Immobilienwirtschaftliches Glossar

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Einträge zu P – Pap

Pacht: Insbesondere in Bezug auf Grund und Boden (Land- und Forstwirtschaft) sowie in der Hotellerie die gängige Bezeichnung für »Miete«. Konkret: Das für eine befristete Nutzungsüberlassung einer Sache (Ackerland, Hotelimmobilie usw.) regelmäßig zu entrichtende bzw. vereinnahmte Entgelt. In der Hotellerie steht der Pachtbegriff für die »Miete« eines Hotels einschließlich des auf die Ausstattung entfallenden Anteils.

Pacht, indexierte: Ein Pachtbetrag, dessen Anpassung an die Veränderung des Geldwertes gekoppelt ist. Als Grundlage wird regelhaft der Verbraucherpreisindex herangezogen.

Pachtdauer: Die Laufzeit eines → Pachtvertrages.

Pachteinnahme: Siehe → Pacht.

Pächter: Eine natürliche oder juristische Person, die ein Landstück bzw. ein bebautes oder unbebautes – Grundstück von dessen Eigentümer oder Handlungsbevollmächtigten gegen Zahlung eines regelmäßigen Entgeltes zur Nutzung übernimmt. Im Kern entspricht der Begriff dem »Mieter«; angewendet wird er vor allem in Bezug auf land- und forstwirtschaftliche Grundstücke sowie vollständig ausgestattete → Hotels.

Pachterlös: Siehe → Pacht.

Pachtertrag: Die durch entgeltliche Nutzungsüberlassung einer land- oder forstwirtschaftlichen Immobilie oder eines → Hotels an einen Dritten erzielte Einnahme (brutto oder netto). In Bezug auf Hotels weicht der Pacht- dem Mietbegriff, wenn die nutzerseitige Zahlungsverpflichtung auf die Einrichtung entfallende Bestandteile ausschließt.

Pachtgeber: Eine ältere Bezeichnung für einen → Verpächter.

Pachtgrund (gegenständlich): Ein regelhaft dem land- und forstwirtschaftlichen Bereich zuzuordnendes Stück Land, das im Rahmen einer entgeltlichen Nutzungsüberlassung bzw. auf Grundlage eines → Pachtvertrages genutzt wird.

Pachtland: Siehe → Pachtgrund.

Pachtlaufzeit: Eigentlich »Pachtvertragslaufzeit«. Der Zeitraum, über den hinweg ein Pachtverhältnis besteht.

Pachtnahme: Ein vorwiegend in Österreich und der Schweiz geläufiger Begriff, der für eine Nutzungsübernahme von Grundstücken bzw. Liegenschaften auf Grundlage eines → Pachtvertrags bezeichnet.

Pachtnehmer: Eine ältere Bezeichnung für einen → Pächter.

Pachttragfähigkeit (Hotellerie): Die »Mietverkraftbarkeit« eines Hotels. Gewöhnlich wird die tragbare Pacht aus dem GOP (Bruttobetriebsergebnis) abgeleitet. Für umsatzbezogen gut aufgestellte Häuser werden mehrheitlich GOP-Anteile von 60 % - 70 % als vertretbar betrachtet. Bei entsprechender Markt-, Standort- und Objektqualität sind (internationale) Betreiber jedoch bereit, höhere Prozentsätze zu akzeptieren.

Pachtvereinbarung: Siehe → Pachtvertrag.

Pachtvertrag: Eine Bezeichnung für einen »Mietvertrag« für → Immobilien aus den Bereichen Land- und Forstwirtschaft sowie der Hotellerie. Es handelt sich um eine rechtlich bindende Vereinbarung zwischen zwei Parteien - dem zahlungspflichtigen Nutzer und dem Zahlungen erhaltenden Pachtgeber - bezüglich einer Nutzungsüberlassung eines bebauten oder unbebauten → Grundstücks, mehrerer Immobilien, einer Gebäudeteilfläche oder mehrerer Teilflächen. Bezogen auf → Hotels greift der Mietbegriff, sofern vereinbarte Zahlungen keine auf die Einrichtung entfallenden Anteile beinhalten.

