Immobilienwirtschaftliches Glossar

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Einträge zu Betonf – Bim

Betonfertigteil: Ein in einer stationären Anlage geformtes Bau- bzw. Betonelement.

Beton-Fertiggarage: Eine kleinere, aus industriell vorgefertigten Stahlbeton-Bauteilen oder komplett im Werk hergestellte → Garage. Vollständige Garagenkörper einschließlich Boden werden als monolithischer Block am Aufstellungsort abgesetzt.

Betonfertigteilwerk: Eine stationäre Anlage, in der Beton gemischt und zu bedarfsgerecht geformten Bau- bzw. Betonelementen verarbeitet wird.

Betonfertigungstechnik (Österreich): Ein 2009 eingeführter Lehrberuf. Tätigkeitsschwerpunkte sind u. a. die Herstellung im Hoch- und Tiefbau eingesetzter Betonwaren und Betonfertigteile (Bahnschwellen, Mauersteine, Randsteine, Rohre, Träger usw.), die Herstellung von Schalungen und Oberflächenbehandlungen.

Betonfertigungstechniker (Österreich): Der Berufstitel nach Abschluss einer im Lehrberuf → Betonfertigungstechnik.

Betonfundament: Ein aus → Beton hergestellter konstruktiver Übergang vom Boden zum Gebäude. Zweck des auch »Gründung« genannten Fundamentes ist es, ein → Gebäude oder → Bauwerk derart zu verankern, dass es austrocknungs-, aufschwemmungs-, erdbeben- oder frostbedingte Bodenverformungen und / oder Bodenbewegungen nicht (wesentlich) beschädigen können.

Betongold: Eine scherzhafte, oft spöttisch gemeinte Bezeichnung für Anlageimmobilien bzw. Immobilienanlagen.

Betongründung: Siehe → Betonfundament.

Betonkern (Hochhauskonstruktion usw.): Ein zentraler, ein Gebäude durchlaufender, für Stabilität sorgender Betonschacht, der neben statischen Aufgaben Erschließungsfunktionen übernimmt. So beinhaltet er Aufzugsysteme und Treppenhäuser.

Betonkern, gerahmter (Hochhauskonstruktion): Ein gegenüber der »einfachen« Lösung fester mit Außenrahmen und Decken des Gebäudes verbundener Betonkern. Diese Konstruktion verbindet sich mit erhöhtem technischen und kostenmäßigen Aufwand, lässt jedoch 30 – 35 m höhere Bauten zu.

Betonkernkühlung: Eine Technik, bei der in Betonbauteile Kühlrohre eingegossen werden, die entweder von zirkulierender Kühlflüssigkeit durchlaufen oder von Zuluft durchströmt werden.

Betonkonsistenz: Das Maß für die vom Wassergehalt abhängige Steifigkeit von → Frischbeton. Unterschieden werden folgende Klasse: sehr steif, steif, plastisch, weich, sehr weich, fließfähig, sehr fließfähig.

Betonkübel (Bauwesen): Ein sich von oben nach unten trichterartig verschlankender Metallbehälter, mit dem frischer → Beton transportiert und aufgebracht werden kann. Auf Baustellen wird das Behältnis gewöhnlich mittels Kraneinsatz bewegt, weshalb es auch als »Krankübel« bezeichnet wird.

Betonnest: Ein Hohlraum in einem Betonbauteil bzw. -körper, der aufgrund ungenügender Verdichtung, unzureichender Mischung der Ausgangsstoffe oder infolge falscher Körnung der Zuschlagstoffe entsteht.

Betonrüttler: Eine mittels Druckluft oder elektrisch angetriebene Baumaschine, die Vibrationen erzeugt, um frischen Beton zu verdichten.

Betonschalung: Eine aus Holz-, Kunststoff- oder Metallteilen zusammengesetzte Betongussform, die nach dem Erhärten des Baustoffs gewöhnlich entfernt wird.

Betonschere: Eine andere Bezeichnung der Abbruch- bzw. Betonzange. Es handelt sich um ein an einen → Bagger angebrachtes Werkzeug zum Abbrechen von Stahlbetongebäuden bzw. -bauteilen. Die Zange besitzt Zähne und eine Schneide, die zum Durchtrennen der Armierung dient. Der Abbruch erfolgt durch hydraulisch erzeugten Druck.

Betonschwinden: Eine Volumenverringerung, die beim Austrocknen von Beton eintritt.

Betonschwindung: Eine trocknungsbedingte Volumenverringerung von Beton.

Betonstahl: Auch »Bewehrungsstahl« genannt. Ein sehr zugfester, gerippter oder profilierter Rundstahl. Er wird in die Betonschalung eingelegt bzw. eingebaut, also einbetoniert, um die Druckfestigkeit des Betons mit der Zugfestigkeit des Stahls zu kombinieren bzw. den Beton zu verstärken ( bewehren).

Betonstahleinlage: Einzelne bewehrende Stahlstäbe oder eine entsprechende → Betonstahlmatte.

