Immobilienwirtschaftliches Glossar

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Einträge zu Ren – Rh

Renaissance, niederländische: Ein Baustil, der sich während des 16. Jahrhunderts in vielen nordischen Regionen Europas verbreitete; deshalb wird auch von »Nordischer Renaissance« gesprochen. Anders als die italienische Linie orientiert sich die nördliche kaum an antiken Vorbildern; vielmehr griff sie gotische Grundformen auf und entwickelte den stilistischen Vorläufer weiter. Ein weithin genutzter Baustoff war Backstein; verbreitet wurden aus Sandstein gefertigte Elemente zur horizontalen Fassadengliederung eingesetzt. Weit verbreitet waren u. a. (geschweifte) → Stufengiebel.

Renaissance, nordische: Siehe → Renaissance, niederländische.

Rendite: Die Rendite in % ergibt sich, wird der Gewinn aus einem Investment (z. B. einer Immobilieninvestition) durch das eingesetzte Kapital dividiert und der resultierende Wert mit 100 multipliziert.

Renditeimmobilie: Auch als »Anlageimmobilie« bezeichnet. Ein Objekt, das erworben und / oder gehalten wird, um laufende Erträge zu generieren bzw. eingesetztes Kapital zu verzinsen. Mit anderen Worten: Eine Immobilie, die als geeignetes Vehikel begriffen wird, um durch Nutzungsüberlassung an Dritte (Mieter) reale Gewinne erzielen zu können.

Rendite-Immobilie: Siehe → Renditeimmobilie.

Renditeobjekt (Immobilie): Siehe → Renditeimmobilie.

Rendite-Objekt: Siehe → Renditeimmobilie.

Renovation: Eine vor allem in der Schweiz verwendete Entsprechung der → Renovierung.

Renovierung: Lehnwort für »Instandsetzung«. Maßnahmen zur Wiederherstellung des Ausgangszustandes eines Gebäudes bzw. einzelner Gewerke.

Rent Role: Englische Bezeichnung für »Mieterliste», »Mieteraufstellung« oder »Mieterverzeichnis«.

Repetiertreppe: Eine nach jedem eingeschalteten → Absatz in Gegenrichtung weiter auf- bzw. absteigende → Treppe.

Repetiertreppe, doppelläufige: Ein zweiarmig ausgeführte → Repetiertreppe. Mit anderen Worten: Sie besitzt je einen Treppenlauf rechts und links der eingeschalteten Absätze.

Research: Der Begriff bedeutet »gründlich nachforschen«; er steht also für eine zielgerichtete Annäherung an ein Thema. Ein erstes Ziel ist es, Fakten, Ereignisse, Verhaltensmuster aufzudecken und nachvollziehbar abzubilden. Ein zweites Ziel liegt darin, Daten zu deuten, Theorien zu entwickeln, diese zu überprüfen und Erkenntnisse in marktorientierte Anwendungen zu überführen.

Residualwertverfahren: Ein Ansatz zur Bestimmung des im Rahmen einer Projektentwicklung tragbaren bzw. verkraftbaren Bodenpreises. Dieser Preis wird gleichsam rückgerechnet. In einem ersten Schritt wird der mutmaßliche Verkehrswert eines geplanten Objektes – ohne Bodenanteil – geschätzt bzw. rechnerisch ermittelt. In einem zweiten Schritt werden alle bis zu einem angestrebten Fertigstellungstermin anfallenden projektbezogenen Kosten (wiederum ohne Bodenpreis) bestimmt. Hierbei werden der Developergewinn bzw. die Zielrendite des Investors berücksichtigt. Abschließend werden beide Positionen gegeneinander aufgerechnet. Unter dem Strich ergibt sich jener Bodenpreis, der höchstens gezahlt werden kann, um die wirtschaftlichen Vorgaben des Projektes zu erfüllen.

Resort (Hotellerie): Siehe → Resorthotel.

Resorthotel: Eine urlaubsorientierte Hotelanlage gehobener Art mit breitem Leistungsangebot und zumeist thematisiertem Betriebskonzept (Unterhaltung, Sport, Gesundheit / Wellness etc.). Mehrheitlich handelt es sich um geschlossene, zutrittskontrollierte Anlagen. Üblich sind Alles-inklusive-Angebote.

Restaurant: Ein Speiselokal.

Restaurantkette: Ein Unternehmen, das mehrere bzw. zahlreiche → Speiselokale in Eigenregie betreibt oder ein Verbund (auch) auf Franchisebasis geführter Restaurants. Besonders verbreitet sind entsprechende Unternehmen im Bereich der → Systemgastronomie.

