Immobilienwirtschaftliches Glossar

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Einträge zu Gi – Gor

GI (Bauplanungsrecht, Deutschland): Der amtliche Kürzel für »Industriegebiet«. Angesprochen ist ein von Wohn- und Mischgebieten usw. abgesetzter Funktionsraum, in dem Ansiedlungen von Produktionsbetrieben – unter eventuell zu präzisierenden Auflagen – statthaft sind.

Giallo Antico (Gestein): Ein Handelsname des brasilianischen Amarelo Capri. Der ins Gelbliche spielende Granit eignet sich für bauliche Innen- und Außenanwendungen.

Giallo Reale (Gestein): Ein Handelsname des brasilianischen Amarelo Real. Es handelt sich um einen gelben, grobkörnigen Granit, der im Innenausbau wie für Außenanwendungen verwendet wird.

Giallo Venecciano (Gestein): Ein Handelsname für einen mittel- bis grobkörnigen, von Biotiten und Granaten durchsetzten Gneis. Das in Brasilien gewonnene Gestein besitzt eine ockergelbe Farbe, die ins leichte Rosa spielen kann. Das sehr widerständige Gestein wird u. a. zu Bodenfliesen, Fensterbänken, Waschtischen und Treppenbelägen verarbeitet.

Giallo Venecia: Siehe → Giallo Venecciano.

Giallo Venetano: Siehe → Giallo Venecciano.

Giallo Venetia: Siehe → Giallo Venecciano.

Giallo Veneziano: Siehe → Giallo Venecciano.

Giebel: Die abschließende Wandfläche eines Gebäudes unter der Kante eines (zweiseitig) geneigten Daches. Bei Satteldächern ergibt sich eine Dreieckform, bei Krüppelwalmdächern eine trapezförmige Fläche.

Giebel, gebrochener: Siehe → Giebel, gesprengter.

Giebel, gesprengter: Ein → Giebel mit offenem oberen Mittelabschnitt, also ein Giebel, dessen Abschluss keine durchgängige Konturlinie aufweist. Diese Aussparung wurde häufig durch ein- oder vorgesetztes Zierwerk »gefüllt», das oftmals über die Giebellinie hinausreichte. Gesprengte Giebel tauchen bereits in der antiken Architektur auf; sie wurden zu einem typischen Stilmerkmal barocker Gebäude und Bauwerke.

Giebelbogen: Eine Spielart des → echten Bogens, deren oberer Abschluss von zwei schräg aufeinander zulaufenden Steinen gebildet wird, die einander im Scheitelpunkt treffen. Aufgrund der so entstehenden Dreieckform wird dieser Bogentyp auch »Dreiecksbogen« genannt.

Giebelbrett: Ein flaches, schmales Brett, das unter dem Dachüberstand am → Ortgang angebracht ist, um Windangriffen zu begegnen. Andere Bezeichnungen sind »Ortbrett« und »Windfeder«.

Giebelgebänk: Eine wenig gebräuchliche Bezeichnung für einen → Wimperg.

Giebelfeld: Die von den Giebelkonturen eingefasste Fläche.

Giebelfußgesims: Ein horizontal verlaufendes → Sims am Fuß eines → Giebels.

Giebelgesims: Ein → Gesims, das an den aufsteigenden Schenkeln eines → Giebels angesetzt ist. Das Giebelgesims antiker Bauwerke wird auch »Schräggeison« genannt.

Giebelpfahl: Ein regelhaft verzierter Holzpfahl, der eine Giebelspitze senkrecht überragt.

Giebelreiter: Eine türmchenähnlicher Dachaufsatz über einem → Giebel.

Giebelsima: Ein giebelseitiger, auf das → Geison folgender Dachrand griechischer und römischer Bauwerke. Die Giebelsima besitzt einen aufwärts geschwungenen, seitlichen Wasserabfall verhindernden Rand.

Giebelsims: Ein → Gesims, das an den aufsteigenden Schenkeln eines → Giebels angesetzt ist. Das Giebelgesims antiker Bauwerke wird auch »Schräggeison« genannt.

Giebelsparren: Ein (nahe) an der Giebelwand verlaufender → Dachsparren.

Giebelspieß: Ein mehr oder minder augenfällig verzierter Holzpfahl, der eine Giebelspitze senkrecht überragt. Der Begriff ist vor allem in der Schweiz gebräuchlich.

