Immobilienwirtschaftliches Glossar

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Einträge zu Mietf – Mir

Mietfälligkeit: Das Datum, an dem eine vereinbarte Mietrate zu zahlen ist bzw. der Fakt, dass eine Mietrate fristgerecht zu zahlen ist.

Mietfläche: Eine Gebäudefläche, die einem Nutzer gegen Entgelt zur befristeten Nutzung überlassen wird. Welche Flächen als Mietfläche betrachtet werden, hängt von der jeweiligen Berechnungskonvention und / oder besonderen vertraglichen Vereinbarungen ab. Im gewerblichen Bereich können Mietflächen mit alleinigem Nutzungsrecht und solche mit allgemeinem Nutzungsrecht unterschieden werden. Flächen mit alleinigem Nutzungsrecht stehen ausschließlich einer Mietpartei (einschließlich eventueller Untermieter) zur Verfügung, während Flächen mit allgemeinem Nutzungsrecht allen Mietern offenstehen.

Mietfläche, allgemeine: Eine Gebäudefläche, die von mehreren bzw. allen Mietparteien genutzt wird bzw. werden darf. Verbreitet wird von »Mietfläche mit allgemeinem Nutzungsrecht« gesprochen.

Mietfläche, exklusive: Eine an die Diktion des gif e. V. angelehnte Bezeichnung für eine Gebäudefläche, die – anders als → Allgemeinmietflächen – ausschließlich von einer Mietpartei genutzt wird. Korrekt wäre es, von einer »Mietfläche mit exklusivem Nutzungsrecht« zu sprechen, insofern das Wort »exklusiv« auch »gehoben», »höchsten Ansprüchen genügend« usw. bedeutet, also irreführt. Alternativ kann von »Alleinmietfläche« gesprochen werden.

Mietfläche, mit allgemeinem Nutzungsrecht: Siehe → Mietfläche, allgemeine.

Mietfläche, mit exklusivem Nutzungsrecht: Siehe → Mietfläche, exklusive.

Mietflächenberechnung: Auf bestimmten Maßgaben und entsprechenden Verrmessungen beruhende Ermittlung der Mietfläche. In vielen Ländern bestehen Vorgaben im Wohnungsmietrecht, die z. B. bei Dachschrägen unter einer gewissen Höhe liegende Flächen ausschließen. Oder: Balkon und Loggia werden mit Teilwerten angerechnet. Im relativ freien Gewerbeflächensegment können unterschiedlichste Vereinbarungen getroffen werden, was als Mietfläche angerechnet wird.

Mietflächenermittlung: Siehe → Mietflächenberechnung.

Mietflächenumsatz: Die Summe innerhalb eines Marktraumes bzw. einer Marktzone während eines bestimmten Zeitraumes vermieteter Flächen. Mietflächenumsätze werden nach Nutzungsarten erfasst und zumeist nach Qualitätsstandards und / oder Größenklassen aufgeschlüsselt.

Miethaus: Zumeist mit → »Mietshaus« gleichgesetzt, doch sollte unter einem »Miethaus« ein Gebäude mit nur einer Einheit verstanden werden, die ein Eigentümer bzw. dessen Bevollmächtigter einem Dritten zur entgeltlichen Nutzung überlässt.

Mietindexierung: Die Koppelung einer Miete an die in einer Indexreihe nachgewiesene Veränderung des Geldwertes. Ziel ist es, inflations- oder deflationsbedingte Realwertänderungen auszugleichen bzw. abzufedern. Mietanpassungen erfolgen dann, ändert sich der Verbraucherpreisindex um eine vorab festgelegte Anzahl von Prozentpunkten gegenüber einem Basisjahr. Beispiel: Sobald der VBI um 10 Prozentpunkte steigt oder fällt, wird diese Änderung zu 100 %, 70 % oder 50 % auf die Miete übertragen.

