Immobilienwirtschaftliches Glossar

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Einträge zu Schm – Schro

Schmalanger: Ein annähernd rechteckig geschnittener → Anger mit einer Schmalseite, die zumeist zwischen 20 m und 40 m breit ist.

Schmalangerdorf: Ein planmäßig entwickeltes Dorf, dessen Gehöfte eine (früher) im Allgemeineigentum stehende (einstige) Grünfläche umschließen, die eine gestreckte Form und eine Breite von rund 20 - 40 m aufweist; diese Fläche wird »Schmalanger« genannt.

Schmalscharrierung: Eine aus einer Abfolge paralleler, schmaler Hohlkehlen bestehende Struktur, die mittels → Scharriereisen auf einer Steinoberfläche erzeugt wird bzw. wurde.

Schmalzweide (historisch): Ein u. a. zur Schweinemast genutzter Bereich in einem von Eichen- und Buchenbeständen gebildeten Mischwald.

Schmetterhaus: Eine dem Vertrieb handwerklicher Produkte dienende, gewöhnlich am Marktplatz angesiedelte → Markthalle mit offenem Innenraum, die mit einfachen Verkaufsständen bestückt war. Schmetterhäuser waren in Europa vom Mittelalter bis in die frühe Neuzeit verbreitet.

Schmetterlingsdach: Ein umgekehrtes → Satteldach, bei dem zwei nach innen geneigte, aufeinander zulaufende Dachflächen eine V-Form bilden. An die Stelle des → Firsts tritt eine mittige Kehle bzw. Rinne, statt → Traufen liegen zwei über den Längsseiten bzw. Außenmauern des Gebäudes gelagerte Firste vor.

Schmiege: Ein verstellbarer Winkel, den Handwerker zur Übertragung von Winkeln auf ein Werkstück nutzen. Die aus Holz oder Metall gefertigte Schmiege setzt sich aus einem geschlitzten Schenkel und einer ausklappbaren Zunge zusammen, die sich mittels einer Schraube feststellen lässt.

Schnabelturm (Burgenbau): Ein Rundturm mittelalterlicher Befestigungen (meist der → Bergfried), dessen dem Feind zugewandte Seite einen massiven, keilförmig ausgebildeten Anbau besitzt. Die Formgebung sollte Wurfgeschosse ablenken bzw. die Schadenswirkung einschlagender Ladungen mildern.

Schnecke (Treppe): Siehe → Schneckentreppe.

Schneckenstiege: Sie in Österreich übliche Bezeichnung für eine → Schneckentreppe.

Schneckentreppe: Eine gewendelte Treppe, die keine zentrale Spindel aufweist.

Schnellbahn (Verkehrsinfrastruktur): Siehe → Schnellbahnsystem (Verkehrsinfrastruktur).

Schnellbahn (Verkehrsmittel): Kurz »S-Bahn«. Ein hochgradig beschleunigungsfähiges, elektrisch angetriebenes, schienengeführtes Zugsystem, das dem regelmäßigen Personentransport dient. In metropolitanen bzw. großflächig verstädterten Räumen bilden S-Bahnsysteme das Rückgrat, zumindest jedoch einen wesentlichen Pfeiler des → Öffentlichen Personennahverkehrs. Das Verkehrsmittel an sich stellt ein technisches System dar. Der Begriff »Schnellbahn« wird jedoch auch auf ein gesamtheitliches, alle betriebsnotwendigen Einrichtungen einschließendes Netz bezogen, das auf dem Einsatz von S-Bahnen beruht.

Schnellbahngleis(e): Die paarigen Führungsschienen der Räder bzw. des Fahrwerks einer → Schnellbahn (Verkehrsmittel).

Schnellbahnnetz: Die Gesamtheit mittel- oder unmittelbar miteinander verbundener S-Bahnstrecken innerhalb eines bestimmten Raumes.

