Immobilienwirtschaftliches Glossar

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Einträge zu Eink – Eis

Einkabinenaufzug: Eine technische Einrichtung zur vertikalen Personenbeförderung mit einer Transportkabine, die verschiedene Stockwerke eines Gebäudes ansteuert.

Einkabinenlift: Siehe → Einkabinenaufzug.

Einkaufsarkade: Ein heute häufig verwendeter, bezogen auf die meisten Objekte aus architektonischer Sicht nicht belastbarer Begriff für Ladenpassagen bis hin zu → Einkaufszentren. Die Bezeichnung geht auf frühe Ladenpassagen und Galerien zurück, deren Geschäftsfronten von → Arkaden gegliedert waren.

Einkaufstempel: Eine je nach Zusammenhang scherzhafte oder abfällige Bezeichnung für große Einzelhandelsobjekte wie → Warenhäuser oder → Einkaufszentren. Geläufiger ist die Bezeichnung »Konsumtempel«.

Einkaufszentrum: Grundsätzlich ein Ort, den eine Massierung von Ladengeschäften und Einzelhandelsmärkten kennzeichnet, die im Verbund ein über den Nahbereich hinausgehendes Einzugsgebiet erschließen. Im heutigen Allgemeinverständnis eine gewöhnlich einheitlich geplante und errichtete, großflächige Versorgungseinrichtung, die zahlreiche Betriebsformen und Betriebstypen aller Größenordnungen einbindet. Große Zentren weisen einen umfänglichen Branchenbesatz auf. Als Magnetbetriebe fungieren SB- und / oder Waren- und Kaufhäuser. Kennzeichnend ist ein Einschluss von Gastronomie- und Dienstleistungsbetrieben. In der Regel liegt ein zentrales Management vor. Das Europäische Handelsinstitut definiert – logisch nur bedingt nachvollziehbar – 10.000 qm Einzelhandelsgeschäftsfläche (nicht Verkaufsfläche) als unteren Schwellenwert, der eine Einordnung als Einkaufszentrum rechtfertigt.

Einkaufszentrum, faktisches: Anders als das planvoll entwickelte → Einkaufszentrum eine sukzessive entstandene, vergleichsweise flächenmächtige Agglomeration von Einzelhandelsbetrieben, die typischerweise (auch) in Einkaufszentren vorkommen. Maßgeblich für eine Einordnung als faktisches Einkaufszentrum ist, dass am Standort ansässige Betriebe als funktionale Einheit wahrgenommen werden.

Einkaufszentrum, geschlossenes: Ein gegenüber dem Umfeld abgeschlossenes, überdachtes → Einkaufszentrum, dessen Betriebseinheiten weit überwiegend oder durchgängig in nach innen orientiert sind.

Einkommensabhängige Nachfrageelastizität: Jener Zusammenhang, der zwischen einer Änderung des verfügbaren Einkommens (pro Kopf usw.) und der Veränderung der realisierten Nachfrage nach einem Produkt (Ware, Dienstleistung) besteht. Es ist feststellbar, dass sich eine Erhöhung oder Verminderung verfügbarer Einkommen in unterschiedliche produkt- bzw. spartenspezifische Nachfrageveränderungen übersetzt. Beispiel: Das Einkommen erhöht sich um 2 %, die Nachfrage nach Produkt 1 bleibt unverändert, jene nach Produkt 2 steigt um 1 %, die nach Produkt 3 legt um 4 % zu. Derartige Bezüge bergen Implikationen. Die erste liegt auf der Hand: Projizierte Einkommensveränderungen lassen sich nicht gleichmäßig auf die Nachfrage nach verschiedenen Produkten übertragen. Die zweite Implikation besteht darin, dass unterschiedliche örtliche Kaufkraftniveaus im Grunde unterschiedliche Nachfrageelastizitäten in sich tragen. Dieser Fakt kann u. a. in Zusammenhang mit einzelhandelsbezogenen Marktpotentialberechnungen (und damit z. B. bei der Bestimmung möglicher → städtebaulicher Auswirkungen von → Einzelhandelsgroßbetrieben) gravierende Fehleinschätzungen begründen. Hierzu wiederum ein Beispiel: Wenn eine Stadt einen einzelhandelsrelevanten Kaufkraftindex von 150 Punkten aufweist, heißt das keineswegs, dass alle → Warengruppen 1,5fach stärker nachgefragt werden als im Durchschnitt (= 100) der Fall. Vielmehr liegen die Ausgaben für Grundnahrungsmittel gewöhnlich nahe am Durchschnitt, während jene für Uhren und Schmuck zwei- oder dreifach über dem mittleren Verbrauchsausgabenbetrag liegen können. Grundsätzlich gilt: Je höher die Abweichung vom Mittelwert, desto mehr verzerren in der gutachterlichen Praxis übliche warengruppenbezogene Marktpotentialberechnungen (durchschnittliche Verbrauchsausgabe für eine Warengruppe mal Kaufkraftindex mal Einwohnerzahl des Bezugsraumes) die Wirklichkeit. Um erwähnte → Auswirkungsanalysen und den beispielhaften Kaufkraftindex von 150 aufzugreifen: Hier würden tatsächliche Auswirkungspotentiale neuer Verkaufseinheiten (unter Verzicht auf korrigierende Ansätze) im Bereich von Grundnahrungsmitteln stark »verniedlicht», im Uhren- und Schmucksegment hingegen beträchtlich überzeichnet.

