Immobilienwirtschaftliches Glossar

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Einträge zu KG – Kla

KG (Gebäudeteage): Kürzel für »Kellergeschoss«.

KG (rechtlich): Kürzel für »Kommanditgesellschaft«. Es handelt sich um eine Personengesellschaft, an der zwei oder mehr natürliche oder juristische Personen beteiligt sind. Der Gesellschaftszweck besteht darin, ein Handelsgewerbe unter gemeinsamer Firma zu betreiben. Eine KG besteht aus mindestens einem persönlich vollhaftenden Gesellschafter (Komplementär) und einem oder mehreren Teilhaftern (Kommanditisten), die maximal in Höhe ihrer jeweils im Handelsregister eingetragenen Einlage haften.

KGF (Gebäudefläche) Kürzel für »Konstruktionsgrundfläche« oder auch Konstruktions-Grundfläche«. Die KGF entspricht der Differenz von → Brutto-Grundfläche und → Netto-Grundfläche eines Gebäudes bzw. der Summe aller Grundflächen aufgehender Bauteile.

KG-Rohr: Steht für »Kanal-Grund-Rohr«.

Khan (arabisch): Eine Karawanserei. Ursprünglich handelte es sich um eine an einem Handelsweg bzw. einer Karawanenstraßen erbaute, regelhaft ummauerte Herberge, die grundlegende Versorgungsmöglichkeiten für Menschen und Tiere (Nahrung, Wasser) bereithielt. Zahlreiche Karawansereien bildeten die Keimzelle für die Entwicklung von Marktorten.

Kiefer (Holz): Ein weiches Nadelholz, das zu Möbeln verarbeitet wird und im Bereich der Fenster-und Türenherstellung sowie als Bauholz Verwendung findet.

Kiefernholz: Siehe → Kiefer (Holz).

Kies: Ein loses bzw. aus Einzelkomponenten (Kieseln) bestehendes fluviales Sediment. Im Baubereich dient er vor allem als Schüttgut, Zuschlagstoff und – als Grobkies – zur Herstellung von Boden- und Terrassenbelägen.

Kiesel: Siehe → Kieselstein.

Kieselpflaster: Siehe → Kieselsteinpflaster.

Kieselstein: Ein kleinerer, durch fluviale Prozesse kantengerundeter Stein. Im Baubereich findet er als Zuschlag sowie als → Kleinpflasterstein Verwendung.

Kieselsteinpflaster: Namensgemäß ein aus Kieseln bzw. Kieselsteinen gefügtes → Pflaster. Der (anders als Schotter) kantengerundete Kiesel wird vor allem für Zierpflaster verwendet.

Kiesgrube: Ein → Tagebau, in dem Kies gewonnen wird.

Kiessand: Zumeist natürliches Gemisch aus Kies und Sand, das keine definierte Zusammensetzung aufweist. Kiessand kommt vorwiegend im → Tiefbau zum Einsatz.

Kietz (historisch): Im östlichen deutschen Siedlungsgebiet des Mittelalters geläufige Bezeichnung für eine nahe einer Burg gelegene Wohnsiedlung dienstpflichtiger slawischer Bevölkerungsgruppen.

Kiez: Im nordöstlichen Deutschland, insbesondere im Berliner Raum übliche Bezeichnung für eine von einem besonderen Milieu gekennzeichnete, von Kneipen und Läden durchsetzte Wohngegend, deren wenig betuchte Bevölkerung ein starkes Wir-Gefühl verbindet.

KiKo-Fachgeschäft: Das Kürzel »KiKo« steht für »Kinderkonfektion«. KiKo-Fachgeschäfte stellen kleinflächige bis mittelgroße Einzelhandelsbetriebe mit breitem und / oder tiefem Sortiment dar; sie betonen Beratung und Service.

KiKo-Fachmarkt: Ein auf mittelgroßen bis großen Flächen präsentierender, auf Kinderbekleidung spezialisierter Einzelhandelsbetrieb mit breitem und / oder tiefem Sortiment. Fachmarkttypisch positionieren sich diese Betriebe betont über ihre beworbene Preisgunst.

KiKo-Geschäft: Siehe → KiKo-Fachgeschäft.

Kindergarten: Bezogen auf Deutschland handelt es sich um eine Betreuungsstätte für drei- bis sechsjährige Kinder.

Kinderhort: Eine andere Bezeichnung des → Kindergartens.

Kinderkrippe: Eine räumlich gebundene Einrichtungen zur Tagesbetreuung von Kleinkindern bis zum Alter von drei Jahren. Erste Kinderkrippen moderner Prägung entstanden in Frankreich ab 1844; im deutschsprachigen Raum waren Wien (1849), Dresden und Hamburg (beide 1851) die Vorreiter. Kinderkrippen zählen zu jenen Einrichtungen, die für eine Auflösung traditioneller Familienbilder stehen; sie entstanden, um Müttern eine (zumeist notgedrungene) Arbeit außerhalb der häuslichen vier Wände zu ermöglichen. Ursprünglich handelte es sich um Bewahranstalten, später flossen pädagogische Erwägungen ein.

