Immobilienwirtschaftliches Glossar

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Einträge zu N – NB

N (Elektrik): Das Kürzel für → »Neutralleiter«.

Nabelscheibe: Ein anderes Wort für »Butzenscheibe«. Es handelt sich um eine Glasscheibe, die regelhaft 6 – 15 cm durchmisst, bedingt durch die Herstellungsweise im Zentrum beidseitig kleine Erhöhungen aufweist und leicht verdickte Ränder besitzt. Ab dem 15. Jahrhundert wurden einzelne Scheiben mittels Bleifassung zu Fenstern verbunden.

Nachbargebäude: Unmittelbar anrainendes bzw. gegenüber einem Standort bzw. einer Immobilie gelegenes Gebäude.

Nachbargrundstück: Ein unmittelbar an einen Standort anrainendes oder ihm gegenübergelegenes bebautes oder unbebautes Grundstück.

Nachbarhaus: → Nachbargebäude.

Nachbarschaftsgeschäft: Siehe → Nachbarschaftsladen.

Nachbarschaftsladen: Kleinflächiger Grundversorger bzw. ein Lebensmittelgeschäft, dessen Kunden nahezu ausschließlich aus einem fußläufigen Einzugsbereich stammen. Eine geläufige umgangssprachliche Bezeichnung ist »Tante-Emma-Laden«.

Nachbarschaftsnutzen: Betriebliche bzw. umsatzwirksame Vorteile, die gleichartige und / oder unterschiedliche Nutzungen aus einer räumlichen Vergesellschaftung ziehen. Andere Begriffe sind »Fühlungsvorteile« und »Synergien«.

Nachbarschaftszentrum: Ein von Handelsbetrieben mit vorwiegend kurzfristigem Angebot (Nahrungs- und Genussmittel, Drogeriewaren usw.) gebildeter Geschäftscluster, der im Wesentlichen ein fußläufiges Einzugsgebiet versorgt. Andere Bezeichnungen sind »Nahbereichszentrum« und »Nahversorgungszentrum«.

Nacherhitzer (Lüftungstechnik): Einem Kühlelemt nachgeschalteter Wärmeübertrager, der entfeuchtete Zuluft temperiert, um einem unangenehmen Kälteeindruck vorzubeugen.

Nachfrageelastizität, einkommensabhängige: Jener Zusammenhang, der zwischen einer Änderung des verfügbaren Einkommens (pro Kopf usw.) und der Veränderung der realisierten, also umsatz- und ergebniswirksamen Nachfrage nach einem Produkt (Ware, Dienstleistung) besteht. Eine Erhöhung oder Verminderung verfügbarer Einkommen übersetzt sich in unterschiedliche produkt- bzw. spartenspezifische Nachfrageveränderungen. Beispiel: Das Einkommen erhöht sich um 2 %, die Nachfrage nach Produkt 1 bleibt unverändert, jene nach Produkt 2 steigt um 1 %, die nach Produkt 3 legt um 4 % zu. Derartige Bezüge bergen Implikationen. Die erste ist offensichtlich: Projizierte Einkommensveränderungen lassen sich nicht gleichmäßig auf die Nachfrage nach verschiedenen Produkten übertragen. Die zweite Implikation liegt darin, dass unterschiedliche örtliche Kaufkraftniveaus im Grunde unterschiedliche Nachfrageelastizitäten in sich tragen. Dieser Fakt kann u. a. in Zusammenhang mit einzelhandelsbezogenen Marktpotentialberechnungen (und damit z. B. bei der Bestimmung möglicher → städtebaulicher Auswirkungen von → Einzelhandelsgroßbetrieben) gravierende Fehleinschätzungen begründen. Hierzu wiederum ein Beispiel: Weist eine Stadt einen einzelhandelsrelevanten Kaufkraftindex von 150 Punkten auf, heißt das keineswegs, dass alle → Warengruppen 1,5fach stärker nachgefragt werden als im Durchschnitt (= 100) der Fall. Vielmehr liegen die Ausgaben für Grundnahrungsmittel gewöhnlich nahe am Durchschnitt, während jene für Schmuck zwei- oder dreifach über dem mittleren Verbrauchsausgabenbetrag liegen können. Grundsätzlich gilt: Je höher die Abweichung vom Mittelwert ist, desto mehr verzerren in der gutachterlichen Praxis übliche warengruppenbezogene Marktpotentialberechnungen (durchschnittliche Verbrauchsausgabe mal Kaufkraftindex mal Einwohnerzahl der Stadt oder des Einzugsgebietes) die Realität. Um erwähnte → Auswirkungsanalysen und den als Beispiel herangezogenen Kaufkraftindex von 150 aufzugreifen: Hier würden tatsächliche Auswirkungspotentiale neuer Verkaufseinheiten (unter Verzicht auf korrigierende Ansätze) im Bereich von Grundnahrungsmitteln stark »verniedlicht», in Bezug auf Schmuck hingegen extrem überzeichnet.

