Immobilienwirtschaftliches Glossar

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Einträge zu G – Gar

G603 (Gestein): Eine unter vielen Handelsbezeichnungen des Padang Cristallo. Der mittelkörnige, gleichmäßig gemusterte Monzogranit wird in China im Tagebau gewonnen. Der Cristallo besitzt eine helle graue Färbung, ist witterungsbeständig und leicht zu bearbeiten. Verarbeitet wird der ausnehmend preiswert gehandelte Granit u. a. zu Wand- und Bodenbelägen, Küchenarbeitsplatten, Fensterbänken und Waschtischen.

G633 (Gestein): Ein im Handel verwendetes Kürzel für den Padang Hell. Der sehr feinkörnige, mittelgraue Granodiorit wird in China gewonnen und als Boden-, Terrassen-, Treppen- und Wandbelag sowie zur Herstellung von Küchenarbeitsplatten genutzt.

G654 (Gestein): Ein Handelsname des Padang Dunkel. Der fein- bis mittelkörnige, dunkelgraue Quarzdiorit stammt aus China. Verwendet wird das Gestein u. a. als Rohstoff zur Herstellung von Boden-, Terrassen-, Treppenbelägen und Arbeitsplatten.

Gabione: Ein mit Steinen beschickter Drahtkorb. Gabionen werden u. a. verwendet, um Küsten, Ufer und Böschungen vor Erosion zu schützen, finden sich aber auch lärm-, sichtschutz- und landschaftsbaulichen Bereich.

Gabionenwand: Eine aus gefüllten Drahtkörben hergestellte → Stützwand.

Gabionenzaun: Ein mauerartig anmutender Zaun, der zumeist aus rund 1 m breiten und 10 – 25 cm tiefen Stahldraht- bzw. Stahlgitterkörben besteht, die mit gewöhnlich gerundeten Gesteinsbrocken gefüllt sind. Der Stabilisierung dienen zwischengeschaltete, im Boden einbetonierte Stahlstangen.

Gadem: Siehe → Gaden (Architektur).

Gaden (Architektur): Ein aus nur einem Raum bestehendes Haus, aber auch eine einzelne Räumlichkeit.

Gaden (Kirchenbau): Eine Bezeichnung für dem eigentlichen Kirchengebäude bzw. dem Hauptschiff angegliederte Wirtschafts- bzw. Lagergebäude.

GAEB (Bauwesen, Deutschland): Das Kürzel für → »Gemeinsamer Ausschuss Elektronik im Bauwesen«.

GAG (Abwasserwirtschaft): Das Kürzel für → »gesplittete Abwassergebühr« bzw. »gespaltene Abwassergebühr«.

Galaxy Gold (Gestein): Handelsname eines fein- bis mittelkörnigen Bronzit-Gabbros aus Indien. Die nahezu schwarze Oberfläche sprenkeln Bronziteinschlüsse. Verwendet wird der Baustoff u. a. für Boden- und Terrassenbeläge, im Badbereich und zur Herstellung von Arbeitsplatten. Weitere Bezeichnungen sind »Black Amethyst», »Black Galaxy», »Star Galaxy« u. a. m..

Galerie (Architektur): Ein lang gestreckter, regelhaft (auch) repräsentativen Zwecken dienender Raum bzw. Saal mit zahlreichen, großflächigen Fenstern an einer Längsseite oder auch beiden Längsseiten. Galerien finden sich z. B. in vielen barocken Schlössern.

Galerie (Architektur, ländlich): Ein balkonartiger Umgang an bäuerlichen Häusern.

Galerie (Festungsbau): Ein langer Gewölbegang, der in Escarpen- oder Contrescarpenmauern verläuft.

Galerie (Kunstausstellung): Kurzbezeichnung für eine Gemäldegalerie, also ein Gebäude oder einen Gebäudeteil, in dem Gemälde ausgestellt werden.

Galerie (Kunsthandel): Eine auf den Verkauf von Gemälden, Bildern und / oder Plastiken spezialisierte Kunsthandlung, in der auch Ausstellungen stattfinden.

