Immobilienwirtschaftliches Glossar

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Einträge zu Holz – Hotelh

Holz (Allgemeinverständnis): Der Stoff, aus dem Stämme, Äste, Zweige (die Sprossenachsen), teils auch Wurzeln von Bäumen und Sträuchern bestehen. Holz zählt zu den ältesten Baustoffen; es wird bis heute u. a. für die Erstellung von Tragwerken wie im Innenausbau genutzt.

Holz, acetyliertes: Ein chemisch mittels Essigsäureanhydrid modifiziertes Holz. Die Behandlung dient dazu, die Gefahr eines Pilz- und / oder Insektenbefalls zu verringern.

Holz, kerngetrenntes: Eine andere Bezeichnung für → Halbholz.

Holz, thermisch modifiziertes (Bauwesen): Ein in sauerstoffarmer Atmosphäre auf 160 Grad Celsius (oder mehr) erhitztes Holz. Vorgenommen wird die Behandlung, um die Widerständigkeit von Holz gegen schädigende Einflüsse bzw. Effekte zu erhöhen. So lassen sich die Schwind- und Quellneigung reduzieren, wodurch die Gefahr von Rissbildungen gemindert wird.

Holzauge (Burgen- / Festungsbau): Der mit einer Bohrung versehene Holzeinsatz einer → Kugelscharte.

Holzbalken-Hourdisdecke: Eine aus hölzernen Tragprofilen bzw. Balken und eingehängten Tonhohlplatten bestehende → Decke. Vertiefend siehe → Hourdis.

Holzbinder (Dachkonstruktion): Ein primäres Tragelement einer Dachkonstruktion aus Vollholz oder Brettschicht- bzw. Leimholz.

Holzdübel: Ein kleines, zapfenähnliches, regelhaft profiliertes Holzteil. Der Holzdübel dient als Verbindungselement zweier Werkstücke, die an der gewünschten Verbindungsstelle jeweils ein gebohrtes, den Dübel aufnehmendes Loch aufweisen.

Holzfaserdämmplatte: Ein auf Grundlage von Holzfasern produzierter Dämmstoff in Plattenform. Als Ausgangsstoff dienen regelhaft Nadelhölzer. Eingesetzt wird er als Wärmedämmung von Gebäudeaußenflächen, teils auch im Innenbereich, hier insbesondere zur Dämmung von Böden und Wänden.

Holzfaserplatte, hochdichte: Eine aus Holzspänen und Leim hergestellte Werkstoffplatte hoher Dichte. Geläufig ist die Kurzbezeichnung »HDF-Platte«. Nassgepresste Platten – als »Harte Faserplatten« bezeichnet – besitzen je eine glatte und eine durch Siebmarkierungen aufgeraute Seite; trockengepresste Platten weisen zwei glatte Oberflächen auf. Verwendet werden HDF-Platten u. a. als tragende Komponenten im Fußbodenbau.

Holzfaserplatte, mitteldichte: Eine aus Holzspänen und Leim produzierte Pressplatte mit homogener Struktur, deren Dichte sich zwischen 600 und 1.000 kg pro Kubikmeter. In Form von Rohplatten werden MDF-Platten u. a. im Dach- und Innenausbau eingesetzt.

Holzfassade: Eine Gebäudeaußenwand, deren strukturell und / oder optisch prägender Baustoff Holz bzw. holzbasiert ist (Platten, Profile, Balken, Stämme).

Holzheizung: Eine technische Einrichtung zur aktiven, steuerbaren Erwärmung von Räumen bzw. Gebäuden, die auf der Verbrennung von Holz (Hackschnitzel, Pellets, Stückholz usw.) beruht.

Holzhof (historisch): Ein eingefriedeter Platz oder ein Hof, der zur zeitweiligen Lagerung zum Verkauf vorgesehenen Brenn- und Bauholzes diente. Holzhöfe wurden häufig Flüssen, Hauptstraßen und in Städten unterhalten.

Holzhütte: Ein kleines und / oder technisch bzw. haus- und sanitärtechnisch minimalistisch ausgestattetes Gebäude, das aus Holz bzw. Holzbauteilen errichtet ist.

Holzleim: Ein aus natürlichen oder künstlich erzeugten Grundstoffen hergestellter Klebstoff, der zum dauerhaften Verbinden von Hölzern oder Holzwerkstoffen dient.