Nachfragepotential: Die Summe markt- bzw. branchenrelevanter Geldbeträge innerhalb des Einzugsgebietes eines Standortes bzw. Objektes. Das einzelhandelsrelevante Nachfragepotential errechnet sich, indem jährliche Pro-Kopf-Ausgaben – gewichtet mit dem örtlichen Kaufkraftindex – mit der Einwohnerzahl des Einzugsgebietes multipliziert werden. Ein anderer Begriff ist »Kaufkraftpotential«. Anzumerken ist, dass »Nachfragepotential« strikt logisch betrachtet nicht gleichbedeutend mit »Kaufkraftpotential« ist. Dessen Entsprechung ist das (günstigenfalls) »bindungsfähige / abschöpfbare Nachfragepotential«.

Nachfragepotenzial: Siehe → Nachfragepotential.

Nachrangdarlehen: Ein → Darlehen, bei dem sich der Geldgeber (Gläubiger) darauf einlässt, dass seine Ansprüche im Falle eintretender Zahlungsunfähigkeit des Schuldners erst befriedigt werden, nachdem andere Gläubiger bedient wurden. Nachrangige Gläubiger tragen somit ein erhöhtes Risiko, ihre Forderungen abschreiben zu müssen. Dementsprechend liegen für nachrangige Darlehen geforderte Zinssätze vergleichsweise hoch.

Nachrangiges Darlehen: Siehe → Nachrangdarlehen.

Nachtigallboden: Siehe → Nachtigallenboden.

Nachtigallenboden: Ein → Fußboden in historischen japanischen Gebäuden, dessen Begehung zirpende Geräusche erzeugt. Die Laute entstehen durch auflastbedingte Verschiebungen hölzerner Zapfen, mit denen die Bodendielen befestigt sind. Derartige Böden dienten u. a. als Alarmsysteme, die eingedrungene Attentäter verraten sollten.

Nachtigallenfußboden: Siehe → Nachtigallenboden.

Nachtigallfußboden: Siehe → Nachtigallenboden.

Nächtigung (Hotellerie): Der österreichische Ausdruck für »Übernachtung«.

Nächtigungsstatistik (Hotellerie, Parahotellerie, überbetrieblich): Das österreichische Wort für »Übernachtungsstatistik«. Es handelt es sich um eine Erhebung von Gästeübernachtungen. Regelhaft werden erfasste Übernachtungszahlen nach verschiedenen Kategorien von Betrieben der Hotellerie und Parahotellerie, nach Kommunen, Regionen, Herkunftsländern der Gäste und anderen Kriterien mehr aufgeschlüsselt. Die österreichische Begriffsentsprechung ist »Nächtigungsstatistik«.

Nachtmeistergeld (historisch): Eine frühe Art der Müllabfuhrgebühr. Sie wurde an eine Person entrichtet, die bei Nacht den angefallenen Hausmüll wegkarrte, teils auch → Aborte leerte.

Nachtspeicherheizung: Umgangssprachliche Bezeichnung für eine »elektrische Speicherheizung«. Eine technische Einrichtung zur aktiven, steuerbaren Erwärmung von Räumen bzw. Gebäuden mittels elektrisch erzeugter Wärme. Anders als bei der normalen → Gebäudeelektroheizung wird der benötigte Strom zu Schwachlastzeiten (Nachtstunden) bezogen und ein gespeichertes Medium erhitzt, das die Wärme über mehrere Stunden abzugeben vermag. Der Rückgriff auf diese Heizungsart erfordert einen umschaltbaren Stromzähler mit zwei Zählwerken.

Nachtstuhl: Eine andere Bezeichnung für einen Leibstuhl. Es handelt sich um einen im 18. Jahrhundert aufgekommenen Stuhl mit integriertem Nachttopf. Dieses Eimerklosett wurde zunächst in Adelskreisen genutzt.

Nachweiscourtage: Eine selten genutzte Bezeichnung der → Nachweisprovision.

Nachweishonorar (Immobilienmakler): Siehe → Nachweisprovision (Immobilienmakler).

