Immobilienwirtschaftliches Glossar

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Einträge zu Lo – LV

Loan To Value (LTV): Darlehensvaluta in Bezug auf den Objekt-Marktwert: Der LTV setzt die Darlehensgesamtvaluta ins Verhältnis zum Marktwert eines Objektes, der an vereinbarten Bewertungsstichtagen ermittelt wird.

Loan To Value Ratio: Siehe → Loan To Value (LTV).

Lobby (Hotellerie): Der regelhaft als Verabredungs- und Aufenthaltszone ausgelegte Zugangsbereich eines Hotels. Er beinhaltet die Rezeption, häufig Bars, Sitzgruppen und Informationsinseln. In der Lobby bzw. an diese angebunden finden sich die für Gäste bestimmten internen Erschließungssysteme (Aufzüge, Treppen).

Locator: Siehe → Lokator (historisch).

Lochfassade: Eine in → Massivbauweise errichtete Außenwand mit klar definierten Fenster- und Türöffnungen.

Lochziegel: Ein Mauerziegel, der von einem Lochmuster durchzogen ist. Die Lochung erfolgt, um das Gewicht zu verringern, aber auch zwecks Verbesserung der Wärmedämmeigenschaften. Je nach Lochungsrichtung werden → Hochloch- und → Langlochziegel unterschieden.

Löffel (Bauwesen): Ein Oberbegriff für diverse spezialisierte Baggeranbaugeräte, die zum Lockern, Lösen und Abschütten von Erdreich, lockeren Sedimenten (Sand, Kies, Schotter), Schutt und Schüttgut dienen.

Loft: Lehnwort aus dem britischen bzw. amerikanischen Englisch, das im Deutschen einen ehemaligen Lager- oder Industrieraum bezeichnet, der zur Wohnung umfunktioniert wurde.

Loftwohnung: Siehe → »Loft«.

Logement: Geläufiger ist die Bezeichnung »Logis«. Der Begriff steht für die reinen Beherbergungsleistungen eines Hotels, also die Zimmervermietung sowie unmittelbar mit Gästeübernachtungen verbundene Leistungen (Empfang, Ein- / Austragung, Information usw.).

Loggia: Anders als der → Balkon ein erhöhter Austritt bzw. ein einseitig offener Raum innerhalb eines Gebäudes. Kennzeichnend ist also, dass dieser nicht aus der Wand vorspringt, sondern in den Baukörper einbezogen ist.

Logiernacht (Hotellerie, Parahotellerie, Schweiz): Eine Gastübernachtung.

Logis: Auch als »Logement« bezeichnet. Der Begriff bezeichnet die reinen Beherbergungsleistungen eines Hotels, im Wesentlichen also die Zimmervermietung. Dem Bereich werden unmittelbar mit der Übernachtung verbundene Leistungen zugerechnet (Empfang, Ein- / Austragung, Information usw.).

Logisbereich (Hotelbetrieb): Räumlich betrachtet handelt es sich um jenen Hotelbereich, der zur Unterbringung wechselnder Übernachtungsgäste dient, also die Zimmer samt Fluren. Organisatorisch und buchhalterisch steht der Begriff für das reine Übernachtungssegment eines Hauses.

Logiserlös(e): Der mit der reinen Zimmervermietung bzw. bloßen Übernachtungen erzielte Erlös eines → Beherbergungsbetriebes.

Logistik: Der Begriff entstammt dem Militärwesen. Ursprünglich bezog er sich auf die Planung und Durchführung von Truppenbewegungen sowie das Nachschubwesen. Der Begriff floss in den zivilen Sprachgebrauch ein. Hier steht er für die Planung bzw. Organisation von Warenflüssen und die tatsächliche Beförderung von Gütern aller Art durch privatwirtschaftliche wie öffentliche Unternehmen. Weiter gefasst lassen sich – wie im militärischen Wortgebrauch gespiegelt – auch auf die Personenbeförderung bezogene Systeme dem Logistikbegriff zuordnen.

Logistikimmobilie: Ein Gebäude, das Lager- und Verteilungsfunktionen erfüllt und als Drehkreuz bzw. Schnittstelle teils sehr spezieller, sich häufig rasch wandelnder Beziehungs- und Transportgeflechte dient.

Logistik-Immobilie: Siehe → Logistikimmobilie.