Giebelspitze: Der höchste Punkt, der obere Auslaufpunkt eines (nicht rund ausgeführten) Giebels.

Giebelständig: Die Situation, dass der → Giebel eines Gebäudes der (Haupt)Straße bzw. einem (Haupt)Platz zugewandt ist, der Trauf also senkrecht zur erschließenden Straße bzw. dem vorgelagerten Platz ausgerichtet ist.

Giebelständigkeit: Siehe → giebelständig.

Giebelturm: Ein mit einem Satteldach oder einer tonnenförmigen Bedachung versehener Turm.

Giebelturm, doppelter: Ein von einem Kreuzdach abgeschlossener Turm. Bedingt durch die Dachform besitzt dieser Turm vier Giebel.

Giebelwand: Eine von einem → Giebel abgeschlossene Außenwand eines Gebäudes.

Giebelzeichen: Ein in einem Giebelfeld oder auf einem Giebel angebrachtes oder aufgemaltes Motiv symbolischen Gehalts. Giebelzeichen bestehen gewöhnlich aus Metall, Holz oder Ton. Zu den bekannten Giebelzeichen zählen, um nur ein Beispiel anzuführen, die gekreuzten Pferdeköpfe.

Giebelzier: Siehe → Giebelzierde.

Giebelzierde: Ein in einem → Giebelfeld oder auf einem → Giebel angebrachtes oder aufgemaltes Schmuckmotiv. Vielfach handelt es sich um ein sogenanntes Giebelzeichen, dem eine symbolische Bedeutung innewohnt.

Gießerker (Burgen- / Festungsbau): Geläufiger ist der Begriff »Gusserker«. Es handelt sich um einen unten offenen Mauererker, der zum Ausguss siedender Kampfmittel (Öl, Wasser) diente. Dieses wehrbauliche Element war fester Bestandteil mittelalterlicher Verteidigungsanlagen und neuzeitlicher → Festungen; seit dem 19. Jahrhundert wird es verbreitet »Pechnase« genannt.

Giornat (Freskomalerei): Das italienische Wort für »Tagwerk«. Es handelt sich um einen innerhalb einer gewissen Zeitspanne bzw. an einem Stück bemalten Abschnitt von Fresken. Da der → Feinputz (Intonaco) bei Nutzung der Freskotechnik nur in feuchtem Zustand bemalt werden kann, muss der Maler abschnittsweise arbeiten. Ein Giornat ist – der Wortbedeutung zuwider – nicht notwendig mit einem Tagwerk identisch.

Giornatgrenze: Der Rand eines → Giornats bzw. der zwei Giornate verbindende Saumbereich. Dieser Bereich wird zwar geglättet, doch unterscheiden sich die jeweiligen Oberflächenstrukturen der Giornate – wenn auch minimal – voneinander, weshalb die Grenzlinie bei entsprechendem Lichteinfall sichtbar wird.

Gipfelburg: Eine topographisch basierte Einordnung, die keine unmittelbare Aussage über die Bauform eines als → Burg einzustufenden Wohn- und Wehrbauwerkes gestattet. Kennzeichnend ist die Lage auf einem Berggipfel. Diese ermöglichte eine frühe Feindsichtung, erschwerte Angriffe von Fußtruppen, machte einen Einsatz berittener Feindeinheiten nahezu unmöglich und ließ – sofern kein höherer Geländepunkt in Waffenreichweite bestand – selten einen wirkungsvollen Beschuss zu. Umgekehrt erwies sich die Wasserversorgung häufig als wunder Punkt.

Gipsdiele: Eine überholte Bezeichnung der Gipswandbauplatte. Es handelt sich um ein industriell aus massivem Stuckgips erzeugtes, nichttragendes Bauelement, das im Innenausbau eingesetzt wird. Verwendet wird es u. a. für Trennwände oder Vorsatzschalen.

Gipser: Schweizerische Entsprechung des Stuckateurs. Ursprünglich eine Berufszeichnung, die sich auf die Herstellung von und die Arbeit mit Stuck bezog. Heute ist das Aufgabenfeld des (nicht nur in Deutschland) offiziellen Ausbildungsberufes weiter gefasst. Zu den Tätigkeitsfeldern zählen u. a. das Verputzen von Mauern und Wänden, die Herstellung und Montage von abgehängten Decken und Leichtbauwänden sowie Aufgaben im Bereich der Wärmedämmung.

