Immobilienwirtschaftliches Glossar

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Einträge zu Kon – KP

Konditionen (Kreditvergabe): Die Bedingungen, unter denen ein Kredit bzw. Darlehen vergeben wird. Hierzu zählen insbesondere der Zinssatz (nominal), erhobene Bereitstellungszinsen und Bearbeitungsgebühren, Zinsfestschreibungen, der Auszahlungskurs sowie Tilgungsbeginn und -zeitraum.

Kondominat: Vergleiche → Kondominium (Gebiet).

Kondominium (Gebiet): Ein Gebiet (Landstrich, Stadt usw.), das im gemeinsamen Eigentum mehrerer Instanzen bzw. Herrschaften steht.

Kondominium (Recht): Ein gemeinsames Eigentum, eine Gemeinherrschaft, ein gemeinschaftlich ausgeübtes Verfügungsrecht mehrerer Instanzen bzw. Herrschaftsträger über eine Sache. Der Begriff bezieht sich zumeist auf ein Gebiet.

Konferenzhotel: Ein regelhaft gehobener, als → Hotel einzustufender Beherbergungsbetrieb, der als Veranstaltungsort von besucherstarken Treffen mit gewerblichem bzw. nicht im privaten Bereich angesiedeltem Hintergrund positioniert ist. Derartige Häuser besitzen mehrere Räume bzw. Säle unterschiedlicher Größe und / oder teilbare Räume mit jeweils funktionsgerechter technischer Infrastruktur. Andere Bezeichnungen sind »Kongress-« und »Tagungshotel«.

Konferenzsaal: Ein großer Gebäuderaum, der zum Abhalten geschäftlicher bzw. nicht im privaten Bereich angesiedelter Zusammenkünfte bzw. Tagungen dient und technisch entsprechend ausgerüstet ist.

Konferenzzentrum: Ein baulicher, regelhaft gewinnorientiert betriebener Komplex (oder Gebäudetrakt), der darauf ausgelegt ist, besucherstarken Veranstaltungen mit gewerblichem bzw. nicht im privaten Bereich angesiedeltem Hintergrund einen Rahmen zu bieten. Derartige Einrichtungen besitzen zahlreiche Räume und / oder Säle unterschiedlicher bzw. anpassungsfähiger Größe; sie sind mit funktionsgerechten Medieninfrastrukturen ausgestattet. Vielfach sind → Hotels, Bars und Restaurants angegliedert oder unmittelbar integriert. Eine andere Bezeichnung ist »Kongresszentrum«.

Kongresshotel: Eine funktionsorientierte bzw. zielgruppenbezogene Bezeichnung für ein → Hotel, das seine Kompetenz als Veranstaltungsort von Kongressen bzw. kopfzahlstarken Veranstaltungen mit gewerblichem Hintergrund betont und entsprechend große, oft teilbare Räumlichkeiten mit benötigter technischer Infrastruktur vorhält.

Kongresszentrum: Siehe → Konferenzzentrum.

KoNi (Wohnungssektor): Eine in Inseraten gebräuchliche Verkürzung von »Kochnische«.

Konsistenz (Betonbau): Das Maß für die vom Wassergehalt abhängige Steifigkeit von → Frischbeton. Unterschieden werden folgende Klasse: sehr steif, steif, plastisch, weich, sehr weich, fließfähig, sehr fließfähig.

Konsolbogen: Auch als »Kragsturzbogen« oder »Schulterbogen« bezeichnet. Diese Bogenform wurde entwickelt, um mit einem Sturz eine größere Spannweite überbrücken zu können. Zu diesem Zweck wurden die Kämpfersteine auf beiden Bogenseiten nach innen versetzt. Im Grunde handelt es sich bei dieser zunächst aus statischen Gründen entwickelten Bogenform um eine reduktionistische Spielart des → Kragbogens.