Logistikimmobilienfonds: Ein Gelder zahlreicher Anleger bündelndes Investmentvehikel, dessen finanzielle Eigenmittel (zusammen mit regelhaft beschafftem Fremdkapital) in den Erwerb einer oder mehrerer → Logistikimmobilien fließen. Konkret: Ein Initiator bzw. eine Kapitalanlagegesellschaft wirbt Gelder ein, um damit eine bestehende, in Bau befindliche oder geplante → Logistikimmobilie oder ein entsprechendes → Portfolio zu erwerben. Erweist sich die vorgenommene Ergebnisvorschau als realistisch, erhalten beteiligte Anleger entsprechende Mittelrückflüsse.

Logistikimmobilienmarkt: Das transaktionsorientierte Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage (Anmietung / Vermietung, Kauf / Verkauf, Leasing) im Bereich von → Logistikimmobilien.

Logistikobjekt: Siehe → Logistikimmobilie.

Logistik-Objekt: Siehe → Logistikimmobilie.

Logistikzentrum: Ein primärer Transport- bzw. Logistikknoten eines Unternehmens oder eine Ballung von → Logistikimmobilien.

Logistisches Dienstleistungszentrum (LDZ): Ansammlung dienstleistungsorientierter Betriebe, die keine physischen Transport- bzw. Lageraufgaben wahrnehmen, wohl aber derartige Prozesse begleiten. Stellvertretend seien Beratungsunternehmen, Versicherer oder logistische Mittler angeführt. Es handelt sich um bürogebundene Tätigkeiten. Mit Blick auf die Hebung von Synergien finden sich viele LDZ nahe ihrer Klientel, also im Umfeld bzw. inmitten massierter Transport- und Lagerunternehmen. LDZ sind fester Bestandteil von → Güterverkehrszentren.

Logisumsatz (Beherbergungsgewerbe): Der mit der reinen Zimmervermietung (ohne Bewirtungen und sonstige Leistungen) erzielte Umsatz eines → Beherbergungsbetriebes.

Logis-Umsatz: Siehe → Logisumsatz.

Lohmühle: Mühle bzw. eine stationäre Mahleinrichtung, in der (vor allem) Eichen- oder Fichtenrinden zermahlen wurden. Die zerkleinerte Rinde setzte bei Wasserzugabe Gerbsäuren frei, die zur Veredelung bzw. Haltbarmachung von Tierhäuten, Fischernetzen und Tauen genutzt wurden.

Lohstein: Im gotischen Gewölbebau eingesetzter, porosierter und damit leichter → Backstein. Das Gefüge wurde durch beigemengte Gerbsäuren erzeugt, die beim Brennvorgang zur Ausbildung kleinster Hohlräume führen.

LoI (Verhandlungs- / Vertragswesen): Das Kürzel für »Letter of Intent», eine Absichtserklärung, die in rechtlich bindender, aber auch weitgehend unverbindlicher Form vorkommen kann. Der LoI ist in Zusammenhang mit Immobiliengeschäften weit verbreitet.

Lokal (Gastronomie): Eine Schank- oder Speisegaststätte.

Lokalisierung: Eine aktive Verortung einer Einrichtung im weiteren Sinn oder die räumliche Bestimmung eines Ortes.

Lokator (historisch): Ein in mittelalterlichen Kolonisationsgebieten (vielfach Rodungs- oder Trockenlegungsgebiete) vor allem östlich der Elbe im Rahmen von Dorfgründungen und Dorferweiterungen bestellter Leiter bzw. Organisator. Eingesetzt wurden Lokatoren zunächst von weltlichen oder kirchlichen Landesherren, in späterer Zeit auch von nachrangigen Grundherren. Das Aufgabenspektrum war (je nach Periode und spezieller örtlicher Konstellation) mehr oder minder breit gefächert: Dem Lokator oblagen die Anwerbung von Siedlern und die Überwachung nötiger Meliorationsmaßnahmen (Rodung, Trockenlegung); er hatte Land abzustecken bzw. zu vermessen und Landstücke zuzuweisen. Weiterhin musste er den Siedlern während laufender Arbeiten Verpflegung und Unterkunft stellen bzw. deren Beschaffung zu gewährleisten (etwa durch bereitgestelltes Gerät und Material). Im Gegenzug wurden ihm vom Grundherren Vergünstigungen in Form von abgabenbefreitem Land, Rechten oder Ämtern gewährt. In Anbetracht zu erbringender Vorleistungen stammten »professionelle« Lokatoren häufig aus vergleichsweise begüterten Ständen (niederer Adel, Stadtbürgertum). Im Laufe der Zeit wandelte sich die Lokatorenarbeit teils zu einer frühen Form gewinnorientierter Bodenspekulation.

Losament (historisch, Bürgertum): Eine alte Bezeichnung für → »Wohnung«.

