Immobilienwirtschaftliches Glossar

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Einträge zu Sche – Schik

Scheffler (Werkstätte): Siehe → Schefflerei.

Schefflerei (Werkstätte): Eine insbesondere im südlichen Bayern verbreitete Bezeichnung für eine Küferei. Es handelt sich um eine Raum oder ein Gebäude, in dem hölzerne Gefäße bzw. Fässer aus Dauben hergestellt werden.

Scheibe, bedampfte (Fensterbau): Ein außenseitig mit Metalloxid bedampftes bzw. beschichtetes Fensterglas. Die Metalloxidbeschichtung reflektiert einfallendes Licht; sie dient dem Wärme- bzw. Sonnenschutz.

Scheibenfries: Ein dekoratives Band, das eine Darstellung in Laufrichtung aufeinanderfolgender vollmondförmiger Scheiben zeigt. Ein Fries dient der Abgrenzung, Umgrenzung und Gliederung von Gebäudeteilen.

Scheibling (historisch, Burgenbau): Eine Bezeichnung für einen Rundturm mittelalterlicher Burgen und Stadtbefestigungen.

Scheiblingsturm: Siehe → Scheibling (historisch, Burgenbau).

Scheibtruhe: Eine in Österreich verwendete Bezeichnung für eine → Schubkarre bzw. einen Schubkarren.

Scheidewand (Hausbau): Eine nicht tragende Trennwand zwischen einzelnen Raumeinheiten. Scheidewände sind vergleichsweise dünn ausgelegt, beanspruchen also wenig Raum.

Scheidewand (Kirchenbau usw.): Eine im unteren Abschnitt von Arkaden aufgelöste Wand, die zwei → Schiffe voneinander absetzt.

Scheidewand, äußere (Kirchenbau): Bei fünfschiffigen Kirchenbauwerken eine Wand zwischen → einem inneren, an das Hauptschiff anschließenden → Schiff und einem äußeren Schiff.

Scheidewand, innere (Kirchenbau): Bei fünfschiffigen Kirchenbauwerken eine zwischen dem → Hauptschiff und einem der beiden inneren → Seitenschiffe verlaufende Wand. Sie wird auch als »Hauptschiff-», »Hochschiff-« oder »Mittelschiffwand« bezeichnet.

Scheingrab: Eine Grabstätte, die keine menschlichen (oder tierischen) Überreste birgt, sondern rein zu Erinnerungszwecken errichtet wurde bzw. wird. Eine fachsprachliche Bezeichnung ist »Kenotaph«.

Scheinstuck: Eine (mögliche) Übersetzung des italienischen »stuccofinto«. Der Begriff bezeichnet eine gemalte, das plastische bzw. dreidimensionale Erscheinungsbild von → Stuck nachahmende Ornamentierung.

Scheitelkapelle: Die mittlere → Kapelle eines → Kapellenkranzes.

Scheitelstein (Bogen): Ein häufig (angedeutet) keilförmiger Stein, der im Scheitelpunkt eines gemauerten Bogens eingesetzt wird und diesen selbsttragend werden lässt. Der Scheitelstein wird in diesem Zusammenhang auch als»Schlussstein« bezeichnet.

Scheitrechter Bogen (Architektur): Eine Konstruktion, die auf den ersten Blick nur für das geübte Auge als Bogen erkennbar ist, da sie wie ein Sturz anmutet. Es handelt sich um einen stark abgeflachten → Segmentbogen, dessen Keilsteine derart bearbeitet sind, dass sie eine horizontale Unterkante bilden. Aufgrund dieses Merkmals wird der Bogen auch als »Horizontalbogen« bezeichnet.

Scheldegotik: Ein flandrischer Sakralbaustil, der von der Romanik zur Frühgotik überleitete. Als Baustoff kam vor allem grauer Kalkstein, an der flandrischen Küste auch → Backstein zum Einsatz. Die stilistischen Wurzeln gehen auf Vorbilder in Burgund und der Ile de France zurück. Namensgebend ist er Fluss Schelde, an dessen Ufern der Stil aufkam und sich verbreitet.

Schema, quadratisches (Architektur): Eine Blaupause für die Grundrissgestaltung romanischer → Basiliken. Die Grundlage bildete jener Raum, der beim Zusammentreffen von Haupt- und Querschiff entsteht (Vierung). Die jeweilige Dimension dieses Bereiches wurde zum Bruchteil der Maße von Lang- und Querhaus, also gleichsam in multiplizierter Form aneinandergesetzt. Praktisch umgesetzt wurde das Schema in Zusammenhang mit der Verbreitung des → Kreuzgewölbes.

Schematismus, quadratischer: Siehe → Schema, quadratisches (Architektur).

