Immobilienwirtschaftliches Glossar

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Einträge zu Frem – Fri

Fremdboden: Aus einer Entnahmestätte stammender Bodenaushub, der an anderem Ort für landschaftsbauliche, gärtnerische oder geländeformende Maßnahmen eingesetzt wird.

Fremdenheim: Ein einfach ausgestatteter Pensionsbetrieb.

Fremdenverkehrsgebiet: Eine Gegend, die infrastrukturell bzw. wirtschaftlich stark auf den Fremdenverkehr ausgerichtet ist bzw. vom Tourismus abhängt.

Fremdenverkehrsgemeinde: Eine Ortschaft, die wirtschaftlich überwiegend auf den Tourismus ausgerichtet ist bzw. vom Tourismus abhängt.

Fremdenverkehrsinfrastruktur: Die Gesamtheit auf den Tourismus zugeschnittener baulicher, technischer, betrieblicher und sozialer Einrichtungen innerhalb eines Gebietes und / oder Ortes.

Fremdenverkehrsort: Siehe → Fremdenverkehrsgemeinde.

Fremdkapital (Investition): Durch einen Investor (im weiteren Sinn) mobilisierte Drittmittel, also geliehenes Geld bzw. ein aufgenommener Kredit (oder mehrere Darlehen).

Fremdkapitalhebel: Die Wirkung aufgenommenen Fremdkapitals auf die Rentabilität in eine Finanzierung bzw. Finanzierungsstruktur eingebrachten → Eigenkapitals. Vertiefend siehe → Leverage-Effekt (Kapitalstruktur) oder → Hebelwirkung (Kapitalstruktur).

Fremdmittel: Siehe → Fremdkapital.

Frequenz (räumlich): Im Bereich gewerblicher Nutzungen (Einzelhandel, Gastronomie, Büro usw.) das innerhalb einer Zeiteinheit an einem Standort bzw. innerhalb einer Lage zu beobachtende Passanten- oder Fahrzeugaufkommen. Die über gewöhnliche Geschäftsöffnungszeiten hinweg auftretende Frequenz bildet u. a. das entscheidende Kriterium in Bezug auf die jeweilige Einstufung von Einzelhandelslagen.

Frequenzbringer: Eine Nutzungseinheit, die ein hohes Besucheraufkommen erzeugt, von dem benachbarte Betriebe profitieren (können).Kuppelfresko der Klosterkirche in Ettal (Bayern, Deutschland)

Frequenzlage: Über übliche Öffnungszeiten von Einzelhandels- und / oder Gastronomiebetrieben hinweg von dichten Passantenströmen gekennzeichnete Lage.

Freskant: Eine andere Bezeichnung des Freskenmalers.

Freskenmaler: Siehe → Fresko.

Fresko: Ein Wand- oder Deckengemälde, das auf Grundlage einer speziellen Maltechnik entsteht bzw. entstand. Konkret: Die Farben bzw. gelösten Pigmente werden auf frisch aufgebrachten Kalkputz aufgetragen. Es kommt zu einer → Carbonatisierung, in deren Verlauf sich die Farbstoffe fest mit dem Putzuntergrund verbinden. Fresken bewahren ihre Farbintensität über lange Zeiträume hinweg. Rechts eine Aufnahme des Kuppelfreskos der Klosterkirche in Ettal, Bayern, Deutschland (Foto: Elmar Pfeiffer).

Freskomalerei: Siehe → Fresko.

Freskotechnik: Siehe → Fresko.

Fresstempel: Eine umgangssprachliche, scherzhaft oder abfällig gemeinte Bezeichnung für ein Feinschmeckerrestaurant, ein Schlemmerlokal, ein Restaurant, in dem das Speisen zelebriert wird.

Freudenhaus: Eine Bezeichnung für ein Bordell, also ein Gebäude oder einen Gebäudeteil, in dem gewerbsmäßig sexuelle Dienstleistungen offeriert werden.

