Immobilienwirtschaftliches Glossar

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Einträge zu R – Rauch

Rabatte (Gartenbau, Landschaftsarchitektur): Ein mit Blumen bepflanztes Zierbeet. Vielfach handelt es sich um schmale, Garten- oder Parkwege begleitende Beete.

Rabitz: Ein Drahtputz bzw. ein System aus metallener Tragkonstruktion (Rundstahl-Drahtgerippe), Putzträger und Putz(mörtel). Benannt nach Carl Rabitz, einem Berliner Maurermeister.

Rabitzdecke: Eine hängende, sehr feuerwiderständige Raumdecke, die aus tragendem Rundstahl-Drahtgerippe, Putzträger (zumeist Drahtgewebe) und aufgetragenem Gips- oder Zementputz besteht. Diese Deckenart wird auch als »Drahtputzdecke« bezeichnet.

Rabitzwand: Auch »Drahtputzwand« genannt. Eine gewöhnlich zur Trennung von Innenräumen errichtete Wand, die aus einem Kern aus Rundstahl-Drahtgerippe, Putzträger (zumeist Drahtgewebe) und beiderseitig aufgebrachtem Gips- oder Zementputz besteht.

Radabweiser: Ein oft in die Form eines mehr oder minder hohen Pfostens gebrachter, häufig verzierter Stein, der Gebäudekanten vor Beschädigungen durch Räder von Droschken und / oder Lastgespannen schützte. Moderne Radabweiser bestehen häufig aus Beton.

Radbagger: Eine als Radfahrzeug ausgelegte Baumaschine zum Lockern, Ausheben und Bewegen von Erdreich, Fels, Kohle, Schüttgut usw. Kennzeichnend sind vier Komponenten: das Fahrzeug selbst (Unterwagen), ein gewöhnlich drehbarer Oberwagen, ein zumeist knickbarer, hydraulisch gesteuerter Ausleger sowie ein an diesen angebrachtes, ebenfalls hydraulisch steuerbares Anbaugerät bzw. eine Schaufel. Bagger dienen u. a. dem Aushub und der Verfüllung von Baugruben.

Raddozer: Ein mit Rädern ausgestatteter → Bulldozer, also eine Maschine zum Abtragen, Einebnen, Glätten und Verdichten von Erdreich. Kennzeichnend ist ein vorne angebrachter stählerner Schild, mit dem sich der Oberboden bzw. Substrate abschieben lassen. Je nach Einsatzzweck werden Bulldozer mit geraden, gebogenen, S-förmig gewellten und V-förmigen Schilden oder Zusatzgeräten (Aufreißern, Pflügen, Winden usw.) bestückt.

Radfenster: Eine → Fensterrose, deren Maßwerkglieder speichenartig von einem mittigen Ring oder einem nabenähnlichen Zentralpunkt abstrahlen. Das Radfenster wird auch als »Katharinenrad« bezeichnet.

Radfertiger (Asphaltfertiger): Eine vorwiegend im Verkehrswege- und Deponiebau eingesetzte, mit Radfahrwerk ausgestattete Baumaschine. Ihr primärer Einsatzzweck liegt im Einbau von Walzasphalt; sie kann auch herangezogen werden, um Sand, Kies, Schotter oder Beton zu verbauen. Die Maschine besteht aus Antriebseinheit, stirnseitig angebrachtem Aufnahmebehälter, Kratzerbändern, Verteilerschnecke, Einbaubohle, Heizung und Nivelliereinheit.

Radialkapelle: Eine andere Bezeichnung für eine Kranzkapelle. Es handelt sich um eine von mehreren, zumeist radial vom Hauptaltar oder einem Chorumgang beherrschten Kirchenbereich abstrahlenden → Kapellen.

Radialrampe (Autobahn): Eine selten verwendete Bezeichnung der → Schleifenrampe.

Radiator (Heizungstechnik): Ein Körper bzw. System, das (überwiegend) Strahlungswärme abgibt. Die Hüllen zu Heizzwecken eingesetzter Radiatoren bestehen regelhaft aus Metall; idealtypisch weisen sie volumenbezogen große Oberflächen auf. Moderne, elektrisch betriebene (energiebilanziell fragwürdige) Vertreter kennzeichnen gerippte Oberflächen. Zu den Radiatoren zählen – häufig übersehen – u. a. historische Kasten- oder Kanonenöfen. Eine gleichermaßen fundierte wie kurzweilige Abhandlung zum Thema verfasste Julia Schrader: Radiatoren: Gusseiserne Heizkörper, anderweit Verlag, Suderburg-Hösseringen, 2002.

