Immobilienwirtschaftliches Glossar

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Einträge zu D – Dan

DA (Abbruchwesen): Das Kürzel für »Deutscher Abbruchverband«. Der eingetragene Verein ist in Köln ansässig.

Dach: Der obere, geschlossene Abschluss eines Gebäudes. Im Verbund mit Wänden oder – sofern keine Wände vorhanden sind – Pfeilern definiert es ein Gebäude gegenüber der Umwelt.

Dach, abgeschlepptes: Ein Abschnitt von geneigten Dächern, der mit dem Hauptdach verbunden ist, jedoch über dieses hinaus ausgreift, dessen Fläche also über die → Traufe hinaus verlängert. Schleppdächer bedecken mehrheitlich nachrangig genutzte Gebäudeteile oder nachträgliche Anbauten. Das Schleppdach wird auch als »abgeschlepptes Dach« bezeichnet.

Dach, einschaliges: Für diese unbelüftete, zumeist als »Warmdach« bezeichnete Konstruktion ist kennzeichnend, dass die → Dachhaut direkt auf die zum Innenraum hin durch eine Dampfsperre begrenzte Dämmschicht folgt.

Dachaufbau (auflagernde Struktur): Eine bauliche Struktur, die einem → Dach aufsitzt.

Dachaufbau (konstruktiv): Das konstruktive System eines Daches bzw. die Verbindung und Schichtung tragender und dichtender Elemente.

Dachbegrünung: Eine mehr oder minder intensive Bepflanzung von → Flachdächern.

Dachbinder: Ein primäres, im Holzbau aus Einzelhölzern zusammengesetztes Tragelement einer Dachkonstruktion. Die einfachste Form besteht aus einem Dachbalken und zwei → Dachsparren.

Dachboden: Bei Häusern mit geneigtem Dach der regelhaft allenfalls notdürftig isolierte bzw. unverkleidete Raum zwischen Dachinnenseite und oberster Geschossdecke.

Dachbodenluke: Eine mittels einer Klappe verschließbare Öffnung in einer Zimmerdecke, die einen Zugang zum → Dachboden ermöglicht.

Dachbruch: Eine gleichgerichtet mit der → Traufe verlaufende Verbindungslinie zwischen zwei Dachflächen unterschiedlicher Neigung.

Dachbund: → Dachbinder.

Dachdecker: 1. Allgemein eine Person, die ein → Dach eindeckt, also dessen Konstruktion mittels Dachziegeln, Stroh, Platten usw. dauerhaft gegen die Umwelt abschließt. 2. Eine entsprechend ausgebildete Kraft, ein auf diese Tätigkeit bzw. einen Ausschnitt dieses Feldes spezialisierter Handwerker. Die Einschränkung ist begründet, insofern die sachkundige Herstellung von Reet- oder Schieferdeckungen einer nochmals verfeinerten Spezialisierung bedarf.

Dachdeckermörtel: Ein elastischer, stark klebender, mit witterungsbeständigen Kunstfasern versetzter Mörtel. Diese Mörtel werden beim Legen von First-, Grat- und Traufziegeln verwendet.

Dachdichtungsbahn: Eine nicht schweißbare (Polymer)Bitumenbahn mit besandeten Oberflächen oder besandeter Unter- und beschieferter Oberseite, die verwendet wird, um Dächer abzudichten. Diese Bahnen werden mittels Nägeln befestigt oder mit der Auflagefläche verklebt.

Dacherker: Ein Dachaufbau, dessen Stirnseite lotrecht aus der Außenwand eines Gebäudes aufsteigt. Die Einordnung als Dacherker ist unabhängig davon, ob der Aufbau die Trauflinie auflöst oder hinter ihr steht. Sonderformen stellen die → Lukrane und das → Zwerchhaus dar.

Dachfirst: Die obere, gewöhnlich waagrecht verlaufende Abschlusskante eines Daches. Bei gewölbten Dächern verläuft der First entlang der Scheitelachse des Bogens.

