Immobilienwirtschaftliches Glossar

1 / 9 - A - Abd - Abg - Abs - Abw - Ai - Alte - Angel - Ap - Are - Ass - Aus - Av - B - Bar - Bau - Bauh - Baul - Baus - Baustoff - Be - Ben - Betonf - Bin - Bo - Boh - Bre - Bur - C - Ci - D - Dar - Dep - Do - Dre - E - Eink - Ek - Er - F - Fam - Fer - Fi - Flachm - Fo - For - Fr - Frem - Fro - Funk - G - Gas - Gef - Geh - Geschi - Gi - Gr - Gru - Grunds - Grup - H - Hau - He - Ho - Holz - Hoteli - Hu - I - Immobilienl - In - Ins - J - K - Kap - Kat - Ke - KG - Kle - Kn - Kon - Kor - Kran - Kry - L - Lai - Lat - Lee - Li - Lo - M - Markt - Mau - Mehr - Mietf - Mis - Mol - Müh - N - Ne - Ni - No - O - Ol - P - Par - Pe - Pfer - Pl - Po - Pr - Pu - Q - R - Raum - Reet - Ren - Ri - Rok - Ru - S - SB - Sche - Schil - Schm -Schu - Se - Sel - Si - So - Sp - Spi - St - Staf - Stan - Stat - Sti - Sto - Strau - Stuhl - Sub - T - Te - Ter - Tief - Tor - Tr - Tri - Tro - Tun - Turm - U - Ug - Un - V - Verbl - Verk - Verm - Vi - Vo - W - Wasser - Wei - Wert - Wi - Wo - Wohnung - Wu - Z - Zi - Zu

Einträge zu Rok – RS

Rokoko (Architektur): Eine dem → Barock folgende bzw. dessen Spätphase begleitende, höfisch inspirierte baukünstlerische Strömung, die gegen 1730 aufkam und um 1780 auslief. Sie brach mit den strengen, an Symmetrien orientierten Gestaltungsleitbildern, der Monumentalität und der für barocke Schlösser typischen Verschränkung von Wohn- und Repräsentationsfunktionen. Die bauliche Anmutung wird leichter, schwingender, zierlicher, verspielter. Dekorativen Elementen kommt im Fassadenbereich, in der Gartengestaltung, im Innenausbau und bei der Möblierung herausragende Bedeutung zu.

Rokoko, Osmanisches: Auch als »Osmanischer Barock« bezeichnet. Es handelt sich um eine fragwürdige Bezeichnung für eine architektonische Periode im Osmanischen Reich, die Verfechter des Begriffs zwischen 1730 und etwa 1810 ansiedeln. Die während dieses Zeitraumes angeblich beobachtbare Öffnung des Reiches für westeuropäische Einflüsse erscheint zumindest in Bezug auf die Architektur eher fiktiver Natur; sie beschränkte sich – wird von der Nuruosmaniye-Moschee abgesehen, die zweifelsfrei europäische Einflüsse erkennen lässt – auf die Entwicklung bzw. Verzierung von Brunnenbauwerken.

Rokoko, Türkisches: Siehe → Rokoko, Osmanisches.

Rokoko-Architektur: Siehe → Rokoko (Architektur).

Rokoko-Baukunst: Siehe → Rokoko (Architektur).

Rollbahn (Verkehrswesen): Ein Verbindungsweg zwischen Abflug- und Ankunftsbereichen eines Passagierflughafens oder dem Frachtterminal eines Flughafenkomplexes (oder Gebäudes) und den Start- bzw. Landebahnen. Über den Rollweg werden ankommende Flugzeuge in Parkposition, abgehende Flugzeuge in Startposition gebracht.

Rolle (Bergbau): Siehe → Rollloch.

Rollfeld (Verkehrswesen): Ein die Gesamtheit aller → Rollwege, Startbahnen und Landebahnen umfassendes Flughafenareal.

Rolli: Eine im Schweizerdeutsch geläufige Bezeichnung der → Schubkarre bzw. des Schubkarren.

Rollladentür: Eine Spielart der → Falttür, die aus horizontal ausgerichteten Türblättern besteht. Die Rollladentür öffnet sich somit vertikal bzw. von unten nach oben.

Rollloch (Bergbau): Eine senkrecht oder steil abfallende, schachtartige Hohlform, die auf verschiedenen Niveaus gelegene → Grubenbaue verbindet. Sie dient dem rein schwerkraftbedingten Transport von Fördergut.

Rollschicht (Mauerkrone): Ein ursprünglich bei Trockenmauern aus Bruch- bzw. Naturstein zu findender oberer Abschluss einer Mauer bzw. eine → Mauerkrone, die aus aufrecht stehenden Steinen besteht. Heute bezeichnet der Begriff jede aus stehenden Steinen errichtete Mauerkrone.

