Immobilienwirtschaftliches Glossar

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Einträge zu Kran – Kru

Kran: Eine stationäre oder mobile, händisch oder motorgetriebene Einrichtung zur vertikalen (und, daran anschließend, teils horizontalen) Lastenbewegung.

Krankenhausambulanz: Ein Krankenhausbereich, der vorrangig zur Versorgung und Behandlung nicht stationär aufgenommener Patienten dient.

Krankenhauskapelle: Ein kleiner, regelhaft schmucklos ausgestatteter Raum, der in Krankenhäusern bzw. Kliniken für Gebets- und Andachtszwecke bereitgestellt wird.

Krankübel: Eine andere Bezeichnung des Betonkübels. Angesprochen ist ein sich von oben nach unten trichterartig verschlankender Metallbehälter, mit dem frischer → Beton transportiert und aufgebracht werden kann. Auf Baustellen wird das Behältnis gewöhnlich mittels Kraneinsatz bewegt; daraus erklärt sich der Name.

Kranwagen: Ein Rad- oder Kettenfahrzeug mit aufmontiertem → Kran.

Kranzkapelle: Eine von mehreren, gewöhnlich radial vom Hauptaltarbereich oder einem → Chorumgang abstrahlenden → Kapellen.

Kratzigel: Ein spezielles Nagelbrett, das zur Strukturierung von → Putz bzw. zur Schaffung von → Kratzputz verwendet wird.

Kratzputz: Ein dickschichtig aufgetragener Putzmörtel, dessen Oberfläche nach dem Anhärten mit einem → Kratzigel oder einem groben Sägeblatt bearbeitet bzw. strukturiert wird.

Kratzstein: Eine seltener genutzte Bezeichnung des Radabweisers bzw. Prellsteins. Angesprochen ist ein oft zu einem mehr oder minder hohen Pfosten geformter, häufig verzierter oder sogar figürlich gestalteter Stein, der Gebäudekanten vor Beschädigungen durch Räder von Kutschen und / oder Gespannen schützte. Moderne Kratzsteine bestehen häufig aus Beton.

Kredenz: Ein Lehnwort für »Anrichte«. Es handelt sich um ein mindestens zweitüriges Möbelstück mittlerer Höhe, das unter einer zum Anrichten von Speisen und Getränken dienenden Arbeitsfläche Stauraum für Geschirr und Tischwäsche bietet.

Kredit: Eine auf Vertrauensbasis und oder gestellten Sicherheiten beruhende Geldleihe, ein ausgeliehener bzw. verliehener Geldbetrag. In aller Regel verbindet sich die Geldleihe mit mittel- oder unmittelbaren Zinszahlungen, die ein Geldgeber aufschlägt, um das Ausfallrisiko, entgangene Gewinne im Gefolge einer anderweitigen Geldanlage und / oder entstandene Kosten im Zuge der Mittelbeschaffung auszugleichen.

Kreditbedarf: Jener Fremdkapitalbetrag, der nötig ist, um ein Vorhaben umsetzen zu können. Mit anderen Worten: Die Lücke zwischen verfügbaren monetären Eigenmitteln und den Gesamtkosten eines Projektes.

Kreditgeber: Eine auf Grundlage eines schriftlich niedergelegten oder (seltener) mündlich geschlossenen Vertrages an einen Dritten Geld verleihende Partei.

Kreditkonditionen: Die besonderen Bedingungen, unter denen ein Kredit bzw. Darlehen vergeben wird. Hierzu zählen insbesondere der Zinssatz (nominal), erhobene Bereitstellungszinsen und Bearbeitungsgebühren, Zinsfestschreibungen, der Auszahlungskurs sowie Tilgungsbeginn und -zeitraum.

Kreditnehmer: Eine natürliche oder juristische Person, die sich Geld von einem Dritten (z. B. einer Bank) ausleiht.

Kreditprolongation: Die Verlängerung eines → Darlehens bzw. → Kredits. Prolongationen werden insbesondere nach Auslaufen einer Zinsbindungsfrist vereinbart; der Kreditgeber bleibt derselbe.

Kreditvergabekonditionen: Siehe → Kreditkonditionen.