Schnellbahnsystem (Verkehrsinfrastruktur): Ein alle betriebsnotwendigen Einrichtungen und technischen Mittel umfassender Gesamtzusammenhang, der auf den Einsatz von S-Bahnen ausgelegt ist. Der hier verwendete Systembegriff schließt den Zugbestand, einzelne Gleisanlagen, Bahnhöfe, sonstige mit dem Betrieb zusammenhängende Verkehrsbauwerke, Versorgungs- und Steuerungseinrichtungen sowie das Streckennetz ein. In qualitativer Hinsicht umfasst er u. a. den Verkehrstakt.

Schnellbahnsystem (Verkehrsmittel): Siehe → Schnellbahn (Verkehrsmittel).

Schnellbahntrasse: Der Verlauf bzw. die Führung eines Gleiskörpers einer Schnellbahnstrecke.

Schnellbahntrassierung: Die Festlegung des Verlaufs bzw. der Gleiskörperführung einer Schnellbahnstrecke.

Schnellstraße (Deutschland): Die umgangssprachliche Bezeichnung für eine Kraftfahrtstraße bzw. eine öffentliche → Straße, deren Nutzung ausschließlich Fahrzeugen vorbehalten ist, die bauartbedingt eine Geschwindigkeit von über 60 km / h erzielen können, höchstens 4 m hoch und 2,6 m breit sind.

Schnellstraßennetz: Die Gesamtheit mittel- oder unmittelbar miteinander verknüpfter → Schnellstraßen innerhalb eines bestimmten Raumes.

Schnellverkehrsstraße (Deutschland): Siehe → Schnellstraße.

Schnepfengiebel: Ein Giebel mit konkav geschwungener Kontur bzw. entsprechend fallenden Seiten.

Schneuß (Architektur): Ein insbesondere im spätgotischen → Maßwerk verwendetes Ornament in Form eines geschwungenen Passes, dessen Umriss an eine Fischblase oder eine bewegte Flamme erinnert. Häufig wurden mehrere Schneuße in einem teils zusätzlich eckig gerahmten Kreis angeordnet, wodurch sich wirbelartige Muster ergaben. Der Schneuß wird auch »Fischblase« genannt. Das Symbol tauchte bereits in der keltischen Kunst auf und zählt zu den augenfälligen Dekorationselementen anglo-irischer Buchmalerei.

Schnitt, Goldener: Die Bezeichnung für ein als ideal erachtetes und empfundenes Verhältnis verschiedener Längen zueinander bzw. der Begriff für die harmonische Teilung einer Strecke in zwei Abschnitte unterschiedlicher Länge. Konkret: Der längere Abschnitt dieser Strecke verhält sich zur Gesamtlänge wie die Länge des kürzeren Abschnitts zu jener des längeren.

Schnitterkaserne: Eine größere Unterkunft auf Landgütern, die zur Unterbringung saisonal (z. B. während der Heuernte) helfender Schnitter bzw. Mäher diente.

Schopfwalm: Eine andere Bezeichnung des Krüppelwalms. Ein → Walm, mit einer Trauflinie, die oberhalb der → Traufe der längs eines Hauses ziehenden Dachflächen abschließt. Der → Giebel wird somit nur teilweise überdeckt bzw. abgewalmt, wodurch eine trapezförmige Giebelfläche bestehen bleibt.

Schopfwalmdach: Ein anderes Wort für »Krüppelwalmdach«. Ein Dach, dessen Giebelseiten nur teilweise abgewalmt bzw. durch geneigte Dachflächen überspannt sind. Mit anderen Worten: Ein Dach mit zwei → Schopf- bzw. Krüppelwalmen.

Schornstein (Gebäude): Ein zumeist senkrecht errichteter Hohlbau, der Gebäuden aufsitzt oder seitlich an ihnen hochgezogen ist. Er dient dazu, in Öfen bzw. Verbrennungsanlagen entstehenden Rauch nach außen abzuleiten.

Schornstein, dreischaliger: Ein bei Gebäuden gebräuchlicher Typ von → Schornstein, der aus Innenrohr, Dämmung und einer Ummantelung (Mantelbeton, Mantelstein) besteht.

