Immobilienwirtschaftliches Glossar

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Einträge zu For - Foy

Förderband (Bauwesen, Bergbau, Industrie): Ein Transportmittel aus dem Kreis der Stetigförderer, das überwiegend in Form einer stehenden Einrichtung betrieben wird. Kernkomponente ist ein großes Förderband, das in seiner Neigung verstellbar sein kann. Eingesetzt wird das Förderband regelhaft zum Transport von Schüttgütern (Erz, Kohle, Beton usw.). Andere Bezeichnungen sind »Bandförderer« oder »Gurtförderer«.

Fördergerüst (Bergbau): Ein ursprünglich aus Holz, später aus Stahl hergestelltes, auf abgestrebten Stützen ruhendes Gerüst, in dem die Seilscheiben montiert sind.

Förmliche Abnahme: Die Standardform der Bauabnahme, bei der Auftragnehmer und Bauherr die Immobilie gemeinsam begehen, Mängel, unerledigte Arbeiten etc. erfassen oder günstigenfalls die sachgerechte und vollständige Ausführung vereinbarter Leistungen feststellen. Das regelhaft erstellte Begehungsprotokoll ist von beiden Parteien zu unterschreiben.

Förmliche Bauabnahme: Siehe → förmliche Abnahme.

Formschnitt (Gartenbau / Gartenarchitektur): Eine Schnitttechnik, die genutzt wird, um Sträuchern und Bäumen ein figürliches, häufig (aber nicht notwendig) geometrisches Erscheinungsbild zu verleihen, das auf das architektonische Gesamtkonzept einer Anlage abgestimmt ist. Besonders augenfällig tritt der Formschnitt in der französischen, das Barock prägenden Gartenarchitektur zutage.

Formstein: Ein abweichend von der Standardform bzw. der üblichen Norm hergestellter Stein. Vielfach handelt es sich um einen Kunststein. Formsteine werden u. a. beim Mauern von Bögen oder Kaminen verwendet.

Formular, kantonal genehmigtes (Mietwesen, Schweiz): Ein amtliches, von einem Kanton genehmigtes Formular, das ein Vermieter dem Mieter zukommen lassen muss, um Anpassungen des → Mietzinses, beabsichtigte Vertragsänderungen oder Kündigungen durchsetzen zu können. Anderweitige Mitteilungsformen gelten als nichtig.

Formziegel (Backstein): Ein an spezielle Gestaltungsvorstellungen bzw. Funktionen angepasster, von der Standardform abweichender → Back- bzw. → Ziegelstein.

Formziegel (Dachziegel): Ein abweichend von der Standardform bzw. der üblichen Norm hergestellter → Dachziegel wie beispielsweise ein stark gekrümmter Firstziegel.

Först: Eine andere Bezeichnung für »First«. Die obere, gewöhnlich horizontal verlaufende Abschlusskante eines Daches. Bei gewölbten Dächern verläuft der First entlang der Scheitelachse des Bogens.

Forst (Dach): Siehe → »First« und → »Först« (Dach).

Forst (Wirtschaft): Ein von Menschen angepflanzter, zwecks Rohstofferzeugung bzw. Gewinnerzielung gepflegter Wald oder ein durch fortwährende Überformung in einen solchen Nutzwald übergeführter natürlicher Wald (Urwald oder naturbelassener Sekundärwald). Forste sind regelhaft vergleichsweise artenarm, oft sogar mehr oder minder reine Monokulturen.

Förste (Bergbau): Eine ältere Bezeichnung für die Decke, die obere Abschlussfläche eines Grubenbaus. Heute »Firste« genannt.

Forstgeflecht: Eine unter mehreren Bezeichnungen für einen → Wildzaun.