Holzlutte (Bergbau): Eine aus gehobelten Brettern oder gepressten Holzwerkstoffen hergestellte → Lutte. Das verwendete Material bedingt einen rechteckigen bzw. quadratischen Querschnitt. Holzlutten besitzen Nachteile gegenüber Blech- und Kunststofflutten (mäßige Haltbarkeit, geringere Belüftungsleistung).

Holzmarkt (historisch): Ein eingezäunter Platz oder ein Hof, der zum Verkauf und zur zeitweiligen Lagerung von Brenn- und Bauholz diente.

Holzmodifikation (Bauholz): Eine Sammelbezeichnung für verschiedene Ansätze, die Eigenschaften von Bauholz im Sinne erhöhter funktionaler Lebensdauer zu verändern. Hierzu kommen thermische Verfahren, Hydrophobierungen mittels Ölen und Wachsen sowie chemische Behandlungen zur Anwendung, die vor Volumenvergrößerungen bzw. Verformungen sowie Pilz- und / oder Insektenbefall schützen (sollen).

Holzmodifizierung: Siehe → Holzmodifikation (Bauholz).

Holzrahmenbau (Bauweise): Eine Fortentwicklung des alten europäischen Fachwerkbaus. Kennzeichnend ist, dass ein Balkentragwerk mit statisch wirksamen, also tragenden bzw. aussteifenden Platten beplankt wird. Die Zwischenräume werden mit wärmedämmenden Stoffen ausgefüllt. Der Holzrahmenbau erfolgt vielfach auf Grundlage baustellenfern vorgefertigter Bauteile (Balken, Wände usw.).

Holzrahmenbauweise: Siehe → Holzrahmenbau.

Holzriegelbau (Bauweise): Eine andere Bezeichnung der → Holzrahmenbauweise.

Holzriegelbauweise: Siehe Holzrahmenbau (Bauweise).

Holzschirm (Burgenbau): Eine hölzerne Platte, die an → Scharten oder Fenstern zum Schutz vor feindlichem Beschuss angebracht wurde.

Holzschutz (Bauwesen): Eine Sammelbezeichnung für Maßnahmen, die einer wertmäßigen und / oder funktionalen Beeinträchtigung beim Bau und Innenausbau verwendeter Hölzer und Holzwerkstoffe entgegenwirken. Diese Maßnahmen richten sich vor allem auf den Witterungs- bzw. Feuchteschutz sowie auf einen Schutz vor Pilz- und Insektenbefall. Zu den Maßnahmen zählen der → konstruktive Holzschutz sowie der Schutz von Hölzern und Holzbauteilen durch spezielle Mittel.

Holzschutz, baulicher: Siehe → Holzschutz, konstruktiver.

Holzschutz, chemischer: Ein Oberflächenanstrich oder eine Tränkung von Holz mit Stoffen, die chemisch gegen Witterungs- bzw. Feuchteschäden sowie Pilz- und Insektenbefall wirksam sind.

Holzschutz, konstruktiver: Ein Oberbegriff für bauliche und bauphysikalische Maßnahmen, die dazu dienen, eine lange, unbeeinträchtigte Funktion beim Bau eingesetzter Hölzer bzw. Holzwerkstoffe zu gewährleisten. Der konstruktive Holzschutz beginnt im Grunde mit einer zweckbezogen optimalen Holzauswahl; er mündet in eine Verbauung verwendeter Holzbauteile, die diese schädlichen Einflüssen möglichst entzieht.

Holz-Stahl-Klebeverbund: Eine Verbindung, bei der Stahlteile mittels eingeklebter Lochbleche an Holzbauteile angeschlossen werden. Der HSK bedingt eine flächige Lasteinleitung.

Holztafelbau (Bauweise): Eine im Fertighaussegment verbreitete holzbasierte Bauweise; deren wesentliches Merkmal ist die Verwendung großflächiger Holztafeln, die – einschließlich zahlreicher Einbauten – industriell vorgefertigt und auf der Baustelle zusammengesetzt werden. Diese Tafeln bilden die Wände des Hauses.

Holztafelbauweise: Siehe → Holztafelbau.

Holzweichfaserplatte: Eine seltener Bezeichnung der → Holzfaserdämmplatte.

Holzwerk (Hausbau): Eine Regionalbezeichnung für → Fachwerk.

Holzwolle-Leichtbauplatte: Ein verputzfähiges, flächiges Element, das aus langen Holzfasern bzw. langfasriger Holzwolle und mineralischen Bindemitteln zusammengesetzt ist. Eingesetzt werden diese Platten zur Dämmung von Innen- und Außenwänden.

