Immobilienwirtschaftliches Glossar

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Einträge zu Fam – Fen

Familiengarten: Eine vor allem im Schweizerdeutsch zu findende Bezeichnung des → Klein- bzw. → Schrebergartens.

Familienzimmer (Hotellerie): Ein Gästezimmer mit Betten für drei oder mehr Personen, von denen mindestens zwei den Bedürfnissen Erwachsener genügen.

Family Office: Ein Anglizismus, hinter dem sich ein Unternehmenstyp verbirgt, der sich mit dem bankenunabhängigen Management privater Großvermögen befasst. Ursprünglich stand der Begriff für Familiengesellschaften, die Privat- und / oder Unternehmensvermögen verwalteten. Heute kommen Family Offices als familieneigene Organisationen, als umfassend bevollmächtigte Dienstleistungsunternehmen oder als Mischform vor, bei der sich die Familie weitreichende Einflussnahmen vorbehält. Unter den Dienstleistern sind Single Family Offices und Multi Family Offices zu unterscheiden. Erstere widmen sich exklusiv dem Vermögensmanagement für eine Familie; die verwalteten Vermögen belaufen sich zumeist auf mindestens 100 Mio. EUR. Multi Family Offices verwalten die Vermögen mehrerer Familien; jeweilige Einzelvermögen sind in aller Regel deutlich kleiner als im Bereich der Single Family Offices (ca. 10 – 50 Mio. EUR). Da hohe Anteile vieler Großvermögen auf Immobilienwerte entfallen, zählen Family Offices mittel- oder unmittelbar zu den wichtigen Größen im Immobilienmarkt.

Fanalturm (historisch): Ein Meldeturm zur Weitergabe von Signalen mittels Fanalen (Stangen mit Brandkorb) oder Fackeln, die auf der Turmplattform entzündet wurden.

Fangelturm (historisch): Eine regionale Bezeichnung des → Faul- bzw. → Hungerturms.

Fanggerüst: Ein → Gerüst, das dazu dient, die Arbeit auf geneigten Flächen (Dächer usw.) sicher zu gestalten, also zu verhindern, dass Personen oder Gegenstände abstürzen.

Fanghof (Burgenbau): Eine andere Bezeichnung der Torhalle. Es handelt sich um einen ebenerdigen Bereich eines Torturms oder zwischen den Toren einer → Doppeltoranlage, der sich an ein Fallgatter und / oder eine Zugbrücke anschließt. Der Raum lässt sich regelhaft an einer oder mehreren Stellen sperren. Im Deckenbereich befinden sich zumeist Gussöffnungen, um eingedrungene Feinde auch von oben herab bekämpfen zu können. Häufig ist im Boden eine → Wolfsgrube eingelassen.

Farbfasche: Die einfachste Form einer → Fasche, die auf reiner Farbgebung beruht.

Farbklima (Innenarchitektur usw.): Der durch Kombination aufeinander abgestimmter Farben bzw. Farbtöne erzeugte Eindruck bzw. die Stimmungen beeinflussende Wirkung von Farbfächern. Farbliche Paletten können gezielt eingesetzt werden, um z. B. eine kühle oder warme, eine nüchterne oder heimelige Atmosphäre zu schaffen.

Fasanengarten: Eine höfische, vielfach auch mit Pfauen besetzte → Fasanerie.

Fasanenkammer: Eine andere Bezeichnung für eine an einem Adelshof eingerichtete → Fasanerie.

Fasanerie: Ein ab dem ausklingenden 17. Jahrhunderts in Adelskreise beliebt gewordenes Gehege zur Haltung von Fasanen. Diese Einrichtungen wurden aus optischen Gründen vielfach zusätzlich mit Pfauen besetzt. Diese Fasanerien dienten teils auch der Aufzucht von Vögeln, die später in adligen Jagdrevieren ausgesetzt wurden. Nach dem II. Weltkrieg richteten (deutsche) Jagdverbände Fasanerien ein, um infolge unmittelbarer Kriegsauswirkungen und hungerbedingter Bejagung eingetretene Bestandsverluste auszugleichen.

Fasche: Ein strukturell und / oder farblich betonter Streifen, der Fenster und Türen umläuft bzw. optisch einfasst. Faschen können als Nachbildung eines → Gewändes aufgefasst werden.

Faschine: Ein teils mehrere Meter langes, geschnürtes Reisig- bzw. Rutenbündel, das zum Schutz von Küstenstreifen, Fluss- und Seeufern, Gewässersohlen und Böschungen gegen Erosion eingesetzt wird. Teils dienen Faschinen zur Anlage von → Knüppeldämmen. Genutzt werden sie darüber hinaus im Rahmen von Landgewinnungsmaßnahmen.

