Immobilienwirtschaftliches Glossar

1 / 9 - A - Abd - Abg - Abs - Abw - Ai - Alte - Angel - Ap - Are - Ass - Aus - Av - B - Bar - Bau - Bauh - Baul - Baus - Baustoff - Be - Ben - Betonf - Bin - Bo - Boh - Bre - Bur - C - Ci - D - Dar - Dep - Do - Dre - E - Eink - Ek - Er - F - Fam - Fer - Fi - Flachm - Fo - For - Fr - Frem - Fro - Funk - G - Gas - Gef - Geh - Geschi - Gi - Gr - Gru - Grunds - Grup - H - Hau - He - Ho - Holz - Hoteli - Hu - I - Immobilienl - In - Ins - J - K - Kap - Kat - Ke - KG - Kle - Kn - Kon - Kor - Kran - Kry - L - Lai - Lat - Lee - Li - Lo - M - Markt - Mau - Mehr - Mietf - Mis - Mol - Müh - N - Ne - Ni - No - O - Ol - P - Par - Pe - Pfer - Pl - Po - Pr - Pu - Q - R - Raum - Reet - Ren - Ri - Rok - Ru - S - SB - Sche - Schil - Schm -Schu - Se - Sel - Si - So - Sp - Spi - St - Staf - Stan - Stat - Sti - Sto - Strau - Stuhl - Sub - T - Te - Ter - Tief - Tor - Tr - Tri - Tro - Tun - Turm - U - Ug - Un - V - Verbl - Verk - Verm - Vi - Vo - W - Wasser - Wei - Wert - Wi - Wo - Wohnung - Wu - Z - Zi - Zu

Einträge zu M – Marks

Mäander: Ein seit dem Neolithikum nachweisbares Ornament, dessen (griechischer) Name sich vom windungsreichen bzw. verschlungenen Lauf des Flusses Menderes (Türkei) ableitet. Beim klassischen Mäander handelt es sich um ein abstrahiertes orthogonales Muster, also um eine von Geraden und rechten Winkeln geprägte Darstellung. Mäander treten als architektonisches Zierelement wie auch als Dekoration von Gefäßen usw. auf.

Macellum (historisch, Rom): Eine dem Einzelhandel gewidmete, zumeist (annähern) quadratisch ausgelegte Markthalle. Diese besaß einen zentralen Hof, an dessen Einfassungsmauern anmietbare Händlerstände lagen. Das Macellum bildete regelhaft nicht den örtlichen Handelsmittelpunkt, sondern einen auf höherpreisige Waren (vor allem Fleisch) spezialisierten Markt.

Madanapalli: Handelsnamen für einen weißen bis weißgrauen indischen Paragneis mit feinkörniger Struktur. Das frostharte, politurbeständige Gestein wird als Boden-, Treppen-, Terrassen-, Wandbelag verwendet und zu Küchenarbeitsplatten verarbeitet.

Madana Palli White: Siehe → Madanapalli.

Madrasa: Eine muslimische Schule bzw. Lehrstätte (Hochschule, Koranschule).

Mägdehaus (historisch): Das Wohngebäude rangniederer weiblicher Bediensteter in Schlössern oder größeren landwirtschaftlichen Anwesen.

Magistrale (großräumig): Eine überregionale Hauptverkehrsachse (Straße, Schiene) höchster Ordnung bzw. herausgehobener Bedeutung.

Magistrale (innerstädtisch): Eine regelhaft sechs- oder mehrspurige Hauptverkehrsstraße in Großstädten bzw. Metropolen. Derartige Magistralen wurden in ehemaligen Ostblockstaaten verbreitet als Straßen geplant, auf denen Militärparaden stattfinden konnten.

Magnesitestrich: Ein im Wesentlichen aus Magnesit (früher häufig mit Holzmehl vermischt) bestehender Unterboden. Magnesitestrich ist leicht und mühelos einzufärben, allerdings korrosionsanfällig.

Magnet (Einzelhandel): Kurzbezeichnung des → »Magnetbetriebes«.

