Immobilienwirtschaftliches Glossar

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Einträge zu Kn – Kom

Knagge: Tragendes bzw. stabilisierendes, zumeist dreieckig ausgeformtes Holzstück, das gewöhnlich am oberen und / oder unteren Abschluss von → Pfosten bzw. → Ständern angebracht wird. Es dient u. a. dazu, Pfosten und Träger möglichst fest miteinander zu verbinden. Im traditionellen Fachwerkbau wurden die Oberflächen von Knaggen vielfach als zierendes Schnitzwerk ausgeführt.

Knappschaftskrankenhaus: Von einer Knappschaft betriebenes Krankenhaus. Bei Knappschaften handelt(e) es sich um eine Bergmannsvereinigung, die sowohl der Interessenvertretung als auch der sozialen Sicherung ihrer Mitglieder galt. Erste Knappschaftskrankenhäuser entstanden Ende des 13. bzw. Anfang des 14. Jahrhunderts.

Knast: Umgangssprachliche Bezeichnung für ein Gefängnis bzw. eine Justizvollzugsanstalt.

Kneipe: Eine primär auf den Getränkeausschank ausgerichtete, vergleichsweise kleine bzw. räumlich beengte Gaststätte, die gewöhnlich stark von Stammgästen aus dem Nahbereich abhängig ist.

Kneipenbezirk: → Kneipenviertel.

Kneipenviertel: Ein städtischer Bereich, den ein gehäufter bzw. weit überdurchschnittlicher Durchsatz an Schänken kennzeichnet.

Kneippanlage: Ein zumeist garten- bzw. parkähnlich gestaltetes, mit einem oder mehreren Kaltwasserbecken versehenes Areal, das dem Wassertreten als Teil der Hydrotherapie gewidmet ist. Der Name geht auf Sebastian Kneipp zurück.

Kneippbecken: Ein dem Wassertreten dienendes Kaltwasserbecken.

Kneipschenke: Der im 18. Jahrhundert aufgekommene begriffliche Vorläufer der → »Kneipe«. Er bezeichnete räumlich ausnehmend beengte Schankwirtschaften (oft zweifelhaften Rufs), deren Besucher während der Hauptzeiten eng zusammenrücken mussten.

Knick (Wehrhecke): Eine regionale Bezeichnung für ein → Gebück.

Kniestock: Die traufseitig aufgemauerte Außenwand eines Gebäudes, auf welche die Dachkonstruktion, beginnend mit einer → Fußpfette, aufgelegt wird. Anders als beim → Drempel ragt bzw. fluchtet die Wand über die Dachgeschossdecke hinaus. Je höher der Kniestock, desto mehr Raum wird auf dem Dachboden geschaffen.

Kniestockwand: Siehe → Kniestock; der Wortbestandteil »Wand« ist redundant.

Knochengrundsatz: Siehe → Knochenprinzip (Zentrenplanung).

Knochenprinzip (Zentrenplanung): Eine Flächenkonfiguration von → Einkaufs- und → Fachmarktzentren, die darauf abhebt, ein optimales Frequenzmuster zu erzeugen. Zu diesem Zweck werden beide Enden einer vorherrschend von Klein- und Mittelflächen besetzten Ladenachse mit jeweils einem großflächigen → Magnetbetrieb oder auch zwei paarig angeordneten → Frequenzbringern besetzt.

Knollenwerk: Eine andere Bezeichnung für das → Knorpelwerk.

Knorpelbarock: Siehe → Knorpelstil.

Knorpelstil: Eine barocke, aus dem niederländischen Rollwerk entwickelte Ornamentierungsform, die eine symmetrische Anordnung bandartiger, C-förmig geschwungener, knorpelig verdickter Formen kennzeichnet. Hauptelement eine aus → Akanthusblättern zusammengesetztes Element, dessen Form an eine Ohrmuschel erinnert.

Knorpelwerk (Architektur): Ein symmetrisches Ornament, das sich aus band- und schleifenartigen Formen mit knorpelähnlichen Verdickungen zusammensetzt. Das Knorpelwerk erfreute sich während des 17. Jahrhunderts vor allem im deutschen Kulturraum sowie in Frankreich und den Niederlanden großer Beliebtheit.

Knotenbahnhof: Ein erstrangiger bzw. großer → Kreuzungsbahnhof. Es handelt sich um eine Verkehrs- und Betriebsanlage einer Bahn, in der mehrere Stamm- bzw. Hauptstrecken zusammen- bzw. auseinanderlaufen.

Knotenbeeinflussungsanlage (Verkehrswesen): Eine technische Einrichtung, die als Teil eines zentral gesteuerten Verbundes dazu dient, die Verkehrsströme auf zusammenführenden Straßen bzw. an Knotenpunkten und Kreuzungen zu entzerren. Zu diesen Einrichtungen zählen z. B. Lichtzeichenanlagen.