Losament (historisch, Militärwesen): Zur längeren Nutzung bestimmte Soldatenunterkunft einfacher Art, die nicht aus Stein, sondern aus Holz und / oder Leinwand etc. errichtet wurde. Gebräuchlich war die Bezeichnung seit dem 16. Jahrhundert, aus der Mode kam sie im späteren 18. Jahrhundert.

Losament (historisch, studentensprachlich): Um die Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert aufgekommene Bezeichnung für eine Studentenbude.

Loser Pfosten: Eine andere Bezeichnung des → Stulp, einer lotrechten Profilleiste am → Stulpflügel eines zweiflügligen Fensters.

Löschung (Grundschuld): Die Streichung einer im → Grundbuch eingetragenen → Grundschuld.

Löschungsbewilligung (Grundschuld): Eine Einverständniserklärung des Gläubigers, eine auf seinen Namen eingetragene → Grundschuld im → Grundbuch löschen zu lassen.

Lösung (Bergbau): Die Ableitung von Grubenwässern aus einem Bergwerk; diese erfolgt über eigens dafür angelegte Stollen oder – sofern eine Entwässerung aus der Grube selbst nicht möglich ist – über ein zweites Bergwerk.

Lot (Bauwesen, Werkzeug): Ein Senkblei bzw. ein an einer Schnur aufgehängtes, unten spitz zulaufendes Gewicht. Das Lot dient zur Bestimmung rechter Winkel.

Lot (Bauwesen, Winkel): Die durch ein Senkblei angezeigte Senkrechte bzw. ein auf eine Ebene oder Gerade bezogener 90-Grad-Winkel.

Lot (Metall): Eine aus Blei, Zinn, Kupfer, Zink und / oder anderen Metallen hergestellte Legierung, die verwendet wird, um Werkstoffe stoffschlüssig miteinander zu verbinden.

Löten: Das stoffschlüssige Verbinden von Werkstoffen durch Einsatz einer schmelzfähigen Metalllegierung im Zuge eines thermischen Verfahrens.

Lotte (Bergbau): Eine andere Bezeichnung der → Lutte.

Lotuskapitell: Ein altägyptisches → Kapitell, das Nachbildungen der Lotusblume zieren.

Louis-quatorze: Ein nach Ludwig XIV., dem französischen »Sonnenkönig« benannter Kunst- und Architekturstil, der eine stark klassizistisch orientierte Linie des Barock darstellt. In diesem Stil manifestierten sich absolutistische Machtansprüche, die sich in einer repräsentativen, prunkvollen, strenge höfische Etikette spiegelnden Architektur und Innenarchitektur niederschlugen. Typische Elemente sind aus farbigem Marmor geschaffene Flächen und Inkrustationen sowie den Akanthus betonende Stuckarbeiten. Bekanntestes Bauwerk dieser Zeit ist Schloss Versailles.

Louis-quinze: Bezeichnung für einen zwischen 1730 und ca. 1760 in Frankreich vorherrschenden, nach König Ludwig XV. benannten Stil, der vor allem im Bereich der Innenarchitektur Akzente setzte. Der Stil löste den Barock ab; er zählt zu den Linien des Rokoko. Kennzeichnend ist eine Abkehr von geometrischen Formen bzw. eine Hinwendung zu verspielter und leichter anmutenden Ausdrucksformen. Typisch für die Ornamentik jener Zeit sind mit Blattgold überzogene Rankenwerke.

Louis-seize: Nach König Ludwig XVI von Frankreich benannter Übergangsstil zwischen Rokoko und Klassizismus. Die stilistische Strömung prägte Architektur, Innenarchitektur und Gartenbaukunst in etwa zwischen 1760 und 1790. Kennzeichnend ist eine gegenüber dem Rokoko geometrisch basierte Formensprache. Zierelemente lassen Rückgriffe auf antike Vorbilder (Mäander, Medaillons usw.) erkennen, zugleich sind naturalistische Darstellungen (Blumen, Früchte, Vögel) verbreitet.

Lounge: Ein angelsächsischer Begriff, der im eigentlichen Wortinhalt einen Ort bezeichnet, an dem man faulenzt bzw. entspannt sitzt. Konkret steht er für einen gehobenen Warteraum in Bahnhöfen und Flughäfen, aber auch für eine der Rezeption vorgelagerte → Lobby von → Hotels oder eine gemütliche Bar.

Low-Budget-Hotel: Spartanisch bis einfach ausgestattete Hotels für Gäste mit »sehr schmalem Geldbeutel« oder minimalen Ansprüchen.

