Immobilienwirtschaftliches Glossar

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Einträge zu Ci – Cy

Ciborium (baulich): Ein auf Säulen ruhender, baldachinartig ausgeformter Altarüberbau aus Stein und / oder Holz, der sich schon in frühen Basiliken findet.

Ciboriumaltar: Ein von einem → Ziborium überbauter bzw. überspannter Altar.

Cimbrisches Haus: Eine andere, auf das Verbreitungsgebiet anspielende Bezeichnung für das → Geesthardenhaus, das auch »Schleswiger Haus« genannt wird.

Cippus: Ein vor allem im antiken Etrurien verbreiteter Grabstein, der im Zugangsbereich einer Grabkammer aufgestellt wurde. Cippi – so der Plural – besaßen höchst unterschiedliche Formen; besonders verbreitet waren stelen- bzw. pfeilerartige Ausprägungen.

City: Ein ursprünglich auf die City of London – ein Verwaltungsviertel – gemünzter Begriff, der im Deutschen für die Innenstädte bzw. Kernlagen von Großstädten und Metropolen steht. Diese Räume werden vom Einzelhandel dominiert, die Wohnfunktion wich fast vollständig gewerblichen Nutzungen. Der Angebotsschwerpunkt des Einzelhandels liegt im mittel- und (abgeschwächt) langfristigen Bereich. Idealtypisch liegt ein umfassendes Angebotsspektrum vor, tatsächlich sind Branchen geringer Mietbelastbarkeit (Möbel usw.) weitgehend verdrängt; sehr hohe Flächenanteile entfallen auf die Leitbranchen Bekleidung und Schuhe. Die City ist stark von nationalen und internationalen → Filialisten durchsetzt. In metropolitanen Cities prägen sich → Konsum-, → Niveau- und → Luxuslagen aus. Die City weist regelhaft das stadtweit höchste Mietniveau auf.

Citymaut: Ein von Nutzern motorisierter Fahrzeuge zu entrichtender Geldbetrag, der – in Städten, die ein entsprechendes System installierten – bei einer Einfahrt in die → Innenstadt fällig wird. Offiziell dient die Citymaut dazu, die jeweilige Innenstadt vom → Individualverkehr zu entlasten bzw. einen Umstieg auf den → ÖPNV zu motivieren. Tatsächlich dienen diese Systeme vielfach zuvorderst als zusätzliche Einnahmequelle des Stadtkämmerers.

City-Maut: Siehe → Citymaut.

Civil Lines: Ein Begriff für Wohnsiedlungen, die seitens der britischen Kolonialregierung zunächst für ranghohe Offiziere der Besatzungstruppen in Indien errichtet wurden. Es handelte sich um großzügig angelegte Plansiedlungen. Jüngere Civil Lines stellen sich als weitgehend selbständige Zivilstädte mit entwickelten Infrastrukturen (Einkaufsmöglichkeiten, Freizeiteinrichtungen, Hotels usw.) dar, die räumlich bewusst von militärischen Einrichtungen – und Wohngebieten der einheimischen Bevölkerung – abgesetzt wurden.

C-Lage: Ein wenig profilierter Funktionsraum, der aus Nutzer- und Kundensicht eine geringe Attraktivität besitzt. Es handelt sich um eine Lagekategorie unterdurchschnittlicher Qualität, die selten dauerhaft befriedigende betriebliche Ergebnisse zulässt.

Class A-Immobilie: Eine der zahlreichen deutsch-englischen Wortkombinationen, die viele Immobilienwirtschaftler als chic zu empfinden scheinen. Der Mischbegriff steht für ein in jeder Hinsicht überdurchschnittlich gutes → Gebäude.

Class B-Immobilie: Ein Gebäude durchschnittlicher Qualität.

Class C-Immobilie: Ein Gebäude (klar) unterdurchschnittlicher Qualität.

Classico Paradiso (Gestein): Ein feinkörniger, von grauen, rostbraunen bis purpurfarbenen Schwüngen gekennzeichneter indischer Migmatit, der gewöhnlich als Granit gehandelt wird. Verwendet wird das Gestein u. a. zur Herstellung von Bodenfliesen, Fensterbänken und Treppenbelägen.