Nachweismakelei (immobilienbezogen): Das Geschäftsfeld bzw. die Geschäftstätigkeit eines → Nachweismaklers.

Nachweismakler (immobilienbezogen): Ein Marktmittler, dessen Aktivität sich darauf beschränkt, einem Adressaten eine Gelegenheit für den Abschluss eines Kauf- oder Mietvertrages für ein Gebäude bzw. eine Raumeinheit anzuzeigen. Ein Nachweismakler vermittelt selbst keinen Abschluss.

Nachweisprovision (Immobilienmakler): Vergütung, die einem Marktmittler zugestanden wird, wenn dessen Hinweis auf eine Abschlussmöglichkeit in Bezug auf einen Kauf- oder Mietvertrag zu einem konkreten Geschäft zwischen Anbieter und Interessenten führte.

NachwV (Deutschland): Steht für »Nachweisverordnung«.

Nadelausleger: Kranausleger, der im unteren Bereich der Turmspitze drehbar gelagert ist und über ein über die Turmspitze rollengeführtes Seil gehoben und gesenkt wird. Wippausleger gibt es bei → Oben- und → Untendrehern. Eine andere Bezeichnung ist »Wippausleger«.

Nageleisen: Speziell auf das Ziehen eingeschlagener Metallnägel ausgelegtes Werkzeug. Es besitzt einen Griff und einen stangenartigen Fortsatz, der am auslaufenden Ende in eine bogenartige Form bzw. eine angedeutete Schalenform übergeht. Dieser Teil ist mittig tief eingekerbt, wodurch eine klauenähnliche Anmutung entsteht. Die Enden sind abgeflacht, um auch tief eingetriebene Nägel fassen zu können.

Nahbereich (Einzelhandel): Der fußläufige Einzugsbereich von Einzelhandelsbetrieben. Gewöhnlich deckt dieser einen Umkreis von 300 m Fußweg um die jeweilige Einkaufsstätte ab.

Nahbereichszentrum: Ein von Handelsbetrieben mit vorwiegend kurzfristigem Angebot (Nahrungs- und Genussmittel, Drogeriewaren usw.) gebildeter Geschäftscluster, dessen Umsatz sich weit überwiegend aus einem fußläufigen Einzugsgebiet speist. Andere Bezeichnungen sind »Nachbarschaftszentrum« und »Nahversorgungszentrum«.

Nahbereichszone (Einzelhandel): → Siehe Nahbereich (Einzelhandel).

Nahverkehrsnetz, öffentliches: Die Gesamtheit aller Linien bzw. Strecken eines → öffentlichen Personennahverkehrssystems.

Nahverkehrsplan: Das auf den → ÖPNV bezogene Pendant zum → Verkehrsentwicklungsplan. Isolierte Nahverkehrspläne sind wenig sinnvoll, da Entwicklungen im Bereich des ÖPNV maßgeblich mit (realisierten) Planungen wechselwirken, die auf den Individualverkehr bezogen sind.

Nahverkehrssystem, öffentliches: Ein auf einem oder mehreren Verkehrsträgern beruhendes Netz von Verkehrsmitteln vergleichsweise kurzer Reichweite, die – im Gegensatz zum Individualverkehr – auf Massentransporte ausgelegt sind. Der Begriff wird verbreitet mit → »Öffentlichem Personennahverkehrsnetz« gleichgesetzt, hebt sich von diesem jedoch durch die Betonung der systemischen Komponente (Bus, Straßenbahn, S- / U-Bahn) ab.

Nahversorger (Einzelhandel): Ein wohnortnaher, vorrangig Lebensmittel anbietender Betrieb geringer Absatzreichweite, der für einen Großteil seiner Kundschaft fußläufig erreichbar ist. Typische Vertreter sind kleinere Lebensmittelgeschäfte und Supermärkte.

Nahversorgungsbereich (Einzelhandel, räumlich): Der fußläufige Einzugsbereich grundversorgungsorientierter Einzelhandelsbetriebe. Als fußläufig akzeptiert gelten Entfernungen von bis zu 300 m.

Nahversorgungsbereich (Einzelhandelssegment): Eine Sammelbezeichnung für alle Geschäfte bzw. Einrichtungen des Einzelhandels, die primär Nahversorgungsfunktionen erfüllen bzw. → Nahversorger darstellen.

Nahversorgungsfunktion (Einzelhandel): Die Aufgabe der verbrauchernahen Versorgung mit Grundversorgungsartikeln bzw. Waren des täglichen Bedarfs.