L-Stufe: Ein bei aufgesattelten Treppen verwendeter Stufentyp, der von der Seite aus betrachtet einem liegenden L gleicht. Die Stufe kombiniert Tritt- und Setzstufe in sich. Hergestellt werden diese Stufen aus Beton, Metall oder Holz.

LTV: Das Kürzel für »Loan To Value«. Der LTV setzt die Darlehensgesamtvaluta ins Verhältnis zum Marktwert eines Objektes, der an vereinbarten Bewertungsstichtagen ermittelt wird.

Lucht: Eine andere Bezeichnung für eine Flettabseite, also die → Kübbung niederdeutscher Hallenhäuser. Luchten besitzen Außenfenster.

Lüftergaube: Früher zur Belüftung von Dachräumen eingesetzte, flach ausgeformte Gauben mit offener Stirnseite. Vorwiegend wurden diese Gauben im Bereich von Trockenböden (für landwirtschaftliche Erzeugnisse) eingefügt.

Lüftergaupe: → Lüftergaube.

Lufterhitzer (Lüftungstechnik): Rekuperatives Wärmeübertragungselement. In Lüftungsanlagen kommen sie als → Vorerhitzer, Erhitzer und → Nacherhitzer zum Einsatz.

Lüfterziegel: Ein aufgewölbter, auf gängige Dachziegelformen abgestimmter Ziegel, der mit einem Luftein- bzw. Auslass versehen ist. Lüfterziegel dienen der Verbesserung des Innenraumklimas, die wiederum auf eine Verhinderung von Feuchteschäden hinwirkt.

Luftfeuchte, relative: → Luftfeuchtigkeit, relative (immobilienbezogen).

Luftfeuchtigkeit, relative (immobilienbezogen): Der Wasserdampfgehalt eines Raumluftvolumens, ausgedrückt in Prozent und bezogen auf den maximal möglichen Wasserdampfgehalt bei gegebener Temperatur und gegebenem Luftdruck.

Luftführung: Der Weg, auf dem Frischluft in einen Raum geführt und dort verteilt wird.

Luftofen: Ein freistehender, aus Eisen gefertigter oder (vor allem im nördlichen und östlichen Deutschland) gemauerter Ofen (also ein Vorderlader), dessen Abzugsrohr mit Klappe und Zügen versehen ist. Die Klappe vereitelt ein rasches Entweichen der erhitzten Luft.

Luftporenbildner: Zumeist flüssige, grenzflächenaktive Substanzen, die verwendet werden, um Beton einen ausreichenden Frost-Tausalz-Widerstand zu verleihen. Diese Mittel erzeugen im Frischbeton gleichmäßig verteilte Luftporen, die im ausgehärteten Beton zum Ausgleich von frosterzeugtem Druck dienen.

Luftschiffwerft: Eine betriebliche Einrichtung bzw. Anlage, die dem Bau, regelhaft auch der Wartung, Überholung und Reparatur von Luftschiffen bzw. Zeppelinen dient.

Luftschlitz: Ein sich nach innen vielfach verengender Mauerspalt, der zur Belüftung von Innenräumen dient. Luftschlitze finden sich häufig in Wehrbauten, z. B. in Bergfrieden mittelalterlicher Burgen.

Luftseite (Flughafen): Der durch Pass- und Sicherheitskontrollen von der → Landseite abgegrenzte Flughafenbereich; dieser ist ausschließlich Passagieren, Flughafenpersonal und Mitarbeitern hier angesiedelter Gastronomie-, Dienstleistungs- und Handelsbetriebe zugänglich.

Luftseite (Wasserbau): Die dem Wasser (Fluss, Stausee usw.) abgewandte Bauwerksseite von Dämmen, Deichen, Staumauern. Befinden sich beiderseits eines Bauwerks – etwa bei Wehren – Wasserkörper bzw. Gerinne, wird die auf den tiefer gelegenen Bereich ausgerichtete Wasserseite als »Unterwasserseite« bezeichnet.

Lüftungsart: Die Form, der Ansatz der Luftzuführung in Gebäude bzw. einzelne Raumeinheiten sowie die Art der Luftverteilung. Neben der rein natürlichen Belüftung stehen die technisch basierten Formen der → Verdrängungs- und → Verdünnungslüftung.

