Immobilienwirtschaftliches Glossar

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Einträge zu Schu – Scr

Schubbrücke: Eine → Brücke, deren Fahrbahn bzw. Gehweg im Bedarfsfall waagrecht in Richtung Ufer oder Gegenufer gezogen bzw. geschoben wird.

Schubkarre: Ein wannenartiges, hinten mit zwei Griffstangen, vorne mit einem Rad oder zwei Rädern versehendes Gefäß, das zur Bewegung von Schüttgütern über kurze Entfernungen dient.

Schubkarren: Siehe → Schubkarre.

Schubraupe: Eine andere Bezeichnung des kettengetriebenen Bulldozers. Eine Maschine zum Abtragen, Einebnen, Glätten und Verdichten von Erdreich. Kennzeichnend ist ein vorne angebrachter stählerner Schild, mit dem sich der Oberboden bzw. Substrate abschieben lassen. Je nach Einsatzzweck werden Bulldozer mit geraden, gebogenen, S-förmig gewellten, V-förmigen Schilden oder Zusatzgeräten (Aufreißern, Pflügen, Winden usw.) bestückt.

Schuhfachgeschäft: Ein auf kleinerer Fläche betriebenes Einzelhandelsgeschäft mit tiefem, Service und Beratung betonendem, vergleichsweise anspruchsvollem Schuhsortiment.

Schuhfachmarkt: Ein auf vergleichsweise großer Fläche geführter, regelhaft preisaggressiv auftretender Einzelhandelsbetrieb, der ein breites und / oder tiefes Sortiment an Schuhen samt Pflegemitteln usw. führt. Der Verkauf erfolgt über ein Selbstbedienungskonzept. Typisch sind nur ansatzweise entwickelte Beratungsleistungen. Die Warenpräsentation reicht von puristischen Konzepten mit Lagerhallenatmosphäre bis hin zu gestalterisch mäßig attraktiven Darstellungsformen.

Schuldbrief (Schweiz): Siehe → Papier-Schuldbrief (Schweiz) und → Register-Schuldbrief (Schweiz).

Schuldgefängnis: In funktionaler Hinsicht ein besonderes Gefängnis, in das zahlungsunwillige bzw. zahlungsunfähige Schuldner verbracht wurden. Derartige Einrichtungen kamen im europäischen Spätmittelalter auf und hielten sich bis ins angehende 19. Jahrhundert. Die Inhaftierung löste die Schuldknechtschaft ab; ihr Zweck lag in einer Erzwingung fälliger Zahlungsrückstände, nicht in einer Bestrafung der Säumigkeit als solcher. Die meisten Schuldgefängnisse befanden sich in Türmen städtischer Befestigungsanlagen, woraus sich die verbreitete Bezeichnung »Schuldturm« erklärt.

Schuldturm: Siehe → Schuldgefängnis.

Schule, Amsterdamer (Architektur): Eine expressionistische, der klassischen Moderne zuzuordnende, vor allem in den Niederlanden verbreitete Strömung, deren bevorzugter Baustoff Backstein war. Baulich-gestalterisch kennzeichnend waren zu vielfältigen Mustern gefügte Mauerwerke und geschwungene, oft ausladende Bauformen. Erste, dieser stilistischen Linie zuzuordnende Gebäude entstanden ab 1913; realisiert wurden sie bis zu Beginn der 1930er Jahre.

Schulhort: Eine räumlich gebundene Einrichtung, in der Grundschulkinder im Alter zwischen sieben und zehn Jahren vor Unterrichtsbeginn und / oder nach Unterrichtsende betreut werden.

Schulterbogen: Diese Bogenform wurde entwickelt, um mit einem Sturz eine größere Spannweite überbrücken zu können. Zu diesem Zweck wurden die Kämpfersteine auf beiden Bogenseiten nach innen versetzt. Im Grunde handelt es sich bei dieser zunächst aus statischen Gründen entwickelten Bogenform um eine reduktionistische Spielart des → Kragbogens. Andere Bezeichnungen sind »Kragsturz-« und »Konsolbogen«.

Schulungsburg (Naziregime): Eine als Kaderschmiede der NSADP dienende Einrichtung, die burgen-, kasernen- und klosterbaulicher Elemente in sich verband. Zwischen 1934 und 1936 wurden drei dieser auch als »Ordensburgen« bezeichneten NSDAP Schulungszentren eingerichtet, nämlich Krössinsee (Pommern), Sonthofen (Allgäu) und Vogelsang (Eifel). Die DAF betrieb in Bezug auf den Zweck vergleichbare »Reichsschulungsburgen«.

Schupflehen (historisch): Ein bei Tod des Lehensinhabers an den Grundherren heimfallendes Lehen, also ein personengebundenes, auf Lebenszeit vergebenes Lehen. Eine andere Bezeichnung ist »Falllehen«.