Rolltor: Eine regelhaft aus horizontalen, durch Scharniere miteinander verbundenen Lamellen bestehende, vertikal bewegliche Vorrichtung, die dazu dient, eine Zugangs- bzw. die Zufahrtsöffnung in einem Gebäude zu verschließen. Rolltore werden vor allem bei Garagen und Hallenbauten verwendet.

Rolltorpanzer: Die Schließfläche eines → Rolltores. Sie besteht aus waagrechten, mittels Scharnieren eng miteinander verbundenen, lamellenartigen Elementen. Rolltorpanzer werden zumeist aus Metall oder Kunststoff, seltener aus holzbasierten Werkstoffen gefertigt.

Rollweg (Verkehrswesen): Siehe → Rollbahn.

Romanik: Ein europäischer Baustil, der vom Anfang des 11. Jahrhunderts bis zum Beginn des 13. Jahrhunderts, in manchen Regionen bis um 1350, verbreitet war. Der Begriff spielt auf eine ersichtliche Orientierung an der römischen Baukunst an. Von dieser entlehnt, jedoch zu einer eigenen Mischung fortentwickelt, wurden Gewölbeformen, Pfeiler, Säulen und – vor allem – der Rundbogen. Kennzeichnend sind starke, von vergleichsweise wenigen, zumeist kleinflächigen Fenstern aufgelöste Mauern, der bereits erwähnte Rundbogen und von → Würfelkapitellen abgeschlossene Säulen. Gegenüber lichtdurchfluteten gotischen Bauwerken stellen sich die Innenräume profaner wie sakraler romanischer Bauwerke schummrig bzw. düster dar. Häufig wird der romanische Stil – wie eine Stillinie des Spätklassizismus – als »Rundbogenstil« bezeichnet.

Romanische Architektur: Siehe → Romanik.

Romanische Baukunst: Siehe → Romanik.

Romantikhotel: Eine Marketingbezeichnung, hinter der sich breit streuende, oft auf die Lage eines Hauses Bezug nehmende Konzepte verbergen. Vielfach kennzeichnen derart beworbene Hotels kleinräumige Gebäudestrukturen, historische oder historisierende Ausstattungen und / oder eine naturnahe Lage. Die Bandbreite reicht von stilechten oder stilecht imitierenden Gestaltungskonzepten über Fantasieprodukte bis hin zu mit Nippes und Kitsch überladenen Interieurs.

Römischer Verband (Pflaster): Ein unregelmäßig erscheinendes, tatsächlich jedoch geordnetes Verlegemuster von Fliesen und Steinplatten. Das sich (nicht zwingend) wiederholende Grundmuster besteht idealtypisch aus quadratischen und rechteckigen Platten, die vier (mindestens jedoch drei) unterschiedliche Formate aufweisen. Regelhaft entsprechen die Maße einer größeren Platten einem ganzzahligen Multiplikator kleinerer Platten (zwei aneinandergelegte Quadrate entsprechen einem Rechteck usw.). Das Verlegemuster wird vor allem im Rahmen von Platzgestaltungen sowie im Wegebau umgesetzt.

Rondell (Festungsbau): Ein besonders mauerstarkes, rundlich ausgelegtes Werk, dessen Krone mit der Walloberkante abschließt oder diese allenfalls geringfügig übersteigt.

Rondell (Wall-Grabenanlage): Eine jungsteinzeitliche Anlage mit kreisförmigem oder ovalem Grundriss, die als → Erdwerk ausgeführt war. Kennzeichnend war die Verbindung von Wall und Graben. Große Anlagen besaßen bis zu drei Grabenringe, die Erdbrücken mit dem Zentralbereich der bis zu 300 m durchmessenden Komplexe verbanden. Die Zweckbestimmung ist umstritten. Teils dürfte es sich um (zeremonielle) Versammlungsorte, dauerhaft bewohnte Wehrsiedlungen oder → Fliehburgen, teils um → Kalenderbauwerke gehandelt haben.

Rondengang (Festungsbau): Ein schmaler, häufiger durch eine Mauer oder eine → Bonnetkasematte gedeckter Weg zwischen → Escarpe (innerer Grabenmauer) und Grabenböschung.

Room Availability (Hotellerie): Der oft zu »Availability« verkürzte Ausdruck für »Zimmerverfügbarkeit«. Er steht für die Anzahl zur sofortigen Vermietung verfügbarer Gästezimmer.

Rooms Division (Hotellerie): Die für das Logis bzw. die Gästezimmer und deren Vermietung verantwortliche Hotelabteilung.

Rosa Achira (Gestein): Ein grobkörniger argentinischer Granit mit einem von Rosa und Schwarz beherrschten farblichen Gemenge. Das Gestein wird im Innen- wie im Außenbereich verbaut.

Rosa Beta (Gestein): Handelsname eines mittel- bis grobkörnigen italienischen bzw. sardischen Granits mit einem Farbspiel aus Grau und Rosa. Das harte, widerständige Gestein ist vielfältig einsetzbar. Verwendet wird es u. a. zur Herstellung von Fliesen, Fensterbänken, Wandplatten, Boden- und Treppenbelägen.