Nahversorgungsgebiet (Einzelhandel): Siehe → Nahversorgungsbereich (Einzelhandel, räumlich).

Nahversorgungsgeschäft: Siehe → Nahversorger (Einzelhandel).

Nahversorgungsladen: Siehe → Nahversorger (Einzelhandel).

Nahversorgungszentrum: Ein von Einzelhandelsbetrieben mit vorherrschend kurzfristigem Angebot (Nahrungs- und Genussmittel, Drogeriewaren usw.) gebildeter Geschäftsverbund, dessen Umsatz sich weit überwiegend aus einem fußläufigen Einzugsgebiet speist. Alternative Bezeichnungen sind »Nachbarschaftszentrum« und »Nahbereichszentrum«.

Nahversorgungszone (Einzelhandel): Siehe → Nahversorgungsbereich (Einzelhandel, räumlich).

Namenschuldbrief (Schweiz): Ein → Papier-Schuldbrief, bei dem das verkehrsfähige Wertpapier bzw. der Pfandtitel auf den Namen einer konkret bezeichneten Person lautet, die nicht identisch mit dem Papierinhaber ist.

Naos: Griechisches Wort für einen → Tempel. Im christlichen Kulturkreis bezeichnet der Begriff den Gemeinderaum bzw. Hauptraum von → Kirchengebäuden.

Narthex: Ein schmaler, über die gesamte Breite eines Kirchenbaus entwickelter Vorraum, der sich als eingeschossige, mit dem Hauptbereich durch Bogenstellungen verbundene Vorhalle darstellt. Der Narthex kommt in frühchristlichen und byzantinischen → Basiliken vor.

Nasenscharte (Burgenbau): Eine → Scharte, deren Schuss- bzw. Wurföffnung von einem nasenartigen Mauervorsprung überspannt ist. Umgangssprachlich werden diese Scharten als »Pechnasen« bezeichnet.

Nassbereich: Der Sanitärbereich einer Wohnung, eines Hotelzimmers usw.. Kurz: Das Badezimmer bzw. mit Badewanne und / oder Dusche und WC ausgestattete Bereiche.

Nassmörtel: Eine Sammelbezeichnung für alle wasserhaltigen → Mörtel, also sämtliche Mörtel außer dem → Werk-Trockenmörtel.

Nassspritzbeton: Ein Gemisch aus → Zement, → Zuschlägen und Wasser, das mittels einer Mörtelpumpe zu einer Spritzdüse geführt, dort durch Druckluft zerstäubt und aufgebracht wird. Die Verwendung von Nassspritzbeton gestattet es, hohlraumfreie, sehr homogene Betonschichten herzustellen.

Nassspritzverfahren (Beton): Eine Betoniertechnik, bei der ein Gemisch aus → Zement, → Zuschlägen und Wasser zu einer Spritzdüse geführt, dort durch Druckluft zerstäubt und auf die zu bearbeitende Fläche aufgebracht wird. Das Verfahren ermöglicht es, sehr homogene Betonschichten herzustellen.

Nassverglasung: Eine Abdichtung der Glasscheiben im Flügelprofil mittels eingespritzter, dauerelastischer Kunststoffe.

Nasszelle: Eine während der 1950er Jahre geläufige Bezeichnung für den (damals zumeist) bescheiden dimensionierten Sanitärbereich einer Wohnung. Kurz: Das Badezimmer.

Nat Mandir: Eine Tanzhalle in hinduistischen Tempeln.

Naturasphalt: Eine durch Oxidation und Verdunstung flüchtiger Bestandteile in Erdölvorkommen oder Ölsanden entstehende Verbindung: Verwendet wird Naturasphalt u. a. im Straßenbau oder als Abdichtungsmittel.

Naturbaustoff: Ein für Bau- und Innenausbauzwecke nutzbarer Stoff, dessen Entstehung auf natürliche Prozesse zurückgeht. Eine entsprechende Einstufung bleibt von einer Überarbeitung durch den Menschen unberührt, sofern wesentliche materielle Eigenschaften des Ausgangsstoffes erhalten bleiben oder die Bearbeitung zu Ergebnissen führt, die sich auch infolge natürlicher Prozesse ergeben können. Zu diesen Überarbeitungen zählen insbesondere Lösung (in Wasser), Durchfeuchtung, Trocknung, Mischung, Zerkleinerung sowie händische oder maschinell erzielte Formveränderungen (Zuschneiden, Zuhauen usw.). Naturbaustoffe können biologischer (z. B. Holz und Schilf) oder anorganischer (z. B. Gestein) Art sein.