Magnetbetrieb: Der für die Grundfrequenz sorgende Leitbetrieb bzw. das »Zugpferd« eines Nahbereichs-, Einkaufs- oder Fachmarktzentrums. Eine andere Bezeichnung für den Haupt- oder Primärmagneten ist »Ankerbetrieb«.

Magnetmieter: Ein Mieter, dessen Betriebseinheit innerhalb eines Gebäudes (Einkaufszentrum, Freizeiteinrichtung usw.) als → Magnetbetrieb fungiert.

Mahal (Indien): Ein großes, repräsentatives Gebäude bzw. ein → Palast.

Mahamandapa: Das Sanskrit-Wort bedeutet »große Halle« bzw. »großer Saal«; es bezeichnet die Haupthalle hinduistischer und jainistischer → Tempel im nördlichen Indien.

Maha Mandapa: Siehe → Mahamandapa.

Maharadscha-Palast: Siehe → Maharaja-Palast.

Maharaja-Palast: Der indische Adelstitel »Maharaja« (weiblich »Maharani») Fassadendetails des Maharaja-Palastes in Udaipur (Rajasthan, Indien)bedeutet »Großkönig«, »Könige der / über Könige« oder – abgemildert – »Großfürst«. Die Paläste dieser mächtigen Häuser stellen sich als Wohn-, Arbeits-, Freizeit- und Repräsentationszwecken dienende Großbauwerke dar, die häufig innerhalb eines städtebaulichen Zusammenhanges errichtet wurden. Die einstige Pracht vieler dieser teils gigantischen Anlagen war weltweit unübertroffen.

Maisonette: Eine Wohnung, die sich über zwei Etagen (oder mehr) erstreckt.

Maisonettewohnung: Siehe → Maisonette.

Maisonette-Wohnung: Siehe → Maisonette.

Makai (Holz): Einer von mehreren Handelsnamen des → Weißen Meranti.

Makartismus: Siehe → Makartstil.

Makartstil: Eine auf den Österreicher Hans Makart (1840 – 1884) bezogene Bezeichnung für einen außergewöhnlich opulenten, ins Pompöse übersteigerten großbürgerlichen Einrichtungs- bzw. Ausstattungsstil, der sich vor allem im gründerzeitlichen Wien weiter Verbreitung erfreute.

Makler: Ein Marktmittler. Dessen Aufgabe liegt darin, Angebot und Nachfrage zusammenzuführen. Anders ausgedrückt: Marktmittler beschäftigen sich damit, für ein bestehendes, in Entstehung begriffenes oder geplantes Produkt Abnehmer zu finden bzw. einem Nachfrager ein bedürfnisgerechtes Produkt anzubieten.

Maklercourtage: Das Honorar für beanspruchte bzw. erbrachte Maklerleistungen. Fällig wird eine Courtage – sofern keine besonderen Vereinbarungen getroffen wurden – nur dann, wenn ein Geschäftsabschluss erfolgt.

Maklerfirma: Im Immobiliensektor ein auf die Vermittlung von bebauten und / oder unbebauten Grundstücken bzw. Teileinheiten von Gebäuden (Wohnungen, Büroeinheiten, Ladenflächen usw.) spezialisiertes Unternehmen. Im Vordergrund steht die Vermittlung von Kauf- und / oder Mietobjekten. Größere Maklerfirmen bieten vielfach ergänzende Dienstleistungen (Hausverwaltung, Grundstückswertermittlung usw.) an.

Maklerformel: Die Bezeichnung für eine einfache Wertberechnungsmethode für Immobilien. Bei diesem Ansatz wird der jährliche → Rohertrag bzw. die jährliche → Netto-Kaltmiete mit einem als angemessen erachteten → Vervielfältiger multipliziert. Dieser ergibt sich, wird 1 durch einen marktgerechten Kapitalisierungszinssatz geteilt.

Maklergeschäft (Disziplin): Das Tätigkeits- bzw. Berufsfeld des Marktmittlers.

Maklergeschäft (Transaktion): Ein über einen Marktmittler zustande gekommener Miet- oder Kaufabschluss.