Mietindexierungsklausel: Ein vertraglicher Passus, der die Entwicklung einer Miete an eine nachgewiesene Veränderung des Geldwertes koppelt. Ziel ist es, inflations- oder deflationsbedingte Realwertänderungen auszugleichen bzw. abzufedern. Üblich sind vor allem indexbasierte Anpassungsklauseln. Hierbei erfolgen Mietanpassungen regelhaft dann, wenn sich der Verbraucherpreisindex um eine vorab festgelegte Anzahl von Prozentpunkten gegenüber einem Basisjahr verändert. Beispiel: Sobald der VBI um 10 Prozentpunkte steigt oder fällt, wird diese Änderung zu 100 %, 70 % oder 50 % auf die Miete übertragen. Klar ersichtlich kommt es in einem inflationären Umfeld selbst bei einer 100 %igen Anpassung nicht zu einer vollständigen Wertsicherung, da Anpassungen zeitlich verzögert bzw. im Nachlauf erfolgen. Andere Bezeichnungen für »Mietindexierungsklausel« sind »Indexierungsklausel», »Indexklausel« und (indexbasierte) »Wertsicherungsklausel«.

Mietkaution: Fachsprachlich »Mietsicherheit« genannt. Vom Mieter an den Vermieter geleistete Zahlung, die dazu dient, mietvertraglich begründete Forderungen des Vermieters (Miete, Nebenkosten) abzusichern und eventuelle Ansprüche, die sich aus einer unsachgemäßen Nutzung der Mietsache usw. ergeben, zu bedienen. Erfüllt der Mieter seine vertraglichen Pflichten, erhält er den überwiesenen bzw. hinterlegten Betrag (zumeist sparbuchtypisch verzinst) zurück.

Mietminderung (rechtlich, Deutschland): Ein reduzierter Mietezins, der sich aus einem Mangel des Mietgegenstandes oder dem Fehlen einer zugesicherten Eigenschaft ableitet. Gegebenenfalls greift die Mietminderung von selbst auf gesetzlicher Grundlage. Einschlägige Bestimmung sind in § 536 BGG niedergelegt. Hier heißt es: (1) Hat die Mietsache zur Zeit der Überlassung an den Mieter einen Mangel, der ihre Tauglichkeit zum vertragsgemäßen Gebrauch aufhebt, oder entsteht während der Mietzeit ein solcher Mangel, so ist der Mieter für die Zeit, in der die Tauglichkeit aufgehoben ist, von der Entrichtung der Miete befreit. Für die Zeit, während der die Tauglichkeit gemindert ist, hat er nur eine angemessen herabgesetzte Miete zu entrichten. Eine unerhebliche Minderung der Tauglichkeit bleibt außer Betracht. (2) Absatz 1 Satz 1 und 2 gilt auch, wenn eine zugesicherte Eigenschaft fehlt oder später wegfällt. (3) Wird dem Mieter der vertragsgemäße Gebrauch der Mietsache durch das Recht eines Dritten ganz oder zum Teil entzogen, so gelten die Absätze 1 und 2 entsprechend. (4) Bei einem Mietverhältnis über Wohnraum ist eine zum Nachteil des Mieters abweichende Vereinbarung unwirksam. Übersetzt bedeutet dies, dass der Mieter gegebenenfalls nur die Mietzahlung herabsetzt, nicht jedoch die Miete an sich. Das klingt spitzfindig, liegt jedoch auf der Hand, insofern die Miete bereits auf Grundlage eines gesetzlichen Automatismus gemindert ist. Über das angemessene Maß einer Zahlungskürzung wird fallbezogen zu diskutieren sein.

Mietpotential: Die in einer Immobilie bzw. einer Teilfläche unter bestmöglichen Bedingungen längerfristig erzielbare Miete.

Mietpotenzial: Siehe → Mietpotential.

Mietpreis: Im Allgemeinen bezeichnet der Begriff das innerhalb eines bestimmten Zeitraumes je Flächeneinheit zu entrichtende Nutzungsentgelt (netto oder brutto bzw. mit oder ohne Nebenkosten).

Mietpreiskataster: Ein regelhaft mit Bezug auf das Wohnungssegment erstelltes und in Kartenform abgebildetes Verzeichnis orts- bzw. quartierüblicher Mietpreise je Flächeneinheit.