Einlasstörle (Burgen- / Festungsbau): Eine andere Bezeichnung der Schlupftür. Angesprochen ist eine in das Blatt eines Burg- oder Stadttors eingelassene Tür. Sie gestattete Fußgängern das Betreten und Verlassen des befestigten Bereiches, ohne das Tor öffnen zu müssen.

Einläufige Treppe: Eine → Treppe mit durchgehendem, also nicht von einem → Podest gebrochenen Lauf. Diese Treppen können unterschiedlich geführt sein, so geradläufig, viertel- oder halbgewendelt. Eine durchgehende, vollständig gewendelte Treppe kann als Sonderform aufgefasst werden.

Einliegerwohnung: Eine zweite, der Hauptwohnung funktional und größenbezogen untergeordnete Wohnung innerhalb eines Eigenheims bzw. → Einfamilienhauses. Gemäß baurechtlicher Maßgaben setzt eine Einordnung als Einliegerwohnung voraus, dass der Gebäudebereich selbstständig vermietbar ist. Formal muss es sich somit nicht um eine abgeschlossene Wohneinheit handeln.

Einmieterimmobilie: Ein Gebäude oder Gebäudekomplex, der nur von einem Nutzer belegt ist oder unter Verzicht auf massive Eingriffe nur von einem Mieter (sinnvoll) nutzbar ist.

Einmieterobjekt: Siehe → Einmieterimmobilie.

Einpendlergemeinde: Eine → Gemeinde, deren Arbeitsplatzangebot wochentäglich deutlich mehr Beschäftigte aus dem Umland anzieht, als im Umland ansässige Betriebe bzw. Einrichtungen aus ihr abziehen.

Einpendlerort: Siehe → Einpendlergemeinde.

Einpflügen (Erdbau): Ein Kabel- und Rohrverlegungsverfahren, das auf dem Einsatz eines → Verlegepflugs beruht. Durch Verdrängung schafft dieser einen Tunnel, in den Kabel oder Rohre eingeführt werden können, ohne offene Gräben schaffen zu müssen.

Einrichtungshaus: Präziser als »Möbel- und Einrichtungshaus« zu bezeichnen. Ein regelhaft großflächiger Einzelhandelsbetrieb, der neben einem mehr oder minder breiten Möbelangebot eine breite Palette an Einrichtungsgegenständen (Teppiche, Bettwaren, Heimtextilien) bis hinab zu Wohnaccessoires (Bilder, Geschirr usw.) vertreibt.

Einschaliger Schornstein: Ein im Hausbau vorkommender Typ von → Schornstein, der nur aus einem, oft aus Leichtbetonformsteinen gemauerten Schacht besteht.

Einschaliges Dach: Bei dieser unbelüfteten, zumeist als »Warmdach« bezeichneten Konstruktion liegt die → Dachhaut unmittelbar auf der zum Innenraum hin durch eine Dampfsperre begrenzten Dämmschicht.

Einschalige Wand: Eine → Wand, deren Querschnitt aus einem kompakten konstruktiven Verbund besteht, also keinen aus anderweitigem Baustoff hergestellten oder leer belassenen Kern besitzt. Der auch als »monolithisch« bezeichnete Aufbau stellt die älteste Form der Wandkonstruktion dar.