FRICS (Verbandswesen): »Fellow of the Royal Institution of Chartered Surveyors«.

Friedhof: Ein dauerhaft genutzter Begräbnisort. Einzelne Grabstätten (Einzelgräber, Familiengräber, Grüfte) sind regelhaft mit erinnernden Kleinmonumenten (Grabsteinen, Steinhügeln usw.) versehen.

Friedhofskapelle: Ein kleines, auf einem oder unmittelbar an einem Friedhof errichtetes Kirchengebäude, das primär Ritualen dient, die mit Bestattungen in Zusammenhang stehen.Karl-Borromäus-Kirche auf dem Wiener Zentralfriedhof (Österreich)

Friedhofskirche: Ein größeres, fallweise monumentales, auf einem Friedhofsgelände oder unmittelbar angrenzend errichtetes Kirchengebäude, das zuvorderst Ritualen dient, die mit Bestattungen in Zusammenhang stehen. Rechts eine Aufnahme der Karl-Borromäus-Kirche auf dem Wiener Zentralfriedhof (Österreich). Das Bauwerk zählt zu den bedeutendsten unter den vergleichsweise seltenen Jugendstilkirchen (Foto: Elmar Pfeiffer, Oktober 2011).

Fries (Architektur): Ein gemaltes oder plastisch ausgeführtes ornamentales Band, das zur Abgrenzung, Umgrenzung und Gliederung von Gebäudeteilen herangezogen wird. Typischerweise wiederholt sich ein Zierelement bzw. eine Abfolge kombinierter Motive regelmäßig.

Friesenwall (Mauerwerk): Eine niedrige Trockenmauer, die aus kantengerundeten Steinen (Geröllen, Geschieben usw.) aufgeschichtet ist bzw. wird. Die Steingröße reduziert sich regelhaft von unten nach oben. Hinterfüllte bzw. in einen Hang gesetzte Friesenwälle weisen gewöhnlich eine Rückwärtsneigung auf, um ihre Stabilität zu erhöhen. Ursprünglich dienten die Mauern als Windschutz und Grundstücksbegrenzungen, heute sind sie u. a. als Gliederungs- und Ziermauern in Gärten verbreitet.

Frigidarium: In antiken Thermen der häufig mit Kaltwasserbecken ausgestattete Abkühlraum. Heutige Frigidarien sind verbreitet mit verschiedenen Duschbereichen ausgestattet.

Frischluft: Im Sinne einer engen klimatechnischen Definition ein unbelastetes Luftgemisch aus natürlicher bzw. naturnaher Umgebung. Aus Sicht von Stadtbewohnern (oder Autobahnanliegern usw.) → Außenluft.

Frischmalerei: Eine andere Bezeichnung der Freskomalerei.

Frischwetter: Eine bergmannssprachliche Bezeichnung für Frischluft.

Fristen (historisch, Bergbau): Die zeitweilige Außerbetriebnahme einer Zeche bzw. eines Bergwerks aus besonderen Gründen. Der Zeitraum ging über die bergrechtlich zulässigen drei Tage hinaus; er setzte dem Bergamt gegenüber stichhaltig zu begründende Schwierigkeiten technischer, finanzieller oder personeller Art voraus, die einem ordnungsgemäßen Betrieb entgegenstanden.

Fristenkündigung (historisch, Bergbau): Die Aufhebung einer befristeten Stilllegungsgenehmigung für eine Zeche bzw. ein Bergwerk. Vertiefend siehe → Fristen.

Fristenzeche (historisch Bergbau): Ein Bergwerk, das länger als gemäß grundlegender bergrechtlicher Maßgaben statthaft, außer Betrieb gesetzt wurde. Diese befristete Stilllegung war beim Bergamt anzumelden und nur bei Nachweis besonderer, einen ordentlichen Betrieb verhindernder Umstände möglich.