Gipsglätte: Ein einschichtiger Gipsputz, der sich ausschließlich für die Verarbeitung im Innenbereich von Gebäuden eignet. Aufgebracht wird er auf einen abgebundenen → Unterputz oder unmittelbar auf eine Wandoberfläche bzw. ein → Mauerwerk. Kennzeichnend ist eine glatte, glänzende Oberfläche.

Gipsrabitzdecke: Eine → Drahtputzdecke, deren Oberfläche aus Gips besteht.

Gipsrabitzwand: Eine → Drahtputzwand, deren Oberfläche aus Gips hergestellt ist.

Gipswandbauplatte: Ein industriell aus massivem Stuckgips hergestelltes, nichttragendes Bauelement, das im Innenausbau verwendet wird. Eingesetzt wird es u. a., um Trennwände oder Vorsatzschalen zu schaffen.

Girna: Ein aus → Trockenmauerwerk errichtetes Gebäude in Form eines → Kraggewölbes, das Schäfer auf Malta und Gozo als Unterkunft und Stall verwenden.

GIS: Das Kürzel für → »Geographisches Informationssystem« bzw. »Geoinformationssystem«.

Gitterbrücke: Eine → Fachwerkbrücke, die ein sehr enges Stabgefüge aufweist. Entsprechende Konstruktionen wurden um die Mitte des 19. Jahrhunderts auf dem europäischen Festland realisiert.

Gitternetzbrücke: Siehe → Gitterbrücke.

Glasfaserbeton: Ein → Beton, der volumenbezogene Glasfaseranteile zwischen 2,5 % und 5 % aufweist. Zweck der Glasfasern ist es, die Bewehrungsfunktion zu übernehmen. Da sie nicht korrodieren, kann – sofern der Beton keine zusätzliche metallische Bewehrung erhält – die Höhe der Betondeckung extrem reduziert werden.

Glasfasermodifizierter Beton: Ein → Beton, dem kurze Glasfasern mit einem Volumenanteil von mindestens 0,4 % – jedoch weniger als bei → Glasfaserbeton – beigemischt werden. Die Fasern bilden eine Mikrobewehrung, die Rissbildungen verringert, ohne statisch relevant zu sein.

Glasfaserverstärkte Kunststoffbewehrung: Ein aus Glasfaserlitzen und Kunststoff bzw. Kunstharz erzeugtes, zur Verstärkung von Betonbauteilen verwendetes Element. Aus diesem Faserverbundwerkstoff hergestellte Stäbe sind zumeist profiliert; ihre Oberfläche kann mit grobkörnigem Sand überzogen werden, um die Hafteigenschaften zu verbessern.

Glasfassade: Eine Gebäude- bzw. Bauwerksaußenwand, deren prägender Baustoff Glas ist.

Glashütte (Produktion): Eine Anlage zur Glaserzeugung. Bei modernen Glashütten handelt es sich um Industriewerke.

Glattfläche (Werkzeug): Ein → Steinbeil mit glatten, durchgehend geschliffenen Kopfflächen bzw. Schneiden.

Glattverputz: Namensgemäß ein auf Innen- oder Außenwände aufgebrachter → Putzmörtel mit geglätteter Oberfläche.

Gläubiger (Schuldrecht): Ein Forderungsinhaber bzw. eine natürliche oder juristische Person, die einem Schuldner gegenüber anspruchsberechtigt ist, diesem also eine Leistung abfordern kann.

Gläubigerregister (Grundbuchwesen, Schweiz): Ein sogenanntes »Hilfsregister« des Grundbuchs. Auf Antrag eines Berechtigten werden hier die Namen von Gläubigern einer Grundpfandverschreibung oder eines Papier-Schuldbriefs sowie die Namen von Fahrnispfandgläubigern eingetragen. Es besteht die Möglichkeit, entsprechende Eintragungen (statt in einem Gläubigerregister) in der Abteilung »Grundpfandrechte« des → Hauptbuchblattes einzutragen.

Glaukophanschiefer: Ein anderer Name des Blauschiefers, der u. a. zur Dachdeckung genutzt wird.

Gleichenfeier: Österreichische Bezeichnung für »Richtfest«. Eine Feier, die abgehalten wird, sobald Rohbau und Dachstuhl (oder das Dach) fertiggestellt sind.

Gleichengeld (historisch, Österreich): Ein Geldgeschenk an baubeteiligte Handwerker anlässlich des → Richtfestes bzw. der → Gleichenfeier.