Schornstein, einschaliger: Ein im Hausbau vorkommender Typ von → Schornstein, der nur aus einem, oft aus Leichtbetonformsteinen gemauerten Schacht besteht.

Schornstein, zweischaliger: Ein Hausbau verbreiteter Typ von → Schornstein, der aus einem Schacht besteht, in dem sich ein Innenrohr befindet.

Schotter (Bauwesen): Gebrochene, kantige Gesteinsbrocken zwischen rund 3 und 6 cm Durchmesser, die vor allem als Baustoff im Verkehrswegebau verwendet werden.

Schrägaufzug: Gemäß europäischer Aufzugsrichtlinie handelt es sich um ein Beförderungsmittel, das, von Seilen oder Ketten gezogen, für den Transport von Personen oder Personen und Lasten bestimmt ist und das sich zwischen Führungsschienen, die mit einem maximalen Winkel zwischen 15 Grad und 75 Grad gegen die Senkrechte geneigt sind (...), ohne Beschränkung des Fahrwegs bewegt.

Schrägdach (Bauwesen): Ein → Dach, das eine deutlich wahrnehmbare Neigung bzw. entsprechend geneigte Flächen aufweist. Nach dem Ausschlussprinzip definiert alle Dächer, die nicht als → Flachdach einzustufen sind.

Schrägdach (militärsprachlich): Ein behelfsmäßiger (auch zur Tarnung herangezogener) Wetterschutz, der aus einer wasserdichten Plane (Zeltbahn, Regenumhang) besteht, die zwischen einem Baum und dem Grund gespannt wird.

Schräggeison: Ein den → Ortgang bzw. die steigenden Giebelpartien unterlagerndes → Geison.

Schrägzaun: Eine andere Bezeichnung für den → Schrankzaun.

Schrammbordstein: Ein → Bordstein bzw. eine Fahrbahneinfassung und -abgrenzung. Die Höhe der Bordsteinkante schließt ein Überfahren durch passierende Fahrzeuge weitgehend aus; der Bordstein ist derart stabil ausgeführt ist, dass Form und Funktion von anschrammenden Fahrzeugen nicht beeinträchtigt werden.

Schranke (Kirchenchor): Eine aus Holz oder Stein gefertigte Absperrung des weiteren Altarbereiches gegenüber Laien gewidmeten Bereichen früher und mittelalterlicher christlicher Kirchen. Der so ausgewiesene Raum um den Altar war Chören von Geistlichen vorbehalten.

Schrankküche: Auch »Mini-« oder »Pantryküche« genannt. Kleine, meist 90 – 120 cm breite Einbauküche, die gewöhnlich eine Spüle, zwei Kochplatten und einen kleinen Kühlschrank beinhaltet. Schrankküchen werden häufig in Ferienwohnungen, Boarding Houses usw. installiert.

Schrankzaun: Ein vor allem in Almregionen zu findender, leicht und schnell zu errichtender → Zaun. Dessen Grundelement bilden zumeist 1,3 – 2 m lange Stockpaare, die einander kreuzend in den Boden getrieben werden. In die entstehende Schere werden quer ausgerichtete Spalthölzer (Latten usw.), teils auch Äste eingeschoben. Andere Bezeichnungen sind u. a. »Schar-« oder »Schrägzaun«.

Schranne (Bairisch, Österreichisch): 1. Ein abgegrenzter Markt- bzw. Verkaufsstand, vor allem für Back- und Fleischwaren. 2. Ein Kornspeicher, eine Lagerhalle für Getreide. 3. Eine Markthalle für Getreideverkäufe. 4. Ein Getreide- bzw. Kornmarkt.

Schranne (historisch, Österreich): Ein Gerichtsgebäude.

Schranne (Schwäbisch): Eine Bierbank, ein Biertisch, in übertragenem Sinn eine Bierwirtschaft.

Schrannenhalle (historisch): 1. Ein dem Getreidehandel gewidmetes Hallenbauwerk. 2. Eine Markthalle.