Einscheiben-Sicherheitsglas: Ein in Scheibenform gebrachtes Glas, das zumeist thermische vorgespannt wird. Aufgrund durch rasche Abkühlung erzeugter Temperaturdifferenzen zwischen Oberfläche und Kern entwickelt der Kern Zug-, die Oberfläche Druckspannungen. Gemessen an normalem Flachglas ergibt daraus eine Biegebelastbarkeit. Sobald die Spannungen freigesetzt werden (etwa durch tiefe Risse), zerfällt die Scheibe in winzige Einzelteile. Verwendet wird die Glasart u. a. zur Herstellung von Glastüren und Fassadengläsern.

Einschienenbahn: Neudeutsch »Monorail« genannt. Ein auf die Beförderung von Passagieren oder Gütern ausgelegtes Bahnsystem, bei dem das Fahrzeug durch nur eine Schiene bzw. einen Fahrbalken geführt wird. Das Fahrzeug kann auf diesem Balken gesetzt sein oder unter diesem, also in einer Aufhängung geführt werden.

Einschnittsböschung (Verkehrswesen, Straßenbau): Eine straßenbegleitende → Böschung, die zu einem unterhalb des Straßenniveaus ziehenden → Bankett überleitet.

Einseitiger Wendehammer (Verkehrswese): Ein → Wendehammer, bei dem die zuführende Sackgasse auf einer sie gleichsam verlängernden Seite einmündet. Die Lenkbewegung erfolgt folglich nur in einer Richtung.

Einsiedelei (Gebäude, Ort): Die Wohnstätte eines Eremiten.

Einspänner (Wohnungsbau): Eine Erschließungsform bzw. Gebäudekonfiguration, bei der je Stockwerk nur eine Wohneinheit besteht.

Einsteinmauerwerk: Die Standardform des modernen → Mauerwerks. Kennzeichnend ist, dass die Wandstärke der Breite bzw. Länge eines Mauersteins entspricht.

Einsternhaus: Siehe → Ein-Stern-Hotel.

Ein-Stern-Haus: Siehe → Ein-Stern-Hotel.

Einsternhotel: Siehe → Ein-Stern-Hotel.

Ein-Stern-Hotel: Ein sehr einfach ausgestatteter, der Tourist-Kategorie gemäß deutscher → Hotelklassifikation zuzählender Beherbergungsbetrieb, der einfachen Gästeansprüchen genügt (siehe den Portalbeitrag Hotelkategorien, 2.2.1 Tourist).

Einverleibung (Grundstückswesen, Österreich): Eine Grundbuchseintragung, die einen sofortigen und unbedingten Rechtserwerb bzw. -verlust durch Erwerbung, Übertragung, Aufhebung oder Beschränkung bücherlicher Rechte bewirkt.

Einzelbüro: Eine Bürozelle bzw. ein Zellenbüro, die auf die Nutzung durch eine Person ausgelegt ist. Regelhaft wird sie über einen Flur erschlossen. Als Pluspunkt des Einzelbüros gilt, dass es ein ungestörtes (und nicht störendes) Arbeiten ermöglicht. Als nachteilig werden u. a. Kommunikationsbrüche infolge gegenseitiger Abkapselung und eine vergleichsweise geringe Flächeneffizienz angeführt.

Einzelfort (Festungsbau): Ein selbständig zu verteidigendes Befestigungswerk, das außerhalb des Verteidigungsbereiches bzw. der Waffenreichweite einer Hauptfestung liegt. Dieser Typ wird auch als »isoliertes Fort« bezeichnet.

Einzelhandel: Eine Handelsform, die Waren an private Endverbraucher vertreibt. Nicht dem Einzelhandel im engeren Sinne zugerechnet werden z. B. Autohäuser und Tankstellen.

Einzelhandel, großflächiger (Planungswesen, Deutschland): Eine planungs- und genehmigungsrechtlich bedeutsame Einordnung, die Einzelhandelsbetriebe und einheitliche geplante betriebliche → Agglomerationen betrifft, deren Verkaufsfläche 800 qm übersteigt oder deren Geschossfläche 1.200 qm überschreitet. Im Rahmen von planungs- und genehmigungsrechtlichen Verfahren unterstellen zuständige Behörden, dass die Errichtung derartiger Betrieb negativ auf die städtebauliche Entwicklung und Ordnung sowie auf die Verwirklichung raumordnerischer Ziele zurückwirken kann. Großflächige Betriebe unterliegen somit der → Regelvermutung. Die über alle Branchen und Betriebsformen hinweg geltende Flächenschwelle ist logisch widersinnig. Praktisch verfehlt sie nicht nur ihren eigentlichen Zweck, eine geordnete städtebauliche Entwicklung zu gewährleisten, sondern öffnet unerwünschten Auswirkungen sogar Tür und Tor. Dass sie wettbewerbsverzerrend wirkt, kommt hinzu. Beispielsweise begünstigt sie → Lebensmitteldiscounter gegenüber → Super- und → Verbrauchermärkten.

