Immobilienwirtschaftliches Glossar

1 / 9 - A - Abd - Abg - Abs - Abw - Ai - Alte - Angel - Ap - Are - Ass - Aus - Av - B - Bar - Bau - Bauh - Baul - Baus - Baustoff - Be - Ben - Betonf - Bin - Bo - Boh - Bre - Bur - C - Ci - D - Dar - Dep - Do - Dre - E - Eink - Ek - Er - F - Fam - Fer - Fi - Flachm - Fo - For - Fr - Frem - Fro - Funk - G - Gas - Gef - Geh - Geschi - Gi - Gr - Gru - Grunds - Grup - H - Hau - He - Ho - Holz - Hoteli - Hu - I - Immobilienl - In - Ins - J - K - Kap - Kat - Ke - KG - Kle - Kn - Kon - Kor - Kran - Kry - L - Lai - Lat - Lee - Li - Lo - M - Markt - Mau - Mehr - Mietf - Mis - Mol - Müh - N - Ne - Ni - No - O - Ol - P - Par - Pe - Pfer - Pl - Po - Pr - Pu - Q - R - Raum - Reet - Ren - Ri - Rok - Ru - S - SB - Sche - Schil - Schm -Schu - Se - Sel - Si - So - Sp - Spi - St - Staf - Stan - Stat - Sti - Sto - Strau - Stuhl - Sub - T - Te - Ter - Tief - Tor - Tr - Tri - Tro - Tun - Turm - U - Ug - Un - V - Verbl - Verk - Verm - Vi - Vo - W - Wasser - Wei - Wert - Wi - Wo - Wohnung - Wu - Z - Zi - Zu

Einträge zu Li – LK

Liapor: Ein aus gebrannten Tonperlen, Zement und Wasser hergestellter Baustoff.

Lichtbeständigkeit: Die Widerständigkeit eines Stoffes (Farbe, Material) bzw. der Grad seiner Widerständigkeit gegen Lichteinwirkungen.

Lichtdom (Architektur): Eine kleinere, aus einer Decke aufsteigende Kuppel oder eine kuppelähnlich eingearbeitete Vertiefung, die mit einem oder mehreren aufwärts strahlenden Leuchtkörpern bestückt ist. Die Verbindung von Form und Leuchtkörperausrichtung führt zu einer indirekten Raumbeleuchtung.

Lichte (Bauwesen): Der freie horizontale oder vertikale Raum von Öffnungen oder zwischen einzelnen Bauteilen (Wände, Deckenunterkante, Fußbodenoberkante). Die Lichte wird auch als »Lichtes Maß», »Lichtmaß« oder »Öffnungsmaß« bezeichnet.

Lichtechtheit: Eine andere Bezeichnung der → Lichtbeständigkeit.

Lichte Höhe (gebäudebezogen): Der freie Abstand zwischen Deckenunterkante und Fußbodenoberkante eines Gebäuderaumes (Korridor, Zimmer usw.). Die lichte Höhe wird auch als »Lichthöhe« bezeichnet.

Lichter Raum (Verkehrswesen, Straßenbau): Ein von Gegenständen (bauliche Anlage, Bäume usw.) freizuhaltender Raum, der den Verkehrsraum, also die Straße selbst, sowie seitliche und obere (z. B. bei Brücken) Sicherheitsräume umfasst.

Lichtes Maß (Bauwesen): Der freie, horizontale oder vertikale Raum von Öffnungen oder zwischen einzelnen Bauteilen (Wände, Deckenunterkante, Fußbodenoberkante). Das lichte Maß wird auch als »Lichte», »Lichtmaß« oder »Öffnungsmaß« bezeichnet.

Lichtes Maß (Ingenieurwesen): 1. Der Innendurchmesser eines → Rohres bzw. einer → Rohrleitung. 2. Die Höhe einer Tunnelröhre.

Lichte Weite (gebäudebezogen): Der freie Horizontalabstand zwischen einzelnen Bauteilen (Wände, Deckenunterkante, Fußbodenoberkante) oder die Breite einer Öffnung. Die lichte Weite wird auch als »Lichtweite« bezeichnet.

Lichtgaden: Eine von Fenstern durchbrochene Wandpartie des Mittelschiffs einer → Basilika, welche die Seitenschiffe überragt. Der Begriff leitet sich aus dem Wort → »Gaden« ab, das in Bezug auf Kirchen die angegliederten Wirtschafts- bzw. Lagergebäude bezeichnet. Lichtgaden werden auch als »Fenster-« oder »Obergaden« bezeichnet.