Kreditwürdigkeit: Fachsprachlich »Bonität« genannt. Das Maß bzw. der Grad, in dem ein Kreditnehmer als fähig erachtet wird, aufgenommene Gelder zurückzuzahlen. Eine hohe Kreditwürdigkeit verbindet sich regelhaft mit vergleichsweise niedrigen Zinssätzen, eine niedrige mit relativ hohen. Und, je niedriger die Bonität, desto ausgeprägter ist das Bedürfnis des Kreditgebers (in solide agierenden Finanzkreisen), belastbare Sicherheiten gestellt zu bekommen.

Kreisgrabenanlage: Eine jungsteinzeitliche, rund oder oval konturierte Anlage, die als → Erdwerk ausgeführt war. Kennzeichnend war die Verbindung von Wall und Graben. Große Anlagen besaßen bis zu drei Grabenringe, die Erdbrücken mit dem Kernbereich des bis zu 300 m durchmessenden Komplexes verbanden. Die Zweckbestimmung ist nicht eindeutig geklärt. Teils dürfte es sich um (zeremonielle) Versammlungsorte, dauerhaft bewohnte Wehrsiedlungen oder → Fliehburgen, teils um → Kalenderbauten gehandelt haben.

Kreisstraße: Eine dem überörtlichen Verkehr gewidmete → Straße, deren → Baulast bei einer kreisfreien Stadt oder einem Landkreis liegt.

Kreisverkehr (Autobahnkreuz): Eine vor allem in England zu findende Spielart des → Autobahnkreuzes, bei der eine Autobahn über ein sehr langes Brückenbauwerk über einen abgesenkten Verkehrskreisel hinweggeführt wird.

Krematorium (Bestattungswesen, Menschen): Ein Gebäude bzw. eine Einrichtung zur Einäscherung Verstorbener. Eine andere Bezeichnung ist »Einäscherungshalle», in Österreich wird verbreitete von »Feuerhalle« gesprochen.

Krenelieren: Mit Zinnen versehen bzw. ausstatten.

Kreneliert (Adverb): Mit Zinnen versehen.

Krenelierung: Ein mit Einschnitten bzw. Zinnen versehener Mauerabschluss.

Krepidoma: Ein anderer Ausdruck für »Krepis», den gestuften Unterbau antiker griechischer Tempel.

Krepis (Architektur): Der gestufte Unterbau antiker griechischer Tempel.

Kretscham (historisch): Eine auf Grundlage eines grundherrlich verliehenen Ausschankrechts betriebene Dorfwirtschaft bzw. Schänke, die gewöhnlich im Eigentum eines mit der niederen Gerichtsbarkeit betrauten Schultheißen stand und als Sitzungsort des Dorfgerichts diente.

Kretscham (regionalsprachlich, Oberlausitz, Schlesien): Ein Dorfgasthaus, eine Dorfwirtschaft.

Kreuzaltar: Eine andere Bezeichnung des → Laienaltars (der stets dem Heiligen Kreuz geweiht war).

Kreuzbogenfries: Ein ornamentales, eine Darstellung einander überschneidender Rundbögen zeigendes Band, das zur Abgrenzung, Umgrenzung und Gliederung von Gebäudeteilen herangezogen wird.

Kreuzfahrerarchitektur: Eine Sammelbezeichnung für uneinheitliche baulich-gestalterische Linien, die sich in den Kreuzfahrerstaaten, voran im heutigen Syrien, dem Libanon, Israel und Armenien entwickelten. Sie verband mittel- und südeuropäische, byzantinische, arabische und armenische Einflüsse in sich.

Kreuzfahrerburg: Eine → Burg, die in Zusammenhang mit den im Jahr 1096 beginnenden Kreuzzügen gegen die arabisch beherrschten Territorien in Palästina von europäischen Invasoren errichtet wurde. Die bekannteste und m. E. eindrucksvollste dieser Burgen ist der im heutigen Syrien gelegene, seit 2006 zu den UNESCO-Weltkulturerbestätten zählende Krak des Chevaliers.

Kreuzfahrerfestung: Gemäß einem engeren Verständnis, das → »Festung« mit einer neuzeitlichen, auf den Artilleriekampf ausgelegten Befestigungsanlage gleichsetzt, eine unkorrekte Bezeichnung für eine → Kreuzfahrerburg.