Einzelhandel, regulärer: Eine Sammelbezeichnung für Betriebe, die innerhalb der Handelskette zwischen Produzenten bzw. Großhandelseinrichtungen und privaten Endverbrauchern stehen.

Einzelhandel, stationärer: Der laden- bzw. standortgebundene Zweig des → Einzelhandels.

Einzelhandelsagglomeration: Eine standörtliche Konzentration, Ballung, Massierung von → Einzelhandelsbetrieben bzw. -einrichtungen.

Einzelhandelsbetrieb: Ein Unternehmen bzw. eine → Filiale, die Waren an private Endverbraucher vertreibt.

Einzelhandelsbetrieb, großflächiger: Siehe → Einzelhandel, großflächiger.

Einzelhandelsbetriebsform: Eine Manifestation eines vertrieblichen Konzeptes, dessen Umsetzung maßgeblich an Flächenbandbreiten bzw. Mindestbetriebsgrößen, spezielle Standorterfordernisse sowie unterschiedliche Agglomerationsbedürfnisse gebunden ist. Der Flächenaspekt spiegelt sich in der englischen Bezeichnung »retail format«. Zu unterscheiden sind gleichsam selbstgenügsame und Verbundformen. Betriebsformen werden häufig fälschlich mit Betriebstypen gleichgesetzt. Letztere stellen lediglich Spielarten bzw. branchengebundene Ausprägungen (Bekleidungs-, Schuh-, Sportgeschäft) jeweiliger Betriebsformen dar.

Einzelhandelscluster: Eine kleine Ansammlung von → Einzelhandelsbetrieben.

Einzelhandelsdeveloper: Ein missverständlicher Begriff, insofern es sich nicht um eine Person oder Firma handelt, die den Einzelhandel an sich entwickelt. Angesprochen ist ein → Projektentwickler, der sich der Planung, Errichtung, Optimierung und Vermarktung von → Einzelhandelsimmobilien verschreibt.

Einzelhandelsentwickler: Die Kurzbezeichnung von »Einzelhandelsimmobilienentwickler«. Der Begriff steht für eine juristische oder natürliche Person, die sich als professioneller → Projektentwickler mit der Planung, Errichtung, Optimierung und Vermarktung von → Einzelhandelsimmobilien befasst.

Einzelhandelsfonds: Eine Verkürzung von → »Einzelhandelsimmobilienfonds«.

Einzelhandelsformat: Ein anhand seiner Betriebsfläche definiertes Ladengeschäft bzw. eine Geschäftsgrößenklasse. Im erweiterten Verständnis handelt es sich um eine absatztechnisch bzw. konzeptionell definierte → Betriebsform (Fachgeschäft, Fachmarkt usw.).

Einzelhandelsgebäude: Siehe → Einzelhandelsimmobilie.

Einzelhandelsgeschäft (räumlich): Eine räumlich erkennbar eigenständige Einheit, die zum Zweck des Abverkaufs von Waren an private Endverbraucher dient.

Einzelhandelsimmobilie: Ein ausschließlich von Einzelhandelsnutzungen belegtes oder ertrags- bzw. flächenbezogen einzelhandelsdominiertes Gebäude, das für diesen Zweck geplant oder den baulich-funktionalen Erfordernissen von Einzelhandelsbetrieben angepasst wurde. Die Bandbreite reicht von baulich-strukturell einfachsten Gebäuden bis hin zu konzeptionell höchst komplexen Gebilden wie Einkaufszentren.

Einzelhandelsimmobilienentwickler: Siehe → Einzelhandelsentwickler.