Homogenes Mauerwerk (baustoff- / bauartbezogen): Ein → Mauerwerk, das aus → Mauersteinen ein und derselben Stoffart besteht. Ein geläufiges Beispiel bieten reine Ziegelmauerwerke.

Horchhäuschen (Wehrbau): Eine andere Bezeichnung für »Scharwachtturm«. Ein Burgmauern oder Bastionsspitzen krönendes Erkertürmchen mit kreisförmigem oder eckigem Grundriss, das entweder ein Dach trägt oder von einer krenelierten Plattform abgeschlossen. Die Mauerpartien sind vielfach mit → Schießscharten und → Maschikulis versehen. Dieses gewöhnlich vorspringende, von einer Konsole getragene wehrbauliche Element kam im 12. Jahrhundert auf und blieb bis ins 16. Jahrhundert in seiner Funktion erhalten. Inhaltsgleiche Begriffe sind »Echaugette», »Pfefferbüchse« oder »Scharwachtturm«.

Horizontalabdichtung: Eine andere Bezeichnung der Horizontalsperre. Es handelt sich um eine Einlageschicht oder eine chemisch präparierte Schicht an der → Mauersohle, die dazu dient, einen kapillaren Aufstieg von Bodenfeuchte zu verhindern.

Horizontalabdichtung, chemische (Verfahren): Die Einspritzung chemischer, einen Kapillaraufstieg von Bodenfeuchte unterbindender Stoffe in untere Mauerwerks- bzw. Wandpartien.

Horizontalabdichtung, mechanische (Verfahren): Eine über die gesamte Mauer- bzw. Wandlänge erfolgende Einbringung mechanisch wirksamer Sperrschichten, die einen kapillaren Aufstieg von Bodenfeuchte verhindern (sollen). Verwendet werden u. a. Bitumenfolien und rostfreie Bleche.

Horizontalachse (Architektur): Eine auf den Grundriss (Gebäude, Siedlung usw.) bezogene Gerade, die als Leitlinie einer optischen und / oder funktionalen Flächen- bzw. Raumgliederung dient.

Horizontalbogen (Architektur): Auch »scheitrechter Bogen« genannt. Es handelt sich um einen stark abgeflachten → Segmentbogen, dessen Keilsteine derart bearbeitet sind, dass sie eine horizontale Unterkante bilden.

Horizontalbrunnen: Siehe → Horizontalfilterbrunnen.

Horizontale Keilzinkung (Holz): Bei nicht quadratisch geformten Holzbauteilen, eine Verbindung (→ Keilzinkung), bei welcher die Keilzinken parallel zur Oberfläche der breiten Seite der Bauteile herausgearbeitet sind. Das Zinkenprofil ist somit an der Schmalseite sichtbar. Diese Verbindung wird vor allem im nicht-konstruktiven Holzbau, z. B. bei Vollholzparketten, angewendet.

Horizontalfilterbrunnen: Eine Anlage, bei der (annähernd) waagrecht in den Grundwasserleiter eingebrachte Rohre zur Wassererschließung dienen. Gewöhnlich werden diese Rohre in einem lotrechten Sammelschacht zusammengeführt, aus dem die Wasserentnahme erfolgt.

Horizontalmühle: Kurzbezeichnung der → Horizontalrad-Wassermühle.

Horizontalrad-Wassermühle: Eine wassergetriebene Mühle mit horizontal gelagertem Wasserrad. Kennzeichnend ist eine mindestens zweigeschossige Ausführung; das Wasserrad kreist regelhaft unter dem aufgeständerten Mühlengebäude oder in dessen unterem Geschoss.

Horizontalscharte (Festungsbau): Eine mit dem Aufkommen leistungsfähiger Artilleriewaffen entwickelte horizontal gelagerte → Schießscharte, die auch als »Maulscharte« bezeichnet wird.

Horizontalsperre: Eine Einlageschicht oder eine chemisch präparierte Schicht an der → Mauersohle, die dazu dient, einen kapillaren Aufstieg von Bodenfeuchte zu verhindern. Eine andere Bezeichnung ist »Horizontalabdichtung«.

Horizontalsperre, chemische: Ein Schutz von Mauer- bzw. Wandpartien vor kapillarem Bodenfeuchteaufstieg, der mittels Injektion chemischer Substanzen bzw. durch Imprägnierung erzeugt wird.