Galerie (Oper, Theater): Der oberste Rang, die höchstgelegene, mit Sitz- und / oder Stehplätzen versehene Empore eines Opernhauses oder Theaters; hier befanden sich ursprünglich die billigsten Plätze.

Galerie (Verkehrswesen): Eine zur Talseite hin weitgehend offene Einhausung eines Verkehrsweges (Straße, Schienenweg), die zum Schutz vor Lawinen, Muren oder Steinschlag errichtet wurde. Wahrnehmungsbezogen handelt es sich um einen einseitig offenen bzw. natürlich belichteten Tunnel.

Galgenbrunnen: Ein → Ziehbrunnen, der mit einem von Stützen getragenen Überbau bzw. einer Bekrönung versehen ist. Ursprünglich bestand der Überbau aus Holz, das Röhrensystem aus gebranntem Ton oder Blei; im ausklingenden Mittelalter wurden diese Baustoffe zunehmend von Stein und Bronze abgelöst.

Galiläa (Kirchenbau): Auch »Paradies« genannt. Der Begriff bezeichnet einen von Mauern und Säulengang eingefassten Vorhof mittelalterlicher Kirchen oder auch eine mehrschiffig ausgelegte Vorhalle zwischen den Westtürmen eines Kirchenbauwerks. Es handelt sich um das westliche Gegenstück zum → Narthex der byzantinischen Bautradition. Ursprünglich stand »Galiläa« für jenen Platz, der ungetauften Gottesdienstteilnehmer zugewiesen war; in späterer Zeit stand die Bezeichnung für den nach christlicher Überlieferung in Galiläa erteilten Missionsauftrag, d. h. die Vorhalle symbolisierte jenen Ort, von dem Christen zur Verkündigung ihrer Glaubensvorstellungen aufbrachen.

Ganerbenburg: Aus der Silbe »Gan« lässt sich der Begriff »Gemeinschaftsburg« ableiten. Es handelte sich um eine gewöhnlich großflächig entwickelte → Burg, die eine innere Aufteilung in verschiedene Eigentums- bzw. Amtsbereiche kennzeichnete. Nachweisbar sind entsprechende Burgen ab dem 13. Jahrhundert. Der »gewachsene« Typ entstand im Zuge von Erbteilungen, die dazu führten, dass die jeweilige Burg letztlich von mehreren Familien(zweigen) bewohnt wurde. Im Gefolge von Erbteilungen entstanden häufig neue Wohn- und Wirtschaftsgebäude innerhalb des Mauergürtels oder mauerumschlossene Bereiche wurden erweitert und bebaut. Teils entstanden Konglomerate eigenständig zu verteidigender Burgen einander nicht immer wohlgesonnener Nachbarn (der Begriff des Burgfriedens geht auf Verträge zwischen diesen Parteien zurück). Die geplante Ganerbenburg entstand u. a. infolge hochadliger Sicherheitsbedürfnisse. Die Verantwortung für manche Anlage wurde bewusst aufgespalten, der Ausbau, die Verwaltung, Instandhaltung und Verteidigung einzelner Burgbereiche unterschiedlichen Amtsträgern zugewiesen. Ein Beispiel bietet für derartige Ansätze bietet eine der europaweit größten Ganerbenburgen, die unterfränkische Salzburg nahe Bad Neustadt. Weiterhin entstanden Ganerbenburgen durch Verkauf oder Verpfändung einzelner Burgbereiche.

Gang (Flur): Eine in Österreich, Teilen Süddeutschlands und der Schweiz geläufiger Bezeichnung des Haus- und Wohnungsflurs. Auf Hausebene handelt sich um einen meist gestreckten, zwischen Eingang und Treppenhaus gelegenen Gebäudebereich. Bezogen auf Wohnungen ist ein zwischen Eingangstür und einzelnen Zimmern bzw. Räumen (Bad, Küche) vermittelnder Gang oder Raum angesprochen.

