Immobilienwirtschaftliches Glossar

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Einträge zu Hau – HD

Haube (Architektur): Ein Turmdach, das eine glockenartig geschweifte Form aufweist oder aus mehreren derartigen, zumeist durch laternenähnliche Zwischenstücke verbundenen Formen besteht. Siehe auch → Welsche Haube.

Haube, Welsche: Eine Turmbedachung. Die ursprüngliche Welsche Haube besteht aus zwei geschweiften, glockenförmigen Hauben, einem laternenartigen Zwischenstück und einer krönenden Zwiebelhaube. Die Dachform ist insbesondere bei Renaissancekirchen Süddeutschlands und Österreichs verbreitet. Teils wurden Varianten geschaffen, die aus aus drei geschweiften Dachdächern und zwei Laternen bestehen.

Haubenlokal: An sich ein Restaurant, das vom französischen Restaurantführer Gault-Millau mit (Koch)Mützen (vergleichbar den Michelin-Sternen) ausgezeichnet ist. In Österreich heißen Mützen »Hauben», zudem werden Gourmetrestaurants vielfach ungeachtet dessen, ob sie von Gault-Millau ausgezeichnet wurden oder nicht, als »Haubenlokal« bezeichnet.

Haubenrestaurant: → Haubenlokal.

Haufendorf: Eine ungeplant gewachsene, von unregelmäßigen Grundstücksformen und meist unterschiedlich großen Höfen geprägte dörfliche Sammelsiedlung, die früher vielfach von einem Palisadenzaun umgeben war.

Haufenhof: Eine landwirtschaftlicher Hof mit mehreren bzw. vielen, augenscheinlich willkürlich bzw. unregelmäßig angeordneten Gebäuden.

Haupt (Wasserbau): Ein Schleusenbereich, in den ein Schleusentor eingelassen ist bzw. wird.

Hauptbuch (Grundbuchswesen, Österreich): Ein flächendeckendes öffentliches Register, in dem auf Grundstücke bzw. Flächeneinheiten bezogene Eigentumsverhältnisse und Belastungen eingetragen sind. Es handelt sich um einen geschlossenen Katalog dinglicher und bücherlicher Rechte; er bildet ein Realfoliensystem mit → Gutsbestandsblatt (A-Blatt), → Eigentumsblatt (B-Blatt) und → Lastenblatt (C-Blatt). Im Grundbuch erhalten flächenmäßige Einheiten im Sinne einer Liegenschaft bzw. eines → Grundbuchskörpers eine Einlage, die als eigene Einlagezahl geführt wird.

Hauptbuchblatt (Grundbuchswesen, Schweiz): Namensgemäß ein zentrales Element des Grundbuchs. Es beinhaltete alle Daten über rechtswirksame und gelöschte dingliche Rechte an einem im Hauptbuch eingetragenen Grundstück sowie Vormerkungen und Anmerkungen. Es gliedert sich in fünf bzw. sechs Abteilungen: a) Eigentum, b) Dienstbarkeiten, c) Grundlasten (b und c können in einer Abteilung abgebildet werden), d) Grundpfandrechte, e) Vormerkungen, f) Anmerkungen.

Hauptgebäude: Das funktions- bzw. wahrnehmungsbezogen prägende → Gebäude eines aus mehreren Bauten bestehenden Nutzungskomplexes.

Hauptmauer (Burgenbau): Die wichtigste Wehrmauer einer Befestigung, die regelhaft besonders hoch und stark ausgelegt ist. Die Hauptmauer bildet das Kernelement der gesamten Anlage, an dem sich die Platzierung anderweitiger Befestigungen ausrichtet.

Hauptmieter (bedeutungsbezogen): Jener → Mieter, der die mit Abstand größte Fläche innerhalb einer → Mehrmieterimmobilie nutzt; gewöhnlich handelt es sich zugleich um den einnahmebezogen wichtigsten Nutzer.

Hauptnutzfläche (Gebäude, gewerblich): Jene Nutzflächenanteile, die primären Nutzungszwecken eines Gebäudes bzw. dem dauernden Aufenthalt von Personen gewidmet sind. Beispiele: Büroarbeit, Forschung, Produktion, Verkauf.

