Immobilienwirtschaftliches Glossar

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Einträge zu Stan – Star

Standardgebäude: Immobiliensprachlich ein üblichen Ansprüchen genügendes Objekt, das weder positiv noch negativ hervorsticht. Der Begriff bezeichnet also ein Gebäude durchschnittlicher Qualität.

Standard-Hotel: 2-Sterne-Haus gemäß deutscher Hotelklassifikation.

Standardobjekt (Immobilie): → Standardgebäude.

Standard-Kategorie: 2-Sterne-Kategorie gemäß deutscher Hotelklassifikation.

Standardzimmer (Hotellerie): Ein schwammiger Begriff, der üblicherweise »normale« Zimmer (Einzel, Doppel) bezeichnet. Je nach Hotel können diese Zimmer höchst unterschiedlich dimensioniert und ausgestattet sein.

Ständer (Baukonstruktion): Ein vertikaler, stehender Balken, mit aussteifender und lastabtragender Funktion. Diese Balken können ein- oder mehrgeschossig ausgelegt sein. Anzutreffen sind sie bei der Ständer-, Rähm- und Skelettbauweise (hier nur als Eckpfosten). Ständer sind ein typisches Element des Holzbau- bzw. Fachwerkbaus, können jedoch auch aus Metall oder Stahlbeton gefertigt sein. Eine andere Bezeichnung für »Ständer« ist »Stiel«.

Ständerbauweise: Eine Spielart des Fachwerkbaus, für die von der Sohle bis zum Dach durchgezogene Ständer bzw. Stiele als tragendes System bzw. als aussteifende und lastabtragende Elemente kennzeichnend sind.

Ständerbohlenbau: Ein mittelalterliches, vor allem in Süddeutschland und der Schweiz bis Ende des 14. Jahrhunderts gängiges Holzbauverfahren. Kennzeichnend ist eine Kombination von lotrechten → Ständern und Wänden, die aus aufeinandergeschichteten, miteinander verbundenen → Bohlen bestehen. Den oberen Abschluss bildet ein → Rähm. Die Bauweise lässt die Errichtung mehrgeschossiger Gebäude zu.

Ständerbohlenbauweise: Siehe → Ständerbohlenbau.

Standerker: Ein mit großen Fensterflächen versehender Fassadenvorbau, der zu ebener Erde errichtet und Teil des Innenraumes ist. Andere Bezeichnungen sind »Auslucht« und – im Niederdeutschen – »Utlucht«.

Ständermühle: Eine andere Bezeichnung der Bockwindmühle. Es handelt sich um eine auf dem Einsatz von Windkraft beruhende → Mühle, die aus einem Stützgestell (Bock), einem starken Pfahl und einem Hauskörper besteht, der die Mahleinrichtung beinhaltet. Das Mühlenhaus ruht dabei auf dem Pfahl, der es ermöglicht, die gesamte aufsitzende Einheit in den Wind zu drehen.

Ständerwindmühle: Siehe → Ständermühle.

Standfestigkeit (Bauwesen, Statik): Siehe → Standsicherheit (Bauwesen, Statik).

Standfestigkeitsnachweis (Bauvorlagenverordnung, Statik): Siehe → Standsicherheitsnachweis (Bauvorlagenverordnung, Statik).

Standort (geographisch): Eine Fläche, deren räumliche Position innerhalb eines Bezugssystems genau bestimmbar ist.

Standort (militärsprachlich): Die heute in Deutschland gültige Bezeichnung für einen Ort, an dem dauerhaft Truppenverbände stationiert sind. In Österreich lautet die Entsprechung »Garnison«.

Standort (räumlich-funktional, Makroebene): Ein aufgrund räumlicher, funktionaler und / oder administrativer Merkmale abgrenzbares, in aller Regel jedoch in sich heterogenes bzw. funktionsräumlich differenziertes Gebiet. Die Makroebene repräsentiert rein immobilienbezogen eine der Mikroebene, mehr noch der Meso-Ebene vielfach untergeordnete Dimension.