Fase: Eine abgeschrägte Kante, beispielsweise an Holzbalken oder Stahlbetonstützen. Während sie bei Holzbauteilen zumeist durch Hobeleinsatz erzeugt wird, entsteht sie bei Stahlbetonteilen durch Einlage einer Dreikantleiste in die Schalung.

Fase, ausgesetzte: Eine Kantenabschrägung, die sich nicht über die gesamte Länge eines Bauteiles – etwa eines Holzbalkens – zieht. Eine andere Bezeichnung ist »Stechfase«.

Faserarmierung (Betonbau): Die Verstärkung von → Beton durch Beimischung von Glas-, Kunststoff- oder Stahlfasern.

Faserbeton: Ein → Beton, dem Fasern aus Glas, Kunststoff oder Stahl beigemischt sind. Die Beigabe dient u. a. dazu, die Schlag- und Zugfestigkeit bzw. Tragfähigkeit oder die Verformbarkeit zu erhöhen.

Faserbewehrung (Betonbau): Siehe → Faserarmierung.

Faserleichtputz: Handels- bzw. Verkaufsbezeichnung für einen → Leichtputzmörtel der Klasse II.

Faserplatte, harte: Eine nassgepresste HDF-Platte (siehe → Faserplatte, hochdichte). Verwendete Fasern bzw. Späne besitzen im Ausgangszustand mehr als 20 % Feuchtegehalt.

Faserplatte, hochdichte: Eine aus Holzspänen und Leim hergestellte Platte hoher Dichte. Bekannt ist sie unter »HDF-Platte«. Nassgepresste Vertreter – auch »Harte Faserplatten« genannt – weisen eine glatte und eine Siebmarkierungen aufweisende Seite auf; trockengepresste Platten besitzen zwei glatte Oberflächen. Eingesetzt werden sie u. a. als tragende Komponenten im Fußbodenbau.

Faserplatte, mitteldichte: Eine aus Holzspänen und Leim hergestellte Pressplatte mit homogenem Gefüge und einer Dichte zwischen 600 und 1.000 kg pro Kubikmeter. In Form von Rohplatten werden MDF-Platten u. a. im Dach- und Innenausbau eingesetzt.

Faserzement: Ein faserarmierter → Zement. Faserzementprodukte werden u. a. zur Dachbedeckung und als Fassadenverkleidungen herangezogen.

Fassade: Verbreitet mit »Außenwand« gleichgesetzt, anders als dieser rein funktionale Begriff jedoch eine stark auf die Anmutung bzw. die optische Wirkung und Wahrnehmung sowie das Gliederungsprinzip der Gebäudehülle bzw. der Schauseite abhebende Bezeichnung. Selbstredend spielen auch funktionale und konstruktive Gesichtspunkte eine Rolle, was beispielsweise die Begriffe »Blendfassade», »Medienfassade« (funktional) oder »Vorhangfassade« (konstruktiv) verdeutlichen.

Fassadenanschlussfenster: Ein Fenster, das bei Gebäuden mit hohem → Kniestock eingesetzt wird, um die Ausblickmöglichkeiten und den Lichteinfall zu optimieren. Fassadenanschlussfenster werden – unmittelbar anschließend – unterhalb von Dachfenstern in die Außenmauer von Dachgeschossen eingelassen. Somit entsteht eine als Einheit erscheinende Kombination von schräger Fensterfläche und lotrecht fallender Fensterfläche.

Fassadenarchitektur: Eine Sammelbezeichnung für verschiedenste formensprachliche bzw. stilistische Ansätze der Außenwandgestaltung. Vielfach spiegeln sich in der optischen Anmutung bautechnische Charakteristika wider.

Fassadenbaustil: Ein manifestierter formensprachlicher Ansatz der Außenwandgestaltung.

Fassadenbaustoff: Das zur Herstellung eier → Fassade eingesetzte Baumaterial.

Fassadenschindel: Eine kleinformatige, flache, gewöhnlich rechteckige Platte, die im Verbund mit vielen anderen zur Fassadenverkleidung genutzt wird. Ursprünglich bestanden Schindeln aus Holz, später häufig aus Schiefer. Heute werden Schindeln aus verschiedenen Materialien (Alu, Kunststoff usw.) gefertigt.

Fassadenverschindelung (gegenständlich): Ein bestehender Besatz einer optisch gestalteten Gebäudeaußenwand (Fassade) mit kleinformatigen, plattenartig ausgeformten Einzelelementen bzw. → Schindeln.