Pachtvertrag, hybrider (Hotellerie): Eine → Fest- und → Umsatzpacht verbindende Vertragsform. Heute wird zumeist eine den Betreiber schützende Deckelungsklausel (Cap Clause) vereinbart. Sie legt Verlustobergrenzen sowie einen Zeitraum fest, nach dem der Pächter ein außerordentliches Kündigungsrecht ausüben kann, sollte er die geschuldete Festpacht bis zum Stichtag nicht erwirtschaften können.

Pachtvertrag, indexierter: Ein Nutzungsüberlassungsvertrag auf Pachtbasis, der eine → Indexierungsklausel enthält. Diese Bestimmung koppelt Anpassungen der regelmäßig fälligen Pacht an die Entwicklung des Geldwertes. Als Grundlage wird zumeist der → Verbraucherpreisindex (VPI) herangezogen. Bei Inflation erhöht sich der Pachtbetrag, bei Deflation sinkt er. Hundertprozentige Anpassungen sind ebenso möglich wie in Prozentsätzen ausgedrückte. Gewöhnlich greifen derartige Klauseln erst dann, wenn die kumulierten jährlichen Geldwertänderungen bezogen auf ein bestimmtes Ausgangsdatum einen festgelegten Schwellenwert erreichen (z. B. 10 %).

Pachtvertragsbedingungen: Siehe → Pachtvertragskonditionen.

Pachtvertragskonditionen: In Gesamtheit in einem → Pachtvertrag verankerter Bedingungen (unter denen ein Abschluss erfolgte bzw. erfolgen kann). Hierzu zählen u. a. die Vertragslaufzeit, eventuelle Verlängerungsoptionen, die Höhe des Pachtzinses, Pachtanpassungs- bzw. → Indexierungsklauseln, etwaige pachtfrei gestellte Zeiträume, Nebenkostenregelungen oder die Festlegung einer Kaution.

Pachtvertragslaufzeit: Ein rechtlich bindend vereinbarter Zeitraum, über den hinweg ein Pachtverhältnis besteht.

Pachtvertragsprolongation: Die aktive Laufzeitverlängerung eines bestehenden bzw. auslaufenden → Pachtvertrags.

Pachtwertmethode: Siehe → Pachtwertverfahren.

Pachtwertverfahren: Die auf Pachtimmobilien (land- und forstwirtschaftliche Liegenschaften, Hotels) bezogene Entsprechung des bei Mietobjekten (im deutschsprachigen Raum) verbreitet angewandten → Ertragswertverfahrens. Hier wie dort geht es darum, den → Marktwert einer Immobilie zu schätzen.

Pachtzins: Ein gewöhnlich regelmäßig zu entrichtender Geldbetrag, der einen Zahlenden (Pächter) zur Nutzung einer Immobilie berechtigt, die im → Eigentum einer anderen natürlichen oder juristischen Person (Verpächter) steht.

Pacific Coast Yellow Cedar (Holz): Eine unter mehreren Handelsbezeichnungen des → Yellow Cedar.

Packhaus: Eine andere Bezeichnung für ein Speichergebäude. Siehe → Speicher (Gebäude).

Padang Cristallo (Gestein): Eine Handelsbezeichnung für einen mittelkörnigen, gleichmäßig gemusterten Monzogranit, der in China im Tagebau gewonnen wird. Der Cristallo besitzt eine helle graue Färbung, ist witterungsbeständig und leicht zu bearbeiten. Verarbeitet wird der ausnehmend günstig gehandelte Granit u. a. zu Wand- und Bodenbelägen, Küchenarbeitsplatten, Fensterbänken und Waschtischen.

Padang Gelb (Gestein): Handelsbezeichnung eines mittelkörnigen, gelblichen Granits, der teils ins Rosa tendiert. Das in China gebrochene Gestein wird als Naturwerkstein vor allem im Garten- und Landschaftsbau (Gehwegplatten usw.).

Padang Hell (Gestein): Handelsbezeichnung eines sehr feinkörnigen, mittelgrauen Granodiorits, der – wie viele aus China stammende Gesteine – zumeist unter einer Buchstabe-Zahlenkombination gehandelt wird: G633. Genutzt wird der Padang Hell als Boden-, Terrassen-, Treppen- und Wandbelag sowie zur Herstellung von Küchenarbeitsplatten.

Pagode: Ein turmähnliches Gebäude, dessen Stockwerke dachartig abgeschlossen oder durch vorkragende Gesimse betont sind. Kennzeichnend ist weiterhin ein nach oben von Geschoss zu Geschoss gewöhnlich abnehmender Stockwerkdurchmesser. Die Pagode ist eine fernöstliche Bauwerksform; sie ist in China, Korea, Japan und Korea verbreitet.