Standort (räumlich-funktional, Meso-Ebene): Eine aufgrund räumlicher, funktionaler und / oder administrativer Merkmale abgrenzbare Raumeinheit, die sich über den unmittelbaren Nahbereich eines → Mikrostandortes hinaus erstreckt und als Teileinheit eines nochmals erheblich größeren → Makrostandortes aufzufassen ist. Die Meso-Ebene repräsentiert immobilienwirtschaftlich betrachtet die wichtigste Standortebene – und findet in Gutachten nach wie vor höchst selten die ihr gebührende Berücksichtigung. Randnotiz: Der Verfasser war vermutlich der erste kommunal und privatwirtschaftlich aktive Einzelhandelsberater, der diesen Begriff – im Jahr 1991 – explizit in die praktische Markt- und Standortanalytik, später auch in die Fachliteratur einbrachte.

Standort (räumlich-funktional, Mikroebene): Eine Fläche mit einer bestimmten Merkmalskombination, die sich in eine mehr oder minder ausgeprägte Eignung für verschiedene Nutzungen bzw. Verwendungszwecke übersetzt. Entgegen einer landläufigen Auffassung bestehen also keine an sich guten oder schlechten Standorte. Bewertungstechnisch entscheidend ist der jeweilige Bezugsrahmen.

Standortanalyse: Die planvolle Erfassung und Bewertung gegebener → Standortfaktoren. Die Untersuchung des Ist-Standes dient im Allgemeinen als Grundlage weiterführender Überlegungen, die darauf gerichtet sind, ersichtliche und wahrscheinliche Entwicklungstendenzen und -trends sowie aktive Entwicklungsmöglichkeiten einzugrenzen. Vertiefend siehe den Portalbeitrag Standortanalyse – kleines ABC.

Standorteinschätzung: Eine oberflächliche bzw. grobe, nicht auf eingehenden Analysen beruhende Beurteilung eines → Standortes.

Standortfaktor: Ein Merkmal, Sachverhalt, Trend, der bestehende und künftige Nutzungsmöglickeiten – implizit also Ertragspotentiale – eines je nach Betrachtungsebene als Standort definierten Raumes beeinflusst oder bestimmt (bei rückschauenden Analysen stehen naturgemäß einstige Verhältnisse im Brennpunkt). Verbreitet wird zwischen harten und weichen Standortfaktoren unterschieden. Die jeweilige Zuordnung mutet vielfach willkürlich an. Ein Manko fast aller Einteilungen liegt darin, dass die zeitliche Dimension zu kurz kommt oder gänzlich unbeachtet bleibt. Beispielsweise zählt der Wikipedia-Artikel zum Thema (Stand 06 / 2011) u. a. Steuern, Abgaben, Subventionen zu den harten Faktoren. Selbstredend bedeutet alles, was an den Geldbeutel geht, in wettbewerbsintensiven Märkten eine (empfundene) Härte oder – günstigenfalls – einen Vorteil. Nur: Die angeführten Faktoren sind durchgängig rasch und gezielt veränderbar, von einer opportunistischen Politik westlicher Prägung wie von übelsten Diktaturen situativ gestaltungsfähig. Tatsächlich hart sind nur solche Faktoren, denen eine kaum kontrollierbare Eigendynamik innewohnt, die langwellige Strömungen (Trends) repräsentieren, politisch nur bedingt steuerbar sind und den größten Einfluss auf den Nutzwert eines Standortes nehmen. Diesbezüglich stellen demographische Entwicklungen alles überragende Größen dar. Schon deshalb, weil sich in ihnen eine Vielzahl anderer Faktoren ausdrückt bzw. spiegelt.

Standortfaktor, harter: Ein unmittelbar wirksamer, gleichsam »greifbarer« → Standortfaktor, der 1. relativ lange Bestand hat bzw. schwer zu beeinflussen ist, 2. statistisch bzw. erhebungstechnisch vergleichsweise klar erfassbar werden kann und 3. wirkungstechnisch quantifizierbar ist. Zu den harten Faktoren zählen insbesondere demographische Größen (Bevölkerungszahl und -entwicklung etc.), zudem Kaufkraftverhältnisse, örtliche Synergiepotentiale usw..

Standortfaktor, weicher: Ein eher unterschwellig wirksamer, hinsichtlich seines Einflusses nur unscharf bestimmbarer → Standortfaktor und / oder einer, der sich bei entsprechendem politischen Gestaltungswillen vergleichsweise leicht verändern bzw. modellieren lässt. Zu den weichen Faktoren zählen z. B. Image-Momente.

