Immobilienwirtschaftliches Glossar

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Einträge zu Sub - Sz

Submission (Bauwesen, Beschaffungswesen, Schweiz): Eine Ausschreibung der öffentlichen Hand in Zusammenhang mit Bauvorhaben. Ziel ist es, den günstigsten Anbieter zu finden. Hinweis: Die Kantone wie auch der Bund besitzen jeweils ein eigenständiges Submissionsrecht (im Sinne eines gesetzlichen Regelwerks).

Suburb: Englische Bezeichnung für »Vorstadt« bzw. »Vorort«. Ein vergleichsweise funktionsarmer, gewöhnlich zuvorderst wohnorientierter, stadtnaher Siedlungsbereich, dessen berufstätige Bevölkerung überwiegend aus Auspendlern besteht. Kennzeichnend war bzw. ist ein weitgehend homogener Sozialstatus. Suburbs entstanden bzw. entstehen häufig in Form von Ein-Generationen-Siedlungen. Einen Sonderfall stellen um Industriewerke entstandene Vororte dar, die vielfach Einpendlerüberschüsse aufweisen.

Suburbanisierung: Ein Prozess, der auf einer Abwanderung städtischer Bevölkerungskreise in das stadtnahe Umland beruht und dort zur Ausbildung von Vororten führt. Vielfach entstehen flächenhaft entwickelte Vorortzonen. Viele dieser Vororte entstanden als Ein-Generationen-Siedlungen, die im Zuge eines Reifungsprozesses überaltern. Funktional sind Vororte vielfach eng an die infrastrukturellen Angebote sowie die Arbeitsmärkte der Kernstädte gekoppelt.

Suburbia: Eine Bezeichnung für ein weithin von eintönigen bzw. gesichtslosen → Vororten geprägtes städtisches Umland.

Sudatorium: Ein heutigen Saunen vergleichbares Dampfschwitzbad in antiken römischen Badeanstalten.

Suevit: Ein durch Meteoriteneinschläge entstehendes, erstmals im Nördlinger Ries beschriebenes Gestein. Suevit ist porös, besitzt ausgezeichnete Dämmeigenschaften, reagiert allerdings empfindlich auf Luftverschmutzung. Früher wurde er als Baustein verwendet, heute wird er u. a. als Zuschlag für spezielle Zemente verwendet.

Suite (Hotellerie): Ein »Gästezimmer« mit mehreren getrennten Räumen für Wohnen und Schlafen.

Suite (Zimmerflucht): Eine Reihe zusammenhängender bzw. aufeinanderfolgender Räume, die einer ähnlichen Funktion dienen und eine abgeschlossene Einheit bilden.

Sukzession (Stadtsoziologie): Unmittelbar mit dem soziologischen Schlagwort der → »Invasion« verbundener Begriff. Er beschreibt den Nachzug mittelloser Menschen und / oder ethnischer Minoritäten in städtische Teilräume, die von Vorgängern im Zuge der »Invasion« angesteuert wurden und bewohnt werden.

Sultanspalast: »Sultan« ist ein hoher Herrschertitel im Detailausschnitt einer Fassade im Topkapi-Palast in Istanbul (Türkei)muslimischen Kulturkreis, der weltliche Macht und religiöse Autorität in sich vereint. In Europa sind die osmanischen, die einst am Bosporus residierenden Sultane am bekanntesten. Die Paläste dieser Herrscher stellen sich als Wohn-, Arbeits-, Freizeit- und Repräsentationszwecken gewidmete Großbauwerke dar, die ein sorgsam geplantes Zusammenspiel von Bauwerken und Gärten kennzeichnet. Ein hervorragendes, wenn auch nur einen Abglanz früherer Pracht spiegelndes Beispiel, bietet der Topkapi-Palast in Istanbul, Türkei. Rechts ein detailreicher Fassadenausschnitt eines Gebäudes im Topkapi-Palast (Foto: Elmar Pfeiffer, März 2012). Vertiefend siehe Bildergalerie.

Sumpf (Bergbau): Die tiefste Stelle eines → Schachts, an der sich das Grubenwasser sammelt.

Sümpfen: Siehe → Sümpfung (Bergbau).

Sumpfkalk: Ein durch reichliche Wasserzugabe gelöschter, längere Zeit in einer Grube gelagerter Branntkalk, dessen Partikel unter mehrfacher Nachlöschung sehr fein zerkleinert werden. Sumpfkalke werden für Putz- und Stuckarbeiten genutzt.

Sümpfung (Bergbau): Die Aufwältigung (Wiederbegeh- / Wiederbefahrbarmachung) voll Wasser gelaufener bzw. abgesoffener → Grubenbaue.