Kreuzgang: Ursprünglich ein zu einem quadratischen Klosterhof hin offener, von Säulen und Pfeilern gesäumter, vom restlichen Gebäudekomplex durch eine Mauer abgegrenzter Gang, den in aller Regel bildliche Darstellungen des Kreuzweges Christi schmückten. Er wurde für Bittgänge genutzt und diente als Ausgangspunkt von Prozessionen. Zumeist im südlichen Teil der Klöster angelegte Kreuzgänge kamen in karolingischer Zeit auf. Später fanden sie sich auch in Stiften und als Annex von Domen bzw. Kathedralen. Teils beinhalteten sie Brunnen und Gärten. Vielfach dienen sie als Friedhof für verstorbene Mönche bzw. Mitglieder des Domkapitels.

Kreuzgewölbe: Eine über quadratischer oder rechteckiger Fläche entwickelte Gewölbekonstruktion, die sich ergibt, wenn zwei → Tonnengewölbe gleicher Höhe einander rechtwinklig durchdringenden. Anders ausgedrückt: Ein Kreuzgewölbe entsteht, wenn zwei Wangen eines Tonnengewölbes durch Kappen mit identischem Gratbogen ersetzt werden.

Kreuzkuppelkirche: Eine byzantinische, für orthodoxe Kirchen bis heute übliche Bauform. Hauptmerkmale sind ein Grundriss in Form eines griechischen Kreuzes (gleiche Achslängen) und eine kuppelüberwölbte → Vierung (Durchdringungsbereich beider Achsen). Der quadratische Kernbereich wird von vier → Pfeilern oder → Säulen definiert. Die Kreuzarme können selbst (kleinere) Kuppeln tragen. Soweit zur idealtypischen Grundform. Die von Wikipedia (Stand 07 / 2012) vorgestellte Beschreibung, wonach die Kreuzarme jeweils als Tonnengewölbe ausgeführt sind, muss nicht notwendig zutreffen. Die Bezeichnung »Kreuzkuppelkirche« erscheint aus zwei Gründen fragwürdig: 1. Es besteht keine Kreuzkuppel (die es nicht gibt), sondern – wenn denn – eine Kuppel im Überschneidungsbereich der Kreuzarme. 2. Viele »Kuppeln« stellen sich als turmartige Gebilde dar, die kuppelgekrönt sein können, vielfach jedoch anderweitige Abschlüsse besitzen. Diesbezüglich sollte die Fachwelt über verfeinerte Namensgebungen nachdenken.

Kreuzlagenholz: Auch als »Brettsperrholz« und »Dickholz« bezeichnet. Es handelt sich um eine Massivholztafel, die aus kreuzweise verleimten Bretterlagen besteht. Der Werkstoff eignet sich u. a. bestens zur Umsetzung von Wärme- und Schallschutzmaßnahmen.

Kreuzpfeiler: Eine lotrechte Stütze mit kreuzförmigem Grundriss.

Kreuzstockfenster: Ein rechteckiger Fenstertyp, der ursprünglich entwickelt wurde, um die Lichteinfallfläche vertikal zu vergrößern. Kennzeichnend ist die Unterteilung des Fensters durch ein hölzernes – anfangs ein steinernes – Kreuz. In die entstehenden vier Bereiche werden einzelne Glasscheiben eingesetzt.

Kreuzung (Straßenverkehr): Ein Schnittpunkt zweier oder mehrerer → Straßen auf einem Niveau.

Kreuzungsbahnhof: Eine Bahnverkehrsanlage, in der sich zwei oder mehr Strecken kreuzen. Große Kreuzungsbahnhöfe, in denen sich mehrere Strecken schneiden, werden als Knotenbahnhöfe bezeichnet.

Kreuzungsfreiheit (Verkehrswesen): Eine Konstellation, in der zwei oder mehr einander kreuzende Verkehrswege auf unterschiedlichen Ebenen geführt werden, sich also nicht auf demselben Niveau schneiden. Ermöglicht wird das dadurch, dass in einen oder mehrere Verkehrswege eine Brücke oder ein Tunnel eingefügt wird.

Kreuzverband (Mauerwerk): Ein abgewandelter → Blockverband, bei dem jede zweite → Läuferschar mit einem → Binder begonnen und die jeweils folgende von einem Binder abgeschlossen wird. Abgeschlossen werden sämtliche Läuferschichten von Dreiviertelsteinen.

Kreuzverstrebung: Namensgemäß eine Verstrebung bzw. eine stabilitätserhöhende Balkenverbindung aus gekreuzten → Streben.