Horizontalsperre, mechanische: Eine an Wand- bzw. Mauersohlen eingebrachte Lage bzw. Schicht, die kapillaren Bodenfeuchteaufstieg verhindert. Zu diesem Zweck werden u. a. Bitumenfolien, Kunststoffplatten oder korrosionsbeständige Bleche eingesetzt.

Horizontalwindmühle: Ein sehr früh entstandener, in unterschiedlichen Spielarten u. a. im alten Persien und China verbreiteter Windmühlentyp. Anders als bei den aus Europa bekannten → Windmühlen, sind die Antriebsblätter bzw. die antreibenden Segel an einer vertikalen Drehachse montiert; sie drehen sich somit horizontal.

Hornkonsole (Architektur): Ein tragender bzw. stützender, aus einer Wand ragender Vorsprung, dessen Unterseite hornförmig ausläuft. Hornkonsolen kamen während der → Gotik auf.

Hornwerk (Festungsbau): Ein im ausgehenden 16. Jahrhundert aufgekommenes Festungswerk, das typisch für die altniederländische Manier war. Es handelt sich um ein aus zwei Halbbastionen und einer verbindenden → Kurtine zusammengesetztes Außenwerk mit langen Flanken, das weit aus dem Mauergürtel hinausragte und oft jenseits des Grabens lag. Hornwerke wurden an besonders gefährdeten Wallabschnitten angelegt; häufig wurden sie selbst durch ein vorgelagertes → Ravelin gesichert.

Horreum (Antike): Ein festes Lager- bzw. Speichergebäude zu Zeiten des Römischen Reiches. Der Begriff wird vielfach auf Getreidespeicher eingegrenzt, tatsächlich steht er jedoch für Gebäude, in denen höchst unterschiedliche Güter gelagert wurden.

Hortus: In der römischen Antike die Bezeichnung für einen Nutzgarten. Ein Lust- bzw. Ziergarten wurde »viridarium« genannt.

Hortus conclusus: Bezeichnung eines mittelalterlichen, von Mauern umschlossenen Nutz- oder Ziergarten, der eng mit einer übersteigerten Marienverehrung und der Mariensymbolik verbunden ist. Die Abgeschossenheit kann als Allegorie der behaupteten Jungfräulichkeit Marias aufgefasst werden.

Hortus holerorum: Die lateinische Bezeichnung für einen mittelalterlichen Gemüse- und Gewürz(kräuter)garten.

Hortus sanitatis: Eine lateinische Bezeichnung, die insbesondere für einen klösterlichen Heilkräuter- bzw. Heilpflanzengarten des Mittelalters stand.

Hosenscharte (Burgen- / Festungsbau): Eine selten zu findende Schartenart, bei der zwei, in einer gemeinsamen Mündung auslaufende Schartenröhren durch die Mauer geführt sind.

Hospital: Eine andere Bezeichnung für ein Krankenhaus.

Hotel: Ein gewerbliches Beherbergungsunternehmen, das üblicherweise zwanzig oder mehr Gästezimmer besitzt. Mehrheitlich verfügen Hotels über einen angeschlossenen Restaurantbetrieb, der Hausgästen und Passanten offensteht.

Hotelagglomeration: Eine räumliche Massierung bzw. Ballung von → Hotels an einem Standort oder innerhalb einer Lage.

Hotelareal: Der von einem als → Hotel einzustufenden Beherbergungsbetrieb (einschließlich umgebender Freiflächen und Außenanlagen, die dem Gebäude bzw. einem aus mehreren Gebäuden bestehenden Komplex zuzuordnen sind) eingenommene Grund.

Hotelatrium: Ein großer, glasüberdachter öffentlicher Hauptraum oder ein mehrere Etagen durchlaufender Innenbereich eines → Hotels. Das Atrium beinhaltet zumeist die Rezeption, Sitzbereiche und gastronomische Einrichtungen.

Hotelbesitz: Ein Begriff, der vielfach mit → Hoteleigentum gleichgesetzt wird. Zwar können Besitz und Eigentum zusammenfallen, doch steht »Besitz« lediglich für die faktische Herrschaft über eine Sache. Legaler Besitz unterliegt regelhaft verfügungsbeschränkenden Bedingungen. Er kommt beispielsweise durch den Abschluss von Miet- und Leasingverträgen oder durch Leihe zustande. Der Begriff bezeichnet auch das jeweilige Hotel an sich.

Hotelbesitzer: Eine natürliche oder juristische Person, die Besitzrechte an einem → Hotel genießt. Siehe → Hotelbesitz.

