Immobilienwirtschaftliches Glossar

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Einträge zu Spi – Sr

Spiegel (Steinbearbeitung): Die von den → Randschlägen eines Steinquaders eingefasste Fläche.

Spielbank: Eine staatlich konzessionierte, öffentlich zugängliche Glücksspieleinrichtung. Eine Einstufung als Spielbank – in Abgrenzung zur → Spielhalle – setzt voraus, dass Spieltische für »echte« Glücksspiele (Baccara, Black Jack, Roulette usw.) vorhanden und prägend sind.

Spielbankgebäude: Ein ausschließlich von einer → Spielbank belegtes oder wahrnehmungsbezogen von ihr dominiertes → Gebäude.

Spielcasino: Siehe → Spielkasino.

Spielhalle: Eine mit Spielautomaten (einarmige Banditen usw.), Billardtischen usw. ausgestattete, gewerblich betriebene Glücksspieleinrichtung, die keine Spielbankkonzession besitzt.

Spielkasino: Eine gewerbliche, auf Grundlage einer staatlichen Konzession betriebene, öffentlich zugängliche Glücksspieleinrichtung. Eine Einstufung als Spielbank – in Abgrenzung zur → Spielhalle – setzt voraus, dass Spieltische für »echte« Glücksspiele (Baccara, Black Jack, Roulette usw.) vorhanden und prägend sind.

Spielwarenfachgeschäft: Ein auf das Angebot von Spielwaren spezialisiertes, auf kleinen bis mittelgroßen Flächen betriebenes Einzelhandelsgeschäft mit tiefem Sortiment und service- und beratungsorientiertem Betriebskonzept.

Spielwarenfachmarkt: Ein zumeist filialisierter, wenig personalintensiv arbeitender → Einzelhandelsbetrieb mit einer marktgängigen Mindestgeschäftsfläche ab ca. 500 qm, der mechanische und elektronische Spielwaren führt. Als Fachmarkt beruht er auf einem Selbstbedienungskonzept.

Spielwarengeschäft: Siehe → Spielwarenfachgeschäft.

Spilllehen (historisch): Ein von einer Frau gehaltenes und über die mütterliche Linie vererbtes Lehen. Diese Lehensform entstand im Hochmittelalter im Gebiet des Heiligen Römischen Reiches. Eine inhaltsgleiche Bezeichnung ist »Kunkellehen«.

Spindeltreppe: Eine → Wendeltreppe, die durch eine zentrale Säule getragen wird.

Spinnenbagger: Eine andere Bezeichnung des Schreitbaggers. Eine zu den Standbaggern zählende Baumaschine, die vier unabhängig voneinander steuerbare Schreitbeine besitzt, an denen sich Räder und Abstützfüße befinden. Schreitbagger wurden für den Einsatz in schwierigem Gelände entwickelt.

Spinnennetzziegel: Ein vom österreichischen Architekten Anton Brenner (Junior) Anfang der 1980er Jahre entwickelter → Ziegel. Der quadratische Ziegel besitzt ein Lochbild, das aus konzentrischen Ringen besteht, die wiederum von kurzen Kreissegmenten gebildet werden. Diese gleichsam aufgelösten Ringe ergeben ein Gesamtbild, das an ein Spinnennetz erinnert. Der als Energiesparziegel konzipierte Mauerstein entspricht deutschen Maßen nicht, besaß hier also keine Bedeutung.

Spinnkopfmühle: Eine andere Bezeichnung der auch unter dem Namen »Holländische Jungfer« bekannten Kokerwindmühle. Es handelt sich um eine Fortentwicklung der → Bockwindmühle. An die Stelle des Stützgestells trat ein gemessen an der oberen Mühlenpartie ausladender hölzerner oder steinerner Unterbau, in dem Mahleinrichtungen, Arbeitsflächen, vielfach zudem die Müllerwohnung unterbracht wurden. Dieser Bereich ist entweder mit einem pyramidenähnlichen Dach versehen oder selbst entsprechend geformt; teils wurden sechseckige Grundrisse gewählt. Auf dem unteren Bauteil setzt ein Hohlzylinder mit durchlaufender Antriebswelle auf. Dieser drehbare Mühlenkasten trägt die Mühlenflügel. Bekanntere Bezeichnungen sind »Kokerwindmühle« und »Holländische Jungfer.

Spital: Eine vorwiegend in Österreich geläufige Bezeichnung für ein Krankenhaus.