Schuppen: Gebäude, in dem gärtnerische, handwerkliche und / oder landwirtschaftliche Geräte, Maschinen und Fahrzeuge aufbewahrt werden.

Schuppenbogenpflaster: Ein regelhaft auf Kleinpflastersteinen aufbauendes Verlegemuster, bei dem Steine derart angeordnet werden, dass ein Eindruck einer Schuppung entsteht. Mit anderen Worten: Das Pflaster setzt sich aus einander (scheinbar) überlappenden Bögen zusammen. Das Verlegemuster ist auch als »Venezianischer Verband« bekannt.

Schuppenbogenverband (Pflaster): Siehe → Schuppenbogenpflaster.

Schuppenfries: In der Architektur ein dekoratives Band, das mehrere übereinanderliegende Schuppenreihen abbildet. Ein Fries dient der Abgrenzung, Umgrenzung und Gliederung von Gebäudeteilen.

Schürfzug: Eine Baumaschine, die zum schichtweisen Abtragen und Aufschütten von Erdreich entwickelt wurde. Es handelt sich um ein aus Fronttraktor und Schürkübel bestehendes Gerät. Der Fronttraktor beinhaltet den Motor und das Führerhaus. Der hydraulisch gesteuerte Schürfkübel besitzt eine in Fahrtrichtung ausgerichtete Schneidkante und eine aufklappbare Schürze zur Aufnahme des Erdreichs, hinten eine bewegliche Rückwand, die den Ausstoß aufgenommenen Materials ermöglicht.

Schuss (Tunnelbau): Eine im Rahmen des → Sprengvortriebes vorgenommene Einzelsprengung.

Schüttboden: Ein zur Lagerung von gedroschenem Korn dienendes Stockwerk bzw. der Dachboden einer Scheune.

Schütte (Burgenbau): in zur Verstärkung des Fußbereiches einer Ringmauer an deren Innenseite aufgeschütteter Erdwall.

Schuttern: Der tunnelbauliche Fachbegriff für den Abtransport von Ausbruchmaterial, das beim Bau einer Tunnelröhre anfällt.

Schüttkasten: Eine in Österreich verbreitete Bezeichnung für große, massive, mehrgeschossige Korn- bzw. Getreidespeicher. Diese Bauwerke standen zumeist im Eigentum von Adelshäusern, Klöstern oder Kirchengemeinden.

Schüttkorb: Eine andere Bezeichnung der Gabione, eines mit Steinen beschickten Drahtkorbs. Schüttkörbe werden u. a. eingesetzt, um Küsten, Ufer und Böschungen vor Erosion zu schützen; verwendet werden sie weiterhin im Lärmschutzbereich oder dem Landschaftsbau.

Schüttstein (historisch, Architektur): Häufiger als »Ausgussstein« bezeichnet. Eine wannen- bzw. rinnenartig ausgeformte, zumeist mit einer beckenartigen Weitung versehene Steinplatte, die in die Außenwand der Küche eingefügt war. Schüttsteine wurden vermauert, als es noch keine Kanalisation gab. Gebrauchtes Wasser floss über diese Steine direkt auf die Straße bzw. in die Gosse ab.

Schutzgalerie (Verkehrswesen): Eine zur Talseite hin weitgehend offene Einhausung eines Verkehrsweges (Straße, Schienenweg), die zum Schutz vor Lawinen, Muren oder Steinschlag errichtet wurde. Wahrnehmungsbezogen handelt es sich um einen einseitig offenen bzw. natürlich belichteten Tunnel.

Schutzleiter (Elektrik): Ein Leiter, der u. U. auftretende Körperströme zur Erde ableitet. Schutzleiter sind über ihre gesamte Länge grün-gelb gestreift. Ihr Kürzel lautet »PE«; sie werden auch als »Erdleiter« bezeichnet.

Schwalbenschwanzzinne: Eine oben V-förmig eingekerbte → Zinne.

Schwarzdeckenfertiger: Eine vorwiegend im Verkehrswege- und Deponiebau eingesetzte, wahlweise mit Rad- oder Kettenfahrwerk erhältliche Baumaschine. Ihr primärer Einsatzzweck liegt im Einbau von Walzasphalt; sie kann auch herangezogen werden, um Sand, Kies, Schotter oder Beton zu verbauen. Die Maschine besteht aus Antriebseinheit, frontseitigem Aufnahmebehälter, Kratzerbändern, Verteilerschnecke, Einbaubohle, Heizung und Nivelliereinheit.

Schwarze Küche: Ein seit der Wende vom 17. zum 18. Jahrhundert zunehmend verbreiteter, fensterloser, zentral gelegener Raum landwirtschaftlicher Wohngebäude bzw. Wohntrakte. Es handelt sich um einen gemauerten, gewöhnlich viereckigen Herdraum, dessen Wände nach oben zusammenlaufen und in einen Schlot münden. Von dieser Küche aus wurde der Stubenofen (ein Hinterlader) beschickt.