Fassadenverschindelung (prozessual): Die Herstellung eines Schindelbesatzes an einer optisch gestalteten Gebäudeaußenwand (Fassade).

Fassbinderei (Werkstätte): Ein Raum oder Gebäude, in dem hölzerne Gefäße bzw. Fässer aus Dauben hergestellt werden.

Fassbinderwerkstatt: Siehe → Fassbinderei.

Faulbehälter: Siehe → Faulturm (Kläranlage).

Faulturm (historisch): Ein als Gefängnis genutzter bzw. ein → Verlies beinhaltender Turm einer Burg, Festung oder Stadtbefestigung. Andere Bezeichnungen sind »Fall-« und »Hungerturm«.

Faulturm (Kläranlage): Ein bei größeren Kläranlagen verbreitetes, oft kuppelförmiges Bauwerk, das aus Stahl, Beton oder Spannbeton errichtet wird. Im Faulturm wird Klärschlamm gelagert und in anaerobem Milieu zu Faulgas und Faulschlamm abgebaut.

Fäustel: Die Steinmetzbezeichnung für einen (Faust)Hammer.

Fbf (Bahnverkehrswesen, Österreich): Steht für → »Frachtenbahnhof«.

FB-Hzg (Wohnen / Gewerbe): Eine insbesondere in Immobilienanzeigen verwendete Verkürzung von »Fußbodenheizung«.

Fehlbedienungssperre (Fenster): Ein mechanisches Bauteil, das ein gleichzeitiges Drehen und Kippen eines Fensterflügels verhindert.

Fehlbelegung (Wohnungswesen, Deutschland): Die Nutzung einer im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus entstandenen Wohneinheit durch einen Mieter, dessen Einkommen in eine Größenordnung hineinwuchs, die deutlich oberhalb jener Schwelle liegt, die zum Bezug einer öffentlich geförderten Wohnung berechtigen würde.

Fehlbelegungsabgabe (Wohnungswesen, Deutschland): Ein regelmäßig von einem Sozialwohnungsmieter je qm zu zahlender Aufschlag, der erhoben werden kann / konnte, sobald das Einkommen des Mieters jene Höhe nennenswert übersteigt / überstieg, die zum Bezug einer Sozialwohnung berechtigt. Die 1981 bundesrechtlich verankerte Fehlbelegungsabgabe wurde von den meisten Bundesländern zwischenzeitlich abgeschafft.

Feierabendheim: In der ehemaligen DDR ein schönender offizieller Begriff für → »Altenheim« bzw. → »Altenwohnheim«.

Feinerschließung (Forstwirtschaft): Die Anlage von Wegen und Einrichtungen, die zur Pflege eines Forstes bzw. Waldes sowie zum Transport geernteter Produkte dienen. Zur Feinerschließung zählen insbesondere Rücke- bzw. Maschinenwege, Rückegassen sowie Seiltrassen zum Betrieb von Seilkrananlagen.

Feinerschließung (Städtebau, Schweiz): Der Anschluss einzelner Grundstücke an das Ver- und Entsorgungsnetz sowie an das Straßen- bzw. Verkehrswegenetz.

Feinkies: Ein loses bzw. gekörntes fluviales Sediment mit Korngrößen zwischen 0,2 mm und 6,3 mm. Im Baubereich dient er vor allem als Zuschlagstoff.

Feld (Landwirtschaft): Ein Landstück, das dem Anbau von Feldfrüchten dient. Definitorisch entscheidend ist die regelmäßige Bearbeitung mit Pflug, Hackstock oder anderen Bodenbearbeitungsgeräten. Eine andere Bezeichnung ist »Acker«.

Feld, ausgefachtes: Eine ausgefüllte Wandpartie, die von tragenden Teilen einer Fachwerk- bzw. Skelettkonstruktion eingefasst wird.

Feldortstrecke (Bergbau): Eine bezogen auf Erzbergwerke verwendete Bezeichnung der untersten, der am tiefsten gelegenen → Strecke.

Feldrain: Die physische Grenze eines → Feldes bzw. Ackers.

Felsenburg: Eine Spielart der → Höhenburg, die wahrnehmungsbezogen und funktional von einer Felsformation (oder mehreren) geprägt ist, die schon an sich eine hervorragende Verteidigungsstellung bildete. Dieser natürliche Rahmen wurde konsequent in die Wehranlagen einbezogen, ja diktierte die Platzierung von Mauern und sonstigen wehrbaulichen Elementen weitgehend. Einen gleichsam extremen Vertreter der Felsenburg stellt die auch »Grottenburg« genannte → Höhlenburg dar.