Superädifikat (Österreich): Eine Form der regelhaft entgeltlichen Nutzungsüberlassung von unbebauten Grundstücken. Bei einem vereinbarten Superädifikat dürfen auf fremdem Grund Gebäude errichtet und über die vertragliche Bindungsfrist hinweg genutzt werden. Anders als beim → Baurecht (entspricht inhaltlich dem deutschen → Erbbaurecht) beschränkt sich dieses Recht auf die Errichtung von Gebäuden nicht dauerhafter Natur (Gartenhäuser usw.). Tatsächlich stehen – entgegen dieser Maßgabe – vielfach permanente Bauten auf derartigen Grundstücken, woraus sich u. a. aus Käufersicht erhebliche rechtliche Unsicherheiten ergeben.

Superior: Zusatzkennzeichnung in der Hotelklassifikation. Sie wird Spitzenbetrieben innerhalb jeweiliger Kategorien verliehen, die sich durch ein sehr hohes Dienstleistungsniveau auszeichnen. Hotels, die neben Sternen diesen Zusatz führen dürfen, erreichen oder überschreiten die Einstiegspunktzahl der nächsthöheren Kategorie, können jedoch nicht in diese eingestuft werden, da sie einige Mindestkriterien nicht erfüllen.

Superleichtputz: Handelsbezeichnung für einen → Leichtputzmörtel der Klasse II.

Supermarkt: Auf Selbstbedienung setzendes Lebensmittelgeschäft mit einer Verkaufsfläche von 400 qm bis unter 1.500 qm. Neben Frischwaren bietet es Non-Food-Artikel auf bis zu 25 % seiner Verkaufsfläche an. Supermärkte führen 7.000 – 11.000 Artikel, davon ca. zwei Drittel Lebensmittel.

Supermarktkette: Ein Unternehmen, das mehrere → Supermärkte in Eigenregie betreibt oder ein Verbund auf Franchise- bzw. Genossenschaftsbasis geführter Supermärkte.

Süßwasserkalk: Eine andere Bezeichnung für den Kalktuff. Es handelt sich um ein poröses, entsprechend leichtes sekundäres Sedimentgestein, das u. a. im Gewölbebau verwendet wurde.

Swisstopo (Schweiz): Eine »denglische« Selbstbezeichnung des Bundesamtes für Landestopographie.

Syenit: Ein feldspatreiches, quarzarmes Tiefengestein, das nach dem ägyptischen Syene benannt ist. Das polierfähige Gestein dient als Bau- und Pflasterstein. Es wird u. a. für Bodenbeläge, Wandverkleidungen, Säulen und Sockel verwendet.

Symmetrieachse (Architektur): Eine Gerade, die einen Gebäuderaum oder eine Gebäudefläche in zwei identisch geschnittene, also spiegelbildliche Hälften teilt. Neue Synagoge in der Oranienburger Straße in Berlin (Deutschland)Umgekehrt betrachtet handelt es sich um eine (gedachte) Linie (unter mehreren), die herangezogen wird, um ein symmetrisches Gebäude bzw. Bauwerk zu schaffen.

Synagoge: Ein Gebets- und Versammlungshaus jüdischer Gemeinschaften. Neben dem Gebetsraum und Versammlungszwecken dienenden Bereichen besitzen Synagogen angegliederte Studienräume. Rechts die Neue Synagoge in der Oranienburger Straße in Berlin, Deutschland. Das Bauwerk zählt zu den eindrucksvollsten mir bekannten Beispielen des Synagogenbaus (Foto: Elmar Pfeiffer, Juni 2011).

Synergie(n): Betriebliche bzw. umsatzwirksame Vorteile, die gleichartige und / oder unterschiedliche Nutzungen aus einer räumlichen Vergesellschaftung ziehen. Andere Begriffe sind »Fühlungsvorteile« und »Nachbarschaftsnutzen«.

System, bastionäres (Manier): Ein festungsbauliches Prinzip, nach dem einzelne Festungswerke aufgebaut und untereinander ausgerichtet sind, um optimale defensive Positionen zu schaffen und zugleich einen bestmöglichen Einsatz eigener Artilleriewaffen zu gewährleisten. Festungsbauliche Perioden prägende bzw. regional vorherrschende Prinzipien werden jeweils als »Manier« bezeichnet.

Systemgastronomie: Ein Zweig des Bewirtungsgewerbes, der ein optisch-gestalterisches, werbliches und organisatorisches bzw. prozessuales Konzept über mehrere Standorte hinweg multipliziert.

Systemwechselbahnhof: Eine Bahnverkehrsanlage, in der zwei Stromversorgungssysteme unterschiedlicher Spannung zusammengeführt werden. Mehrsystemtriebwagen machen einen Wechsel der Triebwagen überflüssig. Typische Beispiele für Systemwechselbahnhöfe finden sich im Kreis der Grenzbahnhöfe.

Szob (Gestein): Handelsname eines ungarischen Dazits. Das vulkanische Gestein wird vor allem zur Herstellung von Bodenbelägen und Pflastersteinen verwendet.