Lichtgaube: Eine zumeist vorgefertigte, aluminiumgefasste → Gaube mit Rundumverglasung (Front, Bedachung, Wangen).

Lichtgaupe: Siehe → Lichtgaube.

Lichthof: Ein Innenhof, der primär zur Belichtung angrenzender Innenräume dient. Lichthöfe können oben offen oder transparent überdacht sein.

Lichthöhe (gebäudebezogen): Zumeist als »lichte Höhe« bezeichnet. Der freie Abstand zwischen Deckenunterkante und Fußbodenoberkante eines Gebäuderaumes (Korridor, Zimmer usw).

Lichtkonzept: Eine (realisierte) Planung des ästhetisch und / oder rein funktional orientierten Einsatzes von Leuchtkörpern bzw. lichttechnischen Mitteln (Lampen, Strahler usw.) unter Einbezug natürlicher Lichtquellen. Bezieht sich die Planung lediglich auf künstliche Leuchtquellen, ist von »Beleuchtungskonzept« zu sprechen.

Lichtkuppel: Ein bei Flachdächern häufig eingesetztes lichtbauliches Element, dessen Kernkomponente ein transparenter bzw. transluzenter, aufsteigend ausgebildeter Aufsatz ist, der gewöhnlich auf einem Kranz bzw. Tragrahmen aus Leichtmetall, Stahl oder Kunststoff montiert ist. Lichtkuppeln werden zwecks natürlicher Belichtung verbaut.

Lichtloch (Bergbau): Ein seiger bis tonnlägig geführter Schacht oder ein entsprechendes Bohrloch mit kleinem Querschnitt, der / das für Bewetterungszwecke angelegt wurde. Lichtlöcher reichen von der Oberfläche bis auf einen Grubenbau; sie endeten vielfach in einem Flügelort oder einem kurzen Querschlag des Hauptstollens.

Lichtmaß (Bauwesen): Der freie, horizontale oder vertikale Raum von Öffnungen oder zwischen einzelnen Bauteilen (Wände, Deckenunterkante, Fußbodenoberkante). Das lichte Maß wird auch als »Lichte», »Lichtes Maß« oder »Öffnungsmaß« bezeichnet.

Lichtpfanne: Dachziegelförmiges Kunststoffmodul, das in Dacheindeckungen eingebunden wird, um (nicht ausgebaute) Dachböden zu belichten. Lichtpfannen dienen diesbezüglich als Fensterersatz.

Lichtplaner: Eine Person die → Lichtplanung auf professionellem Niveau betreibt.

Lichtplanung (Disziplin): Architektonisch bzw. innenarchitektonisch bedeutsames Feld, das sich mit der Erarbeitung und Umsetzung von Konzepten befasst, die einen ästhetisch und / oder rein funktional orientierten Einsatz von Leuchtkörpern bzw. lichttechnischen Mitteln (Lampen, Strahler usw.) unter Einbezug natürlicher Lichtquellen betreffen. Bezieht sich die Planung lediglich auf künstliche Leuchtquellen, ist von »Beleuchtungsplanung« zu sprechen.

Lichtplanung (fallbezogen): Siehe → Lichtkonzept.

Lichtplatte: Transparente oder transluzente, gewöhnlich wellenartig profilierte Platte, die in ein (Flach)Dach eingesetzt wird, um eine natürliche Belichtung unter dem Dach liegender zu erzielen. Lichtplatten bestehen zumeist aus Kunststoff.

Lichtraumprofil (Verkehrswesen): Zeichnerische Darstellung des → lichten Raumes einer Straße, die alle Einzelmaße ausweist.

Lichtschacht (Bergbau): Siehe → Lichtloch (Bergbau).

Lichtscharte (historisch): Ein schmaler, senkrecht ausgerichteter Mauerschlitz, der – insbesondere bei mittelalterlichen Burgen – zur Belichtung von Innenräumen diente.

Lichtspielhaus: Ein → Kino.

Lichtspieltheater: Eine aus der Mode gekommene Bezeichnung für ein → Kino.

Lichtstrom: Eine u. a in der → Lichtplanung relevante Größe, welche die gesamte, von einer Quelle ausgesandte Lichtleistung bezeichnet.

Lichtspindel: Offener Kernraum von Wendeltreppen, um den die Treppe aufwärts geführt wird.

Lichtwange (Treppe): Die schrägen, die Stufen tragenden Bauteile einer → Treppe, die einem → Treppenauge zugekehrt sind.

