Immobilienwirtschaftliches Glossar

1 / 9 - A - Abd - Abg - Abs - Abw - Ai - Alte - Angel - Ap - Are - Ass - Aus - Av - B - Bar - Bau - Bauh - Baul - Baus - Baustoff - Be - Ben - Betonf - Bin - Bo - Boh - Bre - Bur - C - Ci - D - Dar - Dep - Do - Dre - E - Eink - Ek - Er - F - Fam - Fer - Fi - Flachm - Fo - For - Fr - Frem - Fro - Funk - G - Gas - Gef - Geh - Geschi - Gi - Gr - Gru - Grunds - Grup - H - Hau - He - Ho - Holz - Hoteli - Hu - I - Immobilienl - In - Ins - J - K - Kap - Kat - Ke - KG - Kle - Kn - Kon - Kor - Kran - Kry - L - Lai - Lat - Lee - Li - Lo - M - Markt - Mau - Mehr - Mietf - Mis - Mol - Müh - N - Ne - Ni - No - O - Ol - P - Par - Pe - Pfer - Pl - Po - Pr - Pu - Q - R - Raum - Reet - Ren - Ri - Rok - Ru - S - SB - Sche - Schil - Schm -Schu - Se - Sel - Si - So - Sp - Spi - St - Staf - Stan - Stat - Sti - Sto - Strau - Stuhl - Sub - T - Te - Ter - Tief - Tor - Tr - Tri - Tro - Tun - Turm - U - Ug - Un - V - Verbl - Verk - Verm - Vi - Vo - W - Wasser - Wei - Wert - Wi - Wo - Wohnung - Wu - Z - Zi - Zu

Einträge zu Kle – KM

Kleeblatt (Autobahnkreuz): Ein aus zwei Autobahnsträngen, vier → Tangentialrampen und vier → Schleifenrampen bzw. Ohren bestehende → Autobahnkreuz. Je Fahrbahn bietet es eine direkte und eine indirekte Abfahrmöglichkeit und – bei Durchfahren zweier Schleifen – eine Umkehrmöglichkeit.

Kleeblattbogen: Die Grundform des gotischen → Zackenbogens. Es handelt sich um eine Bogenform, deren → Laibung sich aus drei Kreissegmenten bzw. Pässen zusammensetzt, an deren Übergangspunkten sich Nasen ausbilden. Der mittige (bisweilen größere) Bogen ist zumeist als → Rundbogen ausgeformt, kann jedoch auch ein → Spitzbogen sein. Die beiderseits anschließenden Bögen sind bei Türen gewöhnlich als Viertelbögen ausgeführt, im Maßwerk oft auch als Halb- oder Dreiviertelbögen.

Kleinfenster (Burgenbau): Ausnehmend kleine Maueröffnungen mit lichten Weiten zwischen 10 cm und 20 cm, die gewöhnlich aus einem Mauerstein herausgemeißelt wurden. Die Bezeichnung »Fenster« verdeutlicht, dass die primäre Funktion dieser Öffnungen in einer verbesserten Belichtung und Belüftung des Bauwerksinneren lag (anders als jene von → Scharten). Kleinfenster finden sich häufig in den Mauern von → Bergfrieden, deren Treppen sie mittelbar erhellten.

Kleingarten: Andere Bezeichnung des Schrebergartens. Gemeint ist ein kleines eingehegtes oder eingezäuntes, der freizeitlich betriebenen Gartenanlage, -pflege und -nutzung gewidmetes Landstück, das Teil eines aus vielen derartigen Arealen, Parzellen bzw. Grundstücken bestehenden Verbundes ist. Regelhaft befindet sich auf der jeweiligen Parzelle ein kleines Gartenhaus bzw. eine Laube. Zumeist liegen die primären Nutzungsrechte bei Vereinen, die für die Verpachtung der Parzellen und die Einhaltung eines Verhaltenskanons verantwortlich sind. Heimgärten sind eine typisch städtische bzw. stadtnahe Erscheinung.

Kleingartenkolonie: Siehe → Kleingartensiedlung.

Kleingartensiedlung: Eine aus einzelnen Klein- bzw. Schrebergärten bestehende räumliche Einheit.

Kleinsiedlung (planungsrechtlich, Deutschland): Ein Grundstück, das mit Wohngebäude, Nutzgarten und dem landwirtschaftlichen Nebenerwerb dienenden Bauten besetzt ist.

Kleinsiedlungsgebiet (Bauplanungsrecht, Deutschland): Gemäß → Baunutzungsverordnung ein Siedlungsverbund, der von Grundstücken geprägt ist, die Wohngebäude, Nutzgärten und dem landwirtschaftlichen Nebenerwerb dienende Gebäude tragen. Der amtliche Kürzel ist »WS«.

Kleinstadt: Gemäß Konvention der Internationalen Statistikkonferenz von 1887 eine Stadt mit 5.000 bis unter 20.000 Einwohnern.