Radlader: Eine mit Radfahrwerk und vertikal beweglicher Schaufel versehene Baumaschine. Sie wird zur Beseitigung von Erde und Bauschutt eingesetzt; das Material wird regelhaft nur über Strecken im Meterbereich transportiert.

Radstößer: Ein oft in die Form eines mehr oder minder hohen Pfostens gebrachter, häufig verzierter Stein, der Gebäudekanten vor Beschädigungen durch Fahrzeugräder (von Kutschen und / oder Gespannen) schützte. Moderne Radstößer bestehen häufig aus Beton.

Radweg: Ein straßenbegleitend geführter oder auf einer eigenen → Trasse angelegter → Weg, dessen Nutzung Radfahrern vorbehalten ist.

Rähm (Fachwerkbau): Der obere, horizontal eingezogene Abschlussbalken einer Holzrahmenkonstruktion, also die obere Begrenzung der Fachwerkwand oder eines Stockwerkes. Das auch als Auflager für Sparren usw. dienende Rähm leitete horizontale Schubkräfte über Streben und vertikalen Kräfte über Stiele in das Fundament ab.

Rähmbauweise: Eine aus dem → Ständerbau entwickelte, im 15. Jahrhundert aufgekommene Fachwerkbauweise. Die Seitenwände ausbildenden Ständer als tragende Konstruktionselemente erstrecken sich – anders als beim Vorläufer – jeweils nur über die Höhe eines Stockwerks. Den oberen Abschluss bildete ein Rähmholz bzw. Rähm. Die auch als »Stockwerkbauweise« bezeichnete Konstruktionstechnik gestattete es, obere Etagen über den Grundriss des Erdgeschosses hinauszuziehen. – In beengten Städten ein Vorteil.

Rahmenfachwerk: Ein Tragwerk. Der Aussteifung dienen leichte, das Gebäudeinnere senkrecht durchziehende Stahlfachwerkelemente. Nachteilig wirkt der gegenüber modernen Bauverfahren um 20 – 30 % höhere Stahlverbrauch. Als bekanntestes Beispiel dieses Bautyps dürfte das 1931 nach nur 410 Tagen Bauzeit vollendete Empire State Building in New York (USA) zu erachten sein.

Rahmenmietvertrag (öffentlich, Schweiz): Ein zwischen Mieter- und Vermieterverbänden abgestimmter Mietvertrag mit allgemeinverbindlichem Charakter.

Rajon: Eine verwaltungstechnisch mit bundesdeutschen Landkreisen oder kreisfreien Städten vergleichbare administrative Einheit in verschiedenen Ländern des ehemaligen Ostblocks.

Rammbock (historisch): Ein Gerät, das eingesetzt wurde, um Tore oder Mauern zu durchbrechen. Die einfachste Form des Rammbocks ist ein getragener Baumstamm, der wiederholt gegen das jeweilige Hindernis gestoßen wird. Eine komplexere Variante stellen unter rollenden Schutzdächern aufgehängte, mit Haltegriffen und Metallkopf versehene Schwingrammen dar.

Rammbrunnen: Eine zur kleinmaßstäbigen Grundwassergewinnung erstellte Anlage. Kennzeichnend ist, dass ein Rohr in den Boden gerammt wird, durch das Grundwasser gefördert wird. Schlagbrunnen zählen zu den → Nutzbrunnen; gewöhnlich dienen sie der Brauchwasserförderung bzw. zur Trinkwasserförderung für Vieh. Die Brunnenart ist auch als »Schlagbrunnen« und »Abessinierbrunnen« bekannt.

Rampe (Raumfahrt): Kurzbezeichnung der Startrampe, einer Konstruktion, von der aus Raketen gestartet werden können. Diese Rampen stellen sich als Starttürme dar, die mit Versorgungs-, Mess- und Kontrollleitungen versehen sind.

Rampe (Theater): Der zum Zuschauerraum weisende erhöhte Bühnenrand, in dem – vor Zuschaueraugen verborgen – Beleuchtungskörper montiert sind, die zur Erhellung der Bühne dienen.

Rampe (Verbindungsstraße): In Bezug auf Autobahnen eine Kurzbezeichnung der Verbindungsrampe, einer Straße im Bereich eines Autobahnkreuzes, die zwei Autobahnstränge miteinander verbindet.