Kino: Ein Gebäude, Gebäudeteil oder -trakt, das bzw. der über eine technische Ausstattung und Bestuhlung verfügt, die auf Filmvorführungen für ein größeres Publikum ausgelegt ist. Moderne (westliche) Kinos umfassen regelhaft mehrere Säle.

Kinogebäude: → Kino.

Kinosaal: Ein regelhaft mit ansteigend gestaffelten Sitzreihen ausgestatteter Filmvorführraum eines → Kinos.

Kippbrücke: Eine → Brücke mit gekrümmtem Fahr- oder Gehweg und einem um ca. 90 Grad abgewinkelten Halbkreisbogen, der als Gegengewicht fungiert. Der Überweg schwingt entlang einer in Längsrichtung gelagerten Achse auf und ab. Der Brückentyp wird auch »Kippbrücke« genannt. Der Konstruktionstyp wird auch als »Neigebrücke« bezeichnet.

Kippfenster: Ein → Fenster, das an seiner Basis oder an einer mittigen Aufhängung beweglich befestigt ist, sich also durch Heben oder Senken öffnen bzw. schließen lässt.

Kippweitenbegrenzer (Fenster): Eine Arretiereinrichtung, die den größtmöglichen Kippwinkel eines Fensters bestimmt. Viele Kippweitenbegrenzer gestatten eine stufenweise Arretierung.

Kippweitenbegrenzung: Siehe → Kippweitenbegrenzer (Fenster).

Kirche (Bauwerk): Kurzbezeichnung für → »Kirchengebäude« oder → »Kirchenbauwerk«.

Kirchenarchitektur: Im weiteren Sinne die »Baukunst« bzw. das systematische Planen, Entwerfen und an ästhetischen Vorstellungen ausgerichtete Gestalten von Kirchengebäuden und -bauwerken.

Kirchenbank: Eine langgestreckte, für mehrere Personen ausgelegte Sitzgelegenheit in einem Kirchengebäude bzw. -bauwerk.

Kirchenbau (Disziplin): Ein baufachliches bzw. architektonisches Feld, das sich mit der Planung und Errichtung, im weiteren Sinne auch der Instandhaltung, Renovierung und Sanierung von Kirchengebäuden und -bauwerken befasst.

Notre Dame in Puducherry, Tamil Nadu, IndienKirchenbau (gegenständlich): Siehe → Kirchenbauwerk und → Kirchengebäude.

Kirchenbau (prozessual): Das Errichten eines Kirchengebäudes oder -bauwerkes.

Kirchenbaukunst: Siehe → Kirchenarchitektur.

Kirchenbauwerk: Im Grunde ein → Kirchengebäude. Die Bezeichnung wird jedoch vorwiegend mit Bezug auf größere bzw. stark repräsentativ ausgelegte Kirchengebäude verwendet (rechts ein Bild von Notre Dame in Puducherry, Tamil Nadu, Indien. Aufgenommen von Elmar Pfeiffer).

Kirchengebäude: Ein von vielen christlichen Gemeinschaften bzw. Sekten zur Veranstaltung von Gottesdiensten, Hochzeiten und Initiationsriten sowie für Andacht und Gebet genutztes Gebäude. Eine umgangssprachliche Bezeichnung ist »Gotteshaus«.

Kirchenkanzel: Ein regelhaft mehrere Meter über dem Kirchenboden befindliches Gebilde, das seit dem 13. Jahrhundert verbreitet ist. Diese ein bis zwei Geistlichen Raum bietende, über eine Treppe erreichbare, brüstungsartig eingefasste Plattform dient als Verkündigungs- bzw. Predigtort. Kanzeln bestehen regelhaft aus Holz oder Stein. Sie besitzen überwiegend mehreckige, vielfach achteckige Grundrisse. Gewöhnlich sind sie im altarnahen Bereich einer Kirche an einer Säule oder zwischen zwei Säulen angebracht.

Kirchenschiff: Einer von drei oder mehr Längsräumen einer Kirche, der durch Pfeiler- bzw. Stützenreihen von anderen längs geführten, an ihn anschließenden Räumen abgesetzt ist.

Kirchenverband (Mauerwerk): Eine andere Bezeichnung des Märkischen Verbands. Es handelt sich um einen Mauerwerksverband, bei dem sich innerhalb einer Lage jeweils zwei → Läufer mit einem → Binder abwechseln.

Kirchhof: Eine antiquierte Bezeichnung für einen christlichen → Friedhof.

Kirchplatz: Eine mehr oder minder weite, offene Fläche vor einem Kirchengebäude bzw. -bauwerk oder eine dieses einfassende Freifläche.

