Immobilienwirtschaftliches Glossar

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Einträge zu Ni - NN

Nichtabnahmeentschädigung: Eine Gebühr, die zu entrichten ist, wenn ein bereitgestelltes Darlehen nicht abgerufen wird. Die Zahlung dient dazu, die Mittelbeschaffungskosten und den internen Aufwand des gleichsam verhinderten Darlehensgebers (regelhaft eine Bank) abzudecken.

Nicht-zentraler Ort: Eine Siedlungseinheit, die – sofern versorgungstechnisch nicht autonom – in Bezug auf Einzelhandel und Dienstleistungen (einschließlich sozialer Infrastrukturen) zum Einzugsgebiet eines anderen Ortes oder mehrerer Kommunen zählt, selbst jedoch kein Einzugsgebiet besitzt. Mit anderen Worten: Es handelt sich um eine Ortschaft, die auf Infrastrukturen bzw. Leistungsangebote anderer Städte und Gemeinden zurückgreift, ohne selbst Einrichtungen bzw. Leistungsangebote zu besitzen, die nennenswert über die eigene Gemarkung hinaus wirksam sind.

Niederburg: Eine andere Bezeichnung der → Vorburg.

Niederländische Renaissance: Die Bezeichnung für einen in den Niederlanden aufgekommenen Baustil, der sich während des 16. Jahrhunderts in vielen nordischen Ländern Europas verbreitete. Deshalb wird auch von »Nordischer Renaissance« gesprochen. Anders als die italienische Linie orientiert sich die nördliche Richtung weniger an antiken Blaupausen; vielmehr griff sie gotische Grundformen auf und entwickelte den stilistischen Vorläufer weiter. Ein beliebter Baustoff war Backstein; verbreitet wurden aus Sandstein gefertigte Elemente zur horizontalen Fassadengliederung eingesetzt. Weit verbreitet waren u. a. (geschweifte) → Stufengiebel.

Niedersachsenhaus: Eine früher verbreitete Regionalbezeichnung für das → Hallenhaus.

Niedertarif-Speicherheizung: Eine andere Bezeichnung der elektrischen Speicherheizung. Eine technische Einrichtung zur aktiven, steuerbaren Erwärmung von Räumen bzw. Gebäuden mittels elektrisch erzeugter Wärme. Anders als bei der normalen → Gebäudeelektroheizung wird der benötigte Strom zu Schwachlastzeiten (Nachtstunden) bezogen und ein gespeichertes Medium erhitzt, das die Wärme über mehrere Stunden abzugeben vermag. Der Heizungstyp wird zumeist als »Nachtspeicherheizung« bezeichnet. Der Rückgriff auf diese Heizungsart erfordert einen umschaltbaren Stromzähler mit zwei Zählwerken.

Niederungsburg: Eine topographisch basierte Bezeichnung für ein als → Burg einzustufendes Wohn- und Wehrbauwerk, das im Flachland liegt oder innerhalb des örtlichen Geländerahmens einen tief gelegenen Standort – etwa auf dem Grund einer Talung – einnimmt. Ein strategische Vorteile bescherendes natürliches Element fehlt diesen Burgen: Die Erhebung über das Umland, eine erhöhte Lage. Um diesen Nachteil auszugleichen, wurden Niederungsburgen vielfach an Orten errichtet, die eine Feindannäherung erschwerten. Gunstlagen boten etwa Flussschlingen, Landzungen, Inseln, Sümpfe. Teils wurden künstliche Erhebungen geschaffen (was nur bei kleineren Burgen möglich war).

Niedrigenergiehaus (Deutschland): Ein Energiesparhaus, dessen jährlicher Heizwärmebedarf mit maximal sieben Litern Heizöl bzw. sieben Kubikmetern Erdgas pro Quadratmeter zu decken ist.

Niedrigimpulslüftung: Ein Ansatz, bei dem gekühlte Luft von der Raumdecke aus – idealerweise fein dosiert über die gesamte Decke hinweg – mit geringer Geschwindigkeit eingeblasen wird. Die zugeführte Luft verdrängt so nach und nach das verbrauchte bzw. belastete Luftvolumen im Raum.

