Immobilienwirtschaftliches Glossar

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Einträge zu Q

Qabr: Bei muslimischen Grabbauwerken die eigentliche Grabkammer bzw. ein unterirdisch angelegter, aus Stein errichteter Bestattungsraum.

Qala: Siehe → Qila.

Qanat: Ein auf Schächten und Stollen beruhendes System zur Wasserversorgung, das in Wüsten und Trockensavannen des Nahen und Mittleren Ostens sowie in Nordafrika verbreitet ist. Die Wasserleitung folgt einem natürlichen Gefälle. Geschaffen werden Qanate, indem zwischen Wasserquelle und Verbrauchsort eine lange Reihe brunnenähnlicher, gewöhnlich 20 m - 200 m tiefer Schächte gegraben und ihre Sohlen zu einem unterirdischen, schwach geneigten, durchschnittlich rund 70 cm breiten und 1,20 m hohen Kanal verbunden werden. Der Wassertransport erfolgt oft über viele Kilometer. Technisch gesehen handelt es sich bei Qanaten um → Gravitationsleitungen bzw. → Freispiegelleitungen. Das Qanat kam im Gebiet des heutigen Iran auf; es verbreitete sich bis ins nordwestliche Afrika.

Qasr: Allgemein eine → Burg oder ein herrschaftliches Schloss bzw. der oft burgähnlich befestigte Regierungspalast islamischer Herrscher.

Qila: Ein ursprünglich persisches Wort für → »Burg« oder → »Festung», das sich als Präfix in zahlreichen Bauwerksnamen im Iran, Afghanistan, Indien, Pakistan und einigen anderen Staaten findet.

Quader (Stein): Siehe → Quaderstein.

Quadermauerwerk: Ein zu einer Mauer- bzw. Wandstruktur gefügter Verbund einzelner → Quadersteine.

Quaderputz: Ein → Putz, der vor seiner Erhärtung derart mit → Fugeisen bearbeitet wird, dass seine Oberfläche den Eindruck erweckt, als wäre sie aus → Quadersteinen gefügt.

Quaderstein: Ein regelmäßig behauener Werkstein quadratischer oder rechtwinkliger Form, der oben, unten und an den Seiten ebene Flächen aufweist. Sofern die Sichtfläche roh belassen bzw. nur grob behauen ist bzw. buckelförmig ausgeformt ist, wird von »Bossenquader», bei umlaufendem Randschlag von »Buckelquader« gesprochen.

Quaderung (gegenständlich): Eine nachgebildete Anmutung von Quadermauerwerk; sie wird erzeugt, indem Fugen in Putz geritzt oder auf Putz aufgemalt werden.

Quaderung (prozessual): Die Herstellung einer Quaderwerksanmutung durch Einritzung oder Aufmalung eines Fugenbildes in bzw. auf Putz.

Quadratischer Schematismus (Architektur): Siehe → Quadratisches Schema.

Quadratisches Schema (Architektur): Eine Blaupause für die Grundrissgestaltung romanischer → Basiliken. Die Grundlage bildete jener Raum, der beim Aufeinandertreffen von Haupt- und Querschiff entsteht (Vierung). Die jeweilige Dimension dieses Bereiches wurde zum Bruchteil der Maße von Lang- und Querhaus, also gleichsam in multiplizierter Form aneinandergesetzt. Das Schema wurde baulich in Zusammenhang mit der Verbreitung des → Kreuzgewölbes umgesetzt.

Quadrierung (gegenständlich): Siehe → Quaderung (gegenständlich).

Quadrierung (prozessual): Siehe → Quaderung (prozessual).

Quadro riportato: Eine italienische Bezeichnung, die mit »vorgetragenes Bild« übersetzt werden kann. Es handelt sich um ein unmittelbar auf eine Wand oder Decke gemaltes Bild, das in einen Stuckrahmen gefasst ist. Der Betrachter wird gleichsam genarrt, insofern der Eindruck entsteht, dass es sich um ein aufgehängtes Bild, nicht um eine Wand- bzw. Deckenmalerei handelt.

Quaestorium (historisch, Militärwesen): Der Sitz des Lagerkommandanten eines römischen Militärlagers.

Qualifizierter Lageplan (Bauvorlagenverordnung, Deutschland): Eine kartographisch und textlich basierte Darstellung der räumlichen und eigentumsrechtlichen Situation, in der sich ein Baugrundstück befindet. Der Informationsgehalt dieses Lageplans geht erheblich über jenen des → einfachen Lageplans hinaus. Neben dort vermerkten Angaben (Grundstücksadresse, Grundbuchblatt, Flur, Flurstück, Eigentümer / Erbbauberechtigte, Baulasten) enthält er zusätzlich aus dem Liegenschaftskataster entnommene Grundstücksabmessungen, Aussagen über Grenzzuverlässigkeiten und die Erkennbarkeit von Grenzen im örtlichen Zusammenhang, die Namen benachbarter Grundstückseigentümer und Aussagen über den Vollständigkeitsgrad in Bezug auf verzeichnete Gebäude. Der qualifizierte Lageplan besitzt eine hohe Rechtssicherheit.

Quelle (Hydrologie): Eine Örtlichkeit, an der Grund- oder Tiefenwasser infolge natürlicher Vorgänge kontinuierlich, periodisch oder gelegentlich zutage tritt.