Lichtweite (gebäudebezogen): Identisch mit »lichte Weite«. Der freie Horizontalabstand zwischen einzelnen Bauteilen (Wände, Deckenunterkante, Fußbodenoberkante) oder die Breite einer Öffnung.

Liebhaberei (Steuerrecht, immobilienbezogen): Eine fehlende Gewinnerzielungsabsicht des Eigentümers in Zusammenhang mit einer Immobilie. Anders ausgedrückt: Eine ersichtlich fehlende Absicht, mit einer Vermietung bzw. Verpachtung einen »Totalüberschuss« zu erzielen. Geht das Finanzamt von Liebhaberei aus, werden Abschreibungen, Renovierungskosten oder steuerliche Verlustzuweisungen nicht anerkannt. Liebhaberei kann für private Eigentümer, aber auch → geschlossene Immobilienfonds zum steuerlichen Thema werden.

Liegende Dachrinne: Eine einseitig mit einer Schrägfläche versehene → Dachrinne, die im Traufbereich auf der Dachfläche aufliegt.

Liegender Dachstuhl: Ein → Dachstuhl, dessen Stuhlsäulen ausgehend von den Außenwandbereichen schräg zur Dachmitte bzw. dem → First hin aufsteigen.

Liegender Stuhl: → Liegender Dachstuhl.

Liegendes (Bergbau, Geologie): Unterhalb einer Lagerstätte befindliches Gestein bzw. die dortige Gesteinsformation.

Liegenschaft (sachenrechtlich): In der Rechts- und Wirtschaftssprache ein unbewegliches Sachgut. Anders ausgedrückt: Ein Grundstück bzw. Grundstückszusammenhang, also der Boden und mit diesem fest verbundene Sachen (Gebäude und bauliche Anlagen). Der Begriff wird vielfach gleichbedeutend mit »Anwesen« verwendet, was nicht in jedem Fall zulässig ist, da »Anwesen« grundsätzlich ein bebautes Grundstück bezeichnet.

Liegenschaft (Schweiz): Gemäß amtlicher Definition eine Bodenfläche mit genügend bestimmten Grenzen (vgl. Grundbuchverordnung vom 23. September 2011).

Liegenschaft (Schweiz, umgangssprachlich): Ein → Anwesen.

Liegenschaftsamt: Eine kommunale Behörde, die im Stadt- oder Gemeindeeigentum stehende bebaute und unbebaute Grundstücke verwaltet. Sie ist u. a. für Zu- und Abverkäufe, die Vermietung städtischer Wohnungen und Verpachtungen (z. B. von → Schrebergärten) zuständig. Vielfach sind Liegenschafts- und Vermessungsamt zu einer Einheit zusammengefasst.

Liegenschaftsaufwand (Schweiz): Der Wert aller Güter und Dienstleistungen, die in Zusammenhang mit der Nutzung einer Immobilie verbraucht bzw. abgerufen werden. Hierzu zählen u. a. Abschreibungen, Kreditzinsen und Instandhaltungskosten, nicht jedoch weiterverrechnete Betriebskosten und kalkulatorische Liegenschaftskosten Kosten.

Liegenschaftsbehörde (kommunal): Eine andere Bezeichnung für ein → Liegenschaftsamt.

Liegenschaftsbuch (Grundstückswesen, Deutschland): Der beschreibende Teil des → Liegenschaftskatasters, in dem → Flurstücke und → Gebäude beschrieben werden.

Liegenschaftsbuch, Automatisiertes (Grundstückswesen, Deutschland): Das elektronisch geführte bzw. gepflegte Katasterbuchwerk, also der textliche bzw. beschreibende Teil des → Liegenschaftskatasters. Er bezeichnet Flurstücke (nach → Gemarkung, Flur, Flurstücksnummer) und weist u. a. Flurstücksgrößen, Grundstücksadressen und vorliegende Nutzungsarten aus. Weiterhin sind Grundstückseigentümer (laut Grundbuch) und die Blattnummer des Grundbuchs vermerkt.

Liegenschaftskarte (Grundstückswesen, Deutschland): Eine kartographische Wiedergabe von → Flurstücken und → Gebäuden. Liegenschaftskarten bilden den darstellenden Teil des → Liegenschaftskatasters, der neben dem Liegenschaftsbuch steht.