Closing (immobilienbezogen): Ein ins Deutsche übernommener englischer Begriff. Das Wort bezeichnet den rechtlich bindenden Abschluss einer Immobilientransaktion, also eine endgültige, durch Unterzeichnung besiegelte Übereinkunft von zwei oder mehr Vertragsparteien. Der Begriff wird vorwiegend auf Kauf- oder Beteiligungsverträge bezogen.

Closing Dinner (immobilienbezogen): Ein gemeinsames Abendessen der unmittelbar an einer abgeschlossenen, rechtswirksamen Immobilientransaktion beteiligten Personen. Bei komplexen Transaktionen, die unter Einbindung zahlreicher externer Spezialisten vollzogen wurden, nimmt gewöhnlich nur der engere Verhandlungskreis teil. Das Closing Dinner zählt u. a. in den USA zu den gepflegten Geschäftsritualen.

Club Deal: Ein englischer Begriff, der 1 : 1 von der deutschsprachigen Finanzwirtschaft übernommen wurde. Er steht für eine Mischform von »klassischer« Finanzierungslösung (Kreditnehmer / Kreditgeber) und einem Konsortialkredit. Kennzeichnend ist, dass sich zwei oder mehr Banken unter organisatorischer und abwicklungstechnischer Federführung eines dieser Institute an der Kreditvergabe bzw. Finanzierungsstrukturierung beteiligen.

CMBS: Das Kürzel für »Commercial Mortgage Backed Securities«; Hinter der Bezeichnung stehen Anleihen, die durch → Gewerbeimmobilien besichert sind.

CNC-Abbund: Eine mittels computergesteuerter Maschinen erfolgende Herstellung passgenau bearbeiteter Hölzer und Balken im Vorfeld baustellengebundener Zimmermannsarbeiten. CNC steht für »Computerized Numerical Control«.

Coco Brown (Gestein): Ein mittelkörniger, brauner Syenit, der in Argentinien gebrochen wird. Das Gestein eignet sich für bauliche Außen- und Innenanwendungen.

Codeschloss: Siehe → Code-Schloss.

Code-Schloss: Eine Schließ- bzw. Sperrvorrichtung (Schloss), die sich ordnungsgemäß nur durch Eingabe einer voreinstellbaren Buchstaben- und / oder Zahlenkombination öffnen lässt. Ein Vorteil (reiner) Code-Schlösser liegt darin, dass kein gegenständlicher Schlüssel benötigt wird.

Coemeterialkirche: Ein Kirchengebäude oder -bauwerk, das über einer frühchristlichen Grab- bzw. Begräbnisstätte errichtet wurde.

Coemeterium: Eine frühchristliche Begräbnisstätte.

Co-Investment: Eine Minderheitsbeteiligung an einem Investitionsvorhaben. Die abwicklungs- und betreuungstechnische Federführung obliegt gewöhnlich dem Hauptinvestor.

Co-Investor: Eine juristische oder natürliche Person, die eine Minderheitsbeteiligung an einem Investitionsprojekt eingeht.

Collateralised Debt Obligantions: Die britisch-englische Schreibweise der → »Collateralized Debt Obligantions«.

Collateralized Debt Obligations: Eine US-amerikanische Bezeichnung aus dem Verbriefungsbereich, die in den deutschen Fachjargon übernommen wurde; sie lässt sich mit »forderungsbesicherte Schuldverschreibungen« übersetzen. Konkret angesprochen sind von einer Bank vergebene Darlehen, die gleichsam zum Paket geschnürt und in eine → Zweckgesellschaft eingebracht werden. Die Zweckgesellschaft veräußerte dieses Paket – zumeist in Risikogruppen bzw. Einzelpools aufgespalten – an Investoren (die ihre jeweilige Tranche häufig an Dritte weiterveräußern).

Columbarium (Antike, Grab): Eine frührömische Grabanlage für Urnenbestattungen, die von mehreren übereinander gelagerten Nischenreihen gekennzeichnet war, in denen die Urnen aufbewahrt wurden. Der Begriff bezog sich ursprünglich auf ein Taubenhaus.

Columbarium (Gegenwart, Grabgebäude): Ein zumeist auf oder bei einem Friedhof oder Krematorium gelegenes Gebäude bzw. ein Gebäudeteil (Gewölbe, Gruft, Saal) zur Aufnahme von Urnen, die Überreste feuerbestatteter Verstorbener beinhalten. Eine andere Bezeichnung ist »Urnenhalle«.

