Immobilienwirtschaftliches Glossar

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Einträge zu Bin - BN

Bindemittelstreuer: Eine im → Erd- und → Verkehrswegebau eingesetzte Maschine, die im Rahmen von Bodenverbesserungs- und Bodenstabilisierungsmaßnahmen vor dem Einsatz eines → Bodenstabilisierers Bindemittel (Kalk, Zement usw.) auf die zu bearbeitende Fläche aufträgt.

Binder (Dachkonstruktion): Ein primäres, im Holzbau aus verbundenen Einzelteilen bestehendes Tragelement einer Dachkonstruktion. Die einfachste Form setzt sich aus einem Dachbalken und zwei Dachsparren zusammen.

Binder (Holzbau, allgemein): Siehe → Binderbalken.

Binder (Mauerstein): Ein gegenüber der Fluchtrichtung mit seiner Schmalseite vermauerter Baustein; seine Längsachse ist also lotrecht zur Mauerflucht ausgerichtet.

Binderabstand (Dachkonstruktion): Auch als »Bundweite« bezeichnet. Namensgemäß die Distanz zwischen zwei → Bindern (Dachkonstruktion).

Binderbalken (Holzbau): Ein raumüberspannender Balken, der zwei, in gegenüberliegende Wände eingebundene Ständer verbindet. Funktional sind Binderbalken → Anker- und Deckenbalken in einem.

Binderschar (Mauerwerk): Eine Lage von → Bindern.

Binderschicht (Mauerwerk): Eine Lage von → Bindern.

Binderverband (Mauerwerk): Ein Mauerwerksverband, dessen Bausteine bezogen auf die Fluchtrichtung mit ihrer Schmalseite gesetzt werden. Anders ausgedrückt: Ihre Längsachse steht senkrecht zur Fluchtrichtung.

Bindwerk: Ein Reisig- bzw. Rutengeflecht, das um Stangen, Stöcke oder schlanke Pfähle gewunden und mit Lehm beworfen wird. Bindwerk diente zur Herstellung von Gebäudewänden, u. a. als Füllung von → Gefachen. Eine andere Bezeichnung ist »Flechtwerk« (nicht zu verwechseln mit dem architektonischen Begriff, der für eine Ornamentierung steht).

Binnenhafen (Inlandshafen): Im engeren Sinn ein küstenfern, also im Inland bzw. Landesinneren an einem Fluss, Kanal oder See gelegener → Hafen. Wird rein auf das Legekriterium abgehoben, ist auch Deutschlands größter Hochseehafen, Hamburg, als Binnenhafen einzustufen. Werden funktionale Aspekte einbezogen, lässt sich ein Binnenhafen als eine auf wassergebundene Transportvorgänge ausgelegte Einrichtung definieren, die nicht dazu geeignet ist, (regelmäßig) von großen Hochseeschiffen angelaufen zu werden.

Binnenhafen (Teilhafen): Im Rahmen eines Gesamthafens ein gleichsam im Inneren liegender, vom vorgelagerten Haupthafen abgesetzter Hafen. Regelhaft handelt es sich um den ältesten, den ursprünglichen Hafen einer Stadt. Ein Beispiel für eine entsprechende Situation bietet Hamburg.

Binnenhaupt (Wasserbau): Bei Schleusenanlagen der maritimen Schifffahrt der innere, dem offenen Meer fernere Bereich, in den das Schleusentor eingelassen ist bzw. wird.

Binnenwanderung: Umzüge bzw. Wohnsitzwechsel zwischen verschiedenen Kommunen bzw. Regionen (z. B. Bundesländer, Kantone usw.) innerhalb eines Landes. Diese statistisch erfassbare Größe stellt – bei klarer Asymmetrie zwischen verschiedenen Gebieten in Bezug auf Wanderungsgewinne bzw. -verluste – einen wichtigen Indikator in Zusammenhang mit Infrastrukturprojekten und der langfristig ausgerichteten Bewertung von Immobilien dar.

Binnenwanderungssaldo: Die rein aus landesinternen Bewegungen resultierende (absolut oder prozentual ausgedrückte) Differenz zwischen Ab- und Zuwanderern innerhalb einer Gebietseinheit (z. B. Bundesland, Kanton usw.).

Binnenwanderungsvolumen: Die Summe aller Wanderungen innerhalb eines Landes, wiedergegeben in absoluten und / oder prozentualen Werten. In hohen Prozentzahlen spiegeln sich häufig in Bezug auf die jeweilige Wirtschaftskraft sehr ungleichgleichgewichtige Regional- bzw. Siedlungsstrukturen, zumeist schwach entwickelte oder fehlende soziale Sicherungssysteme, vielfach ein starkes Bevölkerungswachstum. Entsprechende Verhältnisse kennzeichnen u. a. die USA und Indien.