Liegenschaftskarte, Automatisierte (Grundstückswesen, Deutschland): Der amtliche Kürzel lautet »ALK«. Es handelt sich um den auf digitalisierten Daten beruhenden Nachfolger der analogen Liegenschaftskarte. Die ALK stellt den vermessungstechnisch basierten Kartenteil des → Liegenschaftskatasters dar. Sie bildet u. a. Lage und Begrenzung von Flurstücken sowie (permanenten) Gebäuden ab, zudem Flurstücksnummern, Nutzungsarten, öffentlich-rechtliche Festsetzungen, topographische Elemente und – im Falle agrarischer Nutzung(smöglichkeit) – Flächen der Bodenschätzung.

Liegenschaftskataster: In Deutschland ein von den Vermessungs- und Katasterämtern der Bundesländer geführtes Register, das aus Karten und Beschreibungen besteht. – Anders als im Grundbuch werden im Liegenschaftskataster keine Grundstücke, sondern → Flurstücke und Gebäude darstellt und beschrieben. Die jeweiligen Abgrenzungen sind in Liegenschaftskarten dargestellt, der beschreibende Teil findet sich im Liegenschaftsbuch.

Liegenschaftskataster-Informationssystem, Amtliches (Deutschland): Kurz »ALKIS«. Ein (2012) in der Entwicklung befindliches Instrument, in dem bisher getrennt geführte Liegenschaftsbücher und -karten in einem Informationssystem zusammengefasst werden. ALKIS ermöglicht die Führung von Qualitäts- und Metadaten, verbessert den Datenaustausch und gestattet eine präzise Historienverwaltung.

Liegenschaftssteuer: Eine in der Schweiz gebräuchliche begriffliche Entsprechung der → Grundsteuer.

Liegenschaftszins: Eine auch von Gutachtern häufig verwendete, jedoch nicht korrekte Bezeichnung des → Liegenschaftszinssatzes.

Liegenschaftszinssatz: Neuerdings (missverständlich) als »Kapitalisierungszinssatz« bezeichnet. Laut ImmoWertV ein Zinssatz, mit dem der Verkehrswert von Liegenschaften im Durchschnitt marktüblich verzinst wird. Dieser Zinssatz bildet eine zentrale Größe im Ertragswertverfahren. Je niedriger er angesetzt wird, desto höher ist – ceteris paribus – der Vervielfältiger und somit der (rechnerische) Gebäudeertragswert.

Lifestyle-Hotel: Ein regelhaft im gehobenen Segment positioniertes Hotels mit einem Zielgruppenansatz, der auf unverwechselbare, oft thematisierte Gestaltungskonzepte setzt. Die gestalterischen Lösungen reichen von Retrostilen bis hin zu hypermodernen Designs. Andere Begriffe für »Lifestyle-Hotel« sind »Design-Hotel« und »Boutique-Hotel«.

Lift: Eine andere Bezeichnung der Aufzugsanlage. Es handelt sich um eine technische Einrichtung bzw. »unstetige« Förderanlage mit Kabine, Fahrkorb oder Plattform zur vertikalen oder schrägen Beförderung von Personen und / oder Lasten.

Liftanlage: Siehe → Lift.

Liftbatterie: Eine Reihe unmittelbar nebeneinandergelegener Aufzüge.

Liftschacht: Die Röhre, in der Kabinen, Fahrkörbe oder Fahrplattformen (Paternoster) bewegt werden.

LIK (Statistik, Schweiz): Das Kürzel steht für den vom Bundesamt für Statistik monatlich fortgeschriebenen → »Landesindex für Konsumentenpreise«.

Lilac Sierra (Gestein): Ein farblich ins Lila spielender argentinischer Granit mit mittelkörnigem Gefüge, der sich für bauliche Anwendungen im Innen- und Außenbereich eignet.

Lilienbogenfries: Ein Fries, der eine Abfolge von → Spitz oder → Rundbögen zeigt, deren Auflager lilienförmig ausgeführt sind.

Lilienfries: Ein → Fries, der eine Abfolge stilisierter Lilienblüten zeigt.

Lilienkapitell: Ein ursprünglich altägyptisches → Kapitell, das Darstellungen von Lilien zieren.

Lineare Abschreibung: Eine → Absetzung für Abnutzung, deren Satz im Zeitverlauf konstant bleibt.

Linkstür: Eine → Tür mit einem aus Richtung des Raumeingangs betrachtet links montierten Türband und dementsprechend rechts platziertem → Türdrücker bzw. Türschloss.

Links-Tür: Siehe → Linkstür.