Spitalsambulanz: Eine vor allem in Österreich gebräuchliche Bezeichnung der Krankenhausambulanz bzw. des Ambulatoriums einer Klinik. Es handelt sich um einen Bereich, der vorrangig zur Versorgung und Behandlung nicht stationär aufgenommener Patienten dient.

Spickeltritt (Treppenbau): Eine zwickelförmige, idealtypisch achssymmetrische Trittstufe im Wendelbereich einer Treppe. Bei → halbgewendelten Treppen verlängert diese Stufe das → Treppenauge in gerader Linie, ihre Mittelachse trifft mit 90 Grad auf die (gedachte) Wand. Bei → viertelgewendelten Treppen halbiert die Mittelachse des Spitteltritts den Winkel der (gedachten) Wandecke.

Spitzboden: Der unausgebaute bzw. nicht sinnvoll nutzbare Raum über einem → Dachgeschoss.

Spitzbogen: Ein oben spitz zulaufender Bogen, der typisch für die gotische Baukunst war.

Spitzbogenfenster: Ein → Fenster, dessen obere Partie in Form eines spitz zulaufenden Bogens ausgeführt ist. Hohe, sehr schmale Formen werden als → »Lanzettfenster« bezeichnet. Spitzbogenfenster stellen ein typisches Element des gotischen Baustils dar.

Spitzbogenfries: Ein während der Gotik weit verbreitetes Ornamentband, das eine Abfolge von Spitzbögen zeigt. Ein Fries dient zur Abgrenzung, Umgrenzung und Gliederung von Gebäudeteilen.

Spitzbogengewölbe: Ein → Gewölbe mit einem spitzwinkligen Scheitelbereich. Anders ausgedrückt: Der Radius der Gewölbeschenkel übersteigt die halbe Gewölbebreite.

Spitzbogenstil: Eine frühe Bezeichnung des → gotischen Baustils.

Spitzbunker: Eine andere Bezeichnung des Winkelturms. Dieser 1934 als Patent registrierte Hochbunker geht auf Ludwig Winkel zurück; er diente zuvorderst dem Schutz vor Luftangriffen. Kennzeichnend ist die hohe, schlanke Form, die in einer kegelförmigen Spitze ausläuft. Große Winkeltürme boten mehreren Hundert Menschen Schutz.

Spitzeisen (Steinbearbeitung): Ein stählerner → Meißel mit zumeist rundem oder achteckigem Schaft und stark gehärteter Spitze, der zur Bearbeitung harter und weicher Gesteine verwendet wird. Spitzeisen werden mit Fäustelkopf (zur Bearbeitung von Hartgestein) oder Knüpfelkopf (zur Weichgesteinsbearbeitung) hergestellt.

Spitzenimmobilie: Eine in jeder Beziehung erstklassige, selbst unten den besten Objekten herausragende → Immobilie. Entsprechende bauliche und ausstattungsbezogene Merkmale rechtfertigen diese oft reißerisch verwendete Bezeichnung nicht; entscheidend ist, dass auch hervorragende Standort- bzw. Lagemerkmale vorliegen.

Spitzenlage: Eine → Lage, die einer Nutzung bzw. Nutzungsart die denkbar besten bzw. unübertreffliche Rahmenbedingungen bietet.

Spitzenmiete: Die bezogen auf eine Nutzungsart und ein definiertes Gebiet höchste je Flächeneinheit erzielte Miete. Angaben zur Spitzenmiete bilden regelhaft einen durchschnittlichen Wert für einen schmalen Ausschnitt des obersten Marktsegmentes ab (3 % – 5 % des Vermietungsumsatzes).

Spitzenobjekt (Immobilie): Eine in jeder Beziehung erstklassige, selbst unten den besten Objekten herausragende → Immobilie. Entsprechende bauliche und ausstattungsbezogene Merkmale rechtfertigen diese oft reißerisch verwendete Bezeichnung nicht; entscheidend ist, dass auch ausgezeichnete Standort- bzw. Lagemerkmale vorliegen.

Spitzenrendite: Immobilienbezogen die niedrigste (!) innerhalb eines betrachteten Raumes realisierte → Rendite in Prozent. Sie wird bei Gebäuden erzielt, die zu Preisen gehandelt werden, die dem größten Vielfachen der Jahresnettomiete entsprechen.