Knotengeflecht: Eine unter mehreren Bezeichnungen für einen → Wildzaun.

Knotengitter: Eine andere Bezeichnung für einen → Wildzaun.

Knüppeldamm: Ein in sumpfigem oder moorigem Gelände geschaffener Weg, bei dem sich auf längs verlaufenden Randhölzern quer zu diesen verlegte Rundhölzer befinden, die wiederum durch ein oben aufgelegtes Paar von Randhölzern gesichert werden. Die auf einer Wegseite befindlichen Randholzpaare werden durch Weidenruten oder Drähte verbunden. Eine Spielart des Knüppeldamms ergibt sich durch die Verwendung von → Faschinen.

Knüpfel: Ein hinsichtlich seiner Funktion dem Hammer ähnliches, aus Holz gefertigtes Werkzeug, das in der Holz-, Stein- und Metallbearbeitung eingesetzt wird. Anders als Hämmer besitzen Knüpfel einen Kopf mit umlaufender, sich zum oberen Ende hin zumeist leicht verjüngender Schlagfläche.

Knüppelzaun: Ein in Almgegenden verbreiteter, leicht und rasch zu errichtender → Zaun. Dessen Grundelement bilden mehrheitlich 1,3 – 2 m lange Stockpaare, die einander kreuzend in den Boden getrieben werden. In die entstehende Schere werden quer ausgerichtete Spalthölzer (Latten usw.), teils auch Äste eingelegt. Andere Bezeichnungen sind u. a. »Schrank-« und »Scharzaun«.

Koan (Holz): Eine unter mehreren Handelsbezeichnungen des → Weißen Meranti.

Köcherwindmühle: Eine andere Bezeichnung der Kokerwindmühle. Es handelt sich um eine Fortentwicklung der → Bockwindmühle. An die Stelle des Stützengestells trat ein gemessen am oberen Mühlenbereich ausladender hölzerner oder steinerner Unterbau, in dem Mahlgeräte, Arbeitsflächen, oft auch die Müllerwohnung unterbracht sind. Dieser Bereich ist entweder mit einem pyramidenähnlichen Dach versehen oder selbst entsprechend geformt; teils wurden sechseckige Grundrisse gewählt. Auf diesen Bauteil setzt ein Hohlzylinder mit durchlaufender Antriebswelle auf. Dieser drehbare Mühlenkasten trägt die Mühlenflügel. Andere Bezeichnungen für diesen Mühlentyp sind »Holländische Jungfer« und »Wippmühle«.

Kohleheizung: Eine technische Einrichtung zur aktiven, steuerbaren Erwärmung von Räumen bzw. Gebäuden, die auf der Verbrennung von Kohle (Braunkohle, Steinkohle usw.) beruht.

Kohlenabfuhrstrecke (Bergbau): Eine → Abbaustrecke, die zur Abfuhr, zur Förderung gelockerter bzw. gelöster Steinkohle dient.

Kohlenkübel: Vergleiche → Kohlenschütte.

Kohlenschütte: Ein gewöhnlich aus Metall gefertigtes Behältnis, das dazu dient, gebrauchsfertige, im häuslichen Bereich eingesetzte Kohle von deren Lagerraum (Keller, Schuppen usw.) zum Ofen zu transportieren.

Kohortenkastell (historisch, Rom): Befestigtes Lager römischer Truppen, das einzelnen Infanteriekohorten (Regelgröße 400 Mann, je nach Legionsstärke 300 – 600), teilweise berittenen Kohorten (bis ca. 800 Mann) oder auch zwei Kohorten als Unterkunft diente.

Kokermühle: Abgekürzte Bezeichnung der → Kokerwindmühle.

Kokerwindmühle: Eine Windmühlenart, die als Weiterentwicklung der → Bockwindmühle aufzufassen ist. An die Stelle des Stützengestells trat ein gemessen am oberen Mühlenbereich ausladender hölzerner oder steinerner Unterbau, in dem Mahlgeräte, Arbeitsflächen, verbreitet auch die Müllerwohnung unterbracht wurden. Dieser Bereich ist entweder mit einem pyramidenähnlichen Dach versehen oder selbst entsprechend ausgeformt; teils wurden sechseckige Grundrisse gewählt. Auf diesen Bauteil setzt ein Hohlzylinder mit durchlaufender Antriebswelle auf. Dieser drehbare Mühlenkasten trägt die Mühlenflügel. Andere geläufige Bezeichnungen für diesen Mühlentyp sind »Köcherwindmühle», »Holländische Jungfer« oder auch »Wippmühle«.