Konsole (Architektur): Ein tragender, aus einer Wand ragender Vorsprung. Konsolen tragen häufig u. a. Balkone, Statuen oder Säulen.

Konsolidierung (Kreditwesen, Schweiz): Die Umwandlung eines → Baukredits in eine Hypothek.

Konsolstein: Ein aus einer Mauer oder Wand hervorragender Stein mit tragender Funktion (Balken, Skulptur usw.).

Konstruktionsfläche: Die Differenz zwischen Brutto- und → Netto-Grundfläche eines Gebäudes.

Konstruktionsgrundfläche: Die Differenz zwischen → Brutto-Grundfläche und → Netto-Grundfläche eines Gebäudes bzw. die Summe aller Grundflächen seiner aufgehenden Bauteile.

Konstruktions-Grundfläche: Siehe → Konstruktionsgrundfläche.

Konstruktionsvollholz: Ein veredeltes → Bauschnittholz, das hohen Qualitätsanforderungen entspricht. Es handelt sich um ein Kantholz, das aus Nadelbaumarten (Douglasie, Fichte, Kiefer, Lärche, Tanne) hergestellt ist.

Konsumausgaben: Ein anderer Begriff für »Verbrauchsausgaben», die als frei verfügbare Einkommensbestandteile für konsumptive Zwecke ausgegeben werden.

Konsumentenpreisindex: Die vor allem im Schweizerdeutsch geläufige Entsprechung des → Verbraucherpreisindex'.

Konsumlage (Einzelhandel): Eine überwiegend von Betrieben mit Angebotsschwerpunkt im mittleren Qualitätssegment geprägte Einzelhandelslage, deren Branchenspektrum vor allem Angebote aus dem Bereich mittelfristiger Bedarfsgüter (Bekleidung, Schuhe) tragen. Konsumlagen stellen die Laufmeilen des Einzelhandels dar.

Konsummeile (Einzelhandel): Eine umgangssprachliche Bezeichnung für eine → Lauflage bzw. → Konsumlage.

Konsumtempel: Je nach Zusammenhang eine abfällige oder scherzhafte Bezeichnung für großflächige Einzelhandelseinrichtungen, die von Geschäften mittleren bis gehobenen Sortimentsniveaus geprägt sind. Zumeist sind → Einkaufszentren angesprochen.

Kontereskarpe (Burgen- / Festungsbau): Eine geböschte, aus Erdreich bestehende oder durch Mauern gestützte Grabenaußenseite (auf der feindlichen Annäherungsseite).

Kontergarde (Festungsbau): Bei bastionären Systemen ein Außenwerk. Die Kontergarde liegt vor dem Hauptwall; sie besteht aus einem niedrigen, zur Aufstellung von Geschützen geeigneten Wall. Das Werk umläuft zumeist eine → Bastion oder einen → Ravelin. Es selbst wird durch einen vorgelagerten Graben geschützt.

Konterlattung (allgemein): Die Gesamtheit aller senkrecht zur Hauptlattung verlaufenden Latten.

Konterlattung (Dachkonstruktion): Die senkrecht zur Sparrenrichtung bzw. vom → First zur → Traufe verlaufenden Latten.

Kontignation: Eine veraltete, aus dem Lateinischen entlehnte Bezeichnung für das Balken- und Sparrenwerk eines Gebäudes. Der Begriff wurde auf den Zusammenbau bzw. das Zusammenfügen einzelner Balken zu einem Verbund übertragen.

Kontor: Ein im 16. Jahrhundert aufgekommener, vor allem im Hanseraum verbreiteter Begriff, der in Bezug auf handelsorientierte Einrichtungen an die Stelle von »Hof« bzw. »Haus« trat. Er bezeichnete zunächst Verwaltungsräume, später eigenständige Bürogebäude von bzw. für Handelsunternehmen.

Kontorgebäude: Siehe → Kontorhaus.