Naturbühne: Eine in einem natürlichen bzw. naturnahen Rahmen eingefügte Freilichtbühne. Dieser Veranstaltungseinrichtungen finden sich z. B. in Forsten, an Seen oder in aufgelassenen Steinbrüchen.

Naturdämmstoff: Ein zur Dämmung herangezogener, biologisch entstandener Stoff bzw. ein Stoff pflanzlicher oder tierischer Entstehung (Holz, Wolle usw.).

Natürliche Leerstandsquote: Siehe → Natürlicher Leerstand.

Natürliche Leerstandsrate: Siehe → Natürlicher Leerstand.

Natürlicher Leerstand: Ein büromarktrelevante Größe. Sie steht für jenen Prozentsatz leerstehender Bestandsflächen, der erforderlich ist, um einen funktionierenden Vermietungsmarkt zu gewährleisten. Es handelt sich gleichsam um Reserveflächen, die in einer ausgeglichenen Marktsituation typische Umzugsaktivitäten, Flächenausweitungen usw. zulassen. Anders ausgedrückt: Es sind Pufferflächen, die notwendig sind, um einen Preisauftrieb infolge Flächenmangels zu vermeiden. Die natürliche Leerstandsquote unterscheidet sich je nach Region bzw. Großraum. In den USA gelten Werte zwischen 8 % und 12 % als durchaus normal, während in Deutschland (noch) rund 3 % als Richtwert angesehen werden.

Naturschutzgebiet (Naturschutzrecht, Deutschland): Definiert in § 23 Absatz 1 Gesetz über Naturschutz und Landschaftspflege (BNatSchG): Naturschutzgebiete sind rechtsverbindlich festgesetzte Gebiete, in denen ein besonderer Schutz von Natur und Landschaft in ihrer Ganzheit oder in einzelnen Teilen erforderlich ist 1. zur Erhaltung, Entwicklung oder Wiederherstellung von Lebensstätten, Biotopen oder Lebensgemeinschaften bestimmter wild lebender Tier- und Pflanzenarten, 2. aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen oder landeskundlichen Gründen oder 3. wegen ihrer Seltenheit, besonderen Eigenart oder hervorragenden Schönheit.

Naturstein: Eine natürlich vorkommende Gesteinsart.

Natursteinfliese: Eine kleinflächige, aus → Naturstein gefertigte, regelhaft rechteckig bzw. quadratisch geformte Platte, die als schmückender und / oder funktionaler Belag von Wänden und Böden Verwendung findet. Als Ausgangsstoff dienen u. a. Granit und Schiefer.

Natursteinmauer: Aus natürlich vorkommendem Gestein gefügter Mauerwerksverbund. Dieser kann aus Lesesteinen, unbearbeiteten Bruchsteinen oder behauenem bzw. gesägtem Gestein bestehen.

Natursteinmauerwerk: Aus natürlichem Gestein gefügter Verband einiger Höhe, variabler Breite und nahezu beliebiger Länge.

Natursteinpflaster: Namensgemäß ein aus unbearbeiteten → Natursteinen oder → Naturwerksteinen hergestellter Oberflächenbelag, der sich aus Einzelsteinen zusammensetzt. Verbreitet genutzte Gesteinsarten sind Basalt, Gneis, Granit und Porphyr.

Naturstrom: Elektrischer Strom, der aus dauerhaft vorhandenen bzw. regenerativen Quellen (Biomasse, Erdwärme, Sonnenstrahlung, Wasser, Wind) gewonnen wird. Logisch betrachtet stellt sich der Begriff als Augenwischerei dar, da zur Stromerzeugung industriell hergestellte Anlagen verwendet werden.

Naturtheater: Siehe → Naturbühne.

Naturwerkstein: Ein behauener oder anderweitig überarbeiteter bzw. in Form gebrachter → Naturstein, der vor allem für bauliche Zwecke eingesetzt wird.

Navaratna: Ein hinduistischer, vor allem in Bengalen (Indien) verbreiteter Tempel mit neun Türmen bzw. Dachtürmen.

Navy Mist (Gestein): Einer von zahlreichen Handelsnamen des G633 bzw. Padang Hell. Der in China gebrochene, sehr feinkörnige, mittelgraue Granodiorit wird als Boden-, Terrassen-, Treppen- und Wandbelag sowie zur Herstellung von Küchenarbeitsplatten genutzt.

NB (Immobilienanzeigen): Steht für »Neubau«.

NBA (Verkehrswesen): Kürzel für → »Netzbeeinflussungsanlage«.