Felsenbühne: Eine besondere Form der Freilichtbühne, die in einer Felsformation angelegt ist; die als Kulisse dienenden Felsen sind hierbei regelhaft von eingehauenen Treppen und (überarbeiteten) Höhlen durchsetzt.

Felsentheater: Siehe → Felsenbühne.

Fenestrierung (gegenständlich): Alle → Fenster eines → Gebäudes bzw. → Bauwerks oder die in einem Abschnitt zu findenden Fenster.

Fenestrierung (prozessual): Die Schaffung von Fensteröffnungen bzw. der Einbau von → Fenstern.

Fenster: Eine als Lichteinlass und / oder zur Belüftung dienende Maueröffnung, die ursprünglich mit Häuten oder Stoffen verhängt wurde. Moderne Fenster bestehen aus einem festen, mit der Mauer verbundenen Rahmen sowie beweglichen oder fest eingebauten Fensterflügeln mit einer aus transparentem Material hergestellten Füllung.

Fenster, Berliner: Ein → Kastenfenster mit nach innen aufgehenden Außen- und Innenflügeln. Das äußere Flügelfenster ist kleiner als das innere ausgelegt, um durch das lichte Maß zu passen.

Fenster, diokletianisches: Gebräuchlicher ist die Bezeichnung »Thermenfenster«. Es handelt sich um ein halbkreisförmiges, durch zwei lotrechte Pfosten dreigeteiltes Fenster mit unten verlaufender Horizontaler. Der Fenstertyp geht auf die römische Antike zurück; er diente vor allem zur natürlichen Belichtung von Thermen-Innenbereichen. Neuerlich in Mode kam er während der Renaissance, im Historismus und in der Jugendstilzeit.

Fenster, einfach verglastes: Ein → Fenster, dessen Flügelrahmen mit einer einfachen Glasscheibe gefüllt ist. Derart verglaste Fenster sind kostengünstig herzustellen, dämmen jedoch relativ schlecht. In Deutschland ist ihre Verwendung bei Neubauten sowie im Rahmen von (Altbau)Sanierungen nicht mehr zulässig.

Fenster, französisches: Eine regelhaft nach innen zu öffnende Glastür in einer Fassade mit außen vorgesetztem Geländer, im Grunde also eine Art ins Leere führender Balkontür.

Fenster, gekuppeltes: Zwei mittels einer mittigen Säule bzw. durch einen Mittelpfosten gekuppelte Fenster bzw. Fensteröffnungen. Dieser Fenstertyp wird auch als »Biforium« oder »Zwillingsfenster« bezeichnet.

Fenster, Grazer: Die Österreich üblich Bezeichnung des Hamburger Fensters. Siehe → Fenster, Hamburger.

Fenster, Hamburger: Ein → Kastenfenster, bei dem beide Flügel nach außen aufgehen. Das innere Flügelfenster ist kleiner gefertigt, um durch das lichte Maß zu passen.

Fenster, Salzburger: Ein → Kastenfenster mit nach außen aufschwingenden Außenflügeln und nach innen aufgehenden Innenflügeln.

Fenster, Wiener: Die Österreich gebräuchliche Bezeichnung des Berliner Fensters. Siehe → Fenster, Berliner.

Fensterangel: Eine an den Fensterrahmen montierte, zumeist bolzenartige Drehachse, an der ein Fensterflügel aufgehängt ist.

Fensteranschlag: Eine Aussparung im Mauerwerk bzw. in der → Laibung, in die ein Fenster eingesetzt (angeschlagen) wird. Zu unterscheiden sind → Außen-, → Innen- und → Stumpfanschlag.

Fensteranschlagziegel: Ein speziell geformter → Backstein bzw. → Ziegel, der zur Herstellung einer Festerlaibung verwendet wird; er weist eine Aussparung auf, die als Anschlag dient, also die wandseitigen Befestigungselemente von Fenstern oder Türen aufnimmt.

Fensteraussparung: Eine bei der Herstellung eines Bauteils (Wand, Dach) frei bzw. offen gelassene Partie, die zum Einsatz eines → Fensters vorgesehen ist.

Fensterbalken: Ein im Wesentlichen auf Österreich beschränkte Bezeichnung für einen → Fensterladen.

Fensterbank: Die Verkleidung des oberen Abschlusses einer Fensterbrüstung.

Fensterbeschlag: Ein regelhaft aus Metall gefertigtes Element, das einen Fensterflügel, also den beweglichen Teil eines Fensters, mit dem Rahmen verbindet.

Fensterbord: Eine andere Bezeichnung der → Fensterbank.

Fensterbrett: Eine umgangssprachliche Bezeichnung der → Fensterbank.