Restnutzungsdauer: In einfachstem, zumeist wirklichkeitsfernem Verständnis die Differenz zwischen (unterstellter) Gesamtnutzungsdauer eines Gebäudes und seinem Alter. Zu unterscheiden sind wirtschaftliche und technisch-technologische Lebens- bzw. Gesamtnutzungsdauern. Bewertungstechnisch ist die jeweils kürzere Restnutzungsdauer anzusetzen – in der Regel die wirtschaftliche. Da Immobilien im Laufe ihres Lebenszyklus' mehrheitlich modernisiert bzw. saniert werden, überschreiten sie in der Wertermittlungspraxis angenommene Gesamtnutzungsdauern häufig. Die Lösung: Der Ansatz eines fiktiven, dem Zustand entsprechenden Baujahres. Umgekehrt werden die Gesamtnutzungsdauern mancher Immobilienarten überoptimistisch angesetzt. Wenn etwa Lebensmitteldiscounter von ihren Betreibern erklärtermaßen auf zwanzigjährige Nutzungsdauern hin ausgelegt werden, erscheint es gewagt, gutachterlich vierzig Jahre zu unterstellen.

Restschuld: Ein zu einem bestimmten Zeitpunkt noch offener, also noch nicht getilgter bzw. zurückgezahlter Darlehensbetrag.

Retabel (Altar): Ein aufstrebender, regelhaft plastisch gestalteter Altaraufsatz, der als blickfangende Schauwand ausgeformt ist, in der bisweilen Reliquien aufbewahrt werden. Das Retabel stellt oftmals eine nach oben fortentwickelte → Dorsale des → Stipes dar, kann aber auch auf einem eigenen Sockel ruhen.

Retro-Architektur: Siehe → Retrostil.

Retrostil: Ein zeitlich rückwärtsgewandter architektonischer bzw. innenarchitektonischer Gestaltungsansatz. Kennzeichnend ist, dass formensprachliche und farbliche Konzepte früherer Perioden aufgegriffen, jedoch modern »interpretiert« bzw. mit gegenwärtigen Elementen kombiniert, also nicht 1 : 1 abgekupfert werden.

Retro-Stil: Siehe → Retrostil.

Return on Sales (RoS): Englische Bezeichnung für die Umsatzrendite bzw. Umsatzrentabilität eines Betriebes. Er bezeichnet den am Gesamtumsatz gemessenen prozentualen Gewinn. Üblicherweise bezieht sich der RoS auf den Gewinn vor Zinsen und Steuern.

Reugeld: Ein Geldbetrag, der auf Grundlage einer Vereinbarung beim Rücktritt von einem Kaufvertrag zu zahlen ist.

Reurbanisierung: Ein auf der Rückbesinnung auf die Stadt bzw. städtische Qualitäten beruhender Prozess, der zu einer (relativen) Bevölkerungszunahme von Städten führt, die vorher von Schrumpfungsprozessen gekennzeichnet waren.

Revenue Management (Hotellerie): Eine Sammelbezeichnung für Ansätze und Maßnahmen, die einer systematischen Mobilisierung bzw. Abschöpfung bestehender Marktpotentiale für einen Hotelbetrieb oder eine Reihe von Hotels (Kette) dienen. Der Funktionskreis wird auch als »Abschöpfungsmanagement», »Ertragsmanagement« oder – wiederum auf Englisch – als »Yield Management« bezeichnet.

Revenue Management System (Hotellerie): Eine softwarebasierte Systemlösung, die Echtzeitanalysen entscheidender Angebots- und Nachfrageparameter gestattet und als Plattform zur Ableitung einer optimalen Preisgestaltung dient.

Revenue Manager (Hotellerie): Eine Fachkraft, die operativ wie strategisch für die Umsatzoptimierung eines Hotels oder mehrerer miteinander verbundener Häuser verantwortlich ist. Zu den Kernfeldern zählen die Entwicklung optimaler Preisstrategien sowie eine intelligente Anpassung der Übernachtungspreise an tägliche veränderliche Rahmenbedingungen, insbesondere anzunehmende Auslastungsquoten.

Revenue per Available Bed (RevPAB) (Hotellerie): Der »Erlös pro verfügbarem Bett« bzw. das auf Betten bezogene Pendant zur zimmerbezogenen Kenngröße, dem »Revenue per Available Room«. Der Wert ergibt sich aus folgender Formel: Belegungsquote je Bett mal durchschnittlicher Preis je belegtem Bett gleich durchschnittlicher Bettenerlös.

Revenue Per Available Customer (RevPAC) (Hotellerie): Der »Erlös je anwesendem Gast« bzw. der je Gast über sämtliche Hotelabteilungen hinweg erzielte Erlös auf Nettobasis.

Revenue per Available Employee (RevPAE) (Hotellerie): Der »Umsatz je eingesetztem Mitarbeiter«. Eine abteilungsbezogen und abteilungsübergreifend erfasste Messgröße der Mitarbeiterproduktivität.