Maklerhaus: Unterschwellig Gediegenheit und Größe betonende bzw. suggerierende Bezeichnung für eine Maklerfirma.

Maklerhonorar (immobilienbezogen): Das kundenseitig für vermittelnde Dienstleistungen eines → Maklers zu zahlende Entgelt. Zahlreiche Maklerhäuser bieten über Vermittlungstätigkeiten hinausgehende Leistungen wie z. B. Grundstückswertermittlungen an. Die Bezahlung solcher Dienste fällt – sofern kein unmittelbarer Zusammenhang mit einer vom Makler begleiteten Transaktion vorliegt – streng genommen nicht unter den Begriff des Maklerhonorars.

Maklerlizenz (Immobilien, Deutschland): Eine andere Bezeichnung des Maklerscheins. Die amtliche Erlaubnis, als Immobilienmakler zu arbeiten. Die Erteilung erfolgt nach §34c Gewerbeordnung. Anders als etwa in Österreich ist kein fachlicher Befähigungsnachweis gefordert.

Maklerprovision: Die Bezahlung für beanspruchte bzw. erbrachte Maklerleistungen, sofern diese in einen Geschäftsabschluss münden.

Maklerschein (immobilienbezogen): Die behördliche Erlaubnis, als Immobilienmakler tätig zu werden. Die Erteilung erfolgt nach §34c Gewerbeordnung. Anders als etwa in Österreich ist kein fachlicher Befähigungsnachweis erforderlich.

Maklersprache: Ein umgangssprachlicher Begriff, der einen schönenden, also von Euphemismen geprägten, Tatsachen verschleiernden Sprachgebrauch bezeichnet, den vor allem Wohnimmobilienmakler pflegen. Vertiefend siehe den Portalbeitrag Maklersprache – Chiffren entschlüsselt.

Maklerunternehmen (immobilienbezogen): Eine auf die gewerbliche Vermittlung von bebauten und / oder unbebauten Grundstücken bzw. Gebäudeteileinheiten (Büroflächen Ladenflächen, Wohnungen usw.) spezialisierte Firma. Die Hauptaktivität liegt in der Vermittlung von Kauf- und / oder Mietobjekten. Viele größere Maklerunternehmen bieten ergänzende Dienstleistungen (Hausverwaltung, Grundstückswertermittlung etc.) an.

Maklervereinbarung: → Maklervertrag.

Maklervertrag: Idealtypisch eine zwischen Marktmittler und dem willigen Adressaten eines Angebotes bzw. einem Auftraggeber abgestimmte Vereinbarung, die Leistungsanforderungen, Verfahrensweisen, Vergütungsfragen und allgemeine Rahmenbedingungen einer fallbezogenen oder ständigen Geschäftsbeziehung zwischen beiden Parteien regelt. Praktisch kommt ein Maklervertrag auch ohne Abstimmung bzw. Willenserklärung des Adressaten zustand, wenn es aufgrund eines maklerseitigen Hin- oder Nachweises zu einem Geschäftsabschluss über ein bezeichnetes Objekt kommt.

Maklerzulassung (Immobilien, Deutschland): Eine andere Bezeichnung der Maklerlizenz. Die amtliche Erlaubnis, als Immobilienmakler zu arbeiten. Die Erteilung erfolgt nach §34c Gewerbeordnung. Anders als etwa in Österreich ist kein fachlicher Befähigungsnachweis gefordert.

Makroebene (standortbezogen): Siehe ࢐ Makrostandort.

Makrostandort: Ein aufgrund räumlicher, funktionaler und / oder administrativer Merkmale abgrenzbares, in aller Regel jedoch in sich heterogenes bzw. funktionsräumlich differenziertes Gebiet. Die Makroebene repräsentiert rein immobilienbezogen eine der Mikroebene (siehe → Mikrostandort), mehr noch der Meso-Ebene (siehe → Meso-Standort) vielfach untergeordnete Dimension.

Mall: In den USA die Bezeichnung für ein größeres, geschlossenes → Einkaufszentrum, aber auch die ladengesäumte(n) Laufachse(n). Im deutschen Sprachgebrauch wird der Begriff nahezu ausschließlich auf die Ladenstraße(n) bezogen.

