Immobilienwirtschaftliches Glossar

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Einträge zu Fro – Fünf

Fronfeste (Burg): Siehe → Fronveste (Burg).

Fronfeste (Gefängnis): Siehe → Fronveste (Gefängnis).

Frongut: Siehe → Fronhof.

Fronhof: Im europäischen Mittelalter ein von Grundherren eines Hofverbandes (Villikation) in Eigenregie bzw. von einem beauftragten Verwalter betriebener Gutshof, der u. a. Gerichtssitz war. Zur Bewirtschaftung wurden auch dienstpflichtige Bauern herangezogen. Die landwirtschaftlichen Flächen eines Fronhofes streuten räumlich zumeist erheblich.

Front (Festungsbau): Im Bastions- bzw. Polygonalsystem ein gerader, vielfach von vorspringenden Winkeln begrenzter Wallabschnitt mit regelhaft vorgelagerter → Caponniere.

Front (Gebäude): Im engeren Sinn die Haupt- bzw. Schauseite eines Gebäudes, im weiteren Sinn eine einem Raum (z. B. einem Hof) zugewandte Fassade.

Front Desk (Hotellerie): Die in den deutschen Fachjargon übernommene englische Bezeichnung für den → Empfangstresen eines → Hotels.

Frontispiz (Architektur): Der Frontgiebel bzw. ein Giebeldreieck über dem Hauptgesims eines Gebäudes bzw. ein entsprechender Giebel des → Mittelrisalits. Auch Giebel über Fenster- und Türöffnungen werden teils »Frontispiz», häufiger jedoch »Fronton« genannt.

Fronton: Die Bezeichnung für ein über einer Fenster- oder Türöffnung ausgeformtes Giebeldreieck.

Fronveste (Burg): Eine (ursprünglich) volkstümliche Bezeichnung für eine → Zwingburg, eine fremdherrschaftliche Burg, die zur Befriedung eingenommener bzw. unruhiger Gebiete diente, zugleich eine Burg, für die örtliche Bevölkerungen unfreiwillige Dienste und Leistungen zu erbringen hatten.

Fronveste (Gefängnis, historisch): 1. Ein Gefängnis für eines Verbrechens angeklagte Personen, in dem häufig Folterungen zur Erpressung von Geständnissen vorgenommen wurden. 2. Ein Zuchthaus, ein Gefängnis, das Insassen harte Arbeitsdienste aufbürdete.

Froschmaulgaube: Eine → Fledermausgaube.

Frostkoffer: Eine unterhalb von Bodenplatten oder Streifenfundamenten hergestellte, mehrlagige Schüttung aus Schotter, die dazu dient, unter das Fundament dringendes Wasser in den Untergrund abzuleiten. Frostkoffer sind zumeist rund 30 – 60 cm stark. Sie sind notwendig, um eine (mögliche) gefrierbedingte Hebung des Fundaments zu unterbinden.

Frostschutzkies: Ein vergleichsweise grober → Kies, der als tragende Schicht eingesetzt wird, um Frostschäden an Gebäuden, Straßen, Wegen usw. zu verhindern.

Frostschutzschicht: Eine zumeist aus grobem → Kies hergestellte Lage mit tragender Funktion, die Frostschäden an Gebäuden und Verkehrsbauwerken vereiteln soll. Sie muss frei von Bindemitteln, wasserdurchlässig und kapillarbrechend ausgeführt sein.

Fruchthaus: Siehe → Fruchtkasten.

Fruchtkasten: Eine dem süddeutschen Sprachraum zuzuordnende Bezeichnung für einen aus massiven Baustoffen errichteten, regelhaft mehrgeschossigen Getreidespeicher.

Fruchtschiefer: Ein durch Kontaktmetamorphose aus → Tonschiefer entstandenes Gestein. Genutzt wird Fruchtschiefer u. a. im Mauerbau und zur Fassadenverkleidung.

Frühstückshotel: Eine umgangssprachliche Bezeichnung für ein »Hotel garni«. Es handelt sich um einen Hoteltypus, der sich weitgehend auf unmittelbare Übernachtungs- bzw. Beherbergungsfunktionen beschränkt. Angeboten werden Frühstück, Getränke und allenfalls kleine Speisen.

Fruticetum: Eine zu Studienzwecken angelegte, vergleichsweise großflächige Pflanzung verschiedener Sträucher.