Schwarze Wanne: Eine umlaufende, (überwiegend) unter der Bodenoberkante auf der Wandaußenseite befindliche Gebäude- bzw. Bauwerksabdichtung, die als → Bitumendickbeschichtung ausgeführt oder aus Kunststoffbahnen hergestellt ist.

Schwarzküche: Siehe → schwarze Küche.

Schwebe (Bergbau): Ein zwischen zwei nebeneinander geführten Grubenbauen stehengebliebener, nur wenige Meter starker Gesteinsstreifen.

Schwebegiebel: Ein über die Fassade hinausgezogener → Giebel, der durch Schaffung eines → Vorgespärres entsteht.

Schwebestufe: Eine → Stufe, die beidseitig fest in einer Wand verankert ist, keinen Unterbau besitzt und oben wie unten von freiem Luftraum eingefasst ist.

Schwebestufen (Plural): Eine andere Bezeichnung der → Schwebetreppe.

Schwebetreppe: Eine → Treppe, deren einzelne Stufen beidseitig fest mit einer Wand verbunden sind, also keinen Unterbau aufweisen. Diese Treppenform vermittelt einen Eindruck von Leichtigkeit, insofern keine geschlossenen Abstände zwischen den einzelnen Stufen vorliegen.

Schwebgiebel: Eine wenig gebräuchliche Schreibweise des → Schwebegiebels.

Schwedenofen: Ein Kaminofen. Es handelt es sich um eine Einrichtung zur Wärmeerzeugung, die eine Feuerstelle vollständig umschließt, also eine Brennkammer besitzt. Verbaute Glaselemente gewährleisten, dass das Feuer sichtbar ist. In aller Regel stehen Schwedenöfen im Raum; ausgelegt sind sie gewöhnlich auf die Verfeuerung von Kohlen, Holz und Torf.

Schwedische Gardinen: Umgangssprachliche Bezeichnung für ein Gefängnis, ein Zuchthaus. »Gardinen« bezieht sich auf die Fenstergitter.

Schweifgiebel: Namensgemäß ein in geschweifter Form ausgeführter Giebel.

Schweifhaube: Eine vor allem im Barock verbreitete Dachbekrönung von Türmen, die an eine umgekehrte Zwiebel mit langem, sich stark verschlankendem und sich zuspitzendem Auslauf erinnert.

Schweifwerk: Scharf profilierte, C- und S-förmig geschwungene, sich an den Enden keulenartig verbreiternde Ornamente, die teils miteinander verwoben sein können. Dieses Zierwerk war vor allem während der frühbarocken Periode in Mode.

Schweifwerkgiebel: Ein mit → Schweifwerk verzierter Giebel.

Schwelle (Fachwerkbau): Ein unterer Balken einer Fachwerkkonstruktion. Im Erdgeschoss lagert er auf dem Fundament oder der Grundmauer, in oberen Geschossen gewöhnlich auf den Köpfen der Deckenbalken. Auf der Schwelle baut das Fachwerk (Ständer, Riegel usw.) auf.

Schweller (Fachwerkbau): Auch »Schwelle«. Ein waagerechter Balken, auf den die (übrige) Fachwerkkonstruktion eines Hauses aufsetzt.

Schwenktür: Eine Anschlagtür, also eine Tür, deren Flügel einseitig in einer Aussparung mit dort montierten Scharnieren bzw. Bändern befestigt bzw. angeschlagen ist.

Schwenkwerk (Kran): Ein Kranbauteil zur Bewegung des Auslegers. Bei → Oberdrehern ist das Schwenkwerk in der oberen Turmpartie gelagert, bei → Untendrehern unter dem Turmfuß.

Schwerbeton: Ein → Beton mit einer Trockenrohdichte von mindestens 2,8 kg je Kubikdezimeter bzw. einer ofentrockenen Rohdichte von zumindest 2,6 kg je Kubikdezimeter. Die Mischung beinhaltet schwere Körnungen wie Magnetit, Hämatit, Schwerspat oder Schwermetallschlacke. Verwendet wird Schwerbeton im Strahlenschutzbereich, im Schallschutzbereich sowie bei → Gründungen, die im Grundwasserbereich liegen.

Schwerbetonmauerstein: Ein Kunststein, der aus → Schwerbeton hergestellt wird und zur Errichtung eines Steinverbandes bzw. einer → Mauer dient. Vertiefend siehe → Schwerbetonmauerwerk.

Schwerbetonmauerwerk (Strahlenschutz): Ein vollfugig mit Zementmörtel (MG III) gemauertes Gefüge aus Schwerbetonsteinen. Bei Strahlenschutzmauerwerk ist entscheidend, dass Steine und Mörtel dieselbe Trockenrohdichte besitzen (müssen).