Gänsefuß (Garten- / Landschaftsarchitektur): Eine von drei, in einem Punkt zusammenlaufenden Alleen gebildete Anlage. Der Gänsefuß zählt zu den typischen Elementen barocker Gärten.

Ganztageskindergarten: Eine österreichische Bezeichnung für eine → Kindertagesstätte.

Garage (Großgarage): Ein ein- oder mehrstöckiges Bauwerk, in dem sich zahlreiche → Stellplätze für Kraftfahrzeuge (Pkw, Motorräder, seltener Lkw) befinden. Großgaragen kommen in Form von → Hoch- und → Tiefgaragen vor.

Garage (Kleingarage): Eine von festen Wänden einschließlich Decke oder Dach und einem Tor bzw. einer kleinen Anzahl von Toren definierte räumliche Einheit, die als Abstellfläche für ein Fahrzeug bzw. wenige Fahrzeuge dient. Entscheidend ist, dass sie zu diesem Zweck errichtet bzw. diesem Zweck gezielt angepasst wurde.

Garagenstellplatzverordnung: Siehe → Garagenverordnung.

Garagenverordnungen (Deutschland): Eine auf Landesebene erlassene Vorschrift in Bezug auf die Errichtung und den Betrieb von → Garagen und darin bereitgehaltenen Stellplätzen bzw. über die Anzahl notwendiger Stellplätze. Geregelt sind u. a. erforderliche Breiten und Kurvenradien der Zu- und Abfahrten, statthafte Steigungswinkel von Rampen, Minimalanforderungen in Bezug auf die Breite der Fahrgassen, die Raumhöhen, die Länge und Breite angebotener Stellplätze sowie brandschutztechnischer Erfordernisse.

Garbha: Siehe → »Garbhagriha«.

Garbhagriha: Ein fensterloser, vergleichsweise kleiner bzw. kammerartiger Raum hinduistischer Tempel, der das Allerheiligste birgt. Wird auch »Garbha« und »Griha« genannt.

Garconniere: An sich Garçonnière geschrieben. Ursprünglich die französische Bezeichnung für eine (kleine) Junggesellenwohnung. In Deutschland ist der Begriff wenig bekannt, in Österreich hingegen eine geläufige Bezeichnung für eine Einzimmerwohnung.

Garderobe (Zimmer): Ein in einer Wohnung oder einem Wohnhaus eingerichteter Raum, der zur Aufbewahrung von Kleidung und Schuhen dient.

Gardinen, Schwedische: Eine umgangssprachliche Bezeichnung für ein Gefängnis bzw. Zuchthaus. »Gardinen« bezieht sich auf die Fenstergitter.

Garette: Im Schweizerdeutsch eine Bezeichnung der → Schubkarre.

Garni-Hotel: Gemäß deutschem Klassifikationssystem ein Hoteltyp, der sich weitgehend auf Übernachtungs- bzw. Beherbergungsfunktionen beschränkt. Eine andere Bezeichnung ist »Frühstückshotel«. Angeboten werden Frühstück, Getränke, bisweilen auch kleine Speisen.

Garnison: In Österreich und der Schweiz die militärsprachliche Bezeichnung für einen Ort, an dem dauerhaft Truppenverbände stationiert sind. Der Begriff bezieht sich auch auf die Einheiten selbst. Die deutsche Entsprechung ist »Standort«.

Garten: Ein eingehegtes bzw. abgegrenztes Areal, das auf Grundlage ästhetischer Leitbilder und / oder funktionaler Absichten und Erfordernisse bepflanzt und gepflegt wird. Die Abgrenzung gegenüber dem → Park, als einer großflächigen, nicht auf landwirtschaftlichen Ertrag, sondern Freizeit- und Erholungsfunktionen ausgerichteten Grünanlage, ist häufig fließend. Auch die Abgrenzung gegenüber dem landwirtschaftlichen Feld bereitet – zumindest in der historischen Perspektive – bisweilen Schwierigkeiten. Vereinfachend dargestellt unterscheiden sich Gärten von Parks und Feldern durch eine beschränkte Ausdehnung, einen intensiveren Pflegeaufwand und den überwiegenden Einsatz kleinerer Werkzeuge. Zu unterscheiden sind verschiedenste Gartenformen. Grob unterteilt stehen Nutz- neben Ziergärten, wobei beide Formen häufig gemischt auftreten.