Mietshaus: Ein Gebäude, das mehrere selbständig nutzbare Einheiten umfasst, die vom Eigentümer oder einem Bevollmächtigten Dritten gegen Zahlung eines vertraglich vereinbarten Entgeltes (Miete) zur Nutzung überlassen werden. Der Begriff des Mietshauses wird gemeinhin auf Wohnimmobilien bezogen, beschreibt grundsätzlich jedoch auch entsprechende gewerbliche Objekte.

Mietsicherheit: Im allgemeinen Sprachgebrauch als »Mietkaution« bezeichnet. Vom Mieter an den Vermieter geleistete Zahlung, die dazu dient, mietvertraglich begründete Forderungen des Vermieters (Miete, Nebenkosten) abzusichern und eventuelle Ansprüche, die sich aus einer unsachgemäßen Nutzung der Mietsache usw. ergeben, zu bedienen. Erfüllt der Mieter seine vertraglichen Pflichten, erhält er den überwiesenen bzw. hinterlegten Betrag (zumeist sparbuchtypisch verzinst) zurück.

Mietskaserne: Eine abfällige Bezeichnung für einfache bzw. kärglich ausgestattete und / oder abgewirtschaftete Mietwohnhäuser mit zahlreichen Einheiten.

Mietstundung: Ein von Vermieterseite eingeräumter Mietzahlungsaufschub.

Miettragfähigkeit (gewerblich): Jener Mietbetrag je Flächeneinheit, der aus Sicht eines Nutzers bzw. für eine spezifische Nutzung oder Branche »verkraftbar« ist. Tatsächliche Werte korrelieren naturgemäß mit jeweiligen Standortqualitäten, den Raumkonzepten und der Leistungsfähigkeit bzw. Geschäftstüchtigkeit eines Nutzers.

Mietvereinbarung: Siehe → Mietvertrag.

Mietverhältnis: Eine auf vertraglicher Grundlage bestehende Beziehung zwischen → Mieter und → Vermieter.

Mietverhandlung: Ein über die Abstimmung von Mietpreisfragen hinausgehender Prozess, in dessen Verlauf sämtliche Bedingungen eines möglichen Mietverhältnisses thematisiert werden. So können neben dem Mietpreis → Mietanreize, Sonderkündigungsrechte, Verlängerungsoptionen usw. zur Sprache kommen. Besonders breit gefächert ist die Themenpalette während einer → Mietermarktsituation.

Mietvertrag: Eine rechtlich bindende Vereinbarung zwischen zwei Parteien bezüglich einer entgeltlichen Nutzungsüberlassung einer Immobilie, mehrerer Gebäude, einer Gebäudeteilfläche oder mehrerer Teilflächen. Grundsätzlich verpflichtet sich die nutzende Partei (Mieter) zur gewöhnlich regelmäßigen Zahlung eines vereinbarten Betrages.

Mietvertrag, indexierter: Ein → Mietvertrag, der Mietanpassungen auf Grundlage einer → Indexierungsklausel festschreibt. Diese koppelt Anpassungen der regelmäßig fälligen Miete an die Entwicklung des Geldwertes. Als Basis dient gewöhnlich der → Verbraucherpreisindex (VPI). Bei Inflation erhöht sich der Mietbetrag, bei Deflation sinkt er. Hundertprozentige Anpassungen sind ebenso möglich wie in Prozentsätzen ausgedrückte. Zumeist greifen derartige Klauseln erst dann, wenn die kumulierten jährlichen Geldwertänderungen bezogen auf ein festgelegtes Ausgangsdatum einen bestimmten Schwellenwert erreichen (z. B. 10 %).

Mietvertrag, paritätischer (Schweiz): Ein zwischen Mieter- und Vermieterverbänden ausgehandelter bzw. inhaltlich abgestimmter und gemeinschaftlich veröffentlichter Mustermietvertrag.

Mietvertragsbedingungen: Siehe → Mietvertragskonditionen.