Malteserkreuz (Autobahnkreuz): Ein → Autobahnkreuz mit vier → direkten und (mindestens) vier → halbdirekten Verbindungsrampen. In der Aufsicht erinnert die Grundform an ein Malteserkreuz. Dadurch, dass (mindestens) vier Rampen bestehen, die jeweils beide Autobahnen überspannen, in der Vertikalen also mindestens vier Fahrbahnen aufeinanderfolgen, sind im Zentrum des Kreuzes aufwendige Brückenkonstruktionen erforderlich.

Managementimmobilie: Branchenfachausdruck für ein Gebäude, dessen Ertragskraft in extremem Maße von den Fähigkeiten seines Managements abhängt. Typische Vertreter sind Einkaufszentren, Hotelbetriebe und zahlreiche Mieter mit überwiegend kurzläufigen Vertragslaufzeiten naufweisende Bürogebäude.

Managementvertrag (Hotellerie): Der Grundgedanke dieser Vertragsart ist, dass der Eigentümer seine Immobilie von einem hotelwirtschaftlich versierten Partner betreiben lässt, dafür eine Gebühr zahlt und durch das professionelle Management Gewinne einstreicht. Es bestehen Vertragsvarianten mit und ohne Ergebnisgarantie. In beiden Fällen erhält der Eigentümer den Betriebsgewinn abzüglich des vereinbarten Managementhonorars. Der »Garantiefall« sichert ihm ein positives Mindestergebnis. Bei Verträgen ohne Garantie kann er hingegen ein Minus verbuchen.

Mandaladach: → Mandala-Dach.

Mandala-Dach: Eine auf rundem, vorzugsweise jedoch acht- oder mehreckigem Grundriss beruhende Dachkonstruktion, die frei trägt, zur Lastabtragung also keiner inneren Stuhlpfosten bedarf. Die mindestens drei → Sparren steigen ringförmig angeordnet zur Dachmitte hin auf. Diese kann eine Öffnung besitzen, wird zumeist jedoch von einander überkreuzenden Sparrenenden gebildet. Die Sparren sind am unteren Ende durch Fußpfetten gesichert. Anders als bei herkömmlichen Dachstuhltypen führt das Versagen eines Sparrens zum Zusammenbruch der gesamten Konstruktion.

Mandapa: Eine gestreckte, von Säulen getragene Halle im Außenbereich hinduistischer und jainistischer Tempel Nordindiens. Bei hinduistischen Tempeln führt sie zu einem bzw. in einen Gopuram hinein. Genutzt wird sie unter anderem zum Musizieren und Tanzen.

Mandapam: Siehe → Mandapa.

Mandir (Hinduismus): Ein ࢐ Tempel.

Manier (Festungsbau): Ein besonderes festungsbauliches Prinzip, nach dem einzelne Festungswerke aufgebaut und untereinander ausgerichtet sind, um optimale defensive Positionen zu schaffen und zugleich einen bestmöglichen Einsatz eigener Artilleriewaffen zu gewährleisten.

Manierismus (Architektur, Gartenbaukunst, Plastik): Ein Transitionsstil zwischen Hochrenaissance und Frühbarock. Es handelte sich um einen (heute) als geziert, überkandidelt, teils grotesk anmutenden Stil, dessen allegorische Elemente dem »gemeinen Volk« Rätsel aufgaben.

Mann, Alter (Bergbau): Ein Bergmannsbegriff für erschöpfte bzw. aufgelassene, häufig eingebrochene, ver- oder zugeschüttete → Grubenbaue.

Mannloch (Kanalisation): Ein zumeist rund, teils rechteckig oder quadratisch ausgeformter, regelhaft vertikal ausgerichteter Einstiegsbereich in die → Kanalisation.

Mannloch (Wehrbau): Eine Tür, die unmittelbar neben den Toren von Burgen und Stadtbefestigungen eingebaut war, jedoch auch in ein großes Tor eingearbeitet sein konnte.