Paket (immobilienbezogen): Ein mehrere Immobilien umfassender Bestand. Zumeist wird der Begriff auf Bestände bezogen, die (mutmaßlich) zum Verkauf stehen.

Paketabschlag (immobilienbezogen): Eine negative Differenz zwischen jenem Preis, der bei einem Einzelverkauf in einem Portfolio gebündelter Objekte erzielbar wäre, und jenem Preis, der für einen Erwerb des gesamten Portfolios geboten oder gezahlt wird. Abschläge werden verbreitet akzeptiert, um Vermarktungszeit und -kosten, die sich bei einem Einzelverkauf einstellen, zu vermindern.

Paketaufschlag (immobilienbezogen): Eine positive Differenz zwischen jenem Erlös, der bei einem Einzelverkauf in einem Portfolio gebündelter Objekte (wahrscheinlich) erzielbar wäre, und jenem Preis, der für einen Erwerb des gesamten Portfolios geboten oder gezahlt wird. Aufschläge werden teils hingenommen oder geboten, um Zeit und Kosten zu reduzieren, die mit einem Einzelerwerb anderer Immobilien verbunden wären. Ein entsprechendes Gebot kann sich u. a. – z. B. für Hotelketten – auch dann empfehlen, wenn rasch eine hohe Marktdurchdringung innerhalb eines Gebietes erreicht werden soll.

Paketkauf (immobilienbezogen): Der auf Zahlung eines Kaufpreises beruhende Erwerb eines mehrere Immobilien umfassenden Bestandes.

Paketverkauf (immobilienbezogen): Eine auf Vereinnahmung eines vereinbarten Kaufpreises beruhende rechtsverbindliche Übertragung eines mehrere Immobilien umfassenden Bestandes bzw. → Portfolios durch den Eigentümer an einen Dritten.

Palais: Siehe → Palast.

Palas: Ein zumeist mehrgeschossiger, aus Stein errichteter Saalbau mittelalterlicher Burgen und Pfalzen, der sich während der → Romanik weiter Verbreitung erfreute. Diese regelhaft rechteckig geschnittenen, mit einem → Satteldach versehenen Gebäude besitzen mehrheitlich zwei Hauptstockwerke, einen Keller oder ein überhöhtes Kellergeschoss (Souterrain). Der vor allem für Repräsentationszwecke (Empfänge, Feierlichkeiten usw.) genutzte, teils zweischiffig ausgelegte Hauptsaal (bei zwei- und mehrstöckigen Anlagen beinhalteten zumeist alle Etagen größere Säle) nimmt (nahezu) das gesamte Stockwerk ein. Erschlossen wird er über Innentreppen, teils auch über Außentreppen. Die Gebäudefassade wird typischerweise von Rundbogenfenstern bzw. entsprechenden Fensterarkaden aufgelöst und ist mehr oder minder reichhaltig ornamentiert.

Palas-Saal: Die »Aula Regia», der Königssaal bzw. die Königshalle romanischer Pfalzen.

Palast: Ein Wohn- und Repräsentationszwecken dienendes Prachtbauwerk. Der Begriff kann teils gleichbedeutend mit → Schloss verwendet werden. Anders als das (ursprünglich) klar von einer Umgebungsbebauung abgesetzte bzw. aus einem baulichen Zusammenhang herausgelöste Schloss, kommen Paläste jedoch durchaus als Glieder einer geschlossenen Bebauung vor.

Palastbau (prozessual): Die Errichtung eines → Palastes.

Palastbauwerk: In sich geschlossener Palast oder ein großes, optisch und / oder funktional als Teil eines Palastkomplexes ausgelegtes Gebäude mit repräsentativer Anmutung.

Palasthotel (faktisch): U. a. in Indien zu findende Spielart des → Beherbergungsbetriebes bzw. Hotels, die in alten, zweckentsprechend umgerüsteten Adelspalästen – u. a. der Maharadschas – eingerichtet ist.

Palasthotel (kulturhistorisch): Im westlichen Kulturkreis Welt eine Bezeichnung für Hotels gehobener Kategorie, die in palastähnlichen, überwiegend um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert errichteten Gebäuden betrieben werden. Beispielsweise in Indien ein Begriff, der sich auf Hotels bezieht, die in alten Adelspalästen – u. a. der Maharadschas – eingerichtet sind.