Spitzenstandort: Ein → Standort, der einer Nutzung bzw. Nutzungsart denkbar vorteilhafte bzw. unübertreffliche Rahmenbedingungen bietet.

Spitzgaube: Eine wangenlose → Gaube mit sinusähnlich geschwungener Oberkante.

Spitzgaupe: Siehe → Spitzgaube.

Spitzgraben: Ein V-förmig eingetiefter Graben. Spitzgräben fanden sich häufig im Vorfeld von Befestigungsanlagen bzw. unmittelbar vor dem Fuß von Wehrmauern und Bastionen, um Angreifern die Überwindung dieses Annäherungshindernisses zusätzlich zu erschweren.

Spitztonne: Eine gegenüber der → Rundtonne vergleichsweise selten anzutreffende Spielart des → Tonnendachs. Diese im Querschnitt spitzbogige Variante vermittelt den Eindruck eines mit dem Deck aufgesetzten, den Kiel nach oben gekehrten Schiffsrumpfes.

Spitztonnengewölbe: Siehe → Spitztonne.

Splittmastixasphalt: Ein grobkörniger Asphalt, der im Straßenbau zur Herstellung besonders abriebfester Deckschichten eingesetzt wird. Gegenüber normalem Asphalt weist er erhöhte Bitumen- und Splittanteile auf. Zusätzlich werden der Grundmasse Faserstoffe zugegeben.

Spornburg: Eine topographisch Einordnung, die keine unmittelbare Aussage über die Bauform eines als → Burg einzustufenden Wohn- und Wehrbauwerkes zulässt. Kennzeichnend ist die Lage auf einem Berg- bzw. Geländesporn, also eine Anlage auf einer aus einem Berghang aufragenden, zumindest auf zwei Seiten steil abfallenden Felsenpartie.

Spornturm: Ein Wehrturm, dessen Fuß – regelhaft an der Angriffsseite – durch keilartig vorspringendes Mauerwerk verstärkt ist. Eine andere Bezeichnung ist »Schnabelturm«.

Sportartikelfachgeschäft: Siehe → Sportfachgeschäft.

Sportbekleidungsfachmarkt: Ein großflächiger, preisbetonend auftretender Einzelhandelsbetrieb, der ein breites und / oder tiefes Sortiment an Sportbekleidung sowie regelhaft ein ausschnitthaftes Angebot an Sportschuhen führt. Fachmarkttypisch verfolgt er ein Selbstbedienungskonzept.

Sportfachgeschäft: Ein auf das Angebot von Sportwaren und zugehöriger Sportbekleidung spezialisierter Einzelhandelsbetrieb, der auf Flächen geringer bis mittlerer Größe betrieben wird, ein tief gegliedertes Sortiment führt und Service- und Beratungsleistungen betont.

Sportfachmarkt: Ein auf großer Fläche betriebener, zumeist preisbetont auftretender Einzelhandelsbetrieb, der ein breites und / oder tiefes Sortiment an Sportgeräten, Sportbekleidung und Sportschuhen (im weiteren Sinne) führt. Die marktgängige Einstiegsgröße bewegt sich durchschnittlich um 600 qm Betriebsfläche. Fachmarkttypisch verfolgt er ein Selbstbedienungskonzept.

Sportgeschäft: Siehe → Sportfachgeschäft.

Sporthotel: Ein Hotel, das über angegliederte Sportanlagen (Tennis- / Golfplätze, Schwimmbecken nach FINA-Standard usw.) verfügt oder sich in der Nähe von Sporteinrichtungen befindet, die für Hotelgäste zugänglich sind.

Sportpension (Beherbergung): Eine Marketingbezeichnung für mehrheitlich privat geführte Beherbergungsbetriebe, die sich über Sporteinrichtungen bzw. sportliche Aktivitätsmöglichkeiten im näheren Umfeld positionieren (wollen). Diese Betriebe bieten zumeist ein schmales Dienstleistungsspektrum und verköstigen häufig nur ihre Übernachtungsgäste.

Sportwarenfachgeschäft: Siehe → Sportfachgeschäft.

Sprengabbruch: Siehe → Sprengabriss.

Sprengabriss: Die kontrollierte Niederlegung eines Gebäudes, Bauwerks oder einer baulichen Anlage durch Einsatz von Explosivstoffen.

Sprengeisen: Ein stählernes, durch Hammerschläge geführtes Werkzeug, das → Steinmetze einsetzen, um Ecken und Kanten an Werksteinen zu erzeugen, indem störendes Material abgesprengt wird. Der Stiel geht in einen rechteckig, teils annähernd quadratisch ausgeformten Kopf mit abgeschrägten Schneiden über.