Gleichgewichtsfeuchte (insbesondere Holzbau): Jener Feuchtegehalt (in Gewichtsprozent), der sich in einem Baustoff (Holz, Beton usw.) ergibt, wenn dieser längere Zeit einem Umfeld mit weitgehend gleichbleibender Feuchte und Temperatur ausgesetzt ist. Die Gleichgewichtsfeuchte wird u. a. auch als »Ausgleichsfeuchte« bezeichnet.

Gleis: Ein Fahrweg für schienengebundene Fahrzeuge (Straßen-, Eisenbahn usw.). Gleise bestehen mehrheitlich aus quer zur Fahrtrichtung verlegten Schwellen und zwei darauf befestigten, parallel in Fahrtrichtung angeordneten Schienen. Eine von dieser traditionellen Form abweichende Konstruktion stellen Fahrwege von → Einschienenbahnen dar.

Gleis, blindes: Siehe → Gleis, totes.

Gleis, totes: Eine andere Bezeichnung für ein Stumpfgleis. Angesprochen ist ein Gleis, das in einem → Prellbock ausläuft oder anderweitig abgeschlossen ist, also nur aus einer Richtung befahrbar bzw. mit einem übergeordneten Gleissystem verbunden ist.

Gleistrasse: Der Verlauf bzw. die Führung eines Gleiskörpers.

Gleistrassierung: Die Festlegung des Verlaufs bzw. der Geländeführung eines Gleiskörpers.

Gleitbaumethode: Siehe → Gleitbauverfahren.

Gleitbauverfahren: Eine Technik, bei der Beton- bzw. Stahlbetonbauteilen mittels einer verschiebbaren Schalung kontinuierlich bzw. »am Strang« hergestellt werden. Dabei wird die Schalung bereits an der Betonoberfläche entlanggezogen, während der Baustoff im vorderen bzw. oberen Schalungsbereich noch frisch ist.

Gleitbauweise: Siehe → Gleitbauverfahren.

Gleitzinsdarlehen: Ein → Darlehen, dessen Zinssatz vom Gläubiger jederzeit auf Grundlage vereinbarter Bedingungen geändert werden kann. Anders als bei einem → Festzinsdarlehen trägt der Schuldner somit ein Zinsänderungsrisiko.

Gliederpfeiler: Eine lotrechte, aus mehreren Elementen bzw. Segmenten bestehende Stütze.

Glimmerschiefer: Ein Oberbegriff für eine Reihe metamorpher, schiefriger, mittel- bis grobkörniger Gesteine. Als Baustoff werden Glimmerschiefer selten verwendet. Teils werden sie zu Bodenbelägen verarbeitet, teils als flache Mauersteine eingesetzt.

Glind: Eine alte norddeutsche Bezeichnung für einen Bretter-, Latten-, Staketenzaun bzw. eine entsprechende Einzäunung.

Glint: Siehe → Glind.

Glockendach: Eine dem → Helmdach ähnelnde, diesem gegenüber niedrigere bzw. gedrungener wirkende Dachform mit quadratischer Basis, die an eine umgekehrte, spitz auslaufende Glocke erinnert. Die unten leicht nach außen gewölbten Dachflächen gehen in eine Innenwölbung über und enden in einer kurzen Spitze.

Glockengiebel: Ein durchbrochener, mit einer oder mehreren Glocken bestückter Dachaufsatz über dem Haupteingang von Kirchengebäuden. Glockengiebel finden sich ausschließlich bei Kirchen, die in der mediterranen Bautradition stehen; sie sind vor allem in kleineren und ärmeren Gemeinden verbreitet.

Glockenmauer: Ein flächig gemauerter Fassadenaufsatz vor allem romanischen Kapellen und Kirchen, in dem die Glocken angebracht sind. Glockenmauern besitzen zumeist eine mittige Aussparung oder zwei nebeneinander angeordnete Aussparungen, häufig auch einen dachartigen Abschluss.

Gloriette: Ein mehr oder minder großes Gebäude, das innerhalb einer Gartenanlage einen erhöhten Standort einnimmt. Zumeist handelt es sich um seitlich offene Pavillons oder Bauten in Form eines → Tempietto (»Tempelchen»), teils um veritable Großbauwerke. Die größenbezogen eindrucksvollste Gloriette befindet sich im Schlosspark von Schönbrunn, Wien, Österreich.