Dachfolie: Ein dünne, aus Metall oder Kunststoff hergestellte Bahn bzw. Lage, die als → Dampfbremse oder → Dampfsperre beim Dachbau eingesetzt wird.

Dachforst: Eine andere Bezeichnung für → »Dachfirst«.

Dachförst: Eine regional gebräuchliche Bezeichnung für den → Dachfrist.

Dachgaube: Ein aus geneigten Dächern vorspringender bzw. ihnen entwachsender, früher regelhaft mit einem Fenster versehener, heute bisweilen mehrseitig befensterter oder umlaufend verglaster Aufbau. Gauben dienen der natürlichen Belichtung und Belüftung sowie der Flächenerweiterung von Dachräumen, die zumeist zu Wohnzwecken genutzt werden. Die Stirnseite von Gauben ist gewöhnlich von der → Traufe in Richtung → First zurückversetzt, kann jedoch auch mit der Fassade abschließen.

Dachgaupe: Siehe → Gaube.

Dachgeschoss: Bei Gebäuden mit geneigtem → Dach der gedämmte und ausgebaute Raum zwischen Dachinnenseite und oberster Geschossdecke.

Dachgestühl: Die Tragkonstruktion eines → Daches. Gemäß einem engen Verständnis trägt der Dachstuhl (bei hölzernen Dächern) die → Sparren, nicht aber die → Dachhaut. Nach einem weiterten Verständnis steht der Begriff für die gesamte (hölzerne) Dachkonstruktion.

Dachgleiche: Österreichische Bezeichnung für »Richtfest«. Eine Feier, die abgehalten wird, sobald Rohbau und Dachstuhl (oder das Dach) fertiggestellt sind. In Österreich ist auch die Bezeichnung »Gleichenfeier« gebräuchlich.

Dachgrat: Bei geneigten Dächern eine außenliegende Kante, die von zwei aufeinandertreffenden Dachflächen gebildet wird. Mit anderen Worten: eine außenliegende Verschneidungslinie zweier Dachflächen.

Dachhaut: Der vor Wind und Wetter bzw. Witterungseinflüssen schützende Teil des Daches, der über den tragenden Komponenten bzw. der Dachkonstruktion liegt.

Dachhelm: Ein hohes, spitz zulaufendes Turmdach mit mehreckigem Grundriss bzw. polygonaler Basis. Andere Bezeichnungen sind »Helmdach« und »Turmhelm«. Eine insbesondere in Süddeutschland und Österreich verbreitete Spielart ist das → Zwiebeldach.

Dachhengel: Im Schweizerdeutsch eine Bezeichnung der → Dachrinne.

Dachkähner: In mundartlich alemannisch geprägten Gebieten eine Bezeichnung der → Dachrinne.

Dachkalle: Eine umgangssprachliche Bezeichnung der → Dachrinne.

Dachkännel (der): Eine in Teilen der Schweiz gebräuchliche Bezeichnung der → Dachrinne.

Dachkapfer: Eine in Österreich gebräuchliche Bezeichnung für eine → Dachgaube.

Dachknauf: Eine der → Turmkugel vergleichbare Verzierung auf Dächern von öffentlichen Gebäuden bzw. Bauwerken (Museen, Rathäuser, Parlamentsgebäude).

Dachkonstruktion (gegenständlich): Das tragende Gerüst eines → Daches bzw. der für Standsicherheit sorgende Unterbau, auf dem die → Dachhaut aufgebracht wird.

Dachkonstruktion (Vorgang): Dachland von Graz (Österreich)Die Errichtung eines Dachtragwerks.