Mietvertragskonditionen: Die in einem → Mietvertrag verankerten Bedingungen (unter denen er zustande kam bzw. kommen kann). Hierzu zählen u. a. die Vertragslaufzeit, eventuelle Verlängerungsoptionen, die Höhe des Mietzinses, Mietanpassungs- bzw. → Indexierungsklauseln, u. U. ausgehandelte mietfreie Zeiträume, Nebenkostenvereinbarungen oder die Festlegung einer Mietkaution.

Mietvertragslaufzeit: Ein rechtlich bindend vereinbarter Zeitraum, über den hinweg ein Mietverhältnis besteht bzw. bestehen soll.

Mietvertragsprolongation: Die aktive Laufzeitverlängerung eines bestehenden bzw. auslaufenden → Mietvertrags.

Mietvertragsvergebührung (Österreich): Ein Vorgang, bei dem Mietvertragsabschlüsse bzw. neue Mietverträge (für Wohnungen, Gewerberäumlichkeiten usw.) mit einer von behördlicher Seite eingezogenen Gebühr belegt werden.

Mietwert (Immobilie): Der jährliche Bruttoertrag, der bei Vermietung eines Grundstücks oder einer baulichen Anlage zum Bewertungsstichtag realisierbar erscheint. Grundlage einer Bewertung sind marktübliche Vergleichswerte.

Mietwucher: Ein Sachverhalt (und Tatbestand), der vorliegt, wenn der ausgehandelte Mietpreis ortstypische Werte standort- und ausstattungsbezogen vergleichbarer Objekte erheblich bzw. krass unverhältnismäßig übersteigt und der Vertragsabschluss aufgrund einer Not- bzw. Zwangslage des Mieters zustande kam. Im Wohnungsbereich wird in Deutschland Mietwucher unterstellt, wenn die Miete um mehr als 50 % über dem jeweiligen Vergleichswert liegt.

Mietzins (immobilienbezogen): Das auf ein Zeitintervall (Woche, Monat, Jahr) bezogene, von einem Mieter zu zahlende Nutzungsentgelt für ein Gebäude, eine Gebäudeteilfläche oder mehrere Gebäude bzw. Flächen. Kurz: der regelmäßig zu entrichtende Mietbetrag.

Mietzinsanpassung (immobilienbezogen): Eine Erhöhung oder Senkung einer vertraglich vereinbarten Mietzahlung in Zusammenhang mit veränderten Rahmenbedingungen bei bestehenden oder neu ausgehandelten Mietverträgen. Bei laufenden Gewerbemietverträgen erfolgen Anpassungen regelhaft auf Grundlage einer vereinbarten → Indexierungsklausel.

Mietzinserlös: Siehe → Mieterlös.

MIG (Glas, Bauwesen): Kürzel für → »Mehrscheiben-Isolierglas«.

Mihrab: Eine Gebetsnische in → Moscheen, die nach Mekka ausgerichtet ist.

Mikroebene (standortbezogen): Siehe → Mikrostandort.

Mikrolage: Ein kleinräumig definierter Verbund einzelner Grundstücke bzw. Standorte, deren jeweilige Merkmale sie als abgrenzbaren Funktionsraum erscheinen lassen.

Mikrostandort: Ein unbebautes Grundstück oder ein Gelände, auf dem Gebäude, Bauwerke, Anlagen usw. stehen, einschließlich dem unmittelbaren Umfeld bzw. dem kleinräumig definierten Nahbereich.

Mikroumfeld: Der unmittelbare Nahbereich eines Standortes.

Miliarium (Römisches Reich): Ein Meilenstein in Form einer zumeist 2 bis 3 Meter hohen Säule an einer Römerstraße (die römische Meile entspricht in etwa 1,5 Kilometern). Neben Entfernungsangaben trugen dieses Säulen Ortsangaben; neben die ursprüngliche Funktion traten im Laufe der Zeit propagandistisch zu nennende Zwecke (Herrscherverherrlichung usw.).

Militärbasis (stehende Einrichtung): Ein Stationierungsstandort von Streitkräften. Neben Unterkünften bestehen  Truppenversorgungseinrichtungen, zudem mehr oder minder umfassend auf die jeweils stationierte Truppengattung zugeschnittene logistische und technische Einrichtungen. Große Basen stellen sich teils als Militärstädte das. – Kein Scherz: Die USA wissen nur grob, wie viele dieser Stützpunkte sie weltweit unterhalten.