Schenkelmauer (Burgen- / Festungsbau): Eine (von zwei Mauern), die eine befestige Siedlung mit einer im Gelände über dieser errichteten Wehranlage bzw. Burg verbindet.

Scherentreppe: Eine regelhaft aus Leichtmetall oder Stahl gefertigte Dachbodentreppe, deren oberes Ende an einem Lukendeckel befestigt ist. Beim Öffnen klappen sich einzelne Elemente scheren- bzw. harmonikaartig auf, beim Schließen klappen sie zusammen; es handelte sich um eine raumsparende Konstruktionsform.

Scherenzaun (Wildzaun): Ein → Zaun, dessen Drahtgeflecht von scherenartigen Stützen getragen wird. Die als Wildzäune eingesetzten Barrieren besitzen ein rechteckiges Maschenbild; die Maschengröße nimmt zumeist von unten nach oben zu.

Scherzapfenverbindung: Eine kammartige Verbindung mehrerer, an einem Holzstück erzeugter Zapfen mit einer entsprechenden Anzahl aufnehmender Schlitze an dem zu verbindenden Holzteil.

Scheuer: Ein landwirtschaftliches Gebäude, das zur Einlagerung von Stallstreu, Tierfutter und anderweitigen agrarwirtschaftlichen Erzeugnissen dient. Ein anderer hochsprachlicher Begriff ist »Scheune«. Im bairischen Bayern, in Österreich und der Schweiz wird zumeist von »Stadel« bzw. »Stadl« gesprochen.

Scheune: Ein landwirtschaftliches Gebäude, das der Einlagerung von Stallstreu, Tierfutter und sonstigen agrarwirtschaftlichen Erzeugnissen dient. Ein anderer hochsprachlicher Begriff ist »Scheuer«. Im bairischen Bayern, in Österreich und der Schweiz wird zumeist von »Stadel« bzw. »Stadl« gesprochen.

Scheuneflur: Siehe → Scheunenflur.

Scheunenflur: Ursprünglich »Scheuneflur«. Eine brandenburgische Bezeichnung für eine Tenne bzw. einen mit Wagen befahrbaren Scheunenbereich, in dem Getreide gedroschen wurde.

Einträge zu Schi - Schik

Schiebetruhe: Eine in Gegenden Bayerns geläufige Bezeichnung für den Schubkarren bzw. die → Schubkarre. Der Begriff wird auch in Teilen Österreichs verwendet, wobei »Scheibtruhe« dort verbreiteter ist.

Schiebetür: Eine durch eine horizontale Schiebebewegung zu öffnende und zu schließende → Tür, die unten eine Laufschiene und / oder oben eine Führungsschiene bzw. einen Laufapparat besitzt.

Schiebetür, hängende: Eine → Schiebetür mit einer oben angebrachten Laufschiene oder einer in dieser verlaufenden Laufkette, die das Türgewicht trägt. Aus Stabilitätsgründen besitzt dieser Typ eine Führungsschiene am Boden.

Schiebetür, stehende: Eine Spielart der → Schiebetür, bei der sich der Laufapparat in einer Bodenschiene befindet. Gewöhnlich besitzt dieser Typ oben eine Führungsschiene, um die Bewegung zu stabilisieren.

Schiefer: Ein Oberbegriff für eine Reihe tektonisch deformierter Sedimentgesteine und metamorpher Gesteine, die durch einen schichtartigen Aufbau bzw. eine leichte Spaltbarkeit gekennzeichnet sind. Schiefer wird vor allem im Bereich der Dachdeckung sowie zur Verschindelung von Fassaden verwendet.

Schieferdachdecker: Ein auf die Deckung von Dächern mit Schieferplatten spezialisierter Handwerker.

Schieferdachdeckung: Siehe → Schieferdeckung.

Schieferdecker: Siehe → Schieferdachdecker.

Schieferdeckung: Die Eindeckung eines → Daches mit Schieferplatten bzw. Schieferschindeln. Die Schindeln werden auf einer gewöhnlich hölzernen Unterlage befestigt. Zur Fixierung werden feuerverzinkte Schmiedenägel, Kupfernägel oder aus Edelstahl gefertigte Schraubstifte genutzt. Der Begriff bezeichnet sowohl den Vorgang als auch dessen Resultat.

Schiefereindeckung: Siehe → Schieferdeckung.

Schiefergrube: Ein Tagebau, in dem Schiefer gewonnen wird.

Schieferschindel: Eine vergleichsweise kleine Platte aus → Schiefer, die u. a. zur Verkleidung von Fassaden und zur Dacheindeckung verwendet wird.

Schieferziegel: Eine unkorrekte Bezeichnung für eine Schieferplatte, die zur Dachbedeckung verwendet wird. An sich handelt es sich um eine → Schindel.

Schiefes Tonnengewölbe: Ein → Tonnengewölbe mit rautenförmigem Grundriss.