Dachlandschaft (gebäudeübergreifend): Das dreidimensionale Gesamtbild bzw. Muster, das bei einer Auf- bzw. Schrägansicht von → Dächern einer größeren oder kleineren Siedlung erkennbar wird. Bestimmend sind insbesondere Gebäudegrundflächen (die sich mehrheitlich in den Flächen der Dächer spiegeln), Straßenverläufe (die über Gebäudeanordnungen und -ausrichtungen entscheiden), unterschiedliche Dachausrichtungen bzw. Firstlinien (→ traufständig, → giebelständig), Dachformen (z. B. → Satteldach, → Flachdach) sowie Straßenbreiten und Platzsituationen. Rechts eine ausschnitthafte Aufnahme der zum Weltkulturerbe zählenden Dachlandschaft der steirischen Landeshauptstadt Graz, Österreich (Foto: Elmar Pfeiffer, April 2011).

Dachlatte: Eine hölzerne, horizontal verlaufende Latte, die auf den → Sparren befestigt ist und im Verbund mit anderen die Dachdeckung (z. B. Ziegel) trägt.

Dachlukarne: Im Schweizerdeutsch eine Bezeichnung für eine → Dachgaube.

Dachluke: Eine mittels einer Klappe verschließbare Dachöffnung. Die Klappe kann transparent ausgeführt sein. Dachluken dienen teils der Belichtung und Belüftung, teils aus Ausstieg, um Wartungs- und Reparaturarbeiten vornehmen zu können.

Dachpappe: Eine bahnartige, mit → Bitumen getränkte Pappe, die als Feuchtigkeitssperre dient. Um die Abriebfestigkeit und UV-Beständigkeit zu erhöhen, können grobe Sande, sehr feiner Kies oder auch Schiffersplitter eingearbeitet werden.

Dachpfette: Ein gewöhnlich parallel zum → Dachfirst verlaufender Träger, auf dem die Dachsparren aufliegen. Abhängig von der jeweiligen Position sind First-, Fuß- und Mittelpfette zu unterscheiden.

Dachreiter: Ein auf den → First montierter, zierlicher, türmchenähnlicher Aufsatz. Dachreiter dienen vielfach als Glockengestühl.

Dachrinne: Eine zumeist halbrohrförmige, seltener kastenförmige Rinne, die von der Dacheindeckung ablaufendes Niederschlagswasser über ein Fallrohr in den Untergrund (Kanalisation, Sammelbecken usw.) abführt. Moderne Dachrinnen werden aus Kunststoff oder Metall (Edelstahl, Kupfer, Zink) gefertigt. Am weitesten verbreitet sind an der Traufkante aufgehängte Rinnen.

Dachrinne, innenliegende: Eine im Dachbereich innerhalb des Gebäudegrundrisses verlaufende Rinne, die zur Sammlung und Abführung von Niederschlagswasser dient. Diese Rinnen werden in Haltekonstruktionen oder auf Unterlagen montiert.

Dachrinne, liegende: Eine einseitig mit einer Schrägfläche versehene Rinne, die im Traufbereich auf der Dachfläche aufliegt.

Dachrinne, stehende: Eine am Dachrand, gleichsam in die Dachfläche hineingesetzte Dachrinne, die mit der Außenwand abschließt, oder eine auf einem Sims verlaufende Rinne.

Dachrinne, vorgehängte: Eine mittels Aufhängung im Bereich der Dachtraufe befestigte Rinne.

Dachsbeil (Holzbearbeitung): Eine andere Bezeichnung für die Dechsel. Es handelt sich um ein Querbeil bzw. ein Werkzeug mit einem quer zum Stiel ausgerichteten, sich nach vorne regelhaft verbreiternden Blatt (Schneide); es dient zur Oberflächenbearbeitung von Holz; es wird zum Abnehmen großer Späne wie auch zur feineren Spanabnahme (Schlichten) und zum Glätten verwendet.

Dachschabe (Dachdeckung): Ein regelhaft aus Roggenstroh hergestelltes Bündel, das zur Dacheindeckung verwendet wird.

Dachschiefer: Ein dunkelgrauer → Tonschiefer, der zur Dacheindeckung, aber auch zur Fassadenverschindelung genutzt wird.

