Immobilienwirtschaftliches Glossar

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Tiefbau: Eine Teildisziplin des Bauwesens, die sich mit der Planung und Errichtung überwiegend unterirdisch gelegener Bauwerke befasst, aber auch solche plant und baut, die unmittelbar an der Oberfläche liegen bzw. Verkehrswege unterlagern. Somit wird auch der Brückenbau dem Tiefbau zugerechnet.

Tiefbordstein: Ein zumeist schmal (bis 10 cm) ausgeführter → Bordstein zur Abgrenzung bzw. Einfassung von Grün- oder Pflasterflächen sowie zur erhöhten oder höhengleichen Abgrenzung unterschiedlicher Bereiche des Straßenraumes.

Tiefbrunnen: Ein senkrecht oder (seltener) schräg ausgeschachteter Grundwasserzugang, bei dem das Wasser mittels eines an Seilen oder Ketten angebrachten Gefäßes gefördert wird. Eine andere Bezeichnung ist – sofern kein → artesischer Brunnen vorliegt – »Ziehbrunnen«.

Tiefbunker: Ein massives unterirdisches Bauwerk, das gegen Explosionseinwirkungen, Artillerie- und Lenkwaffenbeschuss sowie Bombardierungen gefeit ist bzw. vor der Wirkung von Zerstörungswaffen schützen soll.

Tiefenbunker: Ein besonders tief in den Untergrund gesetztes Schutzbauwerk. Vielfach handelt es sich um militärische Zentralen.

Tiefgarage: Eine Spielart der → Großgarage. Der Begriff bezeichnet ein überwiegend unter der Bodenoberkante angelegtes, oft mehrstöckiges Bauwerk, in dem sich zahlreiche → Stellplätze für Kraftfahrzeuge (Pkw, Motorräder) befinden.

Tieflandburg: Siehe → Niederungsburg.

Tiefparterre: In frankophilen Kreisen als »Souterrain« bezeichnete Gebäudeebene, deren Fußboden sich deutlich unterhalb der Geländeoberkante befindet. Im allgemeinen Verständnis handelt es sich um Räumlichkeiten, die sich zu Wohnzwecken eignen, also befenstert sind.

Tiefstall (historisch): Ein unter Bodenniveau abgesenkter Stall für größere Nutztiere, der längere Zeit unausgemistet blieb. Der Tiergesundheit waren diese Ställe abträglich.

Tiergehege: Ein größeres eingezäuntes, ummauertes oder vergittertes Areal, in dem Lauf- oder Raubtiere gehalten werden (der Begriff wird weder auf Vieh noch auf flugfähige Vögel angewendet).

Tierkrematorium: Ein Gebäude bzw. eine Einrichtung zur Einäscherung von Heimtieren oder – bei entsprechender Zweckbestimmung bzw. Kapazität – auch zur Verbrennung gestorbener Haus- bzw. Nutztiere.

Tierzwinger: Ein eingezäuntes, ummauertes oder vergittertes Areal, in dem Lauf- oder Raubtiere gehalten werden (der Begriff wird weder auf Vieh noch auf flugfähige Vögel angewendet). Weniger feinsinnig formuliert handelt es sich um ein Tiergefängnis, das von großflächigen Gehegen bis hin zu käfigartigen Gebilden reicht.

Tiroler Marmor: Eine von mehreren einstigen Bezeichnungen für den → Laaser Marmor.

TIs: Das Kürzel für »Tenant Improvements», einen in die deutsche Fachsprache eingegangenen Anglizismus. Er bezeichnet Anreize in Form von Einbauten, Einrichtungen, Ausstattungen, die ein Vermieter finanziert, um einen neuen Mieter zum Abschluss eines Mietvertrages zu bewegen oder einem Bestandsmieter eine Verlängerung schmackhaft zu machen. TIs mindern die Einnahmen, ohne die »Mietoptik« negativ zu beeinflussen. Mit anderen Worten: Sie gestatten es, die Mietrate hoch zu halten, wodurch sich Vorteile in Zusammenhang mit anderen Mietvertragsabschlüssen sowie im Veräußerungsfall ergeben (können).

Tischler: Ein Handwerker, der sich mit der formgebenden Bearbeitung und der Oberflächenbehandlung von Holz befasst. Arbeitsschwerpunkte liegen in der Möbelherstellung, in der Bautischlerei und im Modellbau. Eine andere, insbesondere in Süddeutschland, Westösterreich und der Deutschschweiz gebräuchliche Bezeichnung ist »Schreiner«.

Tischlerei: Die → Werkstatt eines → Tischlers bzw. eine Werkstatt, die mehrere Tischler beschäftigt.

Tischlerplatte: Eine andere Bezeichnung des Stab- bzw. Stäbchensperrholzes. Es handelt sich um eine Platte mit einer Mittellage gleichgerichtet verpresster und verleimter Holzstäbe bzw. Holzstäbchen sowie beidseitig aufgeleimten → Absperrfurnieren.

TMT (Holz): Englisches Kürzel für »thermally modified timber«. Zu Deutsch: »thermisch modifiziertes (Bau)Holz«.