Kleinwarenhaus: Namensgerecht eine flächenbezogen abgespeckte Spielart des »echten« → Warenhauses. Kleinwarenhäuser führen weniger tief ausgelegte Sortimente. Ein Haus von 4.000 qm Verkaufsfläche präsentiert rund 40.000 Artikel.

Kleinzentrum (Raumplanung): Ein → zentraler Ort unterster Stufe. Einzelhandelsbezogen bietet er hinsichtlich der Angebotsbreite und -tiefe teils ausschnitthafte, teils nahezu umfassende Grundversorgungsmöglichkeiten, die praktisch ausnahmslos der kurzfristigen Bedarfsstufe (Nahrungsmittel, Drogeriewaren usw.) zuzurechnen sind. Die Versorgungsinfrastruktur von Kleinzentren ist auf die Bedarfsdeckung der ortsansässigen und der im unmittelbaren Umland wohnenden Bevölkerung ausgelegt.

Klemmbalken (historisch, Wehrbau): Ein starkes, langes, regelhaft vierkantiges Holz zur Sicherung eines geschlossenen Tores. Vorgelegt wurden Klemmbalken, indem sie durch seitliche Maueröffnungen geführt oder in Klauen versenkt wurden.

Klempner: Ein im → Ausbau- bzw. Bauinstallationsgewerbe tätiger Handwerker. Klempner fertigen Blechbauteile für Dächer und Fassaden, montieren, warten und reparieren sie. Andere Bezeichnungen sind »Spengler« und »Flaschner«.

Klimaanlage: Im deutschen Verständnis eine technische Einrichtung, die dazu dient, ein gleichmäßiges Raumklima (Luftfeuchte, Temperatur, Raumluftqualität) zu erzeugen. International steht der Begriff vielfach für eine rein raumkühlende Anlage.

Klimaanlage, dezentrale: Eine → Klimaanlage, bei der klimasteuernde Vorgänge (Luftzu- und Luftabführung, Befeuchtung, Temperierung usw.) separat in einzelnen Räumen bzw. Gebäudebereichen erfolgen.

Klimaanlage, zentrale: Eine → Klimaanlage, bei der Luftzu- und Luftabfuhr sowie die Luftbearbeitung in einer zentralen Einrichtung erfolgen. Die Luft wird einzelnen Räumen bzw. Raumbereichen von dort aus zugeführt und auch über die zentrale Einrichtung abgeführt.

Klimaplatte: Eine andere Bezeichnung der Calciumsilikatplatte. Es handelt sich um eine gehärtete, formstabile, zur Wärmedämmung eingesetzte Platte, deren Hauptbestandteile Calciumoxid, Siliziumdioxid, Zellulose und Wasserglas sind.

Klimaputz: Eine andere Bezeichnung für einen PCM-Putz. Es handelt sich um einen → Putzmörtel, der phasenwechselnde Stoffe enthält. Der ab einer gewissen Temperatur eintretende Zustandswechsel verbraucht Wärme. Verwendet werden Klimaputze, um die Erwärmung von Innenräumen infolge hoher Außentemperatur zu vermindern.

Klimatechnik (Disziplin): Ein Forschungs- und Anwendungsfeld, das sich damit befasst, wie wesentliche, die Aufenthaltsqualität von Innenräumen bestimmende Lufteigenschaften energetisch effizient beeinflusst bzw. hergestellt werden können. Zu diesen Faktoren zählen Luftfeuchte und -temperatur sowie die (heizungsunabhängige) → Raumluftqualität. Die Klimatechnik zielt also darauf ab, von jeweiligen Außenbedingungen abweichende, mehr oder minder fein justierbare Zustände im Gebäudeinneren herbeizuführen. Der Begriff »abweichend« wurde mit Bedacht gewählt, insofern viele Definitionen von »unabhängig« sprechen; tatsächlich beeinflussen jeweilige Umweltbedingungen die Technik – z. B. in Bezug auf die ideale Dimensionierung von Anlagen und / oder deren Energieverbrauch – durchaus.

Klimatechnik (gegenständlich): Ein Oberbegriff für Geräte und technische Systeme, die dazu dienen, von der Außenwelt abweichende Luftbedingungen im Inneren eines Gebäudes oder Bauwerkes herzustellen und aufrecht zu erhalten.

Kline: Eine Ruheliege mit aufwärtsgebogenem Kopfende im antiken Griechenland. Die Gestelle der Klinen bestanden zumeist aus Holz oder Metall, teils auch aus Stein.

Klinik: Oft synonym mit »Krankenhaus« verwendet, im engeren Sinn jedoch ein spezialisierter Teilbereich eines Krankenhauses.

Klinikambulanz: Ein Klinikbereich, der vorrangig zur Versorgung und Behandlung nicht stationär aufgenommener Patienten dient.

Klinikum: Eine → Klinik oder ein mehrere Kliniken zusammenfassender Komplex.