GM (Hotellerie): Der branchenübliche Kürzel für »General Manager« bzw. »Generaldirektor«. Der Gesamtverantwortliche für einen Hotelbetrieb. In großen Häusern unterstehen dem GM Bereichsdirektoren für Verkauf / Marketing, Personal und andere mehr.

Göflaner Marmor :Eine von mehreren früheren Bezeichnungen für den → Laaser Marmor.

GOI (Hotellerie): In der anglophon geprägten Branche das Kürzel für »gross operating income«.

GOI-Par (Hotellerie): Hotelsprachliche Verkürzung von »gross operating income per available room«. Auf Deutsch: »Bruttoergebnis pro verfügbarem Zimmer«.

Goldasta: Eine seltenere Schreibweise von »Guldasta« (in Urdu und Persisch »Blumenstrauß«). Es handelt sich um einen schmückenden Dachaufsatz. Im Iran bezieht sich der Begriff unabhängig von der Formgebung auf die Zierfunktion eines weithin sichtbaren Gebildes. In Indien bezeichnet das Wort Begriff ein Dachtürmchen, dessen Form Blüten bzw. einem Strauß nachempfunden ist.

Goldmine: Ein → Bergwerk bzw. Bergbau, in dem goldhaltige Mineralgemenge abgebaut werden.

Goldener Schnitt (Architektur, Kunst): Die Bezeichnung für ein als ideal erachtetes und empfundenes Verhältnis verschiedener Längen zueinander bzw. der Begriff für die harmonische Teilung einer Strecke in zwei Abschnitte unterschiedlicher Länge. Konkret: Der längere Abschnitt dieser Strecke verhält sich zur Gesamtlänge wie die Länge des kürzeren Abschnitts zu jener des längeren.

Golden Porphyr (Gestein): Handelsbezeichnung eines in Armenien abgebauten, beigen, leicht ins Gelbliche tendierenden → Rhyolits mit mittelkörnigem und gleichmäßig anmutendem Gefüge. Das Gestein eignet sich für bauliche Anwendungen im Außen- und Innenbereich.

Golden Venecia (Gestein): Einer von mehreren Handelsnamen für einen brasilianischen Gneis. Das Gestein besitzt eine mittel- bis grobkörnige Struktur, ist von Biotiten und Granaten durchsetzt und spielt farblich von ockergelb bis ins leichte Rosa. Das ausnehmend widerständige Gestein wird u. a. zu Bodenfliesen, Fensterbänken, Waschtischen und Treppenbelägen verarbeitet.

Golfanlage: Siehe → Golfplatz.

Golfarchitekt: Eine gebräuchliche, inhaltlich jedoch fragwürdige Bezeichnung für → »Golfplatzarchitekt«.

Golfhotel: Eine verbreitete Marketingbezeichnung, die auf eine die spezielle Kundengruppe der Golfspieler zugeschnitten ist. Es handelt sich teils um → Hotels mit eigener Golfanlage, teils um Häuser, die sich lediglich nahe eines von Dritten betriebenen → Golfplatzes befinden.

Golfplatz: Eine großflächige Sportanlage, die es gestattet regelkonformes Golf zu spielen. Ein voll ausgebauter Golfplatz setzt sich aus Abschlägen, → Bunkern, → Fairways, → Grüns, → Roughs und Wasserhindernissen zusammen.

Golfplatzarchitekt: Ein auf die Geländeevaluation sowie die konkrete Planung und Gestaltung von → Golfplätzen spezialisierter Fachmann. Bei Nutzung des Architektentitels muss er in Deutschland berechtigt sein, diesen zu führen. Bei der Entwicklung und der Anlage von Golfsportanlagen sind vielfach Landschaftsarchitekten tätig.

Golfplatzarchitektur: Das Anlagemuster eines Golfplatzes bzw. das Arrangement von Abschlägen, → Bunkern, → Fairways, → Grüns, → Roughs und Wasserhindernissen sowie deren jeweilige Gestaltung.

Golfplatzdesigner: In Deutschland eine auf die Planung und Gestaltung von Golfplätzen spezialisierte Person, die nicht befugt ist, den Architektentitel zu tragen.

Golfspielanlage: Siehe → Golfplatz.

Golfspielplatz: Siehe → Golfplatz.

GOP (Hotellerie): »Gross Operating Profit« bzw. »Bruttobetriebsergebnis«.