Hauptplatz: Eine vor allem in Österreich verbreitete Bezeichnung für den zentralen Freiraum bzw. Platz der → Altstadt; er war regelhaft der ursprüngliche → Marktplatz.

Hauptprofil (Pfosten-Riegel-Fassade): Ein lastabtragendes Pfostenprofil einer → Pfosten-Riegel-Konstruktion.

Hauptschiff (Kirchenbau): Der zentrale Raum eines von Säulenreihen in mehrere Längsbereiche bzw. Schiffe gegliederten Kirchenbauwerks. Das Hauptschiff ist identisch mit dem Mittelschiff.

Hauptschiffwand (Kirchenbau): Bei drei- oder mehrschiffigen Kirchenbauwerken eine zwischen dem → Hauptschiff und einem der beiden (inneren) → Seitenschiffe verlaufende, von Arkaden getragene Wand.

Haupttor: Das primäre, als wichtigster Ein- und Auslass dienende → Tor.

Haus: Ein festes, zur langfristigen Nutzung errichtetes Gebäude. Ursprünglich bezog sich der Begriff auf Wohngebäude, heute wird er auch auf mischgenutzte Gebäude (Wohn- und Geschäftshaus) und Bürogebäude angewendet.

Haus, allergikergerechtes: Ein → Haus, dessen Errichtung und Innenausbau auf individuelle Befindlichkeiten von Allergikern abgestimmt ist. »Das« allergikergerechte Haus ist eine Fiktion, insofern es zahllose mögliche Allergieauslöser gibt. Grundsätzlich sind schadstofffreie Baustoffe zu verwenden. Unerlässlich ist zudem der Einbau einer mechanischen Lüftung, die ein Eindringen von Pollen verhindert und Schimmelbildungen vorbeugt.

Haus, cimbrisches: Eine auf das Verbreitungsgebiet anspielende Bezeichnung für das → Geesthardenhaus, das auch als »Schleswiger Haus« bekannt ist.

Haus, Festes (historisch): Ein mit starken Mauern versehener, jedoch nur bedingt wehrhafter Adelssitz. Nachweisbar sind derartige, vorwiegend Wohn- und Repräsentationszwecken dienende Sitze ab dem 10. Jahrhundert n. u. Z. Zumeist handelte es sich um freistehend errichtete, mehrheitlich zwei-, teils dreigeschossige Bauwerke mit rechteckigem Grundriss. Nach zeitweiligem Bedeutungsverlust verbreitete sich das Feste Haus während der frühen Neuzeit neuerlich; häufig entstand es durch Umbau älterer Burgen, die ihrer wehrhaften Bestimmung infolge zunehmend verbreiteter Artillerie kaum noch genügten.

Haus, Schleswiger: Siehe → Geesthardenhaus.

Haus, uthlandfriesisches: Ein Verwandter und Vorläufer des → Geesthardenhauses. Es handelt sich um einen in → Ständerbauweise errichten, von einer Diele quer geteilten Langbau. Er besitzt gewöhnlich dünne, nicht tragende Außenwände aus Ziegelsteinen und ein reetgedecktes Dach. Die Schmalseite ist der Hauptwindrichtung zugekehrt. Der Haustyp verbindet Wohn- und Wirtschaftsbereiche unter einem Dach. Der Stallbereich mit Heuboden besitzt einen giebelseitigen Eingang. Wie andere norddeutsche Haustypen besitzt auch dieser eine → Klöndör (Klöntür). Kennzeichnend ist weiterhin ein hoher, breiter Spitzgiebel über dem Eingang; er dient der Fluchtwegsicherung im Fall eines Dachbrandes. Nach dem Jahr 1800 versank der Haustyp im Neubaubereich in der Bedeutungslosigkeit.

Hausbahnsteig: Ein → Bahnsteig mit einer Verkehrskante, der unmittelbar an ein Bahnhofsgebäude anschließt, von dort aus also erreichbar ist, ohne Gleise queren bzw. passieren zu müssen.