Klinker: Ein kleines, dem → Ziegel ähnliches Bauelement, das derart hochtemperaturig gebrannt wird, dass es zur Versinterung bzw. einer Porenschließung kommt. Klinker sind somit stark wasserabweisend und witterungsbeständig.

Klinkermauer: Siehe → Klinkermauerwerk.

Klinkermauerwerk: Ein aus → Klinkern und → Mörtel bestehendes → Mauerwerk, das fast ausnahmslos als Verblender ausgeführt wird.

Klipfel: Eine von mehreren Bezeichnungen des Knüpfels. Es handelt sich um ein funktional dem Hammer ähnliches, aus Holz gefertigtes Werkzeug, das in der Holz-, Stein- und Metallbearbeitung verwendet wird. Anders als Hämmer besitzen Klipfel einen Kopf mit umlaufender, sich zum oberen Ende hin zumeist leicht verjüngender Schlagfläche.

Klitsche: Ursprünglich eine Bezeichnung für einen kleinen, kümmerlichen oder schmuddeligen Betrieb bzw. Bauernhof. Heute wird der Begriff auf kleine, namenlose Betriebe aller Art bezogen.

Klöndör: Eine norddeutsche Bezeichnung für eine quer in zwei Teile getrennte Tür. Der obere Teil diente zum Belüften und »Tratschen« (= Klönen), der untere, dabei geschlossene Teil hielt freilaufende Nutztiere außerhalb des Gebäudes.

Klöntür: Siehe → Klöndör.

Klöpfel: Siehe → Klüpfel oder → Knüpfel.

Kloster: Eine bauliche Anlage, in der Religionsangehörige einer auf den jeweiligen Glauben ausgerichteten, mehr oder minder »weltfernen», von bindenden Regeln geprägten, teils parasitären Lebensweise nachgehen. Größere abendländische Klöster bestehen gewöhnlich aus Kultstätten (Kirchen, Tempel usw.) sowie Wohn-, Werkstatt- und Wirtschaftsgebäuden. Vielfach beinhalten sie Bibliotheken und Lehreinrichtungen.

Klosterbibliothek: Ein Raum, eine Raumfolge, ein Trakt oder Gebäude, in dem die zugänglichen Buchbestände eines Klosters untergebracht sind. Kurz: Die Bücherei eines Klosters.

Klosterburg: Ein → wehrhafter Wohn- und Wirtschaftskomplex, der einer klösterlich lebenden Gemeinschaft als Lebensmittelpunkt diente. Von Klosterburgen zu unterscheiden sind → Ordensburgen, also von militärisch aktiven Ritterorden errichtete und unterhaltene Anlagen.

Klostergewölbe: Ein ausgehend von einem quadratischen oder rechteckigen Grundriss aus vier Mauern heraus mit vier Wangen versehenes → Gewölbe. Anders als das → Tonnengewölbe besitzt es somit keine → Kappen.

Klosterkapitel: Im christlich geprägten Kulturkreis ein klösterlicher Versammlungsraum bzw. die zentrale Begegnungsstätte einer klösterlichen Gemeinschaft.

Klosterkirche: Ein innerhalb einer Klosteranlage errichtetes Kirchenbauwerk.

Klosterlehen (historisch): Ein seitens eines Klosters vergebenes Lehen.

Klosterzelle: Ein kleiner, regelhaft kärglich möblierter Arbeits- und Schlafraum für Ordensmitglieder bzw. Mönche und Nonnen.

Klotz (Fensterbau): Ein kleines, regelhaft rechteckiges, oft profiliertes Teil, das zwischen Fensterrahmen und Glaskante eingesetzt wird. Klötze unterstützen Dampfdruckausgleich und Falzraumbelüftung und schützen die Glaskante und den Randverbund.

Klotzstufe: Bekannter als »Blockstufe«. Eine Stufe, die von einem massiven, rechteckig geformten Holz- oder Steinblock gebildet wird.

Klotzung (gegenständlich): Zwischen Rahmen und Glaskante eines Fensters eingesetzte Klötze. Siehe → Klotz (Fensterbau).

Klotzung (prozessual): Auch »Verklotzung«. Der Einsatz bzw. die Platzierung von Klötzen zwischen Rahmen und Glaskante eines Fensters. Siehe → Klotz (Fensterbau).

Klüpfel: Eine andere Bezeichnung für den Knüpfel. Es handelt sich um ein hinsichtlich seiner Funktion dem Hammer ähnliches, aus Holz gefertigtes Werkzeug, das in der Holz-, Stein- und Metallbearbeitung verwendet wird. Anders als Hämmer besitzen Klüpfel einen Kopf mit umlaufender, sich zum oberen Ende hin zumeist leicht verjüngender Schlagfläche.

KM (Längenmaß): Steht für »Kilometer«.

KM (Wohnen / Gewerbe): Eine gebräuchliche Verkürzung von → »Kaltmiete«.