Immobilienwirtschaftliches Glossar

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Einträge zu Hu – HZ

Hub (allgemein): Eine bedeutende Schnittstelle bzw. ein erstrangiger Knoten innerhalb eines Transportsystems.

Hubbrücke: Ein beweglicher Brückentyp, dessen stets waagrecht ausgerichteter Fahrweg im Bedarfsfall gehoben oder abgesenkt wird. Anders als bei → Klappbrücken liegt also ein durchgängiger Fahrweg vor, wodurch die Durchfahrtshöhe für Wasserfahrzeuge durch die Anlagenhöhe begrenzt ist.

Hube: Eine süddeutsche Bezeichnung der → Hufe.

Hub-Flughafen: Eine Bezeichnung für bedeutende Luftverkehrsdrehkreuze, die Schnittstellen innerhalb eines weiten Netzes von Flugrouten bilden. Hier werden Luftverkehrsströme gebündelt und verteilt. Hubs sind dadurch gekennzeichnet, dass sie großen bzw. marktführenden Fluggesellschaften als Basis bzw. Schwerpunktstandorte ihrer operativen Tätigkeit dienen.

Hubinsel: Ein mit ein- und ausfahrbaren Stelzen ausgestatteter Schiffstyp, der als Plattform für wassergebundene Arbeiten dient. Im Grunde stellen Hubinseln überdimensionierte Flöße dar; sie besitzen keinen Antrieb, müssen somit zum Einsatzort geschleppt werden. Hier werden die Beine ausgefahren, es wird Ballastwasser aufgenommen und die Plattform angehoben. Eingesetzt werden Hubinseln z. B. im Hafenbau oder bei der Errichtung von Offshore-Windenergieparks.

Hude: Ein vor allem mit Eichen bestandenes Landstück, das als Nutztierweide (insbesondere für Schweine) genutzt wurde.

Hudegrund: Siehe → Hude.

Hudeweide: Siehe → Hude.

Hufe: Im mittelalterlichen Europa ursprünglich ein Bauernhof mit einer zugehörigen Fläche, die von einer Familie gepflügt bzw. bestellt werden konnte. Der Begriff bezeichnet also ein Flächenmaß, das angesichts unterschiedlicher topographischer und pedologischer Bedingungen je nach Region anders definiert war.

Hufeisenbogen (Architektur): Eine bei islamischen Bauten weit verbreitete Bogenkonstruktion mit hufeisenförmigem Abschluss. Der Bogen wird auch als »maurischer Bogen« bezeichnet.

Hufendorf: Ein Dorftyp, bei dem die einzelnen, freistehenden Höfe je nach topographischen Bedingungen einzeilig oder beiderseits einer Straße gereiht sind. Die zum jeweiligen Hof gehörigen Äcker bzw. Landstücke schließen – mehr oder minder senkrecht zur Straßentrasse – als teils sehr schmale, teils breite, grundsätzlich jedoch langgestreckter Streifen an die Höfe an. Das Hufendorf stellt ein → Reihendorf dar.

Hufensiedlung: Siehe → Hufendorf.

Hunburg: Siehe → Hünenburg.

Hund, Laufender: Ein Fries bzw. Ornamentband, das eine wellenartige Abwandlung des typischerweise orthogonalen → Mäanders darstellt. Im Detail kennzeichnend ist, dass die Wellen eingerollt sind, sodass es wirkt, als würden sie sich überschlagen.

Hundezahn (Steinbearbeitung): Ein Handwerkzeug aus der Gruppe der Spitzeisen, das zur Bearbeitung sehr weicher Gesteine eingesetzt wird. Das aus einem runden oder achtkantigen Stahlstab hergestellte Werkzeug besitzt zwei Spitzen. Getrieben wird es zumeist mittels → Knüpfel.

Hünenburg: Eine im späteren Mittelalter aufgekommene Bezeichnung für eine mächtige, vielfach steinumwallte → Flucht- bzw. Fliehburg aus vor- oder frühgeschichtlicher Zeit. Die Dimension dieser Anlagen begründete den volkstümlichen Glauben, dass riesige Menschen am Werk gewesen sein mussten.