Biodämmstoff: Ein natürlicher organischer Rohstoff (Baumwolle, Holzfasern usw.), der eingesetzt wird, um Wärmeverluste von Gebäuden und / oder Schalleinwirkungen auf den Innenbereich zu vermindern.

Biohotel: Unter ökologischen Gesichtspunkten bewirtschaftetes (und zertifiziertes) Hotel. Das Speisenangebot beruht auf »biologisch« erzeugten Lebensmitteln.

Bitukies: Eine wenig gebräuchliche Bezeichnung für die → Asphalttragschicht.

Bitumen: Eine natürliche oder durch Destillation aus Erdöl hergestellte Mischung von organischen Stoffen. Hauptbestandteil sind Kohlenwasserstoffe. Bitumen dient als Bindemittel in → Asphalt. Eingesetzt wird es u. a. im Wasserbau sowie zum Schutz von Gebäuden gegen Wassereinwirkung.

Bitumendach: Ein regelhaft schwach geneigtes → Dach bzw. ein → Flachdach, das mittels mehrlagiger, miteinander verschweißter Bitumenbahnen abgedichtet ist.

Bitumendachbahn / Bitumen-Dachbahn: Eine mit → Bitumen getränkte Pappe, die als Feuchtigkeitssperre dient. Um die Abriebfestigkeit und UV-Beständigkeit zu erhöhen, können grobe Sande, sehr feiner Kies oder auch Schiffersplitter eingearbeitet werden.

Bitumendickbeschichtung: Eine aus mehreren Schichten kunststoffmodifizierter Bitumenemulsionen bestehende Gebäude- bzw. Bauwerksabdichtung.

Bitumenkies: Eine seltenere Bezeichnung für eine → Asphalttragschicht.

Bitumen-Schweißbahn: Ein Verbund aus tragendem Kunststoff- oder Glasvlies und beidseitig aufgetragenem → Bitumen. Wird das Bitumen thermisch verflüssigt, lassen sich aus überlappend verschweißten Bahnen bestehende Abdichtungen herstellen.

Bivalente Heizungsanlage: Eine Heizungsanlage, die zwei Wärmequellen nutzt.

BJ (Wohnen / Gewerbe): Ein Kürzel für »Baujahr« (eines Gebäudes).

BK (Wohnen / Gewerbe): Der gebräuchliche Kürzel für »Betriebskosten«.

BKI (Bauwesen, Kosten): Das Kürzel steht für → »Baukostenindex«.

Blache: Im Schweizerdeutsch die Bezeichnung für → »Plane«.

Black Galaxy: Handelsname eines fein- bis mittelkörnigen Bronzit-Gabbros aus Indien. Die nahezu schwarze Oberfläche sprenkeln Bronziteinschlüsse. Verwendet wird der Baustoff u. a. für Boden- und Terrassenbeläge, im Badbereich und zur Herstellung von Arbeitsplatten. Weitere Bezeichnungen sind »Black Amethyst», »Galaxy Gold», »Star Galaxy« u. a. m..

Black Labrador: Handelsname eines bläulich-grün schimmernden norwegischen Syenits, der sich u. a. zur Herstellung von Küchenarbeitsplatten, Fensterbänken und Waschtischen eignet. Weitere Bezeichnungen sind »Emerald Black« und »Nero Black Pearl«.

Black Marinace (Gestein): Eine Handelsbezeichnung für ein dunkelgrau anmutendes, metamorph überformtes Konglomerat brasilianischer Herkunft. Das Gestein wird im Innen- und Außenraum für Wand- und Bodenbeläge, vielfach auch zur Herstellung von Küchenarbeitsplatten verwendet.

Black Mosaic: Siehe → Black Marinace.

Black Mosaico: Siehe → Black Marinace.

Black Mosaik: Siehe → Black Marinace.

B-Lage: Ein vergleichsweise kleinräumiger Funktionsraum, der aus Nutzer- und Kundensicht durchschnittliche Qualitäten besitzt und somit gemessen an begehrtesten Lagen als nachrangig einzustufen ist.

Blähglas: Ein von Luftporen durchsetzter, aus granuliertem Altglas gewonnener Baustoff. Eingesetzt wird Blähglas u. a. als Zuschlag (Leichtbeton, Leichtmörtel und -putze), im Fassadenbau in Form wärmedämmender Platten und als wärmedämmendes Schüttgut.