Kissing Gate: Eine auf Viehweiden zu findende Zutrittseinrichtung, die für Fußgänger (im Gänsemarsch) passierbar ist, Weidetieren hingegen keinen Durchgang gewährt. Diese kleine Toranlage besitzt zumeist eine halbrunde oder rechteckige Einfassung, die zu einem Schwingtor führt. Diese Anlagen kommen als einfach Rohrkonstruktionen, aber auch mit massiven Pfeilern versehen vor.

Kiste (Haftanstalt): Eine vor allem im umgangssprachlichen Schweizerdeutsch gebräuchliche Bezeichnung für ein Gefängnis bzw. eine Justizvollzugsanstalt.

KITA / Kita: Kürzel für »Kindertagesstätte.«

Kittchen: Ein umgangssprachliche Bezeichnung für ein Gefängnis, eine Haftanstalt.

KK (Mauerziegel): Ein Kürzel für → »Keramikklinker«.

Klangarkade (Kirchenbau): Eine fensterähnliche, rund- oder spitzbogig ausgeformte Öffnung in der Glockenstube eines Kirchturms, die dazu dient, die Schallabstrahlung der Glocke(n) ins Freie zuzulassen und zu optimieren. Andere Bezeichnungen sind »Schallfenster« (bei modernen Kirche) und »Schallluke«.

Klappbrücke: Eine bewegliche Brücke, deren Fahrweg aus zwei anhebbaren, (im Öffnungsfall) durch Hinterruten im Gleichgewicht gehaltenen Abschnitten besteht.

Klappladen (Fenster): Eine vor allem im südlichen Deutschland gebräuchliche Bezeichnung für einen → Fensterladen.

Kläranlage: Zumeist drei-, teils vierstufige Wasseraufbereitungseinrichtung. Die Reinigung erfolgt zunächst mechanisch, im Nachgang chemisch u. a. mittels Aktivkohle. Diverse chemische Verbindungen aus Medikamenten oder Hormone (etwa der »Pille«) filtern nur sehr wenige Kläranlage aus.

Kläranlagenableiter: Siehe → Klärwerksableiter.

Klärwerk: Größere bzw. »ausgewachsene« Kläranlage.

Klärwerksableiter: Zumeist zumindest in Teilen künstlich angelegte Gerinne bzw. Fließgewässer, die gereinigtes Wasser aus Kläranlagen in den natürlichen bzw. naturnahen Wasserkreislauf einspeisen.

Klassifizierte Straßen (Deutschland): Eine Sammelbezeichnung für alle Bundesfernstraßen, Landesstraßen und Kreisstraßen.

Klassizismus (Architektur): Eine ab 1770 den Barock zunehmend ablösende baustilistische Periode, die gegen 1850 auszuklingen begann und vom Historismus gefolgt wurde. Kennzeichnend war eine formensprachliche Orientierung am antiken griechischen Tempelbau, teils auch eine Rückbesinnung auf baulich-gestalterische Leitbilder der frühen italienischen Renaissance. Rechts ein klassizistisches Palais-Ensemble am Wittelsbacher Platz in München, Klassizistisches Bauensemble am Wittelsbacher Platz in München (Deutschland)Deutschland (Foto: Elmar Pfeiffer).

Klassizistische Architektur: Siehe → Klassizismus.

Klassizistische Baukunst: Siehe → Klassizismus.

Klaue (Holzbau, Sparren): Ein dreieckförmiger Ausschnitt aus einem schrägen → Sparren, der ein Auflager auf einer zumeist waagrecht verlaufenden → Pfette schafft. Die Klaue wird auch »Kerbe», »Kerve», »Sattel« oder - in Österreich - »Ferserl« genannt.

Klauenstein: Klauenähnlich zugehauener Steinblock, der als Auflager für Balken oder zur Führung von Fallgattern verwendet wurde. Erhaltene Klauensteine finden sich u. a. am Turm des Passeier Tores in Meran, Südtirol.

Klause (Burgen- / Festungsbau): Eine zu den Sperranlagen zählende Befestigungsanlage, die zur Kontrolle von Tälern bzw. Talungen errichtet wurde. Es konnte sich um einfache, von Tor und Mauer dominierte Bauwerke handeln, aber auch um mächtige Burg- und Festungsanlagen. Ein sehenswertes Beispiel bietet die Mühlbacher Klause in Südtirol.

Klause (Wasserbau): Ein stauendes Wehr bzw. eine entsprechende Wehranlage, die dazu dient, die Flößerei von Holzstämmen zu ermöglichen bzw. zu erleichtern.

Klause (Wirtschaft): Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für eine Gaststätte.

Klause (Wohnstätte): Eine bauart- oder lagebedingt Abgeschiedenheit gewährleistende Wohnstätte von Mönchen, Nonnen, Eremiten.