Palastkomplex: Aus mehreren Gebäuden und Bauwerken bzw. einzelnen Palästen bestehende Palastanlage. Definitorisch entscheidend ist, dass die Gebäude als Einheit wahrgenommen werden bzw. einen Nutzungszusammenhang aufweisen, der sich in inneren Wegeverbindungen spiegelt.

Palastmodell (gegenständlich): Dreidimensionale, mehr oder weniger detailreiche physische Wiedergabe eines → Palastes in miniaturisierter Form bzw. in verkleinertem Maßstab. Ein derartiges Modell kann einen bestehenden oder einstmals bestehenden Palast nachbilden, aber auch einen nie realisierten Entwurf oder ein rein fiktives Bauwerk.

Palästra (Antike, Griechenland): 1. Anfangs ein Sandplatz, der als Übungsstätte für Ringer und Faustkämpfer diente und zusammen mit der Laufbahn das Gymnasion bildete 2. Ab dem 5. Jahrhundert v. u. Z. entwickelte sich die Palästra zu einem baulich of anspruchsvoll gestalteten schulischen und sportlichen Ausbildungskomplex der Oberschicht.

Palastruine: Die baulichen Überreste eines → Palastes, der vorsätzlich oder durch ein Unglück stark zerstört wurde oder infolge mangelnder Instandhaltung weitgehend verfiel.

Palisade (Wehrbau): Eine geschlossene, mit einem Tor oder auch mehreren Einlässen versehende Reihe oben zugespitzter, in den Erdboden gerammter Stämme. Palisaden bildeten eine wichtige Verteidigungsanlage von keltischen Fliehburgen bis hin zu US-amerikanischen Forts.

Palladianismus: Eine auf Andrea Palladio (1508 – 1580) zurückgehende baulich-gestalterische Linie, die sich an antiken Vorbildern orientierte und deren klare Formensprache übernahm. Somit handelte es sich um eine Art klassizistischer Strömung, die als eine Antithese zum verspielten, zum opulenten → Barock interpretiert werden kann. Sie verbreitete sich im 17. Jahrhundert vor allem in protestantischen europäischen Territorien. Kennzeichnend ist u. a. ein Rückgriff auf Kolossalordnungen; bekannt ist das sogenannte → »Palladio-Motiv«.

Palladio-Motiv: Ein Dreiklang aus einer rundbogig abgeschlossenen Wandöffnung und zwei schmalen, diese beiderseits einfassenden, vertikal ausgerichteten Rechtecköffnungen. Voneinander abgesetzt waren diese Elemente ursprünglich durch Säulen, in späterer Zeit auch durch schmale Wandpartien.

Palmengewölbe: Andere Bezeichnung des Fächergewölbes. Es handelt sich um ein → Gewölbe, bei dem ausgehend von den Stützen bzw. den an einer Wand befindlichen → Diensten, also den Auflagern, mehr als drei Rippen abstrahlen.

Palmette: Ein bereits in babylonischer Zeit aufgekommenes Ornament. Es stellt – regelhaft stark abstrahiert – den Wipfel einer Palme dar.

Palmettenfries: Ein aus → Palmetten und Voluten gebildetes Zierband.

Palmetten-Papyrus-Kapitell: Ein altägyptisches → Kapitell, das ein Wechselspiel spitz auslaufender Palmwedel und geschlossener Papyrusdolden zeigt.

Paltrockwindmühle: Fortentwicklung der → Bockwindmühle, bei der → Bock und → Hausbaum durch einen auf einem Ringfundament gelagerten Rollendrehkranz ersetzt sind. Infolge der stabileren Konstruktion lassen sich größere und schwerere Mühlen errichten.

Pancharatna (das): Ein vor allem in Bengalen (Indien) vorkommender, mit fünf Türmen versehener Tempel bzw. ein entsprechendes Heiligtum.

Panchayatana (das): Ein hinduistischer Tempelkomplex, der sich aus einem Haupttempel und vier, jeweils an den Ecken der Gesamtanlage befindlichen Nebentempeln zusammensetzt.