Einzelhandelsimmobilienfonds: Ein Anlegergelder bündelndes Investmentvehikel, dessen finanzielle Eigenmittel (nebst regelhaft beschafftem Fremdkapital) in den Erwerb einer oder mehrerer → Einzelhandelsimmobilien fließen. Konkret: Ein Initiator bzw. eine Kapitalanlagegesellschaft wirbt Gelder ein, um diese in eine bestehende, im Bau- oder Planungsstadium befindliche → Einzelhandelsimmobilie oder ein entsprechendes Gebäudeportfolio zu investieren. Günstigenfalls erzielen beteiligte Anleger aus laufenden Einnahmen und dem letztlichen Abverkauf des Fondsobjektes bzw. -portfolios eine mehr oder minder ansehnliche Verzinsung, ungünstigenfalls erweist sich eine Beteiligung als Kapitalvernichtung.

Einzelhandelsimmobilienmarkt: Das umschlagorientierte Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage (Anmietung / Vermietung, Kauf / Verkauf, Leasing) im Bereich von → Einzelhandelsimmobilien.

Einzelhandelsimmobilienportfolio: Ein mehrere → Einzelhandelsobjekte umfassender Bestand.

Einzelhandelslage (räumlich): Ein mehr oder minder scharf abgrenzbarer, primär von Einzelhandelsnutzungen, also endkundenorientierten Ladengeschäften geprägter Funktionsraum.

Einzelhandelsladen: Siehe → Einzelhandelsgeschäft (räumlich).

Einzelhandelsobjekt: Siehe → Einzelhandelsimmobilie.

Einzelhandelsportfolio: Ein mehrere → Einzelhandelsimmobilien umfassender Bestand.

Einzelhandelsprojektentwickler: Siehe → Einzelhandelsentwickler.

Einzelhaus (Baurecht, Deutschland): Ein rundherum von den Grundstücksgrenzen abgesetztes, freistehendes Gebäude oder auch ein freiständiger → Gebäudekomplex. Maßgeblich ist, dass sich das Gebäude bzw. der Komplex auf einem Grundstück erhebt.

Einzelmieterimmobilie: Ein Gebäude oder Gebäudekomplex, das bzw. der nur von einem Nutzer belegt ist oder unter Verzicht auf massive Eingriffe nur von einem Mieter sinnvoll bzw. wirtschaftlich optimal genutzt werden kann.

Einzelmieterobjekt: Siehe → Einzelmieterimmobilie.

Einzelwurt: Ein künstlich aufgeschütteter Hügel im Gezeitenbereich von Küsten, der nur einen Hof bzw. ein Wohngebäude trägt.

Einzelzimmer (Hotellerie / Gesundheitswesen): Namensgemäß ein Zimmer mit nur einer Schlafgelegenheit.

Einzugsbereich: Siehe → Einzugsgebiet.

Einzugsgebiet: Ein Raum bzw. Gebiet, aus dem eine Einrichtung oder ein Ort bzw. dessen Leistungsangebot regelmäßig, durch häufiger wiederkehrende Personen und in der Summe nennenswert Zuspruch erhält. Einzugsgebiete stellen veränderliche Gebilde dar; sie erwachsen aus einem Spannungsfeld innerer und äußerer Bestimmungsgründe. Die beiden wichtigsten sind Größe, Branchenbesatz und Vielfalt bestehender Einzelhandels- und Dienstleistungsgefüge im Verhältnis zu Wettbewerbern, also die relative Attraktivität sowie der verbraucherseitig als annehmbar empfundene Zeitaufwand im Zuge der Bedarfsdeckung. Grundsätzlich nimmt der Kundenzuspruch mit zunehmender Entfernung bzw. Zeit-Distanz vom jeweiligen Standort ab.

Einzugsgebiet, primäres: Eine andere Bezeichnung für das Kerneinzugsgebiet. Es handelt sich um jenes Absatzgebiet, aus dem sich ein sehr hoher bis weit überwiegender Umsatzanteil eines Handelsbetriebes oder einer sonstigen Einrichtung speist. Die Ausdehnung dieses Raumes korreliert mit dem spezifischen Wert einer Ware und / oder Dienstleistung. In der Praxis werden für den zur Abgrenzung herangezogenen Umsatzanteil Schwellenwerte festgelegt (z. B. 60 %, 70 %, 80 %).

Eisen (Steinbearbeitung): Eine von Steinmetzen und Steinbildhauern verwendete Bezeichnung des → Meißels bzw. Schlageisens.

Eisenbahn (Verkehrsinfrastruktur): Siehe → Eisenbahnsystem (Verkehrsinfrastruktur).