Fensterbrüstung: Der Wandteil zwischen Fußboden und Fensterunterkante. Inhaltsgleich, jedoch selten gebraucht ist der Begriff »Parapet«.

Fenstererker: Ein brüstungslos ausgeführter → Erker, dessen Höhe in etwa der senkrechten Abmessung des bzw. der eingesetzten Fenster entspricht.

Fensterflügel: Ein bewegliches Flächenelement eines → Fensters, das im Wesentlichen aus Flügelrahmen und darin eingesetzter Verglasung besteht. Am gebräuchlichsten sind dreh- und / oder kippbare Varianten.

Fenstergaden: Eine von Fenstern durchbrochene Wandpartie des Mittelschiffs einer → Basilika, welche die Seitenschiffe überragt. Der Begriff leitet sich aus dem Wort → »Gaden« ab, das in Bezug auf Kirchen die angegliederten Wirtschafts- bzw. Lagergebäude bezeichnet. Fenstergaden werden auch »Licht-« oder »Obergaden« genannt.

Fenstergewände: Eine abschrägte, seitliche Wandeinfassung eines → Fensters.

Fensterhaspe: Eine hakenähnliche, an einem Fensterrahmen montierte Einhängevorrichtung. Kurz: eine Fensterangel.

Fensterkreuz: Ein Verbund zweier einander in einem 90-Grad-Winkel kreuzender Elemente, die ein Fenster in vier Einzelflächen unterteilen.

Fensterladen: Eine zumeist von zwei horizontal beweglichen Flügeln gebildete Konstruktion, die regelhaft an einer Gebäudefassade unmittelbar neben einer Fensteröffnung angebracht ist bzw. wird. Sie gestattet es, das jeweilige Fenster vor u. U. schädigenden Wetterereignissen (Hagel, Regen, Sturm) zu schützen oder unerwünschten Lichteinfall zu vermeiden bzw. abzumildern.

Fensterlaibung: Die einer als → Fenster dienenden Wandöffnung zugewandten Wand- bzw. Mauerflächen.

Fensterlaibungsdämmung (gegenständlich): Verbaute Stoffe bzw. eine Konstruktion, die dazu dient, seitliche Mauer- bzw. Wandflächen einer als → Fenster dienenden Wandöffnungen gegen unerwünschte Effekte abzuschirmen. Stichworte: Wärmedämmung, Schallschutz.

Fensterleibung: Siehe → Fensterlaibung.

Fensterleibungsdämmung (gegenständlich): Siehe → Fensterlaibungsdämmung (gegenständlich).

Fensternische (Raum): Ein Raum, der von einem angedeuteten, mit einem Fenster oder mehreren versehenden Fassadenvorbau definiert wird.

Fensteröffnung (konstruktiv): Eine bei der Herstellung eines Bauteils (Wand, Dach) frei bzw. offen gelassene Partie, die zum Einsatz eines → Fensters bestimmt ist.

Fensterprofil: Ein gestrecktes Element, aus dem Fensterrahmen hergestellt werden. Fensterprofile werden aus Holz, Kunststoff und Aluminium produziert.

Fensterrose: Ein rundes, von → Maßwerk durchlaufenes verglastes Fenster, das bereits → romanische Sakralbauwerke schmückte, seine Blütezeit jedoch während der → Gotik erfuhr.

Fensterrosette: Siehe → Fensterrose.

Fenstersims (funktional): Eine Verkleidung des oberen → Brüstungsabschlusses eines Fensters. Der Begriff wird sowohl auf innen- wie außenliegende Fensterbänke angewendet, bezeichnet – folgt man der Duden-Definition – jedoch nur Letztere.

Fenstersitz: Eine Mauer- bzw. Wandaussparung hinter einem Fenster, die – u. U. in den Raum hinein fortgesetzt – als Sitz- bzw. Liegemöglichkeit vorgesehen ist.

Fenstersohlbank: Eine außenliegende → Fensterbank, die Teil der Wandlaibung ist, also kein Element der eigentlichen Fensterkonstruktion darstellt.

Fensterstiel (Fachwerkbau): Ein Pfosten bzw. Ständer, der ein Fenster bzw. eine Fensteröffnung begrenzt.

Fenstersturz: Ein waagrechtes oder mit waagrechter Unterkante versehenes Bauglied, das eine Fensteröffnung nach oben abschließt.

Fensterverdachung: Ein über einer Fensteröffnung nach außen vorspringendes Bauteil, das teils als Regenschutz, gewöhnlich jedoch vorrangig als Schmuckelement dient(e).

Fensterzarge: Der in die Maueröffnung eingesetzte, an allen Seiten mit der Wand in Berührung stehende Einbaurahmen für ein Fenster.