Garten, englischer: Eine naturnah gestaltete, großflächige Grünanlage, die nahezu ausnahmslos idealisierte landschaftliche Elemente wie Haine, Teiche, Seen und Hügel zu einem Gesamtkonzept verschmilzt, dem der formgebende und gliedernde menschliche Hintergrund kaum anzumerken ist. Der Begriff »Garten« ist fragwürdig, insofern prototypische Vertreter → Parkanlagen darstellen, was der Englische Garten in München verdeutlicht.

Garten, französischer: Eine Form der Gartenanlage, die während des Barocks in Frankreich aufkam. Kennzeichnend sind geometrische Muster, die nicht nur auf den Grundriss angewendet wurden, sondern bis auf die mittels Beschnitt erreichte Formgebung von Bäumen und Sträuchern durchgreift. In diesem Gartentyp drückt sich ein gedanklicher Ansatz aus, der darauf abzielt, die Natur menschlicher Gestaltungskraft unterzuordnen. Typisch ist weiterhin eine Thematisierung der gartenbaulichen Elemente (griechisch-römische Mythologie, später chinesische Elemente usw.). Prägende Elemente waren → Parterre (Gartenbau) und → Boskett. Der Gartentyp wird auch als »Barockgarten« bezeichnet. Das gedankliche Gegenmodell zum französischen Garten stellt der englische Garten, an sich ein Landschaftspark, dar.

Garten, zoologischer (Allgemeinverständnis): Kurz »Zoo«. Es handelt sich um vergleichsweise großflächige Anlagen, in denen Wildtierarten (vorrangig) für Schauzwecke gehalten werden. Kennzeichnend sind artgesondert und / oder artübergreifend besetzte Freigehege, Tierhäuser (Amphibien, Reptilien, Großkatzen, Insekten usw.), Futter- und Materiallager und andere Einrichtungen mehr. Erste Zoos entstanden vor rund 4.000 Jahren (nachgewiesen in China). Frühzeitig wurden »exotische», zum Staunen anregende Tierarten, also solche, die in der jeweiligen Großregion nicht vorkamen, zur Schau gestellt. Entsprechende Einrichtungen repräsentieren den klassischen Zoo der Neuzeit. Neuerdings bezeichnen sich vermehrt Einrichtungen als Zoo, die heimische Nutztiere zur Schau stellen. Das ist berechtigt, insofern Milchkühe und Mastschweine vielen heutigen Wohlstandskindern (zumindest) ähnlich exotisch vorkommen wie Geparden und Gnus (verbreitete Annahmen: Milch stammt aus dem Supermarkt, Kühe sind – sofern bekannt – lila und Fleisch kommt als Schnitzel auf die Welt).

Gartenbesitz: Alltagssprachlich häufig, allerdings fälschlich mit dem → Garteneigentum gleichgesetzt. Wenngleich Besitz und Eigentum in einer Hand vereint sein können, bezeichnet »Besitz« lediglich die faktische Herrschaft über eine Sache. Legaler Besitz unterliegt regelhaft verfügungsbeschränkenden Bedingungen. Er kommt beispielsweise durch Abschluss eines → Pachtvertrages zustande. Der Begriff bezeichnet auch den jeweiligen Garten an sich.

Gartenbesitzer: Eine natürliche oder juristische Person, die Besitzrechte an einem → Garten genießt. Siehe → Gartenbesitz.

Gartencenter: Eine Bezeichnung für »Gartenfachmarkt«. Ein regelhaft großflächiger Einzelhandelsbetrieb, dessen Angebot auf Warengruppen aus dem Bereich Gartenbedarf (Erde, Dünger, Pflanzen, Gartengeräte aller Art, Haus- und Gartenbrunnen, Gartenmöbel usw.), spezialisiert ist. Gewöhnlich verfügen Gartenfachmärkte über Warm- und Kalthallen sowie überdachte und nicht überdachte Freiflächen. Viele privat geführte Gartencenter entstanden aus Gärtnereibetrieben.