Schienentrasse: Der Verlauf bzw. die Führung eines Schienenweges.

Schienentrassierung: Die Festlegung des Verlaufs bzw. der Geländeführung eines Schienenkörpers.

Schießen (Bergbau): In Bergwerken durchgeführte Sprengungen bzw. hier angewandte Sprengverfahren. Das Schießen erfolgt in Zusammenhang mit der Herstellung von Grubenbauen und dem Streckenvortrieb.

Schießhauer: Ein im Bergbau tätiger Sprengmeister.

Schießkammer (Burgen- / Festungsbau): Eine hinter einer → Schießscharte angelegte Mauernische, die zur Aufstellung eines Schützen oder eines Geschützes diente.

Schießluke (Festungsbau): Eine für den Artilleriewaffeneinsatz geschaffene Maueröffnung, die mit einer hölzernen Klappe verschließbar ist.

Schießscharte (Wehrbau): Kurz als »Scharte« bezeichnet. Ein lotrechter oder kreuzförmig erweiterter Mauerspalt, durch den Angreifer beschossen werden können.

Schießschartenenge: Die schmalste Stelle einer → Schießscharte.

Schießschartenhals: Die engste Partie bzw. schmalste Stelle einer → Schießscharte.

Schießschartenmaul: Die nach außen gerichtete Öffnung einer → Schießscharte.

Schießschartenmund: Die nach außen gerichtete Öffnung einer → Schießscharte.

Schießschartenmündung: Die nach außen weisende Öffnung einer → Schießscharte.

Schießschartennische: Eine dem Wehrgang zugewandte, gegenüber dem → Schartenmund verbreiterte Hohlform.

Schießschartenbacke: Die seitliche Begrenzungsfläche bzw. die Seitenfläche einer → Schießscharte.

Schießschartensohlbank: Siehe → Schartensohle.

Schießschartensohle: Der untere, oft nach außen geneigt ausgeformte Abschluss einer → Schießscharte.

Schießschartenwand: Die seitliche Begrenzungsfläche einer → Schießscharte.

Schießschartenwange: Die seitliche Begrenzungsfläche einer → Schießscharte.

Schießzange (Burgen- / Festungsbau): Eine → Schießscharte, deren Öffnung sich nach innen und außen erweitert; die → Schartenwangen bilden in ihrem Mittelbereich also einen vorspringenden Winkel aus. Diese Ausformung diente dazu, das Sichtfeld des Schützen zu erweitern.

Schiff (Kirchenbau): Einer von drei oder mehr Längsräumen einer Kirche, der durch Pfeiler- bzw. Stützenreihen von anderen längs geführten, an ihn anschließenden Räumen abgesetzt ist.

Schiffboden: Auch »Dielen-« und »Riemenboden« genannt. Ein aus breiten und langen Vollholzbrettern hergestellter Fußboden. Heute verwendete Bretter besitzen zumeist Nut und Feder, wodurch eine spaltenfreie Verlegung möglich bzw. erleichtert wird.

Schiffchen: → Schiffskehle.

Schiffskehle: Ein vor allem bei norddeutschen Fachwerkhäusern des 16. Jahrhunderts zu findendes Schnitzwerk, dessen Form an einen umgekehrten Schiffsrumpf erinnert. Diese eingemuldeten bzw. ausgekehlten Zierelemente wurden als Füllung im Bereich der Stockwerkschwellen zwischen den auskragenden Balkenköpfen verbaut.

Schiffsschleuse: Ein mit technischen Installationen ausgestattetes Bauwerk, das es Schiffen ermöglicht, durch natürliche Hindernisse oder menschliche Eingriffe erzeugte Höhenunterschiede in einem Gewässer oder zwischen zwei Gewässern zu überwinden. Hauptbestandteile sind eine kanalartige Schleusenkammer sowie → Schleusenhäupter mit eingelassenen Toren. Der Höhenversatz zwischen beiden Gewässern wird ausgeglichen, indem der Wasserspiegel in der Schleusenkammer durch Zulauf aus dem Oberwasser gehoben oder durch Ablauf in das Unterwasser gesenkt wird. Zu- und Ablauf werden durch Schieber gesteuert.

Schiffswerft: Ein Betrieb bzw. eine Anlage, die dem Bau und / oder der Wartung, Überholung und Reparatur von Schiffen bzw. großvolumigen Wasserfahrzeugen dient.

Schiggorat: Eine alternative Schreibweise von → »Zikkurat«. Ein getreppter, pyramidenartiger Tempelturm im Zweistromland.

Schikane (Burgen- / Festungsbau): Ein bauliches oder bewegliches Hindernis, das die Annäherung an eine Befestigung oder den Zugang zu einem Wehrbauwerk erschwert. Beispiele bieten sich stellenweise verengende und / oder abknickend geführte Gänge.