Gopurams in Sri RangamGopura: Siehe → Gopuram.

Gopuram: Ein zumeist monumentaler Torturm hinduistischer, der dravidischen Architekturlinie zuzählender Tempelanlagen. Diese Türme kommen vor allem in den indischen Bundesstaaten Karnataka und Tamil Nadu sowie auf Sri Lanka vor. Große Gopurams kamen im 10. Jahrhundert auf. Sie setzen sich regelhaft aus einem Sockel, aufstrebenden Flanken und abschließenden Stupis zusammen. Viele Gopurams weisen einen aus Tausenden, häufig bunt gestalteten Skulpturen bestehenden Figurenschmuck auf. Bei Großtempeln bzw. Tempelstädten, die aus mehreren jeweils ummauerten Bezirken bestehen, werden sämtliche Umfassungsmauern durch Gopurams aufgelöst.

Gorgenmauer (Festungsbau): Eine nach innen gewandete bzw. auf die Rückseite eines Festungswerkes ausgerichtete Mauer. Eine andere Bezeichnung ist »Kehlmauer«.

Gosse: Im europäischen Mittelalter eine entlang der Mittelachse von Straßen gemauerte, Abwässer ableitende Mulde bzw. Rinne. Später bezog sich der Begriff auf den zwischen Bordstein und Bürgersteig verlaufenden → Rinnstein.

Gossenstein (historisch, Architektur): Eine andere Bezeichnung für einen Ausgussstein. Es handelt sich um eine wannen- bzw. rinnenartig ausgeformte, gewöhnlich mit einer beckenartigen Weitung versehene Steinplatte, die in die Außenwand der Küche eingemauert wurde. Ausgusssteine wurden eingesetzt, als es noch keine Kanalisation gab. Gebrauchtes Wasser floss über diese Steine unmittelbar auf die Straße bzw. in die Gosse ab.

Gothic Revival: Die englische, in die deutsche Fachsprache eingegangene Bezeichnung der → Neugotik bzw. Neogotik.

Gotik (Architektur): Europäische kultur- und geistesgeschichtliche Epoche zwischen Romanik und Renaissance bzw. zwischen ca. 1130 und 1500 n. u. Z. Insbesondere die sakrale, von augenfälligem Höhenstreben geprägte Architektur dieser Ära weist ein Hauptmerkmal auf: Eine auf Raumeindruck und Lichtdurchflutung setzende Konstruktionsweise. Die Außenwände zeigen sich stark von großflächigen Fenstern durchbrochen, die Innenräume kennzeichnen hohe Strebepfeiler und Kreuzrippengewölbe. Die Gewölbemassen und Wandstärken sind gegenüber romanischen Vorläufern erheblich verringert. Die tragenden Konstruktionselemente sind weitgehend aus dem Innenraum in den Außenbau verlagert; sie stellen sich vielfach als eindrucksvolles Strebewerk dar. Die Konstruktion gotischer Bauwerke wurde durch eiserne Ring- und Zuganker unterstützt, die sich im 13. Jahrhundert verbreiteten. Zwei typische architektonische Elemente sind das → Spitzbogenfenster (es ist derart markant, dass der Stil zunächst »Spitzbogensptil« genannt wurde) und das Maßwerk, ein gegen 1215 erstmals auftauchendes Zierelement. Der Begriff »Gotik« kam im 16. Jahrhundert in Italien auf; er wurde abfällig verwendet.

Gotische Architektur: Siehe → Gotik.

Gotische Baukunst: Siehe → Gotik.

Gotischer Verband (Mauerwerk): Ein bei Zier- und Verblendmauern realisierter Verband, bei dem in jeder Steinlage je ein → Läufer und → Binder aufeinanderfolgen. Eine andere Bezeichnung ist »Polnischer Verband«.

Gottesacker: Eine antiquierte Bezeichnung für einen christlichen → Friedhof.

Gotteshaus: Eine umgangssprachliche Bezeichnung für »Kirchengebäude« bzw. »Kirchenbauwerk«. Konkret handelt es sich um ein von vielen christlichen Gemeinschaften bzw. Sekten zur Veranstaltung von Gottesdiensten, Hochzeiten und Initiationsriten sowie für Andacht und Gebet genutztes Gebäude. Eine umgangssprachliche Bezeichnung ist »Gotteshaus«.

Gourmetrestaurant: Ein Feinschmeckerlokal.