Rampe (Zu- / Abfahrt): Eine Kurzbezeichnung für eine Autobahnauffahrt bzw. eine Autobahnabfahrt

Rampenstufe: Eine Stufe, deren Trittfläche von geneigten Randkanten eingefasst ist; die Form ermöglicht es, sie z. B. mit einem Kinderwagen zu befahren. Bei entsprechender Breite und geringem Neigungswinkel entstehen rollstuhlgerechte Stufen.

Ranch: Ein ausgedehnter, regelhaft viele Quadratkilometer großer Landbesitz einschließlich der Wohn- und Nutzgebäude, der einer extensiven Weidehaltung von Rindern und / oder Schafen dient. In Ausnahmefällen wird ergänzend bzw. auf vergleichsweise kleinen Flächen Landwirtschaft betrieben.

Randschlag (Steinbearbeitung): Eine sorgfältig behauene, in ebene Form gebrachte randliche Begrenzungsfläche eines Steinquaders. Der Randschlag wird auch »Saumschlag« genannt.

Randstein: Eine im süddeutschen Sprachraum übliche Bezeichnung für »Bordstein«. Es handelt sich um ein bauliches Element im Straßen- und Wegebau, das dazu dient, verschiedene Bereiche des Straßenraumes voneinander abzusetzen sowie Fahrbahn- und Gehsteigränder zu befestigen. Bordsteine werden regelhaft aus → Beton oder Naturstein – insbesondere widerständigem → Granit – hergestellt.

Rang (Grundbuchwesen): Siehe → Rangstelle (Grundbuchwesen).

Rangamandapa: Säulenhallen bzw. Säulenvorhallen jainistischer Tempel, die häufig an Pavillons erinnern; sie dienen u. a. als Tanzhallen.

Ranga Mandapa: Siehe → Rangamandapa.

Rangierbahnhof: Eine güterverkehrliche Bahnanlage, in der Frachtzüge zusammengestellt werden.

Rangstelle (Grundbuchwesen): Bei mehreren im Grundbuch eingetragenen Belastungen bzw. Gläubigern die jeweilige Position eines Gläubigers innerhalb einer Hierarchie, die festlegt, in welcher Reihenfolge die Ansprüche der Gläubiger (im Zwangsvollstreckungsfall) befriedigt werden. Es gilt: Je niedriger der Rang, desto höher das Risiko, leer auszugehen.

Rapakiwi: Ein von Feldspateinsprengseln durchsetzter Granit. Unter verschiedenen Handelsbezeichnungen finden diese Gesteine vor allem bei der Herstellung von Fassaden, Fußböden und Grabstätten Verwendung.

Rappputz: Ein einlagig, durch Anwerfen oder Aufziehen aufgebrachter rauer → Putz, der mit einer Kelle oder einem Quast geglättet wird.

Raseneisenerz: Siehe → Raseneisenstein.

Raseneisenstein: Ein in Grundwassernähe verfestigtes, poriges Sediment, dessen harte Vertreter vor allem in gesteinsarmen Gebieten zum Bau von Fundamenten und Mauern eingesetzt wurde.

Rasengitter: Eine gewöhnlich aus Beton oder Kunststoff gefertigte, gitterähnliche Befestigung für begrünte Verkehrsflächen einschließlich begrenzender Wände und Böschungen (Garagenzufahrten Gartenwege, Kfz-Stellplätze usw.). Rasengitter werden eingesetzt, um die Tragfähigkeit des Grundes zu erhöhen und die Flächenversiegelung zu begrenzen bzw. Versickerungsflächen zu erhalten.

Rasengitterstein: Ein zumeist aus Beton vorgefertigtes Bauelement zur Befestigung begrünter Verkehrsflächen einschließlich begrenzender Wände und Böschungen.

Rasenhängebank (Bergbau): Eine zu ebener Erde befindliche → Hängebank.

Rasteille (Festungsbau): Ein oft in einem Geländeeinschnitt geführter Weg, der aus dem umwallten Festungsbereich in einen Graben führt.

Ratendarlehen: Gleichbedeutend mit »Abzahlungsdarlehen«. Ein → Darlehen, das in gleichbleibenden Raten zurückzuzahlen ist. Bei dieser Darlehensart wird der über die Laufzeit fällige Zinsbetrag zu Beginn auf die Darlehenssumme aufgeschlagen und die Rate ausgehend von dem errechneten Gesamtbetrag berechnet.