Militärflughafen: Eine ortsgebundene, auf den Einsatz von Kampf- und Aufklärungsflugzeugen ausgerichtete Anlage, die Start- bzw. Landebahn(en), → Hangare, Treibstoffdepots, Unterkünfte und der Flugkontrolle bzw. sonstigen Abwicklungszwecken dienende Gebäude umfasst.

Militärgelände: Ein von regulären Streitkräften und / oder »legalen« paramilitärischen Einheiten genutzes Areal. Der Begriff umfasst Militärkliniken, Schulungseinrichtungen, Kasernen und Truppenübungsplätze.

Militärkaserne: Ein baulicher, regelhaft abgeschlossener bzw. zugangskontrollierter Komplex zur langfristigen Unterbringung militärischer Einsatzkräfte. Kennzeichnend ist eine vorherrschende Wohnfunktion, die auf Bereitschaftszwecke ausgelegt ist. Neben Wohngebäuden verfügen Kasernen über Versorgungsinfrastrukturen (Kantine, Wäscherei usw.), Sport- und Freizeiteinrichtungen (Sportplatz, Kasino etc.) sowie Einrichtungen zur Unterbringung und Wartung von Fahrzeugen, Waffensystemen und technischen Gerätschaften.

Militärklinik: Siehe → Militärkrankenhaus.

Militärkrankenhaus: Namensgemäß eine von Streitkräften betriebene und – von Katastrophenfällen usw. abgesehen – deren Angehörigen vorbehaltene Klinik. In vielen Ländern betreiben einzelne Truppengattungen eigene Kliniken.

Militärstützpunkt: Siehe → Militärbasis (stehende Einrichtung)

Millionengrab (immobilienbezogen): Ein Wortbild, das für eine Großimmobilie steht, die fortwährend hohe finanzielle Verluste erzeugt und keine Aussichten erkennen lässt, die Gewinnschwelle zu überschreiten oder sich – sofern geschehen – längerfristig in der Gewinnzone halten zu können.

Minbar: Die Predigerkanzel einer Moschee.

Minar: Siehe → Minarett.

Minarett: Ein in eine → Moschee eingebundener oder unmittelbar bei einer Moschee errichteter Turm oder erhöhter Standplatz für den Muezzin (Gebetsrufers). Ursprünglich dienten Minarette auch als Wach- und Signaltürme sowie als Feuerwarten. Im Laufe der Zeit wurden sie vermehrt zu einem repräsentativen architektonischen Moment. Minarette besitzen runde, quadratische oder vieleckige Grundrisse. In osmanischer Zeit wurden sie vielfach mit schlanken, hoch aufragenden Spitzdächern versehen. Eine andere, kurze Bezeichnung ist »Minar«.

Minarettstreit: Eine hitzig geführte Diskussion in der Schweiz, ob es statthaft sein sollte, → Moscheen mit → Minaretten zu errichten. Der Disput wurde – wie so viele Fragen im Land der Eidgenossen – per Volksabstimmung entschieden.

Minder bebautes Grundstück: Die behördensprachliche Bezeichnung für ein → Grundstück, dessen Bebauung ein zulässiges Maß bzw. einen statthaften Ausnutzungsgrad (deutlich) verfehlt.

Minderbebauung: Ein Zustand, bei dem ein Grundstück in einem Maß bebaut ist, das (deutlich) hinter dem Ausnutzungsgrad zurückbleibt, der gemäß bestehender baurechtlicher Maßgaben (Bebauungsplan usw.) zulässig ist.

Minderstadt: Eine historisch bedeutsame Bezeichnung für einen Ort, dem eingeschränkte Stadtrechte verliehen wurden bzw. worden waren.

Mindestanlagebetrag (Immobilienfonds): Siehe → Mindestzeichnungsbetrag (Immobilienfonds).