Linsenanger: Eine linsenförmige Fläche bzw. einstige → Allmende im Mittelpunkt einer planmäßig entwickelten dörflichen Siedlung. Der Anger wurde ursprünglich u. a. als Weidefläche genutzt.

Linsenangerdorf: Ein planmäßig entwickeltes Dorf, dessen Höfe eine (früher) im Allgemeinbesitz befindliche, linsenförmige Grünfläche – den namensgebenden Linsenanger – umschließen.

Linteau: Ein → Tür- oder → Fenstersturz gotischer → Sakralbauwerke.

Liparit: Eine seltenere Bezeichnung des Rhyoliths. Es handelt sich um einen zumeist hellen Vulkanit, der als Naturwerkstein u. a. als Pflaster verwendet wird.

Liquidationserlös (Immobilienverwertung): Jener Betrag, der im Zuge einer Zwangsversteigerung bzw. eines Notverkaufs für eine Immobilie vereinnahmt wird.

Liquidationswert (Grundstückswertermittlung): Ein Bodenwert von bebauten Grundstücken, deren Bebauung unwirtschaftlich, nicht mehr bestimmungsgemäß nutzbar und nicht wirtschaftlich in einen angemessenen Ertragszustand zu versetzen ist. Gegebenenfalls ist eine Freilegung (Abbruch) sinnvoll bzw. vorzunehmen. Diese verbindet sich mit Kosten. Folglich ist der für ein unbebautes Grundstück anzusetzende Bodenwert um diesen Aufwand zu vermindern. Bei sofortigem bzw. baldigem Abbruch wird der Wert folgendermaßen berechnet: Bodenwert minus Abbruch- bzw. Freilegungskosten gleich Liquidationswert. Ist eine längere Zeitspanne bis zur Freilegung vorauszusetzen, ergibt sich folgender Ansatz: Barwert des Ertrages während der Wartezeit (Saldo von Kosten und Erträgen) plus abgezinster Bodenwert minus abgezinste Freilegungskosten gleich Liquidationswert.

Liquidationswert (Immobilienverwertung): Jener Preis, der sich für eine Immobilie im Fall einer Zwangsversteigerung bzw. eines Notverkaufs erzielen lässt.

Liquidationswertverfahren (Grundstückswertermittlung): Im Grunde handelt es sich nicht um ein eigenständiges Verfahren, sondern um einen Sonderfall der Bodenwertermittlung. Siehe hierzu → Liquidationswert (Grundstückswertermittlung).

Liquiditätsreserve (Fondswirtschaft): U. a. eine Rücklage geschlossener Immobilienfonds, die dazu dient, unvorhergesehen anfallende Kosten während der Investitions- und Bewirtschaftungsphase zu decken.

Lisene (Architektur): Ein streifenartiges, leicht aus einer Wandoberfläche hervortretendes, lotrecht ausgerichtetes architektonisches Element, das rein optischen Zwecken und / oder der Wandverstärkung dienen kann. Lisenen besitzen weder Basis noch Kapitel.

Liste, Ulmer (Einzelhandel): Eine Orientierungshilfe ... zur Abgrenzung → zentrenrelevanter und nichtzentrenrelevanter Sortimente (IHK Ulm: → Innenstadtrelevante Sortimente, 2003). Derartige, gewöhnlich kommentierte Aufstellungen werden von verschiedenen Institutionen erstellt; sie dienen u. U. als Grundlage für → Auswirkungsanalysen.

Litze (Elektrik): Ein leicht biegsamer elektrischer Leiter, der aus zahlreichen sehr dünnen Einzeldrähten besteht.

Liwan (Architektur): Eine dreiseitig eingefasste bzw. geschlossene, an ihrer Front vollkommen offene Halle bzw. eine entsprechende, tief ausgeformte Torpartie. Das Architekturelement kam während der Sassaniden-Zeit in Persien auf, verbreitete sich über weite Teile Zentralasiens und fand Eingang in die mogulische Architektur Indiens. Andere Bezeichnungen sind »Aiwan« und »Iwan«.

Lkw-Parkplatz: Eine zum vorübergehenden Abstellen von Lastkraftwagen vorgesehene Fläche, die mehrere → Stellplätze umfasst.

Lkw-Stellplatz: Eine dem Platzbedarf von Lastkraftwagen genügende Fläche, die für das befristete Abstellen eines einzelnen Lkws vorgesehen ist. Umfasst ein Areal mehrere Stellplätze, wird es als → Parkplatz bezeichnet.