Dachsparren: Ein im Verbund die Dachhaut tragendes konstruktives Element, das vom → First zur → Traufe verläuft.

Dachstein: Ein regelhaft aus → Beton hergestelltes, einen Dachziegel nachbildendes Element, das zur Eindeckung von Dächern eingesetzt wird.

Dachsteuer (historisch): Ein phasenweise u. a. in Österreich und Irland erhobene Vermögenssteuer auf Immobilien. Grundlage war deren jeweilige Dachfläche. Im damaligen Kaiserreich Österreich wurde sie letztmals im ausgehenden 18. Jahrhundert eingeführt, bald jedoch wieder abgeschafft. Ein unerwünschter Nebeneffekt der Steuer lag darin, dass sie einen vorsätzlich herbeigeführten Verfall verzichtbarer Gebäude förderte; einerseits wurden deren Dächer gezielt entfernt oder Unterhaltungsaufwendungen unterblieben, um der Zahlungsverpflichtung zu entgehen. Eine besondere Spielart stellte das in Österreich wiederholt eingeführte → Rauchfanggeld dar.

Dachstuhl: Die tragende Konstruktion eines Daches. Gängige Definitionen unterscheiden sich. Nach einem engen Verständnis trägt der Dachstuhl (bei Holzdächern) die Dachsparren, also nicht die Dachhaut. Gemäß einem weiter gefassten Verständnis bezeichnet der Begriff die gesamte (hölzerne) Dachkonstruktion.

Dachstuhl, liegender (Dachkonstruktion): Ein → Dachstuhl, dessen Stuhlsäulen ausgehend von den Außenwandbereichen schräg zur Dachmitte bzw. dem → First hin aufsteigen.

Dachstuhl, stehender (Dachkonstruktion): Ein → Dachstuhl mit senkrechten Stuhlsäulen. Es gibt drei Varianten: 1. Einfach stehender Stuhl: Dieser Typ weist nur eine Reihe, zumeist unter dem First errichteter Stuhlsäulen auf. 2. Doppelt stehender Stuhl: Eine Konstruktion mit zwei Reihen symmetrisch angeordneter Stuhlsäulen. 3. Mehrfach stehender Stuhl: Eine Konstruktion, die Typen 1 und 2 verbindet oder mehr als drei Reihen von Stuhlsäulen aufweist.

Dachtragwerk: Eine andere Bezeichnung für »Dachkonstruktion«. Das tragende Gerüst eines → Daches bzw. der für Standsicherheit sorgende Unterbau, auf dem die → Dachhaut aufgebracht wird.

Dachtraufe: Die an der Breitseite eines geneigten Daches verlaufende Tropfkante, die in niederschlagsreichen Regionen zumeist mit einer Dachrinne versehen ist.

Dachtreppe: Eine → Treppe, die auf bzw. über der Dachhaut angebracht ist. Dieser Treppen bestehen zumeist aus stählernen Gitterroststufen. Sie dienen überwiegend Wartungsarbeiten (Kamin usw.).

Dachwellplatte: Eine zur Dacheindeckung vorgesehene, in Längsrichtung mit einem Wellenprofil versehene Platte. Dachwellplatten wurden ursprünglich vor allem aus asbesthaltigen Stoffen gefertigt. Da die Verwendung von Asbest in Deutschland seit 1993 verboten ist, bestehen heutige Dachwellplatten aus asbestfreien Faserzementen, Metall oder Kunststoff.

Dachwerk: Eine Dachkonstruktion bzw. das gesamte Balken- und Sparrenwerk (einschließlich Pfetten usw.) eines Dachs.

Dachwohnfenster: Ein zur Belichtung und Belüftung ausgebauter Dachgeschosse genutztes → Fenster, das der Neigung des Daches (weitgehend) folgt.

Dachwohnraumfenster: Siehe → Dachwohnfenster.