Hotelbetreiber: Eine Person, Personengruppe oder Gesellschaft, die ein Hotel bewirtschaftet. Bei inhabergeführten Häusern sind Betreiber und Eigentümer der Immobilie identisch. Vor allem in der Stadthotellerie sind Betreiber- und Eigentümerfunktionen zumeist getrennt. Die meisten Betreiber führen Hotels auf Grundlage von Pacht- oder Managementverträgen.

Hotelbewerter (konzeptionell): Eine fachlich kompetente Person, die baulich-funktionale, gestalterische, organisatorische und unmittelbar leistungsbezogene Qualitäten eines → Hotels evaluiert.

Hotelbewerter (Tester): Eine Person, die – regelhaft von Reiseveranstaltern oder Hotelbetreibern beauftragt – bestimmte Häuser in Bezug auf die jeweilige Kundenattraktivität hin unter die Lupe nimmt. Wichtige Kriterien sind der augenscheinliche Zustand von Allgemeinflächen und Zimmern, die Sauberkeit, die Matratzenqualität, die Klasse gebotener Verpflegungsleistungen sowie Freundlichkeit und Kompetenz des Personals.

Hotelbewerter (Wertermittler): Idealtypisch eine qualifizierte Persönlichkeit, die aufgrund methodischer Sicherheit und breiten Erfahrungsschatzes den → Verkehrswert von → Hotels schätzt oder deren (marktwertbezogen gewöhnlich allenfalls bedingt aussagekräftigen) → Sachwert bestimmt. Aufgrund enormer Bandbreite an Hoteltypen, der Besonderheiten einzelner Häuser sowie der Komplexität der Hotelwirtschaft als solcher zählt die Hotelwertermittlung zur Königsklasse der Wertermittlungsdisziplin.

Hotelbewertung (Wertermittlung): Die Ableitung des → Verkehrswertes oder → Sachwertes eines → Hotel. Als Grundlage der Verkehrswertableitung dient im deutschsprachigen Raum nach wie vor zuvorderst das → Ertragswertverfahren, im internationalen Rahmen die transparentere bzw. leichter nachvollziehbare → DCF-Methode. Eine Wertermittlung bildet grundsätzlich ein auf Schätzverfahren bzw. gutachterlichen Einschätzungen gründendes Ergebnis ab.

Hotelbranche: Eine andere Bezeichnung des Hotelgewerbes bzw. der Hotellerie. Es handelt sich um einen schwerpunktmäßig auf die gewerbliche Beherbergung spezialisierten Bereich des Gastgewerbes. Dem Wirtschaftsbereich sind ausschließlich Betriebe zuzurechnen, deren Immobilie die definitorischen Mindestanforderungen an ein → Hotel erfüllt.

Hotel Brand: Englisch für »Hotelmarke«.

Hotelcluster (örtlich): Ein räumlicher Verbund einiger → Hotels bzw. eine kleine Ballung an einem Standort bzw. innerhalb einer Lage.

Hotel-Condo: Hochhaus, das in unteren Etagen als »klassisches« Hotel genutzt wird, während in oberen Stockwerken Eigentumswohnungen zu finden sind. Deren Eigentümer können sämtliche Hoteldienstleistungen gegen Bezahlung abrufen. Mehrheitlich nutzen jeweilige Eigentümer ihre Wohnungen nur jahreszeitlich bzw. befristet. Häufig überlassen sie ihre Räumlichkeiten während ihrer Abwesenheit dem Hotelbetreiber zur Vermietung an zahlende Gäste.

Hoteldeveloper: Eine natürliche oder juristische Person, die sich der planmäßigen, marktgerechten Errichtung und Aufwertung von → Hotelimmobilien widmet.

Hoteleigentum: Das im Rahmen einer Rechtsordnung umfänglichste Herrschafts- und Verfügungsrecht, das eine natürliche oder juristische Person über ein → Hotel (mit oder ohne Grundstück) ausüben kann. In Deutschland ist das Eigentum an einer Immobilie mit einer Grundbucheintragung verbunden. Der Eigentumsbegriff bezeichnet auch das jeweilige Hotel selbst.

Hoteleigentümer: Eine natürliche oder juristische Person, die Eigentumsrechte an einem → Hotel besitzt. Siehe → Hoteleigentum.

Hotelempfang (gegenständlich, funktional): Die Hotelrezeption bzw. der Empfangstresen eines → Hotels samt Infrastrukturbereich und zugehörigem Vorfeld, an dem Gäste begrüßt, ein- und ausgetragen sowie unterstützt werden.