Quelle (Logistik): Der Start- bzw. Ausgangspunkt einer Transportkette / logistischen Kette.

Quellen (Baustoffe): Eine u. U. mit Formänderungen verbundene Volumenvergrößerung infolge von Feuchtigkeitsaufnahme.

Quellentemperatur (Heizung): Die von einer Wärmepumpe nutzbare Temperatur einer Wärmequelle (Erdreich, Wasser usw.), die zur Umwandlung in Heizwärme genutzt werden kann.

Quellkalk: Eine andere Bezeichnung für den Kalktuff. Es handelt sich um ein poröses, entsprechend leichtes sekundäres Sedimentgestein, das u. a. im Gewölbebau verwendet wurde.

Quelllüftung: Die energetisch effektivste Form der → Verdrängungslüftung, bei der Frischluft über bodennah (bis etwa 1 m Höhe) einmündende Zulässe in einen Raum eingebracht wird. Die mehrseitig eingeleitete Frischluft steigt an erwärmten Körpern bzw. Flächen auf, wird also unmittelbar dort wirksam, wo ihr Einfluss benötigt bzw. gewünscht wird.

Quellmaß (Holz): Eine in Bezug auf Bauhölzer bzw. Holzbauteile elementare Kenngröße, die angibt, wie sich das Volumen bzw. die Dimension von Holz bei Feuchteaufnahme verändert. Regelhaft gilt, dass in Längs- bzw. Faserrichtung weit geringere Veränderungen eintreten als im Querschnitt (möglich).

Quellschüttung: Die vielfach mehr oder minder ausgeprägten zeitlichen Schwankungen unterliegende Ergiebigkeit einer → Quelle, also die je Zeiteinheit austretende Wassermenge.

Querachse (Architektur): Eine senkrecht zur → Längsachse eines Raumes, Körpers oder einer Fläche ausgerichtete → Achse.

Querbalken: Ein quer zur Firstrichtung verbauter → Balken.

Querbalkenlage: Eine quer zur Firstlinie ausgerichtete Balkenlage (Gesamtheit aller Balken, die in einer Konstruktionsebene liegen).

Querbeil (Holzbearbeitung): Ein Werkzeug mit einem quer zum Stiel ausgerichteten, sich nach vorne regelhaft verbreiternden Blatt (Schneide). Das Querbeil dient zur Oberflächenbearbeitung von Holz; es wird sowohl zum Abnehmen großer Späne als auch zur feineren Spanabnahme (Schlichten) und zum Glätten verwendet.

Querdiele (Gang): Eine im 90-Grad-Winkel zur Firstlinie eines Hauses bzw. zur Hauptachse einer baulichen Einheit ausgerichtete Diele.

Querhaus (Kirchenbau): Ein → Querschiff eines Kirchenbauwerks.

Querlüftung (allgemein): Eine freie, durch Winddruck bzw. Druckdifferenzen erzeugte Lüftung, die von einer Gebäude- bzw. Raumseite zur anderen gerichtet ist. Umgangssprachlich wird von »Durchzug« gesprochen. Die Luft tritt dabei durch Öffnungen an einer Seite ein, auf der anderen Seite aus. Eintretende Außenluft wird nicht vorgewärmt, eine Wärmerückgewinnung unterbleibt, sodass eintretende Luft im Bedarfsfall durch Energieeinsatz aufzuheizen ist.

Querlüftung (technisch): Eine Form der → Verdrängungslüftung, bei der einem Raum frische Luft über die (teils volle Höhe) einer senkrechten Raumbegrenzungen zugeführt wird.

Queroval (Architektur): Eine elliptische Form, deren längere Achse quer zur Hauptachse eines übergeordneten Raumes ausgerichtet ist.

Querriegelschloss: Eine an einen Torbalken bzw. Torriegel erinnernde Schließvorrichtung, die innenraumseitig über die gesamte Türbreite verläuft. Dieser balkenartige Kasten beinhaltet den Schließzylinder; er läuft in beiderseits der Tür verankerten Schließkästen aus, die massive Riegeln bergen.

Querschiff: Ein rechtwinklig zum Langhaus bzw. im 90-Grad-Winkel zur Hauptachse des Bauwerks angelegtes → Kirchenschiff mit einer gemessen am Langhaus kürzeren Achse (bei → Kreuzkuppelkirchen, deren Kreuzarme gleiche Achslängen aufweisen, lässt sich jene Achse, die nicht den Altar beinhaltet, als Querschiff bezeichnen). Das Querschiff verläuft gewöhnlich vor dem → Chor. Fallweise wurden zwei hintereinandergeschaltete Querschiffe (eines davon kürzer) angelegt.

Querschiffige Saalkirche: Eine Spielart der → Saalkirche, die durch einen an der Längsseits des Schiffes angelegten Altarbereich gekennzeichnet ist.

Querschlag (Bergbau): Eine gegen eine Gebirgsschicht aufgefahrene → Strecke.

Querschnittsflächeninhalt (Tunnelbau): Der Inhalt der rechtwinklig zur Längsachse der Tunnelröhre ausgerichteten Fläche.

Quotation (Hotellerie): Ein für Zimmer oder Veranstaltungsräume für einen bestimmten Zeitraum festgesetzter Preis bzw. der Vorgang dieser Preisfestsetzung.