Mindestbetriebsgröße (Einzelhandel): Jene Geschäftsfläche, die erforderlich ist, um ein Angebot zu präsentieren, das auskömmliche Existenzgrundlagen bzw. ausreichende Umsätze gestattet. Die nötige Mindestbetriebsgröße unterscheidet sich je nach Branche, Betriebskonzept, Raumzuschnitt und Standortparametern (Agglomerationsgrad usw.).

Mindestmiete (Gewerbeimmobilien): Eine → Miete, die häufig bei Verträgen mit → Umsatzklausel vereinbart wird; sie stellt jenen Betrag dar, den ein Mieter in jedem Fall, also umsatzunabhängig, zu entrichten hat.

Mindestpacht: Andere Bezeichnung der häufig in → Pachtverträgen verankerten »Basispacht« bzw. »Festpacht«. Angesprochen ist jener Betrag, den ein → Pächter ungeachtet erzielter Umsatzgrößen zu zahlen hat.

Mindestumsatz (Gastronomie, Handel usw.): Angesprochen ist der zu erzielende Mindestumsatz. Es handelt sich um jenen Betrag, der einzunehmen ist, um sämtliche betriebliche Kosten zu decken und den Einsatz des Betreibers angemessen zu honorieren. Stichwort: Unternehmerlohn.

Mindestzeichnungsbetrag (Immobilienfonds): Der nominelle (Netto-)Geldbetrag, der eine Fondsbeteiligung ermöglicht. Mit anderen Worten: der festgelegte monetäre Gegenwert eines Fondsanteils (je nach Auffassung mit oder ohne → Agio).

Mindestzeichnungssumme (Immobilienfonds): Siehe → Mindestzeichnungsbetrag (Immobilienfonds).

Mine (Belagerungswesen): Ein von Belagerern einer Burg, Festung oder Stadtbefestigung unter die Wälle bzw. Mauern getriebener, also unterirdischer Gang. Sinn und Zweck war es, die Mauern unmittelbar zum Einsturz zu bringen oder Raum für eine Sprengung zu schaffen.

Mine (Bergbau): Eine Bezeichnung für → Bergwerke und Tagebaugruben.

Mineralheilbad: Ein Namenszusatz, den Städte und Gemeinden führen dürfen, die vom Deutschen Heilbäderverband e. V. bestimmte Mindeststandards erfüllen. Grundvoraussetzung ist das Vorhandensein zu Heilzwecken nutzbarer Mineral- bzw. Thermalquellen. Die Vergabe des Prädikats ist an weitere Bedingungen geknüpft. Zu nennen sind insbesondere ein Erholungs- bzw. Heilzwecken dienliches Ortsklima sowie qualifizierte Kureinrichtungen.

Mineralwolle: Ein Oberbegriff für natürliche Dämmstoffe aus Glas- oder Steinwolle.

Minibar (Hotellerie): In Gästezimmern verblendet installierter Kühlschrank, der betreiberseitig befüllt wird. Minibars erweisen sich vielfach als kostentreibendes, zunehmend als überflüssig erachtetes Ausstattungsmerkmal.

Miniküche: Auch »Pantry-« und »Schrankküche« genannt. Kleine, meist 90 - 120 cm breite Einbauküche, die gewöhnlich mit Spüle, zwei Kochplatten und kleinem Kühlschrank ausgestattet ist. Miniküchen werden oft in Ferienwohnungen, Boarding Houses usw. installiert.

Minimalscharte (Festungsbau): Eine Geschützöffnung in einem Wall, einer Kasematte, einer Panzerkuppel, deren Öffnung einen nur geringfügig größeren Durchmesser als die Geschützmündung besitzt.

Minimummiete (Gewerbeimmobilien): Eine vergleichsweise selten genutzte Bezeichnung für eine → Mindestmiete.

Mira White (Gestein): Einer von mehreren Handelsnamen eines hellgrauen, sehr feinkörnigen indischen Granulits, der Einsprengsel von Granat bzw. Almandin aufweist. Verwendet wird das Gestein als Baustoff für Boden-, Terrassen-, Treppenbeläge und Wandverkleidungen sowie zur Herstellung von Küchenarbeitsplatten.