Kontorhaus: Ein räumlich flexibel nutzbares, großzügig befenstertes, oft von mehreren Firmen belegtes Bürohaus, das vorrangig auf die Bedürfnisse von Handelsunternehmen zugeschnitten war. In Deutschland entstanden Kontorhäuser zwischen 1886 – Hamburgs Dovenhof war das erste – bis zum Anfang des II. Weltkrieges.

Kontreskarpe: Siehe → Kontereskarpe (Burgen- / Festungsbau).

Konvent (baulich): Der Wohnbereich eines Klosters.

Konventhaus: Der Wohnbau eines Klosters oder einer Ordensburg. Die überwiegend wehrbaulichen Konventhäuser besaßen zumeist eine Dreiteilung in Kapelle, Kapitelsaal und Remter.

Konventshaus: Siehe → Konventhaus.

Konversion: Die Anpassung einer ursprünglich für eine Nutzungsart bestimmten Fläche, eines Gebäudes oder Gebäudekomplexes an eine anderweitige Nutzung. Beispiele bieten die Umnutzung aufgegebener Kasernengebiete oder die Umwandlung von Bürogebäuden in Wohnimmobilien.

Konversionsareal: Siehe → Konversionsfläche.

Konversionsfläche: Ein mehr oder minder ausgedehntes Areal, dessen ursprüngliche bauliche Nutzung im Zuge einer planmäßigen Entwicklung von einer neuen Zweckbestimmung abgelöst wird. Ein Beispiel bietet die Umwandlung ehemaliger Kasernenareale in Wohnsiedlungsgebiete.

Konversionsgebiet: Ausnehmend großer räumlicher Bereich, dessen ursprüngliche Nutzung planmäßig durch eine andere Nutzungsart ersetzt wird.

Konversionsgelände: Siehe → Konversionsfläche.

Konversionsprojekt: Siehe → Konversion.

Kopfbahnhof: Ein Bahnhof, in dem alle eingehenden Gleise enden. Somit erfolgen Ein- und Ausfahrt in umgekehrter Richtung. Eine umgangssprachliche Bezeichnung ist »Sackbahnhof«.

Kopfband (Zimmermannswesen): Ein Holz, das ein waagerechtes (Balken usw.) mit einem lotrechten Holz (Stütze usw.) verbindet. Im Ergebnis entsteht eine dreieckige Form, die stark versteifend wirkt.

Kopfbüge (Zimmermannswesen): Eine andere Bezeichnung für ein → Kopfband.

Kopfgleis: Eine andere Bezeichnung für ein Stumpfgleis. Es handelt sich um ein Gleis, das in einem → Prellbock ausläuft oder anderweitig abgeschlossen wird, also nur in einer Richtung mit einem übergeordneten Gleissystem verbunden ist.

Kopfsteinbelag: Siehe → Kopfsteinpflaster.

Kopfsteinpflaster: Ein zu den Großsteinpflastern zählender Natursteinbelag für Verkehrsflächen (Plätze, Straßen, Wege). Verwendete Einzelsteine weisen gewöhnlich Maße zwischen 14 mal 14 cm und 18 mal 18 cm auf. Die sichtbaren Oberflächen der Steine wölben sich zumeist leicht von den Rändern zur Mitte hin auf.

Kopfstrebe (Fachwerkbau): Eine von oben gegen einen → Ständer geführte → Strebe.

Koppelschleuse (Wasserbau): Eine → Schiffs- oder → Bootsschleuse mit zwei, von einem Mitteltor getrennten Kammern. Dieses Tor dient als unteres Tor der oberen Kammer und oberes Tor der unteren Kammer. Der Vorteil dieser Anlagen liegt darin, dass vergleichsweise große Höhenunterschiede auf kurzer Strecke ausgeglichen werden können. Eine andere Bezeichnung ist »Kuppelschleuse«.

KP (Immobilienverkauf): Eine gebräuchliche Verkürzung von »Kaufpreis«.