Hünengrab: Eine volkstümliche Bezeichnung für jungsteinzeitliche Großstein- bzw. Megalithgräber Norddeutschlands und Skandinaviens.

Hünenschanze: Siehe → Hünenburg.

Hungerturm (historisch): Ein als Gefängnis genutzter bzw. ein Verlies beinhaltender Turm einer Burg, Festung oder Stadtbefestigung. Andere Bezeichnungen sind »Fall-« und »Faulturm«.

Hunneburg: Eine mittelalterliche Bezeichnung für eine mächtige → Fliehburg aus vor- oder frühgeschichtlicher Zeit. Eine andere Bezeichnung ist »Hünenburg«.

Hunnenburg: Eine andere Bezeichnung der → Hünenburg.

Hunnenring: Siehe → Hünenburg.

Hunnenschanze: Siehe → Hünenburg.

Hurde (Wehrbau): Ein nach außen über die Wehrmauer vorspringender hölzerner Wehrgang mittelalterlicher Burgen und Stadtbefestigungen.

Huthaus (allgemein): Eine alte Bezeichnung für ein Wachhaus.

Huthaus (historisch, Bergbau): Das zentrale, zumeist zweistöckige, regelhaft bewachte Verwaltungs-, Versammlungs- und Lagergebäude (für Handwerkzeuge der Bergleute) eines Bergwerks; zumeist war eine kleine Kapelle bzw. ein Gebetsraum einbezogen.

Hütte (Gebäude): Ein kleines und / oder technisch bzw. haus- und sanitärtechnisch minimalistisch ausgestattetes Gebäude.

Hütte (pejorativ): Ein abfällige Bezeichnung für eine Wohnung oder ein Gebäude. Meist werden abgewirtschaftete oder außerordentlich ungünstig zugeschnittene Einheiten mit dem Begriff belegt, oft einfach solche, die gefühlsmäßig Missbilligung auslösen.

Hütte (Produktion): Eine Anlage zur Erzeugung von Materialien, deren Herstellung auf hochtemperaturigen Schmelzvorgängen beruht. Bekannte Beispiele sind Eisen- oder Glashütten.

Hüttensand: Ein glasiges, feinkörniges Nebenprodukt der Roheisenproduktion. Gemahlener Hüttensand bildet den Grundstoff von Hochofen- und Portlandhüttenzementen.

Hüttenstein: Ein aus Hüttensand unter Beimengung von hydraulischen Bindemitteln (Kalk, Zement) durch Druckverfestigung bzw. Pressung hergestellter Mauerstein, der unter Luft- bzw. Dampfeinwirkung aushärtet.

Hüttenwerk: Eine industrielle Anlage zur Erzeugung von Materialien, deren Herstellung auf hochtemperaturigen Schmelzvorgängen beruht. Bekannte Beispiele sind Eisen- oder Glashütten.

Hüttenzement: Ein Zement, der neben Portlandzementklinker auch Hüttensand enthält. Bei der Arbeit mit Hüttenzement entsteht eine vergleichsweise geringe → Hydratationswärme, wodurch sich diese Zemente gut für einen Einsatz während warmer / sommerlicher Witterungsperioden sowie für die Herstellung massiger Bauteile eignen.

Huzrah: Ein zumeist von einer → Kuppel abgeschlossener, über der Geländeoberkante liegender Raum muslimischer Grabmale.

HWL-Platte: Die Verkürzung von »Holzwolle-Leichtbauplatte«. HWL-Platten stellen verputzfähige, flächige Elemente dar, die aus langen Holzfasern bzw. langfasriger Holzwolle und mineralischen Bindemitteln hergestellt sind. Eingesetzt werden diese Produkte zur Dämmung von Innen- und Außenwänden.

Hybrider Pachtvertrag (Hotellerie): Eine Fest- und Umsatzpacht kombinierende Vertragsform. Vermehrt wird eine den Betreiber schützende Deckelungsklausel (Cap Clause) vereinbart. Sie legt Verlustobergrenzen sowie eine Dauer fest, nach der dem Pächter ein außerordentliches Kündigungsrecht eingeräumt wird, sollte er die Festpacht bis zum Stichtag nicht erwirtschaften können.