Dachziegel: Ein kleines, vorgefertigtes, flaches Bauelement, das aus tonhaltigem Lehm besteht und in Öfen gebrannt wird.

Dachzinne: Eine von einer sattel- oder zeltdachähnlichen Konstruktion abgeschlossene → Zinne.

Dacit (Gestein): Eine Schreibweise von Dacit. Der kalkalkalische Vulkanit wird vor allem zur Herstellung von Bodenbelägen und Pflastersteinen verwendet.

Dagoba: Aus der → Stupa entwickelter Typ eines Reliquienschreins auf Sri Lanka, dessen Kuppel nicht zugänglich ist. Wie bei Stupas sind vier Elemente Dagoba in Anuradhapura (Sri Lanka)kennzeichnend: 1. Eine umlaufende Plattform bzw. Basis, 2. Eine Kuppel (ohne Innenraum), 3. Der zumeist rechteckige, zwischen Kuppel und Spitze vermittelnde Reliquienschrein, 4. Die Spitze. Dagobas kommen in verschiedenen Größen vor. Die mächtigsten Vertreter ragen über 100 m auf.

Dakhmah: Ein zumeist auf den Parsenturm bezogener Ausdruck für eine Stätte, an die Leichname vor der eigentlichen Bestattung gebracht wurden, um sie von Vögeln entfleischen zu lassen. Die Bestattungsart ist typisch für Anhänger des Zoroastrismus, dürfte jedoch auch von anderen Glaubensrichtungen praktiziert worden sein.

Dalbe (die): Ein in einen Hafengrund bzw. eine Gewässersohle gerammter → Pfahl bzw. eine Pfahlgruppe. Dalben dienen dazu, die Fahrrinne zu markieren, Wasserfahrzeuge zu leiten (Führungsdalbe) oder abzuweisen (Abweisdalbe). Weiterhin werden sie genutzt, um Schiffe, Yachten oder Boote festzumachen (Anlegedalbe, Vertäudalbe).

Dalben (der): Siehe → Dalbe.

Dälben (der): Siehe → Dalben.

Dalle (die): Ein in einen Hafengrund bzw. eine Gewässersohle gerammter → Pfahl bzw. eine Pfahlgruppe. Dallen dienen dazu, die Fahrrinne zu markieren, Wasserfahrzeuge zu leiten oder abzuweisen. Weiterhin wird sie genutzt, um Schiffe, Yachten oder Boote festzumachen.

Damm (anthropogenetisch): Ein massiver, langgestreckter, geböschter Wall, der aus Erde und / oder Felsen aufgeschüttet ist. Dämme zählen zu den Erdbauwerken.

Dammauflager: Der an die → Dammsohle anschließende Untergrund.

Dammböschung (allgemein): Die geneigte Flanke eines Damms.

Dammböschung (Verkehrswesen, Straßenbau): Eine straßenbegleitende → Böschung, die zu einem oberhalb des Straßenniveaus ziehenden → Bankett überleitet.

Dammfuß: Der Übergangsbereich vom → Damm zum angrenzenden Gelände.

Dammgeld (historisch): Eine erhobene Umlage, die zum Bau und Unterhalt von → Dämmen (und anderer dem Überflutungsschutz dienender Bauwerke) an Flussufern und in Küstengebieten verwendet wurde.

Dammkrone: Die oberste, zwischen den geböschten Flanken liegende Dammpartie, die bei entsprechenden Voraussetzungen als Weg ausgebaut sein oder eine Straße tragen kann.

Dämmpaneel: Eine zur Dämmung von Außen- oder Innenwänden und Decken eingesetzte → Dämmplatte.

Dämmplatte: Ein standardisiertes Bauelement in Plattenform, das zur Herabsetzung von Wärmeverlusten und / oder Schalleinwirkungen im Innen- oder Außenbereich von Gebäuden eingesetzt wird. Dämmplatten können aus anorganischen Stoffen (Mineralfasern usw.) oder organischen Stoffen (Holzwerkstoffen etc.) bestehen.