Revenue per Available Room (RevPAR) (Hotellerie): Der »durchschnittlicher Zimmererlös je verfügbarem Zimmer«. Der Wert errechnet sich nach einer einfachen Formel: → Auslastungsquote (Occupancy) mal → durchschnittlicher Zimmerpreis (Average Daily Rate) gleich durchschnittlicher Zimmererlös. Der RevPAR beinhaltet alle einem Zimmer zurechenbaren Abteilungsumsätze.

Revenue per Available Treatment Hour (RevPATH) (Hotellerie): Zu Deutsch: »Erlös je verfügbarer Behandlungsstunde«. Dieser Kennwert ist vergleichsweise kam mit zunehmender Bedeutung des Wellnessbereiches auf. Er lässt sich auf den gesamten Wellnessbereich eines Hotels beziehen. Hier bildet er den Erlös je Nutzer ab.

Revenue per Occupied Room (RevPOR) (Hotellerie): Diese Kenngröße bezeichnet – anders als der RevPAR – den »Logiserlös je vermietetem Zimmer«. Rechnerisch stellt der RevPOR eine von der Auslastungsquote unabhängige Größe dar. Die Berechnungsformel lautet: Gesamterlös aus (reinen) Logisumsätzen geteilt durch die Anzahl vermieteter Zimmer.

Revêtement (Festungsbau): Eine im Bereich der inneren Brüstung hochgezogene Stütz- und Verkleidungsmauer.

Revolutionsarchitektur: Eine klassizistische Strömung, die ihren Ausgang in Frankreich nahm. Der schwammige Begriff bezieht sich auf die von 1789 – 1799 dauernde Revolutionsperiode. Je nach Interpretation umfasst die Revolutionsarchitektur tatsächlich errichtete Bauten und / oder im Entwurfsstadium steckengebliebene architektonische Konzepte.

RevPAB (Hotellerie): Der »Revenue per Available Bed«. Der »Erlös pro verfügbarem Bett«. Der Wert errechnet sich folgendermaßen: Belegungsquote je Bett mal durchschnittlicher Preis je belegtem Bett gleich durchschnittlicher Bettenerlös.

RevPAC (Hotellerie): Der »Revenue Per Available Customer», also der »Erlös je anwesendem Gast« bzw. der je Gast über sämtliche Hotelabteilungen hinweg erzielte Erlös auf Nettobasis.

RevPAE (Hotellerie): Der »Revenue per Available Employee« bzw. der »Umsatz je eingesetztem Mitarbeiter«. Eine abteilungsbezogen und abteilungsübergreifend erfasste Messgröße der Mitarbeiterproduktivität.

RevPar (Hotellerie): Die geläufige Verkürzung des »Revenue per Available Room«. Zu Deutsch: »durchschnittlicher Zimmererlös je verfügbarem Zimmer«. Dieser zu den betrieblichen Schlüsselgrößen zählende Wert errechnet sich nach folgender Formel: Auslastungsquote (Occupancy) mal durchschnittlicher Zimmerpreis (Average Daily Rate) gleich durchschnittlicher Zimmererlös.

RevPATH (Hotellerie): Der »Revenue per Available Treatment Hour«. Deutsch: »Erlös je verfügbarer Behandlungsstunde«. Dieser Kennwert ist vergleichsweise jung; er kam im Zuge einer wachsenden Bedeutung von Wellnessangeboten auf. Er lässt sich auf den gesamten Wellnessbereich eines Hotels beziehen. Hier bildet er den Erlös je Nutzer ab.

RevPOR (Hotellerie): Kürzel für »Revenue per Occupied Room«. Der »Erlös je verkauftem bzw. belegtem Zimmer« Anders als der RevPAR stellt der RevPOR eine von der Auslastungsquote unabhängige Größe dar. Die Berechnungsformel lautet: Gesamterlös aus (reinen) Logisumsätzen geteilt durch die Anzahl vermieteter Zimmer.

Rezeption (Hotellerie): Der Empfangsbereich bzw. Empfangstresen eines Hotels, an dem die Eintragungsformalitäten, die Zimmerzuweisung und der Check-Out samt Zahlungsvorgängen abgewickelt werden.

Rezeptmauerwerk: Ein → Mauerwerk, dessen zulässige Druckspannungsgrundwerte abhängig von Steinfestigkeitsklasse, Mörtelart und -gruppe festgelegt werden.

RH (Wohnungssektor): Ein u. a. in Immobilienanzeigen für → »Reihenhaus« stehendes Kürzel.

Rhombendach: Auch »Rautendach« genannt. Eine von vier rautenförmigen Flächen gebildete Dachform.

Rhyolith: Ein zumeist heller Vulkanit, der als Naturwerkstein u. a. als Pflaster verwendet wird.