Schrebergarten: Eine andere Bezeichnung des Kleingartens. Es handelt sich um ein eingehegtes oder eingezäuntes Landstück, das als eines unter mehreren bzw. vielen der freizeitlichen Gartenanlage, -pflege und -nutzung gewidmet ist. Üblicherweise befindet sich auf der Parzelle ein Häuschen bzw. eine Laube. Die primären Nutzungsrechte liegen gewöhnlich in den Händen von Vereinen, die für die Verpachtung der Parzellen und die Einhaltung eines Verhaltenskanons verantwortlich sind. Schrebergärten stellen städtische bzw. stadtnahe Einrichtungen dar.

Schrebergartenkolonie: Siehe → Schrebergartensiedlung.

Schrebergartensiedlung: Ein räumlicher Verbund einzelner Klein- bzw. Schrebergärten.

Schreckkopf (Architektur, Symbolik, Aberglauben): Eine an Gesimsen, Konsolen, Giebeln, Fassaden, Toren usw. angebrachte Darstellung einer Fratze oder eines (Fabel)Tierkopfes. Diese Plastiken oder Skulpturen sollten ein Gebäude und darin wohnende und arbeitende vor bösen Mächten schützen. Eine andere Bezeichnung ist »Neidkopf«.

Schrein: Ein gewöhnlich kunstfertig verziertes, einem Sarkophag bzw. Kasten ähnliches Behältnis zur Aufbewahrung kostbarer Gegenstände. Viele Schreine dienen der Aufbewahrung von Überresten (Skelette, Mumien, Körperteile, Besitztümer) als heilig verehrter Menschen.

Schreiner: Die in Teilen Deutschlands, Westösterreich und der Deutschschweiz übliche Bezeichnung des Tischlers. Das Handwerk befasst sich mit der formgebenden Holzbearbeitung und der Oberflächenbehandlung von Holz. Tätigkeitsschwerpunkte liegen in den Bereichen Möbelherstellung, Bauschreinerei und Modellbau.

Schreinerei: Die → Werkstatt eines → Schreiners bzw. eine Werkstatt, in der mehrere Schreiner arbeiten.

Schreitbagger: Eine zu den Standbaggern zählende Baumaschine, die vier unabhängig voneinander steuerbare Schreitbeine besitzt, an denen sich Räder und Abstützfüße befinden. Schreitbagger wurden für den Einsatz in schwierigem Gelände entwickelt. Eine andere Bezeichnung ist »Spinnenbagger«.

Schrifteisen: Ein schlanker → Meißel mit scharfer, hartmetallischer Schneide, der zum Einhauen von Schriften in Stein verwendet wird. Für die Bearbeitung von Weichgesteinen verwendete Varianten besitzen einen verbreiterten Schlagkopf, da zum Einhauen → Knüpfel verwendet werden. Bei Hartgesteinen genutzte Formen sind mit einem Fäustelkopf versehen.

Schriftfäustel: Ein Steinmetzhammer mit zwei Schlagseiten (Bahnen), der zum Einschlagen von Schriften mittels eines → Schrifteisens verwendet wird. Mit Gewichten zwischen einem halben und einem dreiviertel Kilogramm sind diese Fäustel vergleichsweise leicht.

Schrotbohle: Ein mit ca. 12 - 15 cm Stärke ausnehmend dickes Brett, das zum Bau von Wänden genutzt wurde.

Schrottimmobilie: Ein ursprünglich umgangssprachlicher Begriff, der sich zum branchensprachlichen Ausdruck mauserte. Angesprochen ist eine Immobilie, die sich funktional, technisch und / oder strukturell auf einem Niveau bewegt, das keine längerfristige wirtschaftliche Nutzung zulässt.

Schrottobjekt: Siehe → Schrottimmobilie.

Schrottplatz: Ein Sammel-, Sortier- und Bearbeitungsgelände für metallhaltige Abfälle bzw. ausgediente Geräte, Maschinen, Bauteile usw.. Schrottplätze dienen als handelsorientierte Einrichtungen, die eine entscheidende Rolle im Rahmen des Recyclings spielen.