FStrG (Verkehrswesen, Deutschland): Das Kürzel steht für »(Bundes)Fernstraßengesetz«.

F & B (Hotellerie): Kürzel für »Food & Beverage», also Speisen und Getränke. Buchhaltungstechnisch repräsentiert der Bereich eine (zumeist) eigenständig ausgewiesene Erlösgruppe.

Fuge (Bau): Ein Fliesen, Mauersteine oder Belagsplatten voneinander absetzender Spalt, der unverfüllt, lose verfüllt oder durch Mörtel ausgefüllt sein kann.

Fugeisen: Siehe → Fugenkelle.

Fugendurchlässigkeitskoeffizient: Siehe → Fugendurchlasskoeffizient (Fenster).

Fugendurchlasskoeffizient (Fenster): Auch als »a-Wert« bezeichnet. Es handelt sich um eine Zahl, die über den Durchlässigkeitsgrad von Fensterfugen zwischen Fensterflügel und Blendrahmen Auskunft gibt. Konkret drückt sie aus, welche Luftmenge (angegeben in Kubikmeter pro Stunde je laufendem Meter Fensterfuge) bei einer Luftdruckdifferenz von 1kp pro Quadratmeter zwischen Außen- und Innenbereich ausgetauscht wird.

Fugenkelle: Ein Werkzeug mit Griff und einer rund 1 cm breiten Metallleiste. Verwendet wird das auch »Fugeisen« genannte Gerät, um Mörtel in offene Mauerwerksfugen einzubringen.

Fugenmörtel: Ein Spezialmörtel, der zum Verfugen von → Sicht- und → Verblendmauerwerk, aber auch im Bereich der Fliesenverlegung eingesetzt wird. Fugenmörtel sind frostfest und wasserdampfdurchlässig.

Fühlungsvorteile: Betriebliche bzw. umsatzwirksame Vorteile, die gleichartige und / oder unterschiedliche Nutzungen aus einer räumlichen Vergesellschaftung ziehen. Andere Begriffe sind »Synergien« und »Nachbarschaftsnutzen«.

Führungsdalbe: Ein in einen Hafengrund bzw. eine Gewässersohle gerammter → Pfahl bzw. eine Pfahlgruppe, der bzw. die vorrangig dazu dient, Wasserfahrzeuge zu leiten.

Füllkies: Ein unmittelbar an der Wand gewonnener Kies, der als Verfüllmaterial herangezogen wird. Er besitzt keine Größtkorngrenze und weist häufig ein breites Größenspektrum auf. Andere Bezeichnung sind »Wand-« und »Rohkies«.

Füllmauer: Eine aus zwei steingefügten Mauern und einer zwischen diesen eingebrachten Füllung aus Steinschlag, Kies, Erdreich oder auch Ziegelbruch bestehende → Mauer.

Füllmauerwerk: Ein zweischaliges → Mauerwerk, das einen Hohlraum ausbildet, der mit Steinschlag, Kies, Erdreich oder auch Ziegelbruch ausgefüllt wird.

Füllort (Bergbau): Ein untertägiger Grubenbereich zum Verladen gewonnener Bodenschätze; hier geht der Transport bzw. die Förderung über eine Strecke in die Schachtförderung über.

Füllsand: Ein an der Wand gewonnener → Sand. Bei ungesiebtem Material können die Korngrößen beträchtlich variieren; ungesiebter Wandsand wird vorwiegend für Füllzwecke verwendet. Eine andere Bezeichnung ist »Wandsand«.

Füllschaum (Bauwesen): Ein regelhaft auf Polyurethanbasis hergestellter Montageschaum, der zur Isolierung und Dämmung bzw. Abdichtung von Gebäuden eingesetzt wird. Verwendet wird er u. a. beim Einbau von Tür- und Fensterstöcken. Der Schaum ist biologisch nicht abbaubar.

Füllstab (Geländer): Einer von mehreren bzw. vielen, eine Abfolge bildenden, senkrecht oder waagrecht zwischen Handlauf und unterer Begrenzung eines Geländers angebrachten Stäben.

Füllstabgeländer: Ein → Geländer, bei dem zwischen Handlauf und unterer Geländerbegrenzung eine Abfolge senkrechter Holz- oder Metallstäbe angebracht ist. Um Kindersicherheit zu gewährleisten, muss der Abstand zwischen einzelnen Füllstäben (in Deutschland) 12 cm unterschreiten.

