Immobilienwirtschaftliches Glossar

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Einträge zu Funk - FW

Funktionale Verstädterung: Eine Ausbreitung städtischer Wirtschaftsweisen in ein ländlich geprägtes Umland hinein. Die Bezeichnung steht zuvorderst für eine Ausdehnung tertiärer Wirtschaftszweige sowie eine Transformation verbreiteter Wohnformen. Ein derartiger Funktionswandel geht grundsätzlich mit einer → soziologischen Verstädterung einher.

Funktionalismus (Architektur): Eine baustilistische Linie, die in ihrer Reinform eine weitgehende Abkehr von ästhetischen Leitvorstellungen vollzieht. Zur Maxime werden Ansätze, sich rein an der Zweckbestimmung eines Gebäudes orientieren. Ihr Motto: »Form folgt Funktion« bzw. »form follows function«.

Funktionsfläche, technische: Die Grundfläche eines Raumes, in dem betriebstechnische bzw. betriebsnotwendige Anlagen und Einrichtungen untergebracht sind. Hierzu zählen u. a. Heizungs- und Lüftungsanlagen, Einrichtungen zur Stromversorgung und Aufzugsanlagen.

Fünfpass: Ein vor allem im gotischen → Maßwerk verwendetes Zierelement. Das Ornament setzt sich aus fünf ringförmig angeordneten Kreissegmenten bzw. Pässen zusammen, an deren Übergangspunkten sich Nasen ausbilden. Gewöhnlich handelt es sich bei den Segmenten um Halb- oder Dreiviertelkreisbögen. Verbreiteter ist der → Vierpass.

Fünfspänner (Wohnungsbau): Eine Erschließungsform bzw. Gebäudekonfiguration mit fünf → Wohneinheiten je Geschoss.

Furnier (Holz): Ein dünnes Holzblatt, das zur Beschichtung von Plattenwerkstoffen herangezogen wird, um diese optisch aufzuwerten; die Stärke der Holzblätter bewegt sich zumeist zwischen 0,5 mm bis 3 mm. Hergestellt werden Furniere durch Schneiden oder Sägen von Holzstämmen.

Fürstbistum: Ein Territorium im Heiligen Römischen Reich, in dem ein Bischof zugleich Träger der weltlichen Macht war, also Fürstenrang besaß.

Fürstenbad: Ein mondäner, gewöhnlich im Binnenland gelegener Bade- bzw. Kurort, der ein bevorzugter Aufenthaltsort des europäischen Hochadels war und / oder eine im Auftrag des jeweiligen Landesfürsten errichtete Bädereinrichtung.

Fürststift: Siehe → Fürstbistum oder → Hochstift.

Furt: Ein seichter, sich zwischen beiden Ufern eines Flusses erstreckender bzw. diese verbindender Sohlabschnitt, der Menschen und größeren Tieren eine Überquerung ermöglicht, die kein Schwimmen erfordert. Kurz: Es handelt sich um gangbare Untiefen. Bevor Menschen in der Lage waren, Brückenbauwerke zu errichten sowie (in späterer Zeit) in dünn besiedelten Gegenden, in denen kein Brückenbau lohnte, stellten Furten wichtige Verbindungsglieder im Rahmen großräumiger Wegenetze dar. Viele Furten besaßen strategische Bedeutung in Bezug auf die Kontrolle von Handelswegen und die territoriale Sicherung. Daraus erklärt sich, dass sie häufig den Anstoß zu Siedlungsgründungen und zur Anlage befestigter Plätze (Burgen usw.) gaben. Die »Furt« findet sich in zahlreichen Dorf- und Stadtnamen. Beispiele bieten Erfurt, Frankfurt, Lengfurt, Schweinfurt.

Furtgeld (historisch): Ein frühere Spielart der Maut. Es handelte sich um einen Geldbetrag, der von Lenkern von Fuhrwerken bzw. Gespannen bei Querung einer → Furt zu entrichten war.

Fußboden: Ein flächig entwickeltes, zur regelmäßigen Begehung vorgesehenes Bauteil auf einer tragenden Schicht, das aus technischen oder optischen Gründen mit einem Belag versehen sein kann.

Fußbodenaufbau: Die Gesamtheit aller Fußbodenschichten.

Fußbodenlüftung: Zumeist als »Bodenlüftung« bezeichnet. Es handelt sich um eine Variante der → Verdrängungslüftung, bei der einem Raum Frischluft über den Fußboden zugeführt wird.

Fußbodenluke: Eine mittels einer Klappe verschließbare Bodenöffnung.

Fußfette: Eine seltener genutzte Bezeichnung der → Fußpfette.