Ton: Eine überwiegend aus feinkörnigen Mineralen bestehende, bei der Verwitterung von Feldspäten und Glimmern entstehende Bodenart. Bei entsprechendem Wassergehalt besitzt Ton plastische Eigenschaften, die auf Tonminerale bzw. Schichtsilikate zurückgehen. Ton härtet beim Trocknen oder Brennen aus; er zählt zu den ältesten Baustoffen.

Tonalit: Ein polierfähiger, frostharter Plutonit, der als Mauerstein, zur Herstellung von Fassadenplatten, als Bodenbelag, Grabbaumaterial sowie als Straßenschotter verwendet wird.

Tondachstein: Ein kleines, vorgefertigtes, flaches Bauelement, das aus gebranntem tonhaltigem Lehm besteht und zur Dacheindeckung verwendet wird.

Tondachziegel: Siehe → Tondachstein.

Tondo (Kunst, Architektur): Eine kreisförmige Darstellung in Form eines → Reliefs oder Gemäldes. Tondi sind bereits aus der griechischen Antike bekannt; sie verbreiteten sich während der Renaissance, hierbei vor allem in Italien; sie finden sich vielfach als augenfällige ausgearbeitete Verzierung an Fassaden bzw. Giebeln. Eine deutsche Entsprechung ist »Rundbild«.

Tongrube: Ein → Tagebau, in dem Ton gewonnen wird.

Tonhohlplatte: Ein plattenartiger Ziegel aus gebranntem Ton, den in Längsrichtung Hohlräume durchziehen. Bedingt durch diese Hohlräume entwickelt der auch als »Hourdis« bezeichnete Tonziegel nur minimale wärme- und schalldämmende Wirkungen. Genutzt wird er u. a. zum Bau leichter Trennwände und als Baustoff bei der Deckenkonstruktion.

Tonne (Gewölbe): Siehe → Tonnengewölbe.

Tonnendach: Eine in zwei Spielarten verbreitete Dachform: 1. Das im Querschnitt halbkreisförmig gewölbte Dach wird als »Rundtonne« bezeichnet. Dieser Typ erinnert an ein längs durchgeschnittenes, mit der Schnittfläche aufgesetztes Ölfass. 2. Die im Querschnitt spitzbogige Variante wird »Spitztonne« genannt. Sie vermittelt den Eindruck eines mit dem Deck aufgesetzten, den Kiel nach oben gekehrten Schiffsrumpfes.

Tonnengewölbe: Eine zur Mittelachse hin konvex aufsteigende Decke mit zwei parallelen Widerlagern.

Tonnengewölbe, gerades: Ein → Tonnengewölbe mit rechteckigem Grundriss.

Tonnengewölbe, rundes: Siehe → Tonnendach oder → Rundtonne.

Tonnengewölbe, schiefes: Ein → Tonnengewölbe mit rautenförmigem Grundriss.

Tonnengewölbe, spitzes: Siehe → Tonnendach oder → Spitztonne.

Tonschiefer: Ein klastisches Gestein mit lagiger Textur, das in zahlreichen Farbvarianten (schwarz, grau, grünlich usw.) vorkommt. Dunkle Tonschiefer werden u. a. zur Dacheindeckung und zur Fassadenverkleidung (Schindelung) verwendet.

Tonstein: Ein feinklastisches (pelitisches) Sedimentgestein; aus quellfähigen Mineralvarietäten bestehender Tonstein wird zur Herstellung von Ziegeln und Keramik verwendet.

Tonziegel (Dach): Ein kleines, vorgefertigtes, flaches Bauelement, das aus gebranntem tonhaltigem Lehm besteht.

Topiari (Gartenarchitektur / -kunst): Die auf griechische Wurzel zurückgehende Bezeichnung für den → Formschnitt.

Topimmobilie: Eine in jeder Beziehung erstklassige, selbst unten den besten Objekten herausragende → Immobilie. Entsprechende bauliche und ausstattungsbezogene Merkmale rechtfertigen diese oft reißerisch verwendete Bezeichnung nicht; entscheidend ist, dass auch ausgezeichnete Standort- bzw. Lagemerkmale vorliegen.

Top-Immobilie: Siehe → Topimmobilie.

Toplage: Eine andere Bezeichnung für »Spitzenlage«. Eine → Lage, die einer Nutzung bzw. Nutzungsart die denkbar besten Rahmenbedingungen bietet.

Top-Lage: Siehe → Toplage.

Topobjekt (Immobilie): Eine rundum erstklassige, selbst unten den besten Objekten herausragende → Immobilie. Entsprechende bauliche und ausstattungsbezogene Merkmale rechtfertigen diese oft reißerisch verwendete Bezeichnung nicht; entscheidend ist, dass auch ausgezeichnete Standort- bzw. Lagemerkmale vorliegen.

Tob-Objekt: Siehe → Topobjekt.

Topstandort: Ein Grundstück bzw. ein Ort, der einer Nutzung bzw. Nutzungsart bestmögliche Rahmenbedingungen bietet.

Top-Standort: Siehe → Topstandort.