Kolonat (Mittelalter): Ein Nutzungsüberlassungssystem, bei dem Bauern Land im Rahmen eines Erbpachtsystems von einem Grundherrn zur Bewirtschaftung verliehen bekamen. Dies geschah vielfach auf Grundlage lehnsrechtlicher Prinzipien. Es bestand ein grundherrliches Obereigentum und ein bäuerliches Nutzungseigentum.

Kolonat (Neuzeit): Ein in aller Regel vererbliches, auf einem Pachtvertrag beruhendes Besitz- bzw. Nutzungsrecht an landwirtschaftlichen Flächen bzw. einem bäuerlichen Anwesen.

Kolonat (Römisches Reich): Ein rechtliches Institut, bei dem ein römischer Bürger mit einem Grundeigentürmer bzw. Großgrundbesitzer einen Pachtvertrag über Ackerland abschloss. Bis ins 3. Jahrhundert galt regelhaft eine Grundlaufzeit von fünf Jahren. Der gewöhnlich kleinbäuerliche Pachtnehmer war verpflichtet, das Land während dieser Zeit zu bestellen; nach Ablauf des Pachtvertrages konnte er seiner Wege gehen. Mit dem 4. Jahrhundert begann ein Prozess, der Kolonen dauerhaft an den Boden band, im 5. Jahrhundert wich die Bodenbindung einer Bindung an den jeweiligen Grundherren. Der Status der Kolonen glich jenem von Leibeigenen.

Kolone: Der Pächter, der schwächere Part im Rahmen eines → Kolonats. Vergleich diesbezügliche Einträge zum Kolonat in römischer Zeit, während des Mittelalters und der Neuzeit.

Kolonialwarengeschäft: Eine weitgehend aus der Alltagssprache verschwundene Bezeichnung für ein → Lebensmittelgeschäft. Ursprünglich wurden unter »Kolonialwaren« aus (kolonialen) Überseegebieten eingeführte Nahrungs- und Genussmittel verstanden (Gewürze, Kaffee, Reis, Rohrzucker, Tee usw.).

Kolonialwarenhandlung (Einzelhandel): Ein größeres → Kolonialwarengeschäft.

Kolonialwarenladen: Siehe → Kolonialwarengeschäft.

Kolonnade: Ein ein- oder beidseitig sichtoffener Säulengang, dessen Säulen – anders bei Arkaden der Fall – ein durchgehenden gerades Gebälk tragen.

Kolossalarchitektur: Selten genutzte Bezeichnung für die → Monumentalarchitektur.

Kolossalstatue: Riesenhafte, als → Skulptur oder → Plastik ausgeführte Figurendarstellung.

Kolumbarium (Antike, Bestattungswesen): Eine römische Grabanlage für Urnenbestattungen, die von übereinander angeordneten Nischenreihen gekennzeichnet war, in denen die Urnen aufbewahrt wurden. Die Bezeichnung bezog sich ursprünglich auf ein → Taubenhaus.

Kolumbarium (Gegenwart, Bestattungswesen): Ein in aller Regel auf oder bei einem Friedhofgelände oder Krematorium gelegenes Gebäude bzw. ein Gebäudeteil (Gewölbe, Saal), in dem Urnen mit den Überresten feuerbestatteter Verstorbener aufbewahrt werden. Eine andere Bezeichnung ist »Urnenhalle«.

Kolumbarium (Taubenhaltung): Die eingedeutschte Schreibung des lateinischen »Columbarium«. In römischer Zeit ursprünglich ein → Taubenhaus, ein Taubenschlag.

Kombibüro: Ein in Skandinavien aufgekommenes Bürokonzept, das Vorzüge des Zellenbüros mit Pluspunkten von Gemeinschaftszonen verbindet. Im Grunde handelt es sich um einen Mischtypus aus Zellen- und Großraumbüro. Die Fläche der zu den Gemeinschaftszonen hin transparenten Zellen wird auf eine »Kernarbeitsfläche« reduziert. Umgekehrt werden großzügig bemessene Verkehrsflächen als Infrastruktur- und Begegnungsbereiche ausgelegt; hier finden sich Aktenarchive, Bibliotheken, Druckerinseln, Gruppenarbeitsplätze, Besprechungszonen, Teeküchen usw. Schwer nachvollziehbar sind Aussagen, wonach Kombilösungen flächeneffizienter als Zellenlösungen sind. Denn: erforderliche Verkehrsflächen sind aufzuweiten, um Archivbereiche, Begegnungszonen usw. einbinden zu können. Unter dem Strich erweisen sich viele Kombilösungen denn auch als wenig flächenwirtschaftlich.