Hausbau: Die Errichtung eines → Hauses.

Hausbaum (Windmühle): Der zwischen Stützengestell (Bock) und Mühlenhaus einer → Bockwindmühle vermittelnde Pfahl.

Hausbesitz: Ein Begriff, der oft mit dem → Eigentum an einem Haus gleichgesetzt wird. Zwar können Besitz und Eigentum zusammenfallen, doch bezeichnet »Besitz« lediglich die faktische Herrschaft über eine Sache. Legaler Besitz unterliegt regelhaft verfügungsbeschränkenden Bedingungen. Er kommt beispielsweise durch Abschluss eines → Mietvertrages zustande. Der Begriff bezeichnet auch das jeweilige Haus an sich.

Hausbesitzer: Eine natürliche oder juristische Person, die Besitzrechte an einem → Haus genießt. Siehe → Hausbesitz.

Hausbesorger: Österreichische Bezeichnung für → »Hausmeister«.

Hausbesorgergesetz (Österreich): Ein Mitte 2000 aufgehobenes Gesetz, das im bundesdeutschen Sprachgebrauch dem (nicht existenten) »Hausmeistergesetz« entsprechen würde. Das Gesetz regelte Rechte (einschließlich Kündigungsschutz) und Pflichten der → Hausbesorger. 2010 wurde von verschiedenen Kreisen eine Neuauflage des Gesetzes angeregt, gegen die sich u. a. die Wirtschaftskammer Österreich unter Verweis auf eine verstärkte Ausuferung unnötiger Reglementierungen und weitere Verwaltungsbürden aussprach.

Hausburg: Ein kombiniertes Wohn- und Wehrbauwerk bzw. eine Palasburg ohne Bergfried.

Hauseigentum: Das im Rahmen einer Rechtsordnung umfänglichste Herrschafts- und Verfügungsrecht, das eine natürliche oder juristische Person über ein → Haus (mit oder ohne Grundstück) ausüben kann. In Deutschland ist das Eigentum an einer Immobilie mit einer Grundbucheintragung verbunden. Der Eigentumsbegriff bezeichnet auch das Haus selbst.

Hauseigentümer: Eine natürliche oder juristische Person, die Eigentumsrechte an einem → Haus besitzt. Siehe → Hauseigentum.

Häuserblock: Ein mehrere Flur- oder Grundstücke umfassender, von Straßen oder Schienen eingefasster und / oder von topographischen Linien definierter Gebäudekomplex.

Häuserreihe: Eine entlang einer räumlichen Achse errichtete, (weitgehend) geschlossene Abfolge mehrerer bzw. zahlreicher → Häuser bzw. Gebäude.

Häuserzeile: Eine entlang einer räumlichen Achse entwickelte, (weitgehend) geschlossene Abfolge mehrerer bzw. zahlreicher → Häuser bzw. Gebäude.

Hausflur: Ein gewöhnlich gestreckter, zwischen Eingang und Treppenhaus gelegener Gebäudebereich.

Hausgeld: Eine zumeist quartalsweise von der Hausverwaltung von Wohnungseigentümern eingezogene Kostenumlage, die zur Deckung anfallender Betriebs-, Wartungs- und Instandhaltungskosten dient.

Hausgruppe (Baurecht, Deutschland): Gemäß baurechtlicher Definition eine Ansammlung von mindestens drei baulich miteinander verbundenen Gebäuden, die jeweils auf einem selbständigen Grundstück stehen. Ein weiteres definitorisches Kriterium ist die offene Bauweise, d. h. der Häuserverbund muss an den Stirnseiten einen Abstand zu anderen Nachbargrundstücken aufweisen. Weiterhin darf die Länge des Verbundes 50 m nicht übersteigen.

Haushaltswarenfachgeschäft: Ein auf das Angebot von Haushaltswaren spezialisiertes, auf kleinen bis mittelgroßen Flächen betriebenes Einzelhandelsgeschäft mit tiefem Sortiment, das service- und beratungsorientiert agiert.