Kriechen (Baustoffe): Eine lastbedingte plastische Verformung von Baustoffen, die sich nach Entfernen der Last – anders als bei der → elastischen Verformung – nicht umkehrt. Kurz: Es handelt sich um eine dauerhafte Formänderung.

Krippe (Sozialwesen): Kurzbezeichnung der → Kinderkrippe.

Krone (Mauer): Der obere Abschluss einer → Mauer, der dazu dient, untere Mauerpartien vor eindringender Nässe zu schützen. Der Belag wird – sofern nicht betoniert – regelhaft aus flachen, sorgfältig behauenen bzw. geformten, vergleichsweise großflächigen Steinen oder Steinplatten hergestellt, um die Fugenanzahl zu minimieren. Häufig gehen Kronen mehr oder minder über die Mauer hinaus und sind mit einer Traufkante versehen. Bei alten Wehranlagen wurde die Mauerkrone vielfach begehbar ausgelegt.

Krönel: Ein stählernes, mit beiden Händen geführtes Steinmetzwerkzeug zur Oberflächenbearbeitung von Weichgesteinen (vor allem Sandstein). In der Flasche am oberen Stielende sind zumeist rund ein Dutzend beidseitig zugespitzte Flacheisen eingespannt. Der Krönel wird eingesetzt, um Unebenheiten zu beseitigen oder Oberflächen zu strukturieren.

Kronenhammer: Eine andere Bezeichnung des → Stockhammers.

Kronleuchter: Ein großes, hängend angebrachtes, häufig üppig verziertes Beleuchtungselement, das mehr oder minder zahlreiche, zumeist an Armen oder Reifen montierte Leuchtkörper in sich vereint. Charakteristisch ist der Einsatz lichtbrechender bzw. reflektierender Elemente (geschliffene Gläser und Kristalle usw.). Kronleuchter zählen zu den typischen Ausstattungsgegenständen von Schlössern, Palästen, Opernhäusern und anderen repräsentativ gestalteten öffentlichen Bauten. Sie fanden Eingang in die Wohnungen des prunkverliebten Großbürgertums, später – zumeist in Form billiger, im Kleinformat gefertigter Modelle – in die Wohnstuben der industriezeitlichen Mittelschicht; hier mutierten sie zu einem Inbegriff der Spießigkeit.

Kronwerk (Festungsbau): Ein von zwei Halbbastionen, einer vollständig ausgebildeten → Bastion und verbindenden → Kurtinen gebildetes → Außenwerk einer Festung.

Kröpfling (Treppenbau): Auch »Krümmling«. Es handelt sich um ein gebogenes bzw. gekrümmtes Wangenelement, das zwei unterschiedlich ausgerichtete → Treppenwangen verbindet. Krümmlinge sind relativ schwer herzustellen und somit teuer, weshalb sie nahezu ausschließlich im gehobenen Wohnungsbausegment anzutreffen sind.

Kröpfstück: → Kröpfling (Treppenbau).

Krugrecht: Ein im späteren Mittelalter von Grundherren verliehenes Recht, Gäste in einer gewerblich betriebenen Gaststätte bzw. Schänke bewirten zu dürfen. Der Rechteinhaber war zumeist von Frondiensten und der Abgabepflicht von Naturalien befreit, hatte jedoch einen gewissen Geldbetrag zu entrichten. Ursprünglich wurde das Krugrecht vor allem → Lokatoren verliehen, in späterer Zeit zumeist von Dorfvorstehern ausgeübt.

Krümmling (Treppenbau): Ein gebogenes Wangenelement, das zwei unterschiedlich ausgerichtete → Treppenwangen verbindet. Krümmlinge sind vergleichsweise schwer herzustellen und somit teuer, weshalb sie fast ausschließlich im gehobenen Wohnungsbausegment anzutreffen sind.

Krüppelwalm: Auch als »Schopfwalm« bezeichnet. Ein → Walm, mit einer Trauflinie, die oberhalb der → Traufe der längs eines Hauses ziehenden Dachflächen abschließt. Der → Giebel ist folglich nur teilweise überdeckt bzw. abgewalmt, wodurch eine trapezförmige Giebelfläche bestehen bleibt.

Krüppelwalmdach: Ein Dach, dessen Giebelseiten nur teilweise abgewalmt bzw. durch geneigte Dachflächen überspannt sind. Kurz: Ein Dach mit zwei → Krüppelwalmen. Ein anderer Begriff ist »Schopfwalmdach«.