Panda White (Gestein): Eine von vielen Handelsbezeichnungen des in China gebrochenen G633 bzw. Padang Hell. Der sehr feinkörnige, mittelgraue Granodiorit wird als Boden-, Terrassen-, Treppen- und Wandbelag sowie zur Herstellung von Küchenarbeitsplatten genutzt.

Paneel (Innenausbau): Eine Vollholzplatte oder furnierte Tafel, die zur Wand- und Deckenverkleidung eingesetzt wird.

Paneel (Solarenergie): Ein → Solar- bzw. → Photovoltaikmodul.

Paneelierung (Innenausbau, physisch): Gegenständliche Vertäfelung.

Paneelierung (Innenausbau, Vorgang): Die Tätigkeit einer Verkleidung einer Wand oder Decke mit → Paneelen.

Panikverkauf (immobilienbezogen): Instinktiv erfolgende, von Furcht getriebene Veräußerung einer Immobilie. Ursächlich sind zumeist drohende, von extremen Preisverfällen bzw. rapide fallender Kaufneigung gekennzeichnete Markteinbrüche. Angesichts markttypischen Herdenverhaltens lösen erste (bekannt werdende) Verkäufe vielfach eine Kettenreaktion aus, die eine sich selbst verstärkende Abwärtsspirale schafft. Die Panik wächst, erzielbare Preise fallen ins Bodenlose.

Pannenbucht: In Österreich gebräuchliche Bezeichnung für Areale an → Autobahnen, die Fahrern defekter (aus eigener Kraft dorthin gelangter oder abgeschleppter) Fahrzeuge eine den Verkehrsstrom nicht beeinträchtigende Halte- bzw. Abstellmöglichkeit bieten.

Pannenstreifen: In Österreich und der Schweiz die Bezeichnung für den Seitenstreifen (einer Autobahn). Es handelt sich um die rechts neben dem Fahrstreifen einer Richtungsfahrbahn gelegene Spur, sofern diese nicht durch Bodenmarkierungen als Beschleunigungs- oder Verzögerungsstreifen kenntlich gemacht ist.

Pantryküche: In reinem Deutsch als »Mini-« und »Schrankküche« bezeichnet. Kleine, zumeist 90 – 120 cm breite Einbauküche, die zumeist eine Spüle, zwei Kochplatten und einen kleinen Kühlschrank bietet. Pantryküchen werden häufig in Ferienwohnungen, Boarding Houses usw. installiert.

Panzerglas: Die geläufige Bezeichnung für ein besonders starkes → Verbundsicherheitsglas (Stärke ab ca. 2,5 cm).

Panzerhalle (militärisch): Gewöhnlich massives Gebäude, das zum Abstellen, zur Wartung und / oder zur Reparatur von Panzerfahrzeugen dient.

Papierschuldbrief (Schweiz): Siehe → Papier-Schuldbrief.

Papier-Schuldbrief (Schweiz): Neben dem → Register-Schuldbrief stehendes Instrument der Forderungssicherung. Diese entsteht durch eine auf Antrag von Schuldner und Gläubiger erfolgende Grundbucheintragung. Daneben wird ein verkehrsfähiges Wertpapier in Form eines Inhaberschuldbriefs oder eines Namenschuldbriefs – rechtlich ein Orderpapier – ausgestellt. Der Grundbucheintrag entfaltet bereits vor Ausfertigung des Pfandtitels Wirkung. Durch das Grundbuchamt darf er dem Gläubiger nur dann ausgehändigt werden, wenn Schuldner und Pfandeigentümer dem zustimmen. Um bestehende Forderungen geltend zu machen, bedarf es des Titels. Die Schuld bleibt in Höhe ihres Nominalbetrages auch dann bestehen, wenn sie beglichen ist. Gegebenenfalls kann der Gläubiger die Herausgabe des Schulbriefs verlangen und den Grundbucheintrag löschen lassen.

Papyrusdoldenkapitell: Altägyptisches → Kapitell (oberer Säulenabschluss), das geschlossene Papyrusdolden nachbildet.

Papyruskapitell: Sammelbezeichnung für verschiedene Formen altägyptischer → Kapitelle (obere Säulenabschlüsse), die Papyri nachbilden.

Papyrusknospenkapitell: Ein ägyptisches → Kapitell, das knospende Papyri nachbildet.

Papyrus-Palmetten-Kapitell: Altägyptisches → Kapitell, das ein Wechselspiel geschlossener Papyrusdolden und spitz auslaufender Palmwedel zeigt.