Sprenger (Werkzeug): Eine Kurzbezeichnung des → Sprengeisens.

Sprenggiebel: Ein → Giebel, dessen oberer Mittelabschnitt offen ist, also keine durchgängige Konturlinie aufweist. Diese Aussparung wurde häufig durch ein- oder vorgesetztes Zierwerk gefüllt, das oftmals über die Giebellinie hinausreichte. Gesprengte Giebel tauchen bereits in der antiken Architektur auf; sie wurden zu einem typischen Stilmerkmal barocker Bauten.

Sprengvortrieb: Ein auf Sprengungen beruhendes Verfahren des Tunnelvortriebes. Der Vortrieb, also die Schaffung des Stollens bzw. der Tunnelröhre, umfasst mehrere Phasen: Das Bohren der Sprenglöcher, das Laden und Sprengen, die Bewetterung, das Abläuten, das → Schuttern und das Einbringen des Verbaus. Zu unterscheiden sind zwei Sprengmuster, nämlich → Paralleleinbruch und → Schrägeinbruch.

Spritzbeton: Ein → Beton, der durch eine Rohr- oder Schlauchleitung geführt und unter Druck aus einer Spitzdüse auf die ausgewählte Fläche aufgetragen wird. Die Betonverdichtung erfolgt durch den Aufprall.

Spritzbetonverfahren: Eine Technik, bei der eine Mischung aus Zement, Zuschlägen und Wasser durch Druckluft auf einen Untergrund aufgebracht wird. Die Aufprallenergie sorgt für die Betonverdichtung. Fassade mit Sprossenfenstern eines Gebäudes am Hauptplatz von Linz (Österreich)Durch den Druck werden Hohlräume der Oberfläche geschlossen, sodass eine Haftbrücke für den weiteren Betonauftrag entsteht.

Sprossenfenster: Ein durch einander kreuzende Holz- oder Metallstäbe – die Sprossen – in einzelne Segmente unterteiltes Fenster. Rechts eine Fotografie einer Fassade mit Sprossenfenstern am Hauptplatz von Linz, Oberösterreich, Österreich (Bild: Elmar Pfeiffer, Mai 2012).

Spülschacht (Bergbau): Ein eng bemessener Schacht, über den → Versatz in einen → Grubenbau eingespült wird.

Spülstein (historisch, Architektur): Siehe → Ausgussstein, → Gossenstein oder → Schüttstein.

Spülversatz (Bergbau): Mit Gemisch aus Wasser und feinkörnigem Material (Sand, Gesteinsstücke), mit dem ausgebeutete Grubenbaue verfüllt werden bzw. wurden, um Bergsenkungen entgegenzuwirken.

Spundung (Holzbau): Eine längsgerichtete Bauteilverbindung (Bretter usw.), bei der eines der Bauteile eine Nut aufweist, das zweite einen aus dem Bauteil herausgearbeiteten, leistenartigen »Vorsprung», der sich in die Nut des anderen Bauteils fügt. Die quadratische Spundung vorgefertigter Bauteile (Laminat, Parkett) wird vielfach mit der → Nut-Feder-Verbindung verwechselt.

Spurbussystem: Ein Teilsystem des → ÖPNV, bei dem Busse bzw. Oberleitungsbusse spurgeführt werden. Die Busführung erfolgt über gewöhnliche Gleisanlagen, entlang einer Mittelschiene oder mittels Seitenführungen.

Spurbus-System: Siehe → Spurbussystem.

Spur-Obus-System: Siehe → Spurbussystem.

Spurwechselbahnhof: Eine zum Typ des → Anschlussbahnhofs zählende bahnverkehrliche Anlage, in der zwei (oder mehr) Gleisstränge unterschiedlicher Spurweite zusammengeführt werden. Sofern kein Umspuren möglich ist, sehen sich Durchreisende zum Umsteigen genötigt; falls Gütertransporte abgewickelt werden, sind Frachten umzuladen.

SPV: Siehe → Special Purpose Vehicle bzw. → Special Purpose Company.

Srah: In der Khmer-Kultur ein kleinerer Wasserspeicher. Im Unterschied zum → Baray handelt es sich um ein ausgehobenes, nicht um ein durch Dämme aufgestautes Reservoir.