holz oder Metall gefertigt; sie treten paarig auf.

Torgewände: Eine abschrägte, seitliche Wandeinfassung eines → Tores.

Torgraben (Burgen- / Festungsbau): Ein unmittelbar vor einem Tor geschaffener Graben, der regelhaft nur über eine (herabgelassene) → Zugbrücke zu überqueren war.

Torhalle (Burgenbau): Ein ebenerdiger Bereich eines Torturms oder zwischen den Toren einer → Doppeltoranlage, der sich an ein Fallgatter und / oder eine Zugbrücke anschließt. Der Raum lässt sich gewöhnlich an einer oder mehreren Stellen sperren. Im Deckenbereich befinden sich zumeist Gussöffnungen, um eingedrungene Feinde auch von oben herab bekämpfen zu können. Häufig ist im Boden eine → Wolfsgrube eingelassen.

Torhaus: Ein baulich mit einem → Tor verbundenes Gebäude oder auch ein Gebäude, durch das ein Tor hindurchführt.

Torkammer: Siehe → Torhalle (Burgenbau).

Torkretbeton: Eine Betontrockenmischung, die mittels Druckluft durch einen Schlauch geblasen und unmittelbar an dessen Auslass durch einen Wasserring bzw. einen Düsenmischkörper mit Wasser angereichert wird.

Torkretieren: Die Anwendung des → Torkretverfahrens.

Torkretierung: Die Anwendung und das gegenständliche Ergebnis des → Torkretverfahrens.

Torkretverfahren: Eine Technik zur Herstellung von Betonschichten. Dabei wird ein Trockengemisch aus Betonsand und Zement durch eine Düse auf Schalungen oder bestehende Bauteile gespritzt. Die für den Abbindeprozess unerlässliche Wasserzusatz erfolgt unmittelbar vor dem Auftrag im Düsenmischkörper bzw. durch einen am Auslass des zuleitenden Schlauches befindlichen Wasserring.

Tornadokeller: Ein unterirdischer Raum, der zum Schutz von Personen, Heimtieren und Gütern vor Sturmeinwirkungen in von Tornados betroffenen Gebieten errichtet wird.

Torriegel (historisch, Wehrbau): Ein starkes, langes, regelhaft vierkantiges Holz zur Sicherung eines geschlossenen Tores. Vorgelegt wurden Torriegel, indem sie durch seitliche Maueröffnungen geführt oder in Klauen versenkt wurden.

Torstiel: Beim Fachwerkbau ein Pfosten bzw. Ständer, welcher ein Tor bzw. die Toröffnung begrenzt.

Torturm (funktional): Ein mit einer Torfahrt versehener Turm.

Torturm (positionsbezogen): Ein Turm, der sich neben einem Tor erhebt bzw. in einem unmittelbaren baulichen Zusammenhang mit einer Toranlage steht.

Torus (Architektur): Ein Wulst an der Basis antiker Säulen.

Toskanische Ordnung: Eine der fünf »klassischen« Säulenordnungen gemäß Vitruv. Es handelt sich um eine römische Ordnung, die griechische und etruskische Stilmerkmale vermengt; sie kann als Ableger der dorischen Säule aufgefasst werden. Die toskanische Säule besteht aus einer zweigeteilten Basis, die einer Plinthe (Sockelplatte) aufsitzt. Der sich aufwärts verjüngende Schaft besitzt keine Kannelierung (Riffelung), den Abschluss bildet ein dorisches Kapitell. Bei Fassaden, die sich über mehrere Stockwerke erstrecken, nimmt die toskanische Ordnung die unterste Etage ein.

Totalabbruch: Siehe → Totalabriss.

Totalabriss: Die vollständige Niederlegung bzw. die restlose Beseitigung eines → Gebäudes, → Bauwerkes oder einer baulichen Anlage in planmäßiger bzw. kontrollierter Form.

Total Revenue per Available Room (TrevPAR) (Hotellerie): »Gesamtumsatz je verfügbarem Zimmer« (netto). Anders als der RevPAR berücksichtigt diese Kenngröße den über alle Hotelabteilungen hinweg erzielten Gesamtumsatz eines Hotels, also nicht nur die reinen Logis-Umsätze. Rechengang: Gesamtumsatz (netto) durch die gesamte Zimmeranzahl gleich TrevPAR.

Total Revenue per Occupied Room (Hotellerie): Eine Messgröße für den Logiserlös je vermietetem Zimmer, die alle mit sonstigen Leistungen (Bezahlfernsehen, Wäschereinigung, Zimmerservice usw.) erzielten Umsätze einschließt.

Total RevPOR (Hotellerie): Der »Total Revenue per Occupied Room« erfasst den Logiserlös pro vermietetem Zimmer einschließlich der mit sonstigen Leistungen (Bezahlfernsehen, Wäschereinigung, Zimmerservice usw.) erzielten Umsätze.

Totalübernehmer: Ein → Generalübernehmer, der zusätzlich zur Vergabe von Bauleistungen an Dritte und der Organisation bzw. Koordination baulicher Arbeiten auch alle erforderlichen Planungsleistungen verantwortet.

Totenacker: Eine altertümliche Bezeichnung für einen → Friedhof.

Totes Gleis: Eine andere Bezeichnung für ein Stumpfgleis. Es handelt sich um ein → Gleis, das in einem → Prellbock ausläuft oder anderweitig abgeschlossen wird, also nur aus einer Richtung mit einem Gleissystem verbunden ist.

Totsöhlig (Bergbau): Exakt horizontal verlaufend.

Tourelle (Burgen- / Festungsbau): Ein erkerartig aus einer Mauer vorspringendes oder einer Mauer aufsitzendes Türmchen, das einen Treppenaufgang oder eine Geschützplattform birgt.

Tourismusgemeinde: Eine Ortschaft, die wirtschaftlich überwiegend auf den Fremdenverkehr ausgerichtet ist bzw. vom Fremdenverkehr abhängt.

Touristenhotel: Ein der Hoteldefinition genügender Beherbergungsbetrieb, der organisatorisch und marketingtechnisch (nahezu) ausschließlich auf die Unterbringung von Privatreisenden ausgerichtet ist.

Tourismusinfrastruktur: Die Gesamtheit auf den Fremdenverkehr zugeschnittener baulicher, technischer, betrieblicher und sozialer Einrichtungen innerhalb eines Gebietes und / oder Ortes.

Touristenort: Eine Gemeinde, die wirtschaftlich überwiegend auf den Fremdenverkehr ausgerichtet ist.

Tourist-Hotel (klassifikatorisch): Ein 1-Stern-Haus gemäß deutscher Hotelklassifikation.

Tourist-Kategorie (Hotellerie): Die 1-Stern-Kategorie gemäß deutscher Hotelklassifikation.

Tower (Luftverkehr): Ein Kontrollturm auf Flughäfen, von dem aus der An- und Abflug bzw. Starts und Landungen von Luftfahrzeugen sowie deren Bewegung am Boden überwacht und gegebenenfalls korrigiert wird.