Rosa Gallura (Gestein): Ein Handelsname des → Rosa Limbara.

Rosa Gallurese (Gestein): Ein Handelsname des → Rosa Limbara.

Rosa Limbara (Gestein): Ein italienischer, weißlich bis rosa gefärbter Granit, der im Außenbau sowie im Innenausbau verwendet wird.

Rosa Porrino (Gestein): Ein spanischer, rosafarbener Granit, der u. a. zur Herstellung von Fliesen, Platten und Fensterbänken eingesetzt wird.

Rosa Sardegna Beta (Gestein): Einer von mehreren Handelsnamen des Rosa Beta. Es handelt sich um einen mittel- bis grobkörnigen italienischen, auf Sardinien abgebauten Granit mit einem Farbspiel aus Grau und Rosa. Das harte, widerständige Gestein ist vielfältig einsetzbar. Verwendet wird es u. a. zur Herstellung von Fliesen, Fensterbänken, Wandplatten, Boden- und Treppenbelägen.

Rosa Sardo Beta (Gestein): Siehe → Rosa Sardegna Beta.

Rosa Tula (Gestein): Ein Handelsname des → Rosa Limbara.

Rösche (Bewetterung, Bergbau): Eine gestreckte Aussparung im Versatz (Verfüllmaterial von Grubenbauen), die zur Be- und Entlüftung bzw. zum Abzug verbrauchter Luft und freigesetzter Gase dient. Diese Aussparung wird zumeist als »Wetterrösche« bezeichnet.

Rösche (Entwässerung, Bergbau): Ein untertägig oder übertägig – hier oftmals abgedeckt – angelegter Graben bzw. eine Rinne, der / die zur Abfuhr von Grubenwasser dient.

Rösche (Stollen, Bergbau): Ein Stollen, der einen sehr engen Querschnitt aufweist.

Rose (Fenster): Ein kreisrundes, von → Maßwerk gegliedertes verglastes Fenster, das bereits → romanische Sakralbauwerke schmückte und sich gestalterisch während der → Gotik vollendete.

Rosenfenster: Ein rundes bzw. radähnlich anmutendes → Maßwerkfensterdas bereits in der Romanik auftaucht, seine Blüte jedoch während der Gotik erfuhr. Rosenfenster waren typisch für die sakrale Architektur bzw. den Kirchenbau jener Epoche; ihre größten Vertreter finden sich über den Portalen damaliger Kirchenbauwerke.

Rosette (Fenster): Ein rundes, von → Maßwerk durchlaufenes verglastes Fenster, das bereits während der → Romanik weit verbreitet war, seinen Höhepunkt jedoch in der → Sakralarchitektur der → Gotik fand.

Rosettenfenster: Siehe → Rosette (Fenster).

Rosso Balmoral (Gestein): Ein mittel- bis grobkörniger Alkali- und Biotitgranit rötlicher Färbung, der in Finnland vorkommt. Das frostharte Gestein wird u. a. zur Herstellung von Fußboden-, Terrassen- und Treppenbelägen, von Wandverkleidung und Küchenarbeitsplatten verwendet.

Rosso Finnlandia (Gestein): Ein Handelsname des → Rosso Balmoral.

Rost (Oxidationsprodukt): Ein bei Eisenmetallen auftretendes Zersetzungsprodukt, das durch Korrosion bzw. einen Oxidationsprozess (die Verbindung mit Sauerstoff in feuchtem Umfeld) entsteht. Bei Bauteilen aus Eisen und Stahl kann dieser Vorgang zu stabilitätsgefährdenden Schwächungen führen.

Rost (Tragstruktur): Eine horizontal gelagerte, regelhaft aus Metallstäben oder metallenen Rohren hergestellte, gitterartige Tragkonstruktion, die in aller Regel begeh- und / oder befahrbar ausgelegt ist.

Rostwerk (Brückenbau): Eine zeitweilig aufgestellte Stützkonstruktion, auf der sich der eigentliche Brückenbau vollzieht.

Rotlichtbezirk: Siehe → Rotlichtviertel.

Rotlichtdistrikt: Siehe → Rotlichtviertel.

Rotlichtviertel: Ein funktional von Bordellen, Zuhälterwirtschaften und anderen der Sexindustrie zuzuordnenden Einrichtungen geprägter Stadtbereich.

Rotunde (Architektur): Ein Gebäude bzw. Bauwerk mit kreisförmigem Grundriss, das nicht zu den → Türmen zählt.

Rough (Golfplatz): Naturnah gestaltete bzw. sich weitgehend selbst überlassene Geländebereich zwischen einzelnen Spielbahnen eines → Golfplatzes.

RQ (Verkehrswesen): Steht für »Regelquerschnitt« (einer Straße).

RSK (Schließ- / Sicherheitstechnik): Das Kürzel für → »Riegelschaltkontakt«.