Hydrant: Eine Zapfstelle bzw. eine zur Wasserentnahme aus einem Verteilsystem dienende Armatur. Hydranten bilden ein Element der Löschwasserversorgung, werden jedoch auch zwecks Straßenreinigung oder zur Brauchwasserentnahme bei Veranstaltungen (Straßenfeste usw.) genutzt.

Hydratationswärme (Betonbau): Auch als »Abbindewärme« bezeichnet. Sie entsteht bei einer Mischung von Wasser und Zement infolge einer chemischen Reaktion. Für die Wärmeentwicklung ist besonders der Aluminiumanteil im Beton verantwortlich.

Hydraulikhammer: Ein Abbruchwerkzeug bzw. ein Gerät, das an den Ausleger eines → Baggers angebracht wird. Es handelt sich um eine Abbruchmaschine, die aus Schlagwerk, lärm- und vibrationsdämpfendem Gehäuse sowie einem Einsteckwerkzeug bzw. Meißel besteht. Hydraulikhämmer stellen eine Art übergroßer Drucklufthämmer dar. Sie werden vor allem eingesetzt, um massive Bauwerke niederzulegen; vielfach werden sie auch in Steinbrüchen zum Abbau eingesetzt.

Hydraulische Stadt: Eine → Stadt, deren Funktionsfähigkeit auf einem ausgeklügelten Be- und Entwässerungssystem beruht, das auch ihr Erscheinungsbild prägt. Ein historisches Paradebeispiel bietet Angkor Wat in Kambodscha.

Hypokaustenanlage: Eine in der Antike aufgekommene, u. a. in Thermen eingesetzte Warmluftheizung. Die Grundform der Anlage bestand aus einem Unterboden, einer Vielzahl kleiner Säulen bzw. Pfeiler (ca. 10 - 20 cm breit, 50 - 120 cm hoch) und dem eigentlichen (sichtbaren) Fußboden. Ausgehend von einem Heizraum wurde die von Holz- oder Holzkohlefeuern erhitzte Luft durch den von beiden Böden gebildeten Raum geleitet, wodurch der obere Boden bzw. der darüber liegende Raum erwärmt wurde. Bei komplexeren Anlagen wurde die erhitzte Luft zusätzlich durch Hohlziegel in den Wänden, teils auch den Decken geleitet.

Hypokaustenheizung: Siehe → Hypokaustenanlage.

Hypokaustum: Siehe → Hypokaustenanlage.

Hypothek: Eine durch ein Pfandrecht an einem Grundstück gesicherte Verbindlichkeit bzw. eine entsprechende Schuldverschreibung.

Hypothekenbank: Ein Bankinstitut, dessen Aktivgeschäft schwerpunktmäßig auf der Beleihung von → Grundstücken beruht; im Passivgeschäft werden diese Forderungen als Schuldverschreibungen in Form eines Hypothekenpfandbriefes termingerechte Zins- und Tilgungszahlungen auch bei einer eventuellen Insolvenz gewährleistet sein müssen. Die Hypothekenbank wird auch »Realkreditinstitut« genannt.

Hypothekengläubiger: Ein juristische oder natürliche Person, zu deren Gunsten eine → Hypothek eingetragen ist.

Hypothekenpfandbrief: Eine durch → Hypothek(en) oder staatliche Garantie gesicherte Schuldverschreibung.

Hypothekenschuld: Siehe → Hypothek.

Hypothekenschuldner: Eine natürliche oder juristische Person, zu deren Lasten eine → Hypothek eingetragen ist.

Hypotrachelion (Architektur): Bei dorischen Säulen die unterhalb der Schafteinschnürung im Übergang zum → Kapitell befindliche Säulenpartie.

HZ (Wohnen / Gewerbe): Eine geläufige Verkürzung von »Heizung«.

HZG: Siehe → HZ.