Blähton: Ein u. a. als Baustoff eingesetzter Werkstoff. Ausgangsmaterial ist kalkarmer, mit organischen Komponenten versetzter Ton. Dieser wird gemahlen, in Granulat verwandelt und dieses gebrannt. Die Verbrennung der organischen Bestandteile führt zu einer erheblichen Volumenvergrößerung des Granulats und einer Sinterung der Oberfläche. Blähton besitzt eine geringe Dichte und gute wärmedämmende Eigenschaften. Er dient u. a. als Zuschlag in Beton und Mörtel.

Blanco Alejandra (Gestein): Handelsbezeichnung eines weißen, fein geänderten, fast durchscheinend anmutenden guatemaltekischen Marmors, der vor allem im Innenausbau verwendet wird.

Blanco Cristal (Gestein): Eine Handelsbezeichnung für einen weißlich-grauen, mittelfein gekörnten spanischen Leukogranit. Verwendet wird er im Innenausbau (Fliesen, Fensterbänke, Treppenbeläge).

Blanco Zacapa (Gestein): Einer von mehreren Handelsnamen des Blanco Alejandra. Der weiße, fein geänderte, fast durchscheinend anmutende guatemaltekische Marmor wird vor allem im Innenausbau verwendet.

Blase (immobilienbezogen): Ein Marktzustand, der von hohen und weiter steigenden Preisen gekennzeichnet ist, die sich fernab realer bzw. als nachhaltig zu erachtender Werte bewegen. Kurzum: Es liegt eine massive, vernunftwidrige, regelhaft kapitalgetriebene Überhitzung vor.

Blasversatz (Bergbau): Eine mit Wasser versetzte Trockenmasse, die in ausgebeutet Flöze eingebracht wird, um die Gefahr von → Bergsenkungen zu verringern bzw. zu erwartende Senkungen abzumildern.

Blatt (Holzbau): Ein etwa auf die Hälfte der Ausgangsstärke reduziertes Endstück eines Holzes. Diese Reduzierung erfolgt auf der (späteren) Unterseite. Das Blatt bildet das Gegenstück zur → Blattsasse, auf die es gelegt wird. Zumeist wird diese Verbindung durch einen Zapfen oder Holznagel gesichert.

Blatt (Tür): 1. Der bewegliche, in einen Rahmen gefasste Teil einer → Tür bzw. der Türflügel. 2. Eine durchgängige, auf eine tragende Rahmenkonstruktion aufgebrachte Türbekleidung.

Blattkapitell: Ein mit nachgeahmten Pflanzenblättern bzw. Laubwerk verziertes → Kapitell, das besonders während der Gotik verbreitet war.

Blattsasse (Holzbau): Eine Aussparung bzw. ein Schlitz in einem Balken, in die bzw. den ein Blatt gesetzt wird. Die Blattsasse bildet den unteren Teil eine Ver- bzw. Aufblattung.

Bleiglasfenster im Dom zu LinzBlattsitz (Holzbau): Eine andere Bezeichnung der → Blattsasse.

Blattwelle (Architektur): Siehe → Kymation.

Blauschiefer: Ein metamorphes Gestein, das u. a. zur Dachdeckung verwendet wird.

Blechträger (Stahlbau): Ein Vollwandträger, der aus mehreren, zumeist miteinander verschweißten, teils auch verschraubten Werkstücken zusammengesetzt ist.

Bleibergwerk: Eine Grube, in der bleihaltige Mineralgemenge abgebaut werden bzw. wurden.

Bleiglasfenster: Ein aus zahlreichen, durch Bleiprofile miteinander verbundenen Glasstücken zusammengesetztes → Fenster. Mittels dieser Technik lassen sich eindrucksvolle Glasmosaike herstellen. Beispiele liefern die Fenster alter Sakralbauwerke. Rechts ein Bleiglasfenster des Mariendoms in Linz, der Landeshauptstadt von Oberösterreich (Aufnahme: Elmar Pfeiffer, April 2012).

Bleigrube: Ein Bergwerk bzw. Bergbau, in dem bleihaltige Mineralgemenge gewonnen werden bzw. wurden.

Bleimine: Siehe → Bleigrube.

Bleiverglasung: Ein flächenhafter Zusammenhang vergleichsweise kleiner, häufig verschiedenfarbiger Einzelscheiben, die durch Bleiprofile gefasst und miteinander verbunden sind.

Blendfassade: Eine → Außenwand, die derart gestaltet wird, dass sie die Struktur des jeweiligen Gebäude- oder Bauwerksinneren unkenntlich macht; sie maskiert diese gleichsam. Blendfassaden werden u. a. genutzt, um verschiedenen Baukörpern eines größeren Zusammenhangs eine einheitliche Anmutung zu verleihen oder Bestandsgebäude optisch aufzuwerten. Eines der bekanntesten Beispiele bietet die → Fassade des Petersdoms in Rom (Italien).