Columbarium (Taubenhaltung): In antiker römischer Zeit ursprünglich ein → Taubenhaus, ein Taubenschlag.

Commercial Mortgage Backed Securities: Durch → Gewerbeimmobilien besicherte Anleihen. Der gebräuchliche Kürzel ist »CMBS«.

Competitive Set (Hotellerie): Die Gesamtheit wettbewerbsrelevanter Häuser im Einzugsgebiet eines Hotels bzw. – in erweitertem Verständnis – der Wettbewerbsrahmen bzw. das Wettbewerbsumfeld. Das CompSet dient regelhaft als Vergleichsgruppe (Peer Group) im Rahmen des Benchmarking.

Compluvium (historisch): Die himmelwärtige Öffnung eines Atriums im antiken römischen Wohnhaus.

CompSet: Abkürzung für → »Competitive Set«.

Condohotel: Siehe → Condo Hotel bzw. → Condominium Hotel.

Condo Hotel: Abkürzung von → »Condominium Hotel«.

Condominium (Recht): Gemeinsames Eigentum, Gemeinherrschaft, gemeinschaftliches Verfügungsrecht mehrerer Instanzen bzw. Herrschaftsträger über eine Sache. Der Begriff bezieht sich zumeist auf ein Gebiet.

Condominium Hotel: Üblicherweise ein Hochhaus, das in unteren Etagen als »klassisches« Hotel genutzt wird, während in oberen Geschossen Eigentumswohnungen zu finden sind. Die Wohnungseigentümer können sämtliche Hoteldienstleistungen gegen Entgelt abrufen. Mehrheitlich nutzen jeweilige Eigentümer ihre Wohnungen nur jahreszeitlich bzw. befristet. Häufig überlassen sie die Räumlichkeiten während ihrer Abwesenheit dem Hotelbetreiber zur Vermietung an zahlende Gäste.

Conisterium (Antike): In der griechischen → Palästra der Ausbildungs- und Trainingsraum der Ringkämpfer.

Containerbahnhof: Ein → Güterbahnhof, der vollständig auf das Handling von Großraumbehältern (Containern) ausgerichtet ist.

Containerhafen: Eine Hafenanlage, die ausschließlich auf den Umschlag von Großraumbehältern (Containern) ausgelegt ist.

Containerterminal: Eine Anlage bzw. ein Areal, das auf den Umschlag von Großraumbehältern (Containern) ausgelegt ist.

Contreescarpe: Siehe → Contrescarpe (Festungsbau).

Contregarde (Festungsbau): Bei bastionären Systemen ein Außenwerk. Die Contregarde liegt vor dem Hauptwall; sie besteht aus einem niedrigen, zur Aufstellung von Geschützen geeigneten Wall. Das Werk umläuft zumeist – durch einen Graben abgesetzt – eine → Bastion oder einen → Ravelin. Es selbst wird durch einen vorgelagerten Graben geschützt.

Contrescarpe (Festungsbau): Eine geböschte, aus Erdreich bestehende oder durch Mauern gestützte Grabenaußenseite.

Contrescarpengalerie: Ein stark eingewölbter, hinter der Futtermauer der äußeren Grabenseite gelegener Gang mit Schießscharten für (Infanteriewaffen).

Cordoba Grey (Gestein): Ein mittelgrauer, mittelkörniger Granit aus Argentinien, der im Innenausbau sowie als Baustoff im Außenbereich genutzt wird.

Cordon (Festungsbau): Siehe → Cordongesims.

Cordongesims (Festungsbau): Ein aus Formsteinen hergestelltes, wulstartiges Band im Übergang zwischen der (annähernd) senkrecht ausgebildeten → Brustwehr und der geneigten Mauerfläche eines Festungswalls.

Cordonstein (Festungsbau): Siehe → Cordongesims.

Corefonds: Siehe → Core-Fonds.

Core-Fonds (Immobilien): Ein schräger Begriff, der Immobilienfonds bezeichnet, die ausschließlich oder schwerpunktmäßig auf → Core-Immobilien setzen.