Hotelentwickler: Siehe → Hoteldeveloper.

Hotelfonds: Eine Verkürzung von »Hotelimmobilienfonds«. Angesprochen ist ein auf der Bündelung von Anlegergeldern beruhendes Investmentvehikel, dessen finanzielle Mittel in den Erwerb einer oder mehrerer → Hotelimmobilien fließen. Konkret: Ein Initiator bzw. eine Kapitalanlagegesellschaft wirbt Gelder ein, um diese in eine bestehende, in Bau befindliche oder geplante → Hotelimmobilie bzw. ein → Hotelportfolio zu investieren.

Hotelfoyer: Ein saalartiger Raum in einem → Hotel, der als Eingangshalle, regelhaft auch als Aufenthaltsbereich für Gäste dient.

Hotel garni: Im deutschen Klassifikationssystem ein Hoteltyp, der sich weitgehend auf unmittelbare Übernachtungs- bzw. Beherbergungsfunktionen beschränkt. Angeboten werden Frühstück, Getränke und allenfalls kleine Speisen an. Eine andere Bezeichnung ist »Frühstückshotel«.

Hotelgebäude: Siehe → Hotelimmobilie.

Hotelgelände: Das von einem als → Hotel einzustufenden Beherbergungsbetrieb (einschließlich umgebender, dem Gebäude bzw. einem Komplex zuzuordnender Freiflächen und Außenanlagen) eingenommene Areal.

Hotelgeschäft (Wirtschaftsbereich, allgemein): Eine andere Bezeichnung für die → Hotelbranche bzw. das → Hotelgewerbe.

Hotelgeschäft (Wirtschaftsbereich, fallbezogen): Der kommerzielle, also dauerhaft gewinnorientierte Betrieb eines → Hotels.

Hotelgeschäft (Transaktion): Der Kauf- bzw. Verkauf, die An- bzw. Verpachtung eines → Hotels.

Hotelgewerbe: Eine andere Bezeichnung der Hotelbranche. Es handelt sich um einen schwerpunktmäßig auf die gewerbliche Beherbergung abhebenden Bereich des Gastgewerbes. Dem Wirtschaftsbereich sind ausschließlich Betriebe zuzurechnen, deren Immobilie die definitorischen Mindestanforderungen an ein → Hotel erfüllt.

Hotelgrundstück (rechtlich, Deutschland): Sachenrechtlich ein vermessenes bzw. abgegrenztes Landstück, das auf einem eigenen Grundbuchblatt oder im Bestandsverzeichnis unter eigener Nummer auf einem gemeinschaftlichen Grundbuchblatt eingetragen ist und als Standort eines als → Hotel einzuordnenden Beherbergungsbetriebs bzw. als Teil eines entsprechenden Komplexes genutzt wird und / oder einer (künftigen) Hotelnutzung gewidmet ist. Nach deutschem Rechtsverständnis zählen zum Grundstück auch Dinge, die nicht von ihm getrennt werden können, ohne zerstört oder wesentlich verändert zu werden. Angesprochen sind insbesondere aufstehende Gebäude und bauliche Anlagen.

Hotel-Haveli: Ein zum → Hotel umfunktionierter Haveli. Havelis stellen eine historische, im nördlichen Indien und Teilen Pakistans verbreitete Hausform dar; sie finden sich gehäuft im indischen »Wüstenstaat« Rajasthan. Havelis waren bzw. sind in aller Regel mehrstöckige, häufig palastähnlich gestaltete Stadthäuser wohlhabender Kaufmannsfamilien. Gewöhnlich weisen sie reich verzierte, oft üppig bebilderte und / oder mit Einlegearbeiten versehene Fassaden auf. Mehrheitlich besitzen sie einen für die islamische → Architektur charakteristischen Innenhof, umlaufende Gänge sowie verzierte → Balkone bzw. → Erker. Der Name leitet sich vom persischen »hawli« ab, das sich mit »abgeschlossener Ort« übersetzen lässt.

Hotel-Haweli: Siehe → Hotel-Haveli.

Hotelhochhaus (formal): Ein → Hotelgebäude, dessen Höhe dem länderspezifisch, regional oder lokal definierten Schwellenwert für ein Hochhaus entspricht bzw. diesen überschreitet.

Hotelhochhaus (wahrnehmungsbezogen): Alltagssprachlich ein Hotelgebäude, dessen vertikale Dimension deutlich über die horizontale hinausgeht oder zumindest entsprechend anmutet.