Mannpforte: Eine in einen Torflügel eingelassene Tür, die von Fußgänger genutzt werden konnte, ohne das Tor öffnen zu müssen. Mannpforten waren bei Burg- und Stadttoren verbreitet.

Manoir: Ein herrschaftlicher Landsitz (Adel, Gutsherrschaft).

Mansarddach: Ein gleichsam gebrochenes Dach. Bei dieser Dachform knicken die unteren Dachpartien ab, d. h. die Flächen versteilen sich gegenüber darüberliegenden Dachflächen. Durch diesen konstruktiven Kniff wird zusätzlicher Raum unter dem Dach gewonnen, der sich bei eingebauten Fenstern gut zu Wohnzwecken nutzen lässt. Je nach Dachform sind u. a. → Mansardgiebeldächer und → Mansardwalmdächer zu unterscheiden.

Mansarde: Ein Dachzimmer, eine Dachwohnung oder ein ganzes ausgebautes Dachgeschoss. Ursprünglich bezog sich der Begriff auf Räume, die sich unter einem → Mansarddach befanden.

Mansardgiebeldach: Ein → Satteldach mit unten abknickenden bzw. sich versteilenden Dachflächen. Siehe auch → Mansarddach und → Satteldach.

Mansardwalmdach: Ein → Walmdach mit unten abknickenden bzw. sich versteilenden Dachflächen. Siehe auch → Mansarddach und → Satteldach.

Mantapa: Siehe → Mandapa.

Mantel, Hoher: Siehe → Mantelmauer.

Mantelmauer: Eine schwer fassbare Spielart der → Ringmauer, die in Richtung → Schildmauer tendiert. Gegenüber der Ringmauer fällt sie durch ihre besondere Höhenentwicklung auf. Als Abgrenzungskriterium gegenüber der Schildmauer kann eine mehrseitige Ausrichtung herangezogen werden.

Manufaktur (Gebäude): Ein Gebäude oder Gebäudekomplex, das bzw. der auf die Anforderungen einer personalintensiven, arbeitsteiligen, fast ausschließlich von Handarbeit geprägten vorindustriellen Serienfertigung ausgelegt war. Manufakturen erlebten ihre Blütezeit im 17. und 18. Jahrhundert. Bekannte Beispiele sind Porzellan,- Schmuck- und Waffenmanufakturen.

Manufakturgebäude: Eine → Manufaktur oder ein Gebäude von mehreren, die zusammen eine Manufaktur bilden.

Manufakturgelände: Das von einer → Manufaktur genutzte bzw. eingenommene Areal.

Maqbara: Ein Mausoleum bzw. ein in monumentalem Stil errichtetes Grabmal im islamischen Kulturkreis.

Mardana: Männern und Gästen vorbehaltener Bereich von Häusern und Palästen in der muslimischen Architektur des südlichen Asien (z. B. Indien). Diese Räumlichkeiten liegen im äußeren, dem Zugangsbereich zugewandten Teil jeweiliger Häuser bzw. Komplexe. Die im Inneren angesiedelten Frauengemächer werden »Zenana« genannt.

Marina: Ein Boots- bzw. Yachthafen.

Marinace Black (Gestein): Handelsbezeichnungen für ein dunkelgrau anmutendes, metamorph überformtes Konglomerat, das in Brasilien gewonnen wird. Das Gestein wird im Innen- und Außenraum für Wand- und Bodenbeläge, vielfach auch zur Herstellung von Küchenarbeitsplatten verwendet.

Marinace Nero (Gestein): Siehe → Marinace Black.

Maristan (arabisch): Ein im Mittelalter im islamischen Kulturkreis aufgekommenes Krankenhaus, das architektonisch an eine Koranschule erinnerte.

Marita Blue (Gestein): Ein Handelsname eines in Spanien abgebauten Granits dunkelgrauer Farbe, der eine mittelkörnige Struktur aufweist und durch größere Feldspäte auffällt. Das frostharte Gestein wird vor allem als Belag für stark beanspruchte Flächen in Innenräumen verwendet.