Hausinventar (Allgemeinverständnis): Die Gesamtheit aller Einrichtungs- und Ausstattungsgegenstände innerhalb eines → Hauses

Häusler: Ein Eigentümer kleiner agrarischer Nutzflächen, die nach Art und Umfang keine landwirtschaftliche Vollexistenz zulassen; Häusler sind somit auf einen Nebenerwerb angewiesen.

Häusling (historisch): Ein mittelloser Landarbeiter, der auf einem Bauernhof eine festgelegte wöchentliche Arbeitszeit ableistete und im Gegenzug ein Landstück und ein Haus zur Nutzung überlassen bekam. Die erbrachte Arbeit ersetzte also die Miete bzw. Pacht. Der Begriff taucht häufig im Plural auf; gegebenenfalls bezeichnet er zumeist eine arme Landarbeiterfamilie.

Häuslingshaus (historisch): Ein → Haus, das einem → Häusling zur Nutzung überlassen wurde. Es konnte sich um ein kleines Bauernhaus oder ein umgenutztes Nebengebäude des Haupthauses handeln.

Hausmeister: Eine gewöhnlich vom Immobilieneigentümer bzw. der Hausverwaltung angestellte und / oder beauftragte Person mit meist zumindest ansatzweise entwickelten technischen Fähigkeiten, der die Betreuung bzw. Überwachung eines Hauses bzw. Gebäudes obliegt. Das Aufgabenspektrum unterscheidet sich je nach Fall. Zumeist zählen die Pflege von Außenanlagen (Garten usw.), Reinigungsarbeiten sowie kleinere Reparaturen zu den hausmeisterlichen Pflichten. In Österreich wird der Hausmeister »Hausbesorger« genannt, in der Schweiz »Abwart«.

Hausmodernisierung: Die Heranführung eines Hauses bzw. seiner technischen Installationen an einen gemessen am Ausgangszustand zeitnäheren oder aktuellen Standard. In übertragenem Sinn kann sich der Begriff u. a. auf ein → Hotel beziehen.

Hausordnung: Eine Liste privatrechtlicher Vorschriften, die a) das Zusammenleben einer Hausgemeinschaft bzw. einzelner Mietparteien regeln (sollen) oder b) Verhaltensregeln für Nutzer und Besucher gewerblicher Objekte darstellen oder c) Benimmregeln für den Aufenthalt in öffentlichen Einrichtungen vorgeben.

Hauspreis (Kauf): Der Betrag, zu dem ein gewöhnlich zum Kreis der Wohnimmobilien zählendes Gebäude (Einfamilienhaus, Doppelhaushälfte usw.) ge- oder verkauft wurde bzw. wird. Der Preis kann identisch mit dem → Marktwert im Sinne des Wertermittlungsgedankens sein, aufgrund besonderer Umstände (Liebhaberei, Zwangsversteigerung usw.) jedoch erheblich von diesem abweichen.

Hausrandburg: Eine → Burg, deren Ring- bzw. Hauptmauer (weitgehend) von den nach außen weisenden Wänden ihrer Wohn- und Wirtschaftsgebäude gebildet wird. Ein anschauliches Beispiel bietet die → Kernburg der Cadolzburg im mittelfränkischen Markt Cadolzburg.

Hausrecht: Die einem Besitzer (Mieter usw.) oder Eigentümer einer Immobilie vom Gesetzgeber eingeräumte Möglichkeit, den Hausfrieden innerhalb von ihm kontrollierter Räumlichkeiten bzw. Gebäude oder auf entsprechenden Grundstücken nach seinen Vorstellungen, jedoch im Rahmen gesetzlicher Vorschriften zu sichern.

Hausrenovierung: Die Umsetzung eines umfassenden Maßnahmenbündels zur (angenäherten) Wiederherstellung des Ausgangszustandes eines → Hauses. In übertragenem Sinn kann unter »Haus« z. B. ein → Hotel verstanden werden.

Haussanierung: Ein tief greifende, eine umfassende Instandsetzung und Modernisierung eines abgewirtschafteten bzw. technisch, strukturell und / oder funktional hinfälligen → Hauses. »Haus« kann hierbei in übertragenem Sinn z. B. für ein → Hotel stehen.