Garteneigentum: Das im Rahmen einer Rechtsordnung umfänglichste Herrschafts- und Verfügungsrecht, das eine natürliche oder juristische Person über einen → Garten ausüben kann. In Deutschland ist Immobilieneigentum mit einer Grundbucheintragung verbunden. Der Eigentumsbegriff bezeichnet auch den Garten selbst.

Garteneigentümer: Eine natürliche oder juristische Person, die Eigentumsrechte an einem → Garten besitzt. Siehe → Garteneigentum.

Gartenfachmarkt: Meist als »Gartencenter« bezeichnet. Ein regelhaft großflächiger Einzelhandelsbetrieb, dessen Angebot auf Warengruppen aus dem Bereich Gartenbedarf (Erde, Dünger, Pflanzen, Gartengeräte aller Art, Haus- und Gartenbrunnen, Gartenmöbel usw.), spezialisiert ist. Gewöhnlich verfügen Gartenfachmärkte über Warm- und Kalthallen sowie überdachte und nicht überdachte Freiflächen. Viele privat geführte Gartencenter entstanden aus Gärtnereibetrieben.

Gartenhaus: Ein kleineres, regelhaft einfach ausgestattetes, auf einem Gartengrundstück errichtetes → Gebäude, das vorrangig Erholungs- bzw. Freizeitzwecken dient und nicht als dauerhafte Wohnunterkunft vorgesehen oder geeignet ist.

Gartenlabyrinth: Ein als Irrgarten angelegter Teil einer Park- oder Gartenanlage, der von hohen Hecken und Wegen gebildet wird. Kennzeichnend ist, dass zahlreiche verschlungene, teils blind endende oder als Schleifen ausgeführte Wege vorliegen, sodass der Weg zum Mittelpunkt der Anlage (für Erstbesucher) schwer zu finden ist.

Gartenlaube (Gebäude): Ein seitlich offenes bzw. gitterartig eingefasstes, zumeist aus Holzbalken oder Latten errichtetes Gartenhäuschen bzw. ein Pavillon.

Gartenmarkt (Betrieb): Siehe → Gartenfachmarkt.

Gartensaal (Palast- / Schlossarchitektur): Die im Deutschen geläufige Bezeichnung für »Sala Terrana«. Es handelt sich um einen im Parterre von Schlössern und Palästen des 18. Jahrhunderts gelegenen Saal, der zwischen einem Garten und einem Treppenhaus oder Vestibül vermittelt. Der Gartensaal befindet sich gewöhnlich im → Mittelrisaliten.

Gartenschuppen: Ein kleines, leicht gebautes, regelhaft aus Holz und / oder Blech erstelltes Gebäude, das zur Aufbewahrung von Geräten und Stoffen verwendet wird, die zur Gartenanlage und -pflege benötigt werden.

Gartentheater: Eine in einem Gartenumfeld angelegte Freilichtbühne, die sich vor allem während der Barockzeit großer Beliebtheit erfreute. Häufig besitzen diese Freilichttheater amphitheatralisch ansteigende Ränge, regelhaft bilden Bäume und Sträucher Teile der der Kulisse.

Gärtnerei: Ein in Intensivkultur Gemüse oder Zierpflanzen anbauender Gartenbaubetrieb. Eine Sonderform sind u. a. gartenbaulich betriebene Baumschulen. Gärtnereien werden gemeinhin dem landwirtschaftlichen Sektor zugeordnet. Bezogen auf Produktionsbetriebe ist diese Einordnung stichhaltig, während heute weitverbreitete Verkaufsbetriebe (auch) eine deutliche Nähe zum Einzel- und / oder Großhandel aufweisen.

GarVO (Verkehr): Das Kürzel für → »Garagenverordnung«.