Markenhotel: Ein → Hotel, das sich aufgrund spezieller Merkmale leicht erkennbar von anderen abhebt, also einen hohen Wiedererkennungswert bzw. eine unverwechselbare Identität aufweist. Der DEHOGA Bundesverband setzt voraus, dass ein Markenhotel nur dann vorliegt, wenn es eines von mindestens zwei verbundenen, einheitlich auftretenden Häusern darstellt; diese Einschränkung erscheint zweifelhaft, da Markenbildung zahlenunabhängig erfolgen kann.

Markenhotellerie: Die Gesamtheit aller Hotels, die auf unverwechselbare Merkmale setzen, die sich in eine positive Gesamtwahrnehmung bzw. einen hohen Wiedererkennungswert übersetzen. Der Begriff wird im Allgemeinen auf → Kettenhotels bezogen, die ihr spezielles Konzept über beliebig viele Standorte hinweg multiplizieren. Vielen familien- bzw. inhabergeführten Häusern, die sich als durchgesetzte Marken etablierten, wird diese Sichtweise nicht gerecht. Die Markenflut im Bereich der Kettenhotellerie führt(e) letztlich dazu, dass viele Linien immer weniger als Marken erkennbar sind bzw. sein können.

Market Penetration Index (Hotellerie): Wörtlich übersetzt »Marktdurchdringungsindex«. Diese Größe spiegelt wider, wie sich die Auslastung eines Hotels im Verhältnis zu jener seiner Wettbewerber bzw. aller Hotels innerhalb eines Gebietes darstellt. Beispiel: Ein Hotel verfügt über 5 % aller Zimmer (oder Betten) der Grundgesamtheit aller Hotels im abgesteckten Marktgebiet; es bindet 6 % der realisierten Gesamtnachfrage. Dies entspricht einem Verhältnis von 6 : 5, also einem Wert von 120 % bzw. einem Indexwert von 120 Punkten.

Market Value (immobilienbezogen): Eine Verkürzung von → »Fair Market Value«. Deutsche Entsprechungen sind »Marktwert« bzw. → »Verkehrswert«.

Markierschnur (Werkzeug): Auch »Schlagschnur« genannt. In moderner Form handelt es sich um eine eingehauste, auf eine Rolle gewickelte Schnur, die vor allem im Innenausbau und im Holzbau verwendet wird, um eine exakt gerade Verbauung eingesetzter Stoffe bzw. Bauteile zu gewährleisten.

Märkischer Verband (Mauerwerk): Ein Mauerwerksverband, bei dem innerhalb einer Lage jeweils zwei → Läufer durch einen → Binder voneinander abgesetzt sind. Der Verband wird auch »Kirchenverband« oder »Wendischer Verband« genannt.

Märkisches Dielenhaus: Siehe → märkisches Längsflurhaus.

Märkisches Längsflurhaus: Ein ab dem 13. Jahrhundert aufkommender, aus dem Hallenhaus entwickeltes bäuerliches Giebelhaus. Es handelt sich um ein längs gegliedertes, zumeist zweistöckiges Wohn-Stall-Haus; die frühere → Diele wurde zu einem Längsflur verengt (der regelhaft nicht mittig verlief, weshalb die geläufige Bezeichnung als »Mittelflurhaus« irreführt). Der Hauseingang war auf den → Anger bzw. die Dorfstraße hin ausgerichtet. Er führte zur Stube (ein kombinierter Arbeits-, Ess-, Wohn-, Schlafraum). An diese schloss die Küche (mit offener Feuerstelle) an, es folgten Wirtschaftsräume, schließlich der Stall. In dieser Form war der Hautyp zwischen dem 15. und dem ausklingenden 18. Jahrhundert vor allem in Brandenburg verbreitet. Ursprünglich dienten Holz, Lehm und Reet (oder Stroh) als Baustoffe, in späterer Zeit wurden vermehrt Backsteine und Dachziegeln verbaut.

Märkisches Mittelflurhaus: Siehe → märkisches Längsflurhaus.

Markscheider: Ein Bergmannsbegriff für einen (im Bergbaubereich aktiven) Landvermesser bzw. Geometer.