Fort (allgemein, Festung): Ein Verkürzung von »Fortress« Wälle und Türme von Kumbhalgarh (Rajasthan, Indien)(Festung). Bekannt sind Forts aus den USA; ihr Bild prägen insbesondere Westernfilme. Je nach Region wurden US-Forts aus Holz, Adoben oder Stein errichtet. Der »Klassiker« bestand aus hohen Palisaden mit hölzernen Türmen sowie hölzernen Wohn-, Wirtschafts- und Lagergebäuden. In anderen Ländern bezieht sich der Begriff vielfach auf riesige Festungen bzw. Palastfestungen. Beispiele bieten die Mogulfestungen in Agra, Delhi (beide Indien) und Lahore (Pakistan), die Mewarfestungen von Chittaurgarh und Kumbhalgarh oder die Mawarfestung Mehrangarh in Jodhpur (alle Indien). Rechts eine Ansicht eines turmbewehrten Mauerabschnittes von Kumbhalgarh, Rajasthan, Indien (Bild: Elmar Pfeiffer).

Fort (Festungsbau): Ein eigenständiges, einer reinen Militär- oder einer Stadtfestung vorgelagertes → Werk. Mit zunehmender Reichweite der Artillerie wurden Forts weiter und weiter vor den eigentlichen Verteidigungsgürtel gelegt.

Fort, detachiertes (Festungsbau): Ein im Vorfeld der Hauptbefestigungen errichtetes, selbständig verteidigungsfähiges → Fort bzw. Werk. Anfänglich lagen diese Forts in Waffenreichweite der Hauptfestung, in späterer Zeit wurden sie zunehmend weiter nach außen verlagert, blieben jedoch Bestandteil des Verteidigungsbereiches der Hauptanlage.

Fort, isoliertes (Festungsbau): Ein selbständig zu verteidigendes Befestigungswerk, das außerhalb des Verteidigungsbereiches bzw. der Waffenreichweite einer Hauptfestung liegt. Dieser Typ wird auch »Einzelfort« genannt.

Fortifikation (Wehrbau): Eine militärische Befestigung bzw. Befestigungsanlage.

Fortluft: Eine klimatechnische Bezeichnung für ein Luftvolumen bzw. einen Luftstrom, das / der aus einem Gebäude abgeführt wird.

Fossa: Der Graben eines römischen → Militärlagers (Castell, Castrum).

Fotobeton: Ein → Sichtbeton, dessen Oberfläche mit dauerhaften bildlichen Darstellungen bzw. Mustern versehen ist. Vertiefend siehe → Fotolith-Verfahren und → Vectogrammtechnik.

Fotoelektrischer Brandmelder: Ein auf dem Streulichtverfahren beruhender Brandmelder. Gelangen Rauchpartikel in die Kammer des Melders, streut der von einer integrierten Infrarotdiode ausgesandte Prüfstrahl, was ein Fotosensor registriert; der Alarm wird ausgelöst.

Fotolith-Verfahren (Beton): Eine Technik zur Herstellung von → Fotobeton, bei der ausgehärtete Betonoberflächen mit einer Abbildungsfolie beklebt und freie Partien abgesäuert werden; es entsteht ein Kontrast von hellen und dunklen Flächen.

Foyait (Gestein): Sehr seltene, mit dem Syenit verwandte Gesteine, die nach dem portugiesischen Monte Foia benannt sind. Es handelt sich um helle, bis ins intensive Blau spielende Plutonite. Sie besitzen ein mittel- bis grobkörniges Gefüge, sind quarzfrei und reagieren empfindlich auf Säure- und Laugeneinwirkungen. Aufgrund ihrer Seltenheit, des hohen Preises und ihrer Empfindlichkeit werden sie fast ausschließlich für luxuriöse Innenraumgestaltungen verwendet.

Foyer: Ein großer, saalartiger Vorraum in einem öffentlichen Gebäude bzw. Bauwerk (Hotel, Konzerthalle, Oper usw.), der als Eingangshalle und / oder Aufenthaltsbereich bzw. Wandelhalle dient dient.