Schwerbetonstein: Ein aus → Schwerbeton hergestellter Stein.

Schwerzuschlag (Betonbau): Ein Oberbegriff für → Zuschlagstoffe, die eine Rohdichte von über 3.200 kg pro Kubikmeter aufweisen. Zu den entsprechenden natürlichen Vertretern zählen Baryt, Hämatit oder Magnetit, zu den künstlichen diverse Schwermetallschlacken.

Schwibbogen (Architektur): Ein → zwei Gebäude oder Trakte verbindender → Bogen, der horizontale Schubkräfte aufnimmt, die Gebäude somit gleichsam spreizt. Wesentliches Kennzeichen des vor allem in mittelalterlichen Stadtgassen zu findenden Schwibbogens ist eine Übermauerung, die einen waagrechten oberen Abschluss bildet.

Schwimmender Estrich: Siehe → Schwimmestrich.

Schwimmestrich: Ein → Estrich, der keinerlei Wärme oder Schall übertragenden Zusammenhang mit anderen Bauteilen aufweist. Die Basis bildet eine von Dämmstreifen eingefasste, mit einer Polyethylenfolie abgedeckte Dämmplatte.

Schwinden (Beton): Siehe → Schwindung.

Schwindmaß (Holz): Eine in Bezug auf Bauhölzer bzw. Holzbauteile elementare Kenngröße, die angibt, wie sich das Volumen bzw. die Dimension von Holz bei Feuchteabgabe bzw. Trocknung verändert. Diesbezüglich ist der jeweilige Wassergehalt entscheidend. Regelhaft gilt, dass in Längs- bzw. Faserrichtung weit geringere Veränderungen eintreten als im Querschnitt (möglich).

Schwindriss (Bauwesen): Ein Riss, der infolge einer austrocknungsbedingten Volumenverkleinerung und somit veränderter Spannungszustände in Baustoffen – vor allem Holz und Beton – entsteht. Die Gefahr solcher Rissbildungen korreliert mit den Maßen eines Bauteils, der Verdunstungsgeschwindigkeit und dem Grad jeweiliger Druckbeanspruchung. So ist sie z. B. bei langen, starkem Druck ausgesetzten, relativ feuchtereich verbauten Hölzern besonders groß.

Schwindung (Beton): Eine austrocknungsbedingte Volumenverringerung.

Schwindungsriss: Siehe → Schwindriss (Bauwesen).

Schwingbrücke: Ein zum Kreis der beweglichen Brücken zählender Konstruktionstyp mit (zumeist) einer anhebbaren, hinter dem Auflager in Form eines Kreissegmentes ausgeformten Klappe. Dieses durch Zahnstangen gesteuerte Kreissegment rollt beim Öffnen bzw. Schließen gleichsam ab. Der Brückentyp ist auch als »Wippbrücke« bekannt. Der Brückentyp ist auch als »Wippbrücke« bekannt.

Schwungrute: Auch als »Wippbaum« bezeichnet. Einer von regelhaft zwei paarig angeordneten Balken, der zum Öffnen und Schließen einer Zugbrücke dient.

Schwungrutenbrücke (Burgen- / Brückenbau): Eine Spielart der Zugbrücke, die durch parallel zur Brückenklappe verlaufende, über ihre horizontale Drehachse ausgreifende Schwungruten bzw. Wippbäume bewegt wird. Dem Tor abgewandte Enden der Schwungruten sind miteinander verbunden; hier können Gewichte befestigt werden, die eine erleichterte Bewegung der Brückenklappe ermöglichen.

Scraffito: Eine andere Schreibweise von »Sgrafitto«. Es handelt sich um eine Kratzputztechnik, die in der Renaissance aufblühte und sich von Italien aus in deutschsprachige Gebiete ausbreitete. Kennzeichnend ist der Auftrag verschiedener, teils pigmentierter Putzschichten. In obere, noch nicht ausgehärtete Schichten werden nun gewünschte Motive geritzt, geschnitten oder gekratzt, die infolge getönter Unterschichten zur Geltung kommen.

Scraper: Ins Deutsche eingegangene englische Bezeichnung für »Schürfzug«. Eine zum schichtweisen Abtragen und Aufschütten von Erdreich eingesetzte Maschine. Es handelt sich um ein aus Fronttraktor und Schürfkübel bestehendes Gerät. Der Fronttraktor beinhaltet den Motor und das Führerhaus. Der hydraulisch gesteuerte Schürfkübel besitzt eine in Fahrtrichtung ausgerichtete Schneidkante und eine aufklappbare Schürze zur Aufnahme des Erdreichs, hinten eine bewegliche Rückwand, die den Ausstoß aufgenommenen Materials ermöglicht.