Blendgiebel: Ein gleichsam aufgesetzter, losgelöst von der Dachform bzw. Dachneigung ausgeführter → Giebel.

Blendmaßwerk: Eine flächenhafte, geometrische, feingliedrige Steinmetzarbeit, die – anders als die Hauptform des → Maßwerks – zur Verzierung geschlossener Mauern und Wände eingesetzt wurde. Ihre Blütezeit erlebte diese Dekorform während der Hoch- und Spätgotik.

Blendrahmen (Fenster, Tür): Ein Fenster- oder Türrahmen, der nicht in eine Wandöffnung eingesetzt, sondern dieser vorgesetzt ist bzw. wird. Dieser Rahmen nimmt also keinen Raum innerhalb der Wandöffnung ein, wodurch er belichtungstechnische Vorteile gegenüber Block- bzw. Zargenrahmen besitzt. Eine andere Bezeichnung ist »Blindrahmen«.

Blendtriforium: Ein rein als dekoratives Gestaltungselement verwendetes → Triforium. Mit anderen Worten: ein Triforium, das nicht als eine zum Mittelschiff hin geöffnete Seite eines Laufgangs ausgelegt war. Derartige Triforien waren während der Spätromanik üblich.

Blide (Belagerungstechnik): Die größte und schwerste, ausschließlich als Belagerungsgerät eingesetzte Wurfmaschine des Mittelalters. Kernkomponente war ein aufgebockter, beweglich gelagerter Wurfarm, an dessen kurzem Abschnitt ein Gegengewicht angebracht war. Das Wurfgeschoss hing in einer Schlinge am Ende des langen Abschnitts des Wurfarmes. Bliden verbreiteten sich in Westeuropa um die Wende des 12. Jahrhunderts.

Blindgleis: Eine andere Bezeichnung für ein Stumpfgleis. Es handelt sich um ein Gleis, das in einem → Prellbock ausläuft oder anderweitig abgeschlossen wird, also nur in einer Richtung mit einem übergeordneten Gleissystem verbunden ist. Bei → Kopfbahnhöfen sind alle Gleise Blindgleise.

Blindholz (Holzwerkstoff): Das Holz im Kern von → Tischlerplatten bzw. das von deren Decklagen eingefasste Holz.

Blindholz (konstruktiv): Ein regelhaft minderwertiges, verdeckt bzw. oberflächlich nicht wahrnehmbar eingesetztes Konstruktionsholz.

Blindrahmen: Siehe → Blendrahmen (Fenster, Tür).

Blindschacht (Bergbau): Ein zwei oder mehr Sohlen verbindender vertikal ausgerichteter Hohlraum bzw. Schacht, der nicht bis zur Erdoberfläche reicht.

Blindzapfen (Zimmermanns- / Tischlerwesen): Ein → Zapfen, der nur ein Stück weit in das zu verbindende Holzteil eindringt, es also nicht vollständig durchstößt; der Zapfenkopf ist somit nicht sichtbar.

Blk (Immobilieninserate): Steht für → »Balkon«.

Block (Gebäudekomplex): Ein von Straßen oder Schienen umlaufener bzw. eingefasster und / oder topographisch definierter Gebäudekomplex, der sich aus verbundenen Baukörpern zusammensetzt.

Block (Hotellerie): Eine vorbehaltlich oder fest vorgebuchte Zimmeranzahl, die für einen Kunden geblockt bzw. reserviert ist und somit zeitweilig nicht mehr frei verkauft werden kann. In der anglophon geprägten Branche wird der Block vielfach als »Allotment« bezeichnet.

Blockbau (Konstruktionsverfahren): Eine bis auf die Jungsteinzeit zurückreichende Massivholzbauweise bzw. ein auf ihr beruhendes Gebäude. Kennzeichnend ist, dass geschälte, behauene oder zugesägte Baumstämme aufeinandergelegt werden. Die Wände ruhen auf einem Fundament aus gestampftem Lehm oder Stein oder einem Holzrahmen. An ihren Endpunkten werden die Stämme bzw. Balken verkämmt oder verblattet. Heutige Blockbauten werden zumeist aus Hölzern errichtet, die auf Standardmaße zugeschnitten und oftmals gespundet oder mit Nut und Feder versehenen sind.

Blockbauweise: Siehe → Blockbau.

Blockgebäude (Holzbau): Siehe → Blockhaus.