Eisenbahn (Verkehrsmittel): Ein schienengeführtes, mit Strom, Diesel oder Dampf angetriebenes Zugsystem, das dem regelmäßigen Personen- oder Gütertransport über größere Entfernungen dient (vergleiche hierzu → Schnellbahn und → U-Bahn). Das Verkehrsmittel selbst stellt ein technisches System dar. Der Begriff »Eisenbahn« wird jedoch auch auf ein gesamtheitliches, alle betriebsnotwendigen Einrichtungen einschließendes Netz bzw. ein übergeordnetes, technisch-organisatorisches System bezogen, das auf den Einsatz von Eisenbahnen ausgelegt ist.

Eisenbahnbaron: Eine umgangssprachliche, ursprünglich auf US-amerikanische Investoren gemünzte Bezeichnung, die während des 19. Jahrhunderts mit Eisenbahnprojekten reich bzw. noch reicher wurden.

Eisenbahndepot: Eine zumeist von einer Halle oder mehreren Hallen geprägte Parkeinrichtung für Eisenbahntriebwagen. Viele Eisenbahndepots beinhalten Einrichtungen, die es gestatten, kleinere Reparaturen vorzunehmen.

Eisenbahngleis(e): Die paarigen Führungsschienen der Räder bzw. des Fahrwerks einer → Eisenbahn (Verkehrsmittel).

Eisenbahnnetz: Die Gesamtheit mittel- oder unmittelbar miteinander verbundener Eisenbahnstrecken innerhalb eines bestimmten Raumes.

Eisenbahnsystem (Verkehrsinfrastruktur): Ein alle betriebsnotwendigen Einrichtungen und technischen Mittel umfassender Gesamtzusammenhang, der auf den Einsatz von Eisenbahnen ausgelegt ist. Der hier verwendete Systembegriff schließt den Zugbestand, einzelne Gleisanlagen, Bahnhöfe, sonstige mit dem Betrieb zusammenhängende Verkehrsbauwerke, Versorgungs- und Steuerungseinrichtungen sowie das Streckennetz ein. In qualitativer Hinsicht umfasst er u. a. den Verkehrstakt.

Eisenbahnsystem (Verkehrsmittel): Siehe → Eisenbahn (Verkehrsmittel).

Eisenbahntrasse: Der Verlauf bzw. die Führung des Gleiskörpers einer Eisenbahnstrecke.

Eisenbahntrassierung: Die Festlegung des Verlaufs bzw. der Gleiskörperführung einer Eisenbahnstrecke.

Eisenbergwerk: Ein Bergbau bzw. eine Grube in dem bzw. der eisenhaltige Mineralgemenge abgebaut werden.

Eisenbinder: Eine andere Bezeichnung für »Betonstahlbieger und -flechter», also Baufacharbeiter, die anhand von Ausführungsplänen Bewehrungen für Betonbauteile anfertigen, vorgefertigte Bewehrungsteile verlegen oder Bewehrungskörbe herstellen.

Eisenhütte: Eine Anlage zur Erzeugung von Eisen. Moderne Eisenhütten stellen sich als komplexe Industriewerke dar.

Eisenleger: Siehe → Eisenbinder.

Eisenmine: Siehe → Eisenbergwerk.

Eisensack: Eine andere Bezeichnung der Abrissbirne. Es handelt sich um ein kugel- oder birnenförmiges Abbruchwerkzeug, das vorwiegend zum Abriss von Mauerwerk herangezogen wird. Die Masse reicht von einer halben Tonne bis zu acht Tonnen. An einen Seilbagger montiert, wird das Gewicht in Schwingung versetzt und gegen den abzubrechenden Bauwerksteil gelenkt; dieser wird durch Aufprall zerstört.

Eisenskelett: Ein statisches Gesamtsystem, das auf einer gerippeartigen Verbindung von tragenden Gliedern beruht, die aus Eisen bestehen. Das Eisenskelett war der Vorläufer des Stahlskeletts.

Eisenwerk: Eine baulich-technische Anlage, die zur industriellen Produktion von Eisen bzw. Eisenteilen dient.

Eishotel: Für eine saisonale bzw. winterliche Nutzung aus Eis errichtetes Hotel, das im Frühjahr / Sommer abschmilzt. Beispiele finden sich in Finnland, Kanada, Schweden, Norwegen, Österreich und den USA (Alaska).