Standortgüte: Siehe → Standortqualität.

Standortpotential: Die einem → Standort innewohnenden Entwicklungsmöglichkeiten oder – bei verengter Betrachtungsweise – die bei gegebener Standortsituation durch eine (bestimmte) Nutzung realisierbaren Ertragsgrößen.

Standortpotenzial: Siehe → Standortpotential.

Standortqualität: Wertfrei definiert, bezeichnet der Begriff den jeweiligen, auf gegebenen und / oder zu erwartenden räumlich-funktionalen Merkmalen beruhenden Eignungsgrad eines Areals für eine bestimmte Nutzungsart oder einen mehrere Nutzungsarten beinhaltenden Gesamtzusammenhang. Praktisch bedeutsam ist die relative Standortqualität, das heißt die Stellung eines Standortes gegenüber (möglichen) Wettbewerbsstandorten.

Standortwertigkeit: Siehe → Standortqualität.

Standsicherheit (Bauwesen, Statik): Ein Zustand eines Gebäudes oder Bauwerkes, der vorliegt, wenn es gegen Kräfte gefeit ist, die es zum Einstürzen, Gleiten, Abrutschen, Umkippen usw. bringen könnten. Als (rechnerisch) standsicher ist ein Gebäude zu erachten, wenn dessen Tragwerk (implizit also jeder einzelne Tragwerkteil) mindestens jenen Beanspruchungen standhält, die aus seiner Nutzung zu erwarten sind. Mit anderen Worten: Der berechnete Quotient aus verkraftbaren und zu erwartenden Beanspruchungen muss einen Wert von größer oder gleich 1 erreichen. Praktisch sind Sicherheitszuschläge einzukalkulieren, da es gefährlich wäre, ein Gebäude lediglich auf den rechnerischen Grenzzustand hin auszulegen.

Standsicherheitsnachweis (Bauvorlagenverordnung, Deutschland): Namensgemäß ein belastbarer Beleg der → Standsicherheit eines Gebäudes bzw. Bauwerks. Die Bayerische Verordnung über Bauvorlagen und bauaufsichtliche Anzeigen vom 10. November 2007, Stand 09. November 2009, führt die Anforderungen an einen Nachweis in § 10 folgendermaßen aus: (1) Für den Nachweis der Standsicherheit tragender Bauteile einschließlich ihrer Feuerwiderstandsfähigkeit ... sind eine Darstellung des gesamten statischen Systems sowie die erforderlichen Konstruktionszeichnungen, Berechnungen und Beschreibungen vorzulegen. (2) Die statischen Berechnungen müssen die Standsicherheit der baulichen Anlagen und ihrer Teile nachweisen. Die Beschaffenheit des Baugrunds und seine Tragfähigkeit sind anzugeben. Soweit erforderlich, ist nachzuweisen, dass die Standsicherheit anderer baulicher Anlagen und die Tragfähigkeit des Baugrunds der Nachbargrundstücke nicht gefährdet werden. (3) Die Standsicherheit kann auf andere Weise als durch statische Berechnungen nachgewiesen werden, wenn hierdurch die Anforderungen an einen Standsicherheitsnachweis in gleichem Maße erfüllt werden.

Standspur: Eine umgangssprachliche Bezeichnung für einen → Standstreifen.

Standstreifen: Ein vorwiegend bei → Autobahnen und autobahnähnlichen → Kraftfahrstraßen eingerichteter Seitenstreifen, der (bei Rechtsverkehr) rechts an den Fahrstreifen einer Richtungsfahrbahn anschließt und nicht als Beschleunigungs- oder Verzögerungsstreifen gekennzeichnet ist.

Stapelbunker (Bergbau): Eine Zwischenlagerstätte für gewonnenes Fördergut.

Star Galaxy (Gestein): Handelsname eines fein- bis mittelkörnigen Bronzit-Gabbros aus Indien. Die nahezu schwarze Oberfläche sprenkeln Bronziteinschlüsse. Verwendet wird der Baustoff u. a. für Boden- und Terrassenbeläge, im Badbereich und zur Herstellung von Arbeitsplatten. Weitere Bezeichnungen sind »Black Amethyst», »Black Galaxy», »Galaxy Gold« u. a. m..