Haustechnik: Ein zumeist mit »Gebäudeversorgungstechnik« gleichgesetzter Begriff, der sich jedoch vor allem auf Wohngebäude bzw. der Wohnfunktion nahestehende Gebäude (Hotels usw.) bezieht. Der Ausdruck steht für technische Einrichtungen, die zur regulierbaren Versorgung von Gebäuden und Bauwerken mit Energie (Strom, Wärme), Wasser und Luft, aber auch der Entsorgung, dem Schutz von Gebäuden und der Gebäudeautomation dienen.

Haustechniker: Eine Fachkraft, die für das Funktionieren der → Haustechnik verantwortlich ist.

Haustein: Ein behauener → Naturstein.

Hausverwalter: Eine vom Objekteigentümer bzw. einer Eigentümergemeinschaft beauftragte oder einen eigenen Bestand steuernde Person, die sich mit der kaufmännischen, mittelbar oft auch der technischen Betreuung eines Hauses beschäftigt. Zu den Aufgaben können – je nach vereinbartem Leistungsspektrum – u. a. Mietvertragsverhandlungen und -abschlüsse, Mietanpassungen und Mieteinzug, die Erstellung von Nebenkostenabrechnungen, die Organisation notwendiger Versorgungsleistungen oder die Auswahl, Beauftragung und Kontrolle eines technischen Objektbetreuers zählen.

Hausverwaltung: Ein immobilienwirtschaftliches Aufgabenfeld, das sich mit der kaufmännischen Erfassung, Kontrolle und Organisation ertragsrelevanter Aspekte von Immobilien befasst. Mehrheitlich erfolgt die Arbeit im Rahmen einer eigentümerseitigen Beauftragung, teils übernimmt sie der Eigentümer selbst. Die Hausverwaltung beschränkt sich regelhaft auf die Arbeit am und im Bestand; sie kann als Übertragungsriemen grundlegender eigentümerseitiger Entscheidungen und Ansprechpartner der Mieter in betriebsrelevanten Fragen verstanden werden. In Deutschland bedarf die Tätigkeit formal keiner besonderen Qualifikation.

Hauswart: Eine andere Bezeichnung für → »Hausmeister« bzw. »Hausbesorger« (Österreich) und »Abwart« (Schweiz).

Haveli: Eine historische, in Nordindien und Teilen Pakistans verbreitete Hausform; der Verbreitungsschwerpunkt liegt im indischen »Wüstenstaat« Rajasthan. Havelis sind regelhaft mehrstöckige, vielfach palastähnlich anmutende Stadthäuser wohlhabender Kaufmannsfamilien. Sie weisen zumeist prunkvoll verzierte, oft reich mit Bildern und / oder Einlegearbeiten versehene Fassaden, einen für die islamische → Architektur typischen Innenhof, umlaufende Gänge und verzierte → Balkone bzw. → Erker auf. Der Name leitet sich vom persischen Wort »hawli« ab, das sich mit »abgeschlossener Ort« übersetzen lässt.

Haveli-Hotel: Ein zum → Hotel umfunktionierter → Haveli.

Haweli: Siehe → Haveli.

Haweli-Hotel: Siehe → Haveli-Hotel.

HBV (Holz- / Betonbau): Das Kürzel steht für »Holz-Beton-Verbundbau«.

HDF-Platte: Die Kurzform von »hochdichte Faserplatte« bzw. »high density fiberboard«. Namensgerecht handelt es sich um eine aus Holzspänen und Leim hergestellte Platte hoher Dichte. Nassgepresste Platten – auch als »Harte Faserplatten« bezeichnet – besitzen eine glatte und eine durch Siebmarkierungen aufgeraute Seite; trockengepresste Platten besitzen zwei glatte Oberflächen. HDF-Platten sind im Rohzustand, aber auch in veredelter Form in Gebrauch. Verwendet werden sie u. a. als tragende Komponenten im Fußbodenbau.

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