Dämmputz: Ein Kalk- bzw. Kalk-Zementputz, dem dämmende Bestandteile, zumeist Styroporkügelchen oder Perlite, beigemischt sind. Der → Putz wird im Außenbereich eingesetzt. Er gleicht u. a. oberflächliche Unebenheiten des Untergrundes aus. Erzielbare Dämmungswirkungen sind geringer als bei Wärmedämmverbundsystemen. Nachteilig wirkt die Eigenschaft, Wasser aufzunehmen und nur langsam wieder freizusetzen.

Dämmschaum (Bauwesen): Zur Isolierung und Dämmung bzw. Gebäudeabdichtung verwendeter Schaum, der zumeist auf Polyurethan basiert. Eine andere Bezeichnung ist »Montageschaum«. Verwendet wird er u. a. beim Einbau von Tür- und Fensterstöcken. Der Schaum ist biologisch nicht abbaubar.

Dammschulter: Eine obere, der Krone nahe Böschungspartie.

Dammsohle: Die Grund- bzw. Auflagerfläche eines → Damms.

Damnum: Ein Abschlag auf den Nennwert eines Darlehens bzw. die Differenz zwischen nominalem Darlehensbetrag und tatsächlich ausgezahlter Summe. Das Damnum wird auch als »Abgeld« und »Disagio« bezeichnet.

Dampfbremse: Eine Lage aus Pappe oder Folie, die dazu dient, die Wasserdampfdiffusion in die wärmedämmende Schicht eines Gebäudes zu begrenzen, nicht jedoch – wie bei → Dampfsperren der Fall – vollkommen zu unterbinden.

Dampfkraftwerk: Die meistverbreitete Stromerzeugungsanlage; ursprünglich nutzte sie thermische Energie von Wasserdampf zur Erzeugung elektrischer Energie mittels einer Kolbendampfmaschine, heute werden regelhaft dampfgetriebene Turbinen eingesetzt. Das unterliegende Prinzip stellt sich folgendermaßen dar: In einem Dampfkessel wird Wasserdampf erzeugt, dessen Temperatur und Volumen in einem Überhitzer gesteigert werden. Über → Rohrleitungen strömt der heiße Dampf zur Turbine, in der vorher aufgenommene Energie teilweise in Bewegungsenergie umgesetzt wird. Die Turbine ist mit einem Generator verbunden, der ihre Bewegungsenergie in elektrische Energie umwandelt. Anschließend wird der abgekühlte Dampf einem Kondensator zugeführt, wo sich infolge von Restwärmeabgabe Wasser bildet, das einem Speisewasserbehälter zugeführt und von diesem in den Dampfkessel gepumpt wird. Zu den Dampfkraftwerken zählen Kohle-, Öl-, Solar- und Kernkraftwerke.

Dampfsperre: Eine gewöhnlich auf der Innenraumseite von Bauteilen aufgebrachte, luftundurchlässige Schicht aus Alufolie, Kupferfolie oder Glas, die eine Durchfeuchtung der Dämmschicht verhindert. Kurz: Sie vereitelt die Wasserdampfdiffusion. Die meisten sogenannten Dampfsperren sind lediglich → Dampfbremsen.

Dansker (Burgen- / Festungsbau): Die Bezeichnung einer Toilettenanlage in Form eines räumlich von der Kernburg abgesetzten Abortturms, der idealtypisch über einem Fließgewässer errichtet wurde. Derart aufwendige »Erleichterungseinrichtungen« entstanden nur bei Großburgen mit dauerhaft starker Besatzung; bekannt sind sie aus mächtigen Burganlagen des Deutschen Ordens.

Danziger (Burgen- / Festungsbau): Bekannter als → »Dansker«.

Danzker: Siehe → Dansker (Burgen- / Festungsbau).