Core-Immobilie: Der Begriff »Core« lässt sich mit »Kern», »Mittelpunkt», »Herzstück», »Kernstück», »Ader« / »Seele« usw. übersetzen. Immobilienbezogen steht »Core« für ein innerhalb eines Marktrahmens ausgezeichnet positioniertes Objekt. Ein wesentliches Core-Merkmal ist der Standort. Typischerweise befinden sich als »Core« zu etikettierende Gebäude innerhalb zentraler Hauptlagen oder begehrter Bürolagen von Metropolen und erstrangigen Großstädten. Regelhaft handelt es sich um hochwertige Bestandsgebäude, die durch einen stabilisierten Besatz mit zahlungskräftigen Mietern und zumeist lange Restvertragslaufzeiten glänzen. Der Charme derartiger Immobilien liegt in ihrem nicht bzw. kaum duplizierbaren Standort, dessen Qualitäten schon für sich genommen vergleichsweise sichere Mieterlöse erwarten lassen. Der hohe Grad an Ertragssicherheit wird von Verkäuferseite naturgemäß eingepreist. Bei ausgeglichenen Marktverhältnissen erzielbare Anfangsrenditen fallen niedrig aus. Im Allgemeinen fließen in den Erwerb von Core-Objekten hohe Eigenkapitalanteile (vertiefend siehe Immobilieninvestments – Strategien).

Core-Investition: Siehe → Core-Investment.

Core-Investment: Ein Begriff, der einerseits den Erwerb einer »wahren« → Core-Immobilie bezeichnen kann, andererseits den Kauf eines Objektes, dem im Rahmen eines Portfolios eine Schlüsselrolle zufällt.

Core-Objekt: Siehe → Core-Immobilie.

Core-Plus-Strategie: Dem suggestiven »Plus« zuwider handelt es sich nicht um einen Ansatz, der auf den Kauf besonders herausragender → Core-Immobilien abhebt. Vielmehr verbirgt sich hinter der Begriffskombination ein Ansatz, der auf eine gemessen an lupenreinen Core-Investments höhere Rendite abzielt. Konkret: In den Fokus rücken hochwertige, sehr gut gelegene Immobilien, deren Ertragspotential infolge unterlassener Optimierungsmaßnahmen jedoch nicht ausgeschöpft ist oder bei denen die Mietverträge einer mehr oder minder großen Nutzeranzahl vergleichsweise kurze Restlaufzeiten aufweisen, wodurch sich – bei entsprechender Marktkonstellation – bei Neu- und Anschlussvermietungen Erlössteigerungen erzielen lassen. Core-Plus-Ansätzen wohnt ein stärker ausgeprägtes spekulatives Moment inne als reinen → Core-Strategien.

Core-Strategie: Investitionstechnische Leitlinie, die auf den Erwerb von → Core-Immobilien setzt. Sie kann die Suche nach einer einzelnen Immobilie für einen Ein-Objekt-Fonds (verbreitet bei → geschlossenen Immobilienfonds) bestimmen oder die Grundlage für den Aufbau eines → Immobilienportfolios bilden.

Corona: Bei griechischen und römischen Bauwerken das vorkragende, oben an das Fries anschließende Kranzgesims. Die Corona wird zumeist als »Geison« bezeichnet.

Coryceum (Antike): In der griechischen → Palästra der Ausbildungs- und Trainingsraum der Boxer.

Corporate Rate (Hotellerie): Im Deutschen als »Firmenkundenrate», »Firmenrate« oder »Geschäftskundenrate« bezeichnet. Es handelt sich um einen besonderen Tarif für Mitarbeiter bestimmter Unternehmen, den viele Hotels anbieten bzw. akzeptieren, um Geschäftskunden zu gewinnen und / oder an sich zu binden. Auch im deutschen Fachjargon wird vielfach der englische Ausdruck verwendet.

Corporate Real Estate Management (CREM): Zu Deutsch »Management betrieblicher Immobilien(bestände)«. Der Begriff steht für eine systematische, über bloße Verwaltungstätigkeiten hinausgehende Arbeit an und mit unternehmenseigenen Immobilien. Das Aufgabenfeld umfasst die Beschaffung neuer Immobilien, die Bestandsbetreuung und -pflege sowie die Verwertung und Vermarktung verzichtbarer Liegenschaften. Vereinfacht dargestellt geht es um eine Optimierung der Bestände und eine Harmonisierung des Immobilienbereiches mit anderen Unternehmensabteilungen bzw. dem übergreifenden Unternehmensziel.

Corps de Logis: Das Hauptgebäude bzw. der Haupttrakt einer Schlossanlage oder eines Palastes. Dieser »Wohnkörper« beinhaltete die Privatgemächer des Eigentümers sowie repräsentativen Zwecken dienende Räumlichkeiten.