Ratha: Ein hinduistischer Tempel, der sich als Nachbildung eines Prozessionswagens darstellt.

Rathaus: Ein gewöhnlich repräsentativ gestaltetes Gebäude, das als zentraler bzw. primärer Verwaltungssitz eines Bezirks, einer Gemeinde, einer Stadt oder eines Stadtstaates dient. Es beinhaltet publikumsoffene und der Öffentlichkeit nicht oder nur eingeschränkt zugängliche Bereiche wie Sitzungseinrichtungen.

Rathaussaal: Die neben der Eingangshalle gewöhnlich größte, oft repräsentativ ausgestaltete, für Ratssitzungen genutzte Räumlichkeit eines → Rathauses.

Ratna: Die Bezeichnung für einen Turm bengalischer Hindu-Tempel.

Rating (immobilienbezogen): Eine regelhaft systembasierte Analyse, die darauf abhebt, den Grad der Ertragssicherheit von Immobilien und ihre jeweiligen Ertragsaussichten einzugrenzen. Im Grunde geht es darum, Immobilien einzelnen Risikokategorien zuzuordnen, Ertragsklassen abzubilden, Investments vergleichbar zu machen. Vertiefend siehe → Immobilienrating.

Ratssaal: Die neben der Eingangshalle gewöhnlich größte, oft repräsentativ gestaltete, für Ratssitzungen genutzte Räumlichkeit eines → Rathauses.

Raubburg: Gleichbedeutend mit → »Raubritterburg«.

Raubritterburg: Eine Wohn- und Wehranlage, die Sitz eines auf Abwegen befindlichen Angehörigen des Ritterstandes war, der Straßenräuberei betrieb und / oder Plünderungen nachging. Der Begriff kam erst im 18. Jahrhundert auf.

Rauchfang: Eine süddeutsche und österreichische Bezeichnung für »Schornstein«. Ein zumeist senkrecht errichteter Hohlbau, der Gebäuden aufsitzt oder seitlich an ihnen hochgezogen ist. Er dient dazu, in Öfen bzw. Verbrennungsanlagen entstehenden Rauch nach außen abzuleiten.

Rauchfanggeld (historisch, Österreich): Eine Spielart der → Dachsteuer, die als immobilienbezogene Vermögenssteuer aufzufassen war. Eingeführt und erhoben wurde sie von der Krone erstmals im Jahr 1572, um Geldmittel für den Krieg gegen das expandierende Osmanische Reich zu beschaffen.

Rauchfangkehrer: Ein in einigen süddeutschen Gegenden und Österreich üblicher Ausdruck für »Schornsteinfeger« und »Kaminkehrer«.

Rauchgasmelder: Ein automatischer Brandmelder, der Alarm schlägt, sobald festgelegte Konzentrationsschwellen von Kohlenstoffdioxid, Kohlenstoffmonoxid oder sonstigen verbrennungstypischen Gasen in der Raumluft überschritten werden. Eine andere Bezeichnung ist »Brandgasmelder«.

Rauchhaus (historisch): Ein Gebäude, das mit einer Feuerstelle ausgestattet war, jedoch keinen Schornstein besaß. Entstehender Rauch zog durch Wandöffnungen (Fenster, Türen usw.) ab.

Rauchküche: Eine → Küche mit offener Feuerstelle. Entstehender Rauch zog durch eine Dachöffnung ab oder wurde über einen Kamin abgeführt. Rauchküchen dienten vorwiegend dem Kochen, gestatteten es aufgrund ihrer Anlage jedoch, über der Feuerstätte gelagerte landwirtschaftliche Produkte gleichsam nebenher zu räuchern, also haltbar zu machen.

Rauchkuchl: Eine regionale Bezeichnung der → Rauchküche.

Rauchstube: Siehe → Rauchküche.

Rauchwarengeschäft: Ein kaum noch gebräuchlicher Begriff für einen Einzelhandelsbetrieb, der Felle, Pelze und aus diesen Materialien gefertigte Kleidungsstücke verkauft. Es handelt sich somit um einen Betrieb, der Kürschnerwaren führt. Heute wird der Begriff – an sich fälschlich – zumeist auf Tabakwarengeschäfte bezogen.

Rauchwarenhandlung: Siehe → Rauchwarengeschäft.