Blockhaus: Ein Holzgebäude, das aus geschälten und / oder zugehauenen bzw. zugesägten Baustämmen bzw. Balken hergestellt wird, die waagrecht übereinander gelagert sind. Moderne Blockhäuser werden vielfach aus industriell gefertigten bzw. standardisierten Balken hergestellt.

Blockheizkraftwerk: Eine modular aufgebaute, auf dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung beruhende technische Anlage, die zur Gewinnung von Strom und Wärme dient. Angetrieben werden diese Anlagen überwiegend von Dampf-, Diesel-, Stirling- oder Zündstrahlmotoren. Die Energie- und Wärmeerzeugung findet regelhaft am Bedarfsort statt; überschüssige Mengen können vielfach jedoch in das übergeordnete Netz eingespeist werden. Anlagen mit geringer Leistung eignen sich zur Versorgung von kleinen Wohngebäuden und Wohnanlagen.

Blockheizung: → Blockheizkraftwerk.

Blockhütte: Ein kleineres, technisch regelhaft minimalistisch ausgestattetes Holzgebäude, das aus geschälten, zugehauenen oder zugesägten Baustämmen bzw. Balken hergestellt wird, die waagrecht übereinander verbaut werden.

Blockrandbebauung: Eine mit der Industrialisierung einhergehende städtebauliche Erscheinung, die typisch für europäische Großstädte war. Kennzeichnend ist, dass entlang von Blockrändern, die durch einfassende Straßen, begrenzende Wege und / oder Gleise definiert sind, geschlossene Gebäudefronten ausgebildet sind. Typischerweise liegt im Innern dieser Blocks ein Hof, bei kleineren → Mietskasernen zumindest ein aufgeweiteter Lichtschacht.

Blockstufe: Eine hohe, aus Massivholz oder Stein hergestellte → Stufe mit rechteckigem Querschnitt. Aus optischen Gründen weisen diese Stufen häufig ausgekehlte oder schräg unterschnittene Stoßflächen auf. Die Stufen liegen gewöhnlich nicht direkt aufeinander, sondern werden durch eine wenige Millimeter starke Mörtelfuge voneinander abgesetzt.

Blockverband (Mauerwerk): Ein Mauerwerksverbund, der aus einander abwechselnden Läufer- und Binderlagen aufgebaut ist. Dabei ragen die → Läufer zu beiden Seiten jeweils mit einem Viertel ihrer Länge über den direkt unterlagernden → Binder hinaus bzw. entsprechend in rechts und links an diesen angrenzende Binder hinein.

Blower Door Test: Ein in die deutsche Fachsprache eingegangener Anglizismus, der für das Differenzdruck-Messverfahren steht. Es handelt sich um einen Test, der auf Luftdruckdifferenzen beruht, die im Innenraum eines Gebäudes erzeugt werden. Er simuliert konstante Windlasten, um luftdurchlässige Stellen bzw. Leckagen in der Gebäudehülle sowie die Luftwechselrate zu bestimmen.

Blue King (Gestein): Handelsbezeichnung für einen in Sambia gewonnenen Foyait. Der seltene, mit dem Syenit verwandten Plutonit besitzt ein mittelkörniges, gegenüber dem brasilianischen Azul Bahia regelmäßigeres Gefüge, ist quarzfrei und reagiert empfindlich auf Säureeinwirkungen und UV-Licht. Angesichts seines hohen Preises und seiner Empfindlichkeit wird das Gestein nahezu ausschließlich für luxuriöse Innenraumgestaltungen verwendet.

Blue Night (Gestein): Einer von mehreren Handelsnamen eines in Spanien abgebauten Granits dunkelgrauer Farbe, der eine mittelkörnige Struktur besitzt und durch größere Feldspäte auffällt. Das frostharte Gestein wird vor allem als Belag für stark beanspruchte Flächen in Innenräumen verwendet.

Blue Pearl G. T. (Gestein): Ein Handelsname des Labrador Blau. Der in Tvedalen nahe Larvikit (Norwegen) abgebaute, bläulich schillernde Plutonit steht zwischen Syeniten und Monzoniten. Das Gestein wird zur Herstellung dekorativer Gegenstände sowie im Innenausbau (Wandverkleidungen usw.) verwendet.

BM (Einzelhandel): Ein Kürzel für → »Baumarkt«.

BMA (Brandschutz): Das Kürzel für → »Brandmeldeanlage«.

BMVBS (Deutschland): Das Kürzel steht für »Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung«.

BNatSchG (Deutschland): Das Kürzel für »Bundesnaturschutzgesetz», das amtlich als »Gesetz über Naturschutz und Landschaftspflege« bezeichnet wird.