Komforthotel: Ein 3-Sterne-Haus gemäß deutscher Hotelklassifikation.

Komfort-Kategorie: 3-Sterne-Kategorie gemäß deutscher Hotelklassifikation.

Kommanditgesellschaft (Deutschland): Eine Form der Personengesellschaft, an der mindestens zwei natürliche oder juristische Personen beteiligt sind. Der Gesellschaftszweck liegt darin, ein Handelsgewerbe unter gemeinsamer Firma zu betreiben. Eine Kommanditgesellschaft besteht aus mindestens einem persönlichen Vollhafter (Komplementär) und einem oder beliebig vielen Teilhaftern (Kommanditisten), deren Haftung sich auf die im Handelsregister eingetragene Hafteinlage beschränkt.

Kommanditist: Juristische oder natürliche Person, die teilhaftend an einer → Kommanditgesellschaft beteiligt ist. Die Haftungssumme entspricht der im Handelsregister eingetragenen Hafteinlage.

Kommassierung (Landwirtschaft, Österreich): Eine begriffliche Entsprechung der Zusammenlegung, die wiederum der deutschen → Flurbereinigung entspricht.

Kommende (historisch, Ritterorden): Die deutsche Bezeichnung der Komturei. Es handelte sich um eine Niederlassung eines Ritterordens, von der aus ein unmittelbar dem Hochmeister unterstehender Komtur (»Befehlshaber») die Verwaltung der Ordensländereien steuerte. Zu den Aufgaben zählten die Bewirtschaftung von Ordensgütern, die Lehensvergabe, die Organisation und Überwachung des Steuerwesens sowie die Ausübung der Gerichtsbarkeit.

Kommende (kirchenrechtlich): Die treuhänderische Überlassung kirchlicher → Pfründen an einen Dritten bzw. die überlassenen Ländereien selbst.

Kommunale Grundkarte (analog, Deutschland): Der in Papierform erstellte Vorläufer der heute auf Grundlage der → Automatisierten Liegenschaftskarte erzeugten Stadtgrundkarte. Siehe → Kommunale Grundkarte (digital, Deutschland).

Kommunale Grundkarte (digital, Deutschland): Ein auf ein Stadt- bzw. Gemeindegebiet beschränkter Auszug der → Automatisierten Liegenschaftskarte. Kommunale Grundkarten beinhalten sämtliche Elemente der → Liegenschaftskarte, werden jedoch mit Zusatzinformationen angereichert. Hinsichtlich ihres jeweiligen Detailreichtums können sich diese Karten je nach Stadt bzw. Gemeinde unterscheiden. Abgebildet werden u. a. Grundstücksgrenzen, Flurstücknummer, Straßen, Wege, Gebäude, Stockwerkszahlen, Firstlinien, → Baulinien, Baumbestände, Straßenmöblierungen, topographische Elemente bis hin zu Böschungen. Die digitale Stadtgrundkarte wird standardmäßig in großen Maßstäben (zumeist um 1 : 1.000) ausgegeben; sie dient als wichtige Grundlage kommunaler Planung. Private, gewerbliche und behördliche Anwender können gespeicherte Daten in Form georeferenzierter TIFF-Dateien, im Vektorformat DXF, objektstrukturiert als Vektordatensatz über eine einheitliche Datenbankschnittstelle (EDBS) oder als PDF-Dateien abrufen. Viele Kommunen versenden Auszüge auch in gedruckter Form.

Kommunale Stadtgrundkarte (Deutschland): Eine → Kommunale Grundkarte für eine administrative Gebietseinheit im Stadtrang.

Komplementär: Eine im Rahmen einer → Kommanditgesellschaft persönlich unbegrenzt haftende natürliche oder juristische Person.

Komplex (Gebäude): Eine Gruppe miteinander verbundener Gebäude mit oder ohne eingeschaltete Höfe bzw. Räume. Ein entscheidendes definitorisches Kriterium ist, dass die Gebäude als Einheit wahrgenommen werden bzw. einen Nutzungszusammenhang aufweisen, der sich regelhaft in inneren Wegeverbindungen spiegelt.

Komturei (historisch, Ritterorden): Eine Niederlassung eines Ritterordens, von der aus ein unmittelbar dem Hochmeister unterstellter Komtur (»Befehlshaber») die Verwaltung der Ordensländereien steuerte. Der Komtur verantwortete die Bewirtschaftung von Ordensgütern, die Lehensvergabe, die Organisation und Überwachung des Steuerwesens sowie die Gerichtsbarkeit.

Komturei (kirchenrechtlich): Die treuhänderische Überlassung kirchlicher → Pfründen an einen Dritten bzw. die übertragenen Ländereien selbst.