Füllwerk (Mauer): 1. Auch »Füllmauer« genannt. Ein zweischaliges Bruchsteinmauerwerk, das mit Gesteinsbrocken bzw. Steinschlag, Kies usw. gefüllt ist, wobei das Füllmaterial keine Schichtungen und keinen Verband ausbildet, sondern zumeist durch Mörtel verbunden wird. 2. Das Füllmaterial selbst.

Fummelbrett (Putzbearbeitung): Ein kleinformatiges → Reibebrett mit abgeschrägter Schmalseite, das für kleinflächige Ausbesserungsarbeiten an verputzten Oberflächen genutzt wird.

Fundament: Die konstruktive Ausbildung des Übergangs vom Gebäude zum Boden bzw. Bauwerksuntergrund. Zweck des auch als »Gründung« bezeichneten Fundamentes ist es, ein Bauwerk so zu verankern, dass ihm eventuelle Bodenverformungen und / oder Bodenbewegungen infolge von Frosteinwirkung, Austrocknung, Aufschwemmung oder Erdbeben usw. nichts anhaben können.

Fundamentarmierung (gegenständlich): Siehe → Fundamentbewehrung (gegenständlich, Betonbau).

Fundamentarmierung (prozessual): Siehe → Fundamentbewehrung (prozessual, Betonbau).

Fundamentbewehrung (gegenständlich; Betonbau): Bei der Herstellung einer Gründungsplatte in den → Beton eingelegte Verstärkungselemente, voran gitterähnliche Stahl- bzw. Stahlgewebematten. Die Einlage dient der Aufnahme von Zugkräften (gegen die Beton wenig widerständig ist), in begrenztem Umfang auch der Aufnahme von Druckkräften. Als Einlagen werden teils auch glasfaserverstärkte Kunststoffelemente bzw. entsprechende Matten (GFK-Bewehrungen) verwendet, bisweilen Verstärkungen durch Glas-, Kunststoff- oder Stahlfasern erzielt, die in den Beton eingemischt werden.

Fundamentbewehrung (prozessual, Betonbau): Die Einbringung von verstärkenden Elementen (Baustahlmatten, GFK-Elemente usw.) in den zur Herstellung einer Gründung bzw. eines Fundaments genutzten → Beton.

Fundamentierung (gegenständlich): Eine seltenere Bezeichnung für ein → Fundament.

Fundamentierung (prozessual): Die Herstellung eines → Fundaments.

Fundamentpfahl: Ein regelhaft bis zum Erreichen einer tragfähigen Schicht in den Grund getriebener oder gebohrter Pfahl, der – gewöhnlich als einer von mehreren bzw. vielen – als stabile Verankerung eines Gebäudes oder Bauwerks dient.

Fundamentplatte: Eine regelhaft aus Stahlbeton gefertigte (unterste) Bodenplatte, die nötig wird, wenn a) ein wenig tragfähiger Untergrund vorliegt oder b) eine hohe, auch hochgradig tragfähige Böden überfordernde Baulast vorliegt. Ein inhaltsgleicher Ausdruck ist »Gründungsplatte«.

Fundamentsohle: Die unterste Partie, die untere Begrenzungsfläche eines → Fundaments.

Fundamentstärke: Die Dicke eines → Fundaments, der Abstand zwischen oberer und unterer Begrenzung.

Fünfplattenofen: Ein aus fünf metallenen Gussplatten (Front-, Boden-, Deckplatte, zwei Seitenplatten) bestehender Heizofen. Hinten wird der Ofen von einer Wand abgeschlossen und häufig durch eine dortige Öffnung aus dem angrenzenden Raum heraus beschickt.

Fünf-Platten-Ofen: Siehe → Fünfplattenofen.

Fünfschneuß: Ein vor allem im spätgotischen → Maßwerk zu findendes Ornament, das sich aus fünf, in einem einfassenden Kreis miteinander verbundenen → Fischblasen zusammensetzt.

Fünf-Sterne-Haus: Siehe → Fünf-Sterne-Hotel.

Fünf-Sterne-Hotel: Ein hinsichtlich seiner Ausstattung und Dienstleistungsangebote höchsten Gästeansprüchen genügender Beherbergungsbetrieb bzw. ein Haus der Luxus-Kategorie gemäß deutscher → Hotelklassifikation.

Fünfsternhaus: Siehe → Fünf-Sterne-Hotel.

Fünfsternhotel: Siehe → Fünf-Sterne-Hotel.