Cost of Sale: Siehe → Cost per Sale (Hotellerie).

Cost per Sale: (Hotellerie): Der einem Hotelbetreiber entstehende finanzielle Aufwand, der sich mit der Vermittlung einer Hotelleistung durch einen Vertriebspartner oder einer Buchung infolge einer Werbemaßnahme des Hotels selbst verbindet. Typische Kosten sind Vertriebsprovisionen, Gebühren für die Nutzung eines → Global Distribution System, Klickpreise bei Bannerwerbungen und dergleichen mehr.

Courtage (Maklerwesen): Das Honorar für beanspruchte bzw. erbrachte Maklerleistungen. Fällig wird eine Courtage – sofern keine besonderen Vereinbarungen getroffen wurden – nur dann, wenn ein Geschäftsabschluss erfolgt.

Couvreface (Festungsbau): Im bastionären System ein auf den Infanteriekampf ausgelegtes, von einem Wall gebildetes Vorwerk im unmittelbaren Vorfeld einer Hauptbefestigung. Die Couvreface schützt ein vorgelagerter Graben, der als Annäherungshindernis für vorrückende Feinde dient.

Covenant: Ein in die deutsche Finanzsprache eingeflossener angelsächsischer Begriff; er steht für eine gegenüber dem Kreditgeber bzw. einer Bank abgegebene bzw. abzugebende Verpflichtungserklärung eines Kreditnehmers. Inhalte können u. a. die Ausgestaltung von Sicherheiten, ein Verschuldungsverbot (bei anderen Instituten) oder Verkaufsverbote (des belasteten Gegenstandes) sein.

CPI: Kürzel für »Consumer Price Index«. Deutsch: »Verbraucherpreisindex«. Diese statistisch erfasste Zeitreihe dient u. a. als Basis für vertraglich vereinbarte → Mietindexierungen.

CPL (Werkstoff): Steht für »Continuous Pressure Laminate«.

CPS (Hotellerie): Der gebräuchliche Kürzel für → »Cost per Sale«.

Crash (Immobilienmarkt): Eine ins Deutsche übernommene englische Bezeichnung für einen regelrechten Absturz, einen schlagartigen Zusammenbruch des → Immobilienmarktes, der von rapidem Preisverfall, massiven Kreditausfällen, Not- und Panikverkäufen, Zwangsversteigerungen usw. gekennzeichnet ist.

CREM: Kürzel für → »Corporate Real Estate Management«.

Crête (Festungsbau): Die Krone, die Lauffläche, der Kamm eines gedeckten Weges.

Crewhotel: Siehe → Crew-Hotel.

Crew-Hotel: Ein → Hotel, dessen betriebliches Konzept in hohem Maße auf die Beherbergung von Flugzeugbesatzungen großer Charter- und Liniengesellschaften ausgerichtet ist.

Crew Rate (Hotellerie): Auch »Airline Rate« genannt. Mit Fluggesellschaften ausgehandelter Sonderpreis für Übernachtungen von Bordbesatzungen.

C & C Markt: Ein Großhandelsbetrieb, der Waren in Selbstbedienung an Gewerbetreibende bzw. Wiederverkäufer verkauft. Offiziell ist kein Absatz an private Endverbraucher vorgesehen bzw. statthaft, tatsächlich stellen sich viele Kunden mit Gewerbeschein als solche dar.

Customized Building: Ein in deutschen Fachkreisen gängiger Anglizismus, der ein Gebäude bezeichnet, das auf die besonderen Bedürfnisse, Ansprüche und Anforderungen eines bestimmten Mieters zugeschnitten ist oder nach dessen Vorstellungen errichtet wurde. Derartige Immobilien kennzeichnen mehr oder minder eingeschränkte Nachnutzungsmöglichkeiten.

Customized Property: Siehe → Customized Building.

Cut-and-Cover-Verfahren (Tunnelbau): Aus dem Englischen entlehnte Bezeichnung der »offenen Tunnelbauweise«. Es handelt sich um ein Konstruktionsverfahren, bei dem ein Tunnel entlang seiner Längsachse von oben her gebaut und abschließend abgedeckt wird.

Cyclopenmauerwerk: Eine alternative, selten verwendete Schreibweise von → »Zyklopenmauerwerk«.