Fußgängerbereich (räumlich): Eine Zone, in der Fußgänger Vorrang vor Fahrzeugverkehren genießen. Privatfahrzeugen ist die Ein- und Ausfahrt regelhaft untersagt; Lieferverkehre sind zulässig, doch zeitlich limitiert. Der → ÖPNV hat sich – wenn im Fußgängerbereich vorhanden – den Fußgängern anzupassen. Fußgängerbereiche weisen üblicherweise Straßen- bzw. Freiraummöblierungen auf.

Fußgängerfrequenz: Das innerhalb einer Zeiteinheit an einem Standort bzw. innerhalb einer Lage zu beobachtende Fußgängeraufkommen. Die über gewöhnliche Geschäftsöffnungszeiten hinweg auftretende Fußgängerfrequenz bildet ein entscheidendes Kriterium in Bezug auf die jeweilige Einstufung von Einzelhandelslagen.

Fußgängerinsel: Ein regelhaft gekennzeichneter bzw. gesicherter Bereich, der vor allem bei breiten bzw. vielspurigen Straßen eingerichtet wird, um Fußgängern das Überqueren der Fahrbahnen zu erleichtern bzw. die Überquerung sicherer zu gestalten.

Fußgängerstraße: Eine als → Fußgängerzone bzw. → Fußgängerbereich ausgelegte Straße.

Fußgängerzone: Ein Bereich, in dem Fußgänger Vorrang vor Fahrzeugverkehren genießen. Privaten Fahrzeugen ist die Ein- und Ausfahrt regelhaft untersagt; Lieferverkehre sind zulässig, doch zeitlich limitiert. Der → ÖPNV hat sich – soweit in der Fußgängerzone vorhanden – den Fußgängerbewegungen anzupassen. Fußgängerzonen weisen üblicherweise Straßen- bzw. Freiraummöblierungen auf.

Fußlambris: Eine Scheuer- bzw. Kehrleiste.

Fußpfette: Ein traufnah angebrachter, regelhaft parallel zum → First verlaufender Träger, auf dem die Dachsparren aufliegen.

Fußscharte (Burgen- / Festungsbau): Eine Sonderform der → Senkscharte. Die bis zur Gehfläche einer Mauer hinabreichende Fußscharte weist eine unter Brusthöhe einsetzende, nach außen weisende Neigungsfläche auf. Der tote Winkel vor der Mauer wird somit erheblich verkleinert.

Fußstrebe (Fachwerkbau): Eine von unten her gegen einen → Ständer geführte → Strebe.

Fußwalm: Eine Spielart des → Walms. Eine geneigte Dachfläche, die auf der Giebelseite ein Stück weit unterhalb der Firstlinie ansetzt, über sich also einen → Giebel entstehen lässt.

Fußwalmdach: Ein mit einem bzw. zwei → Fußwalmen versehenes Dach.

Futter (Tür): Der in die Maueröffnung eingesetzte, mit der Wand in Berührung stehende Türrahmen; der Begriff findet auch bezogen auf Fenster Verwendung.

Futterbrett (Treppe): Siehe → Futterstufe.

Futterkrippe (Gastronomie): Eine umgangssprachliche Bezeichnung für einen Imbissstand oder ein Speiselokal, vor allem ein Schnellrestaurant.

Futterkrippe (Land- / Forstwirtschaft): Ein offener Trog bzw. ein trogähnliches, zumeist auf gekreuzten Beinen ruhendes Behältnis, das der Futterversorgung von Nutztieren oder Wild dient.

Futtermauer (Stützmauer): Eine steile Hänge und Böschungen verkleidende, gewöhnlich gegen die Senkrechte geneigte Wand, die Steinschlägen und Erdrutschen entgegenwirkt. Bei geringem Erddruck und relativ geringer Höhe werden Futtermauern zumeist einschalig ausgelegt, wobei die sichtbare, regelhaft aus vergleichsweise großen Steinen gefügte Oberfläche mit kleineren Steinen hinterfüllt wird. Bei größeren Belastungen und Höhen werden regelhaft Mauern mit trapezförmigem Querschnitt errichtet (vorne geböscht, zum Erdreich hin senkrecht ausgebildet).

Futterstufe: Gleichbedeutend mit »Setzstufe«. Ein handelt sich um ein Element bzw. Brett, das, auf einer Längsseite stehend, zwischen zwei Stufentritten bzw. Trittstufen eingebaut wird, die Treppe also schließt.

FVST (Verband): Das Kürzel steht für den »Fachverband Steinzeugindustrie e.V.« mit Sitz in Frechen.

FW (Wohnen / Gewerbe): Der vor allem in Immobilienannoncen zu findende Kürzel steht für »Fernwärme«.