Luftverkehrsdrehkreuz: Eine bedeutende Schnittstelle innerhalb eines großräumigen Netzes von Flugrouten. Der Begriff wird in aller Regel auf Passagierflughäfen bezogen, an denen Luftverkehrsströme gebündelt und verteilt werden. Diese Einrichtungen – auch als »Hubs« bezeichnet – dienen großen bzw. marktführenden Fluggesellschaften als Basis bzw. Schwerpunktstandorte ihrer operativen Tätigkeit.

Luftverkehrsdrehscheibe: Siehe → Luftverkehrsdrehkreuz.

Luftverkehrsinfrastruktur: Die quantitative und qualitative Ausstattung eines Raumes mit Einrichtungen, die kommerziellen, größere Distanzen überbrückenden Personen- und / oder Gütertransporten auf dem Luftweg dienen.

Luftwechselrate: Jenes Luftvolumen, das bei → Verdrängungslüftung pro Stunde als Zuluft in einen Raum bzw. ein Gebäude geführt wird. Ausgedrückt wird sie als Vielfaches des Raum- bzw. Gebäudevolumens.

Luginsland (historisch): Eine frühere Bezeichnung für hoch gelegene Türme bzw. Warten, die zur Feindschau und zumeist auch als Signalstationen dienten.

Luk: Siehe → Luke.

Luke: Eine mittels einer Klappe verschließbare Boden-, Decken- oder Wandöffnung.

Lukrane: Ein besonders eindrucksvoll bei spätgotischen und renaissancezeitlichen → Schlössern und → Palästen in Frankreich eingesetzter → Dacherker mit augenfällig ornamentierten Giebellinien und üppig verzierten Fenstereinfassungen.

Lumbor (Holz): Ein Handelsname des → Weißen Meranti.

Luna-Tempel: Ein der antiken römischen Mondgöttin, Luna, geweihter → Tempel.

Lünette (Festungsbau): Ein Grundelement bastionärer Systeme. Es besteht aus zwei winklig zusammenlaufenden, den → Saillant bildenden → Facen und jeweils anschließenden Flanken. Es entsteht eine fünfeckige Form, welche die Kehle definiert (den eingefassten Raum hinter den Wällen). Die Kehle kann offen oder durch eine Mauer geschlossen sein.

Lunette: Siehe → Lünette (Festungsbau).

Lüster: Ein gewöhnlich prunkvoller, mit sehr zahlreichen prismatischen bzw. lichtbrechenden Glas- oder Kristallelementen bestückter → Kronleuchter.

Luster: Die österreichische Entsprechung des → Lüsters.

Lutte (Bergbau): Eine luftdichte, je nach verwendetem Herstellungsmaterial röhren-, schlauch- oder kastenähnliche Struktur, die zur Bewetterung (Belüftung) von Grubenbauen eingesetzt wird. Ausgehend von Wettermaschinen leiten sie Frischluft (Frischwetter) in Schächte. Lutten werden insbesondere eingesetzt, um vom Luftstrom abgeschnittene bzw. schlecht bewetterte Grubenbaue (z. B. Vortriebsstrecken) mit frischer Luft zu versorgen. Hierzu wird diese mittels Lüfter durch die Lutte eingeblasen. Revers arbeitenden Lutten werden u. a. zum Absaugen von Grubenwettern (Gasen etc.) genutzt.

Luxushotel: Ein 5-Sterne-Haus gemäß deutscher Hotelklassifikation.

Luxushotellerie: Das hinsichtlich sämtlicher Angebotsparameter (Service, Zimmergrößen, Zimmerausstattung, Gastronomie, Wellnesseinrichtungen) im Spitzenbereich angesiedelte Hotelsegment.

Luxus-Kategorie: 5-Sterne-Kategorie gemäß deutscher Hotelklassifikation.

Luxuslage (Einzelhandel): Eine Lage, deren Image überwiegend von ausnehmend hochpreisigen → Fachgeschäften und → Spezialgeschäften mit stark designorientiertem Angebot geprägt ist. Voll entwickelte Luxuslagen bestehen regelhaft nur in metropolitanen Zentren.

Luxussegment (Hotellerie): Siehe → Luxushotellerie.

Luxuswohnung: Eine ausstattungsbezogen im Spitzensegment angesiedelte → Wohnung.

LVB (Beton): Ein gebräuchliches Kürzel für »leichtverdichtender Beton«. Angesprochen ist ein Beton, dessen Verdichtung nur geringer Rüttelenergie bedarf. Der Zusatz »leichtverdichtend« ist mit Konsistenzklassen F5 und F6 verbunden, die einen hohen Mehlkorngehalt aufweisen.

LVZ (Landwirtschaft, Gartenbau): Das Kürzel für → »Landwirtschaftliche Vergleichszahl«.