Nine-to-five CBD:Eine aus dem Amerikanischen entlehnte Bezeichnung für zentrale – in den USA maßgeblich bürogeprägte – Geschäftsviertel, die sich außerhalb der regulären Arbeitszeiten als unbelebt bzw. verödet darstellen.

Ninja-Loan: Ein höchst riskantes, an ein außerordentlich bonitätsschwachen Schuldner vergebenes Darlehen, insbesondere im Bereich privater Wohnimmobilien. »Ninja« ist ein Kürzel für »no income, no job and assets« (statt »and« auch »no»). Die Vergabe entsprechender Darlehen erfolgte (nicht nur) in den USA massenhaft, als die Immobilienpreise fortwährend stiegen. Diese Darlehensvergaben erwecken den Eindruck, als wären die Banken blauäugig genug gewesen, den Anstieg langfristig fortzuschreiben. – Selbst dann noch (ja besonders munter), als die Immobilienpreise in buchstäblich irreale Größenordnungen hineinwuchsen. War dem so, ist das als Ausweis extremer Wirklichkeitsferne bzw. bodenloser Unfähigkeit zu deuten. Angesichts einer verbreiteten Vergötterung des »Dollars», ist allerdings tiefer zu schürfen, um belastbare Erklärungsansätze zu erschließen.

Niveaufreiheit (Verkehrswesen): Der Begriff bezeichnet eine Konstellation, in der zwei oder mehr einander kreuzende Verkehrswege auf unterschiedlichen Ebenen geführt werden, sich also nicht auf demselben Niveau schneiden. Ermöglicht wird das dadurch, dass in einen oder mehrere Verkehrswege eine Brücke oder ein Tunnel eingefügt wird.

Niveaugleich (Verkehrswesen): Eine identische Höhenlage bzw. eine Lage auf ein und derselben Ebene. Der Begriff wird vor allem auf einander kreuzende Straßen und auf Kreuzungen von Bahngleisen und Straßen bezogen. Eine gleichbedeutende Bezeichnung ist »Plangleiche«.

Niveaulage (Einzelhandel): Überwiegend von → Fachgeschäften und → Spezialgeschäften mit (deutlich) gehobenem Angebot geprägte Lage, die qualitäts- bzw. preisbezogen zwischen → Konsumlagen und → Luxuslagen angesiedelt ist. Derartige Bereiche entwickeln sich meist im Anschluss an Konsumlagen. Voll entwickelte Niveaulagen bestehen in aller Regel nur in metropolitanen Zentren.

Niveaulinie (Kartographie): Eine (gedachte) Linie, die Punkte gleicher Höhe über Normalnull verbindet. Andere Bezeichnungen sind »Höhenlinie», »Höhenschichtlinie« und »Isohypse«.

Nivelliermasse: Eine andere Bezeichnung der Ausgleichsmasse. Es handelt sich um eine Mörtel- bzw. Spachtelmasse, die zur Beseitigung von Unebenheiten in Boden- oder Wandflächen eingesetzt wird.

Nivellette (Verkehrswegebau): Eine österreichische Bezeichnung für die Gradiente bzw. den Höhenverlauf einer → Trasse.

NK (Immobilieninserate): Der gebräuchliche Kürzel für »Nebenkosten«. Regelhaft angesprochen sind die umlagefähigen Nebenkosten.

NKM (Immobilienanzeigen): Ein Kürzel für »Nettokaltmiete», also die Miete ohne Nebenkosten.

NM (Immobilienanzeigen): Steht gewöhnlich für »Nachmieter«.

NNF (Gebäude, gewerblich): Das Kürzel für »Nebennutzfläche«. Die NNF umfasst alle Flächen, die dazu dienen, die innerhalb eines Gebäudes ausgeübten primären Funktionen abzurunden, jedoch nicht als technische → Funktions- oder → Verkehrsflächen einzustufen sind. Beispiele: Abstellräume, Garderoben, Sanitärräume, Garagen.