Betonstahlgewebe: Siehe → Betonstahlmatte.

Betonstahlmatte: Eine gitterartige Einlage aus miteinander verschweißten Stahlstäben, die zur Bewehrung von Fundamenten bzw. Bodenplatten, Decken, Wänden usw. aus Beton genutzt wird.

Betonstahlstab: Ein einzelner Betonbewehrungsstab.

Betonstein: Ein aus bewehrtem oder unbewehrtem → Beton hergestellter Kunststein, der als Werkstein oder Betonfertigelement einer speziellen Oberflächenbearbeitung (Flamm- oder Sandstrahlen, Schleifen usw.) unterzogen, oder dessen Oberfläche durch Rückgriff auf besondere Schalungen strukturiert wird.

Beton- und Estrichfräse: Ein Motorgerät, das eingesetzt wird, um aus Beton, Metall oder Stein hergestellte Böden zu bearbeiten. Es eignet sich u. a. dazu, Beschichtungen zu entfernen und Oberflächen zu reinigen oder aufzurauen.

Beton- und Stahlbetonbauer (Deutschland): Eine baufachliche Berufsbezeichnung für qualifizierte Kräfte, die Beton- und Stahlbetonbauteile, Bewehrungen und Schalungen herstellen und montieren sowie schadhafte Betonteile bzw. aus Beton / Stahlbeton gefertigte Gebäude- und Bauwerksteile reparieren und sanieren.

Betonverdichter: Ein Betonrüttler bzw. eine Vibrationen erzeugende Maschine, die eingesetzt wird, um → Beton zu verdichten.

Betonwerk: Eine stationäre Betonmischanlage bzw. eine technische Einrichtung in der Beton in industriellem Maßstab hergestellt wird. Betonwerke besitzen regelhaft Lagereinrichtungen für benötigte Rohstoffe, Dosiereinrichtungen, das eigentliche Mischwerk sowie Steuerungs- und Transporteinrichtungen.

Betonwerkstein: Ein aus → Beton durch Sägen, Polieren oder andere Arten der Oberflächenbearbeitung hergestelltes Bauprodukt. Der Kunststein kann aus bewehrtem oder unbewehrtem → Beton hergestellt, die Oberfläche durch Flammstrahlen, Sandstrahlen, Schleifen etc. bearbeitet oder durch Verwendung besonderer Schalungen strukturiert werden.

Betonwüste: Eine umgangssprachliche Bezeichnung für ein dicht mit Betongebäuden – voran Hochhäusern – bebautes Umfeld ohne nennenswerte Grünbereiche.

Betonzange: Eine andere Bezeichnung der Abbruchzange. Es handelt sich um ein an einen → Bagger angebrachtes Werkzeug zum Abbrechen von Stahlbetongebäuden bzw. -bauteilen. Die Zange besitzt Zähne und eine Schneide, die zum Durchtrennen der Armierung dient. Der Abbruch erfolgt durch hydraulisch erzeugten Druck.

Betonzertrümmerer: Eine stationäre oder mobile Maschine, die zum Brechen bzw. Zertrümmern von Betonbauteilen verwendet wird.

Betonzusatz: Siehe → Betonzusatzmittel und → Betonzusatzstoff.

Betonzusatzmittel: Gelöste oder aufgeschlämmte Stoffe, die Frisch- oder Festbeton beigemischt werden, um die dessen Abbindeverhalten, Dauerhaftigkeit, Dichte, Verarbeitbarkeit usw. zu beeinflussen. Betonzusatzmittel werden in solch kleinen Mengen zugegeben, dass sie bei der Betonrezeptur volumenbezogen unberücksichtigt bleiben können.

Betonzusatzstoff: Ein mineralischer oder organischer Feinstoff, der eingesetzt wird, um Betoneigenschaften zu beeinflussen bzw. zu verbessern. Zu unterscheiden sind weitgehend inaktive Zusatzstoffe (Gesteinsmehl, Pigment) sowie puzzolanische bzw. latent hydraulische Stoffe (Flugasche, Silikatstaub, Trass). Anders als → Betonzusatzmittel sind Zuschlagstoffe volumenbezogen relevant.

Betreuungsimmobilie: Ein Gebäude, das der Unterbringung, Betreuung und Pflege unmündiger, bedrohter, sozial benachteiligter oder behinderter Menschen dient. Zu den Betreuungsimmobilien zählen Behindertenheime, Kinder- / Jugendheime, Obdachlosenheime, Asylantenwohnheime, Einrichtungen des geschützten Wohnens und Hospize. Durch diese Definition nicht erfasst sind Senioren bzw. → Seniorenimmobilien.

Betriebshof (Bauwirtschaft): Ein von einem privaten Bauunternehmen unterhaltenes Areal, das als Lagerplatz für Baumaschinen, Bau- und Wartungsgeräte sowie Baustoffe genutzt wird. Betriebshöfe beinhalten vielfach einen Mix aus Freiflächen, Hallen und anderweitigen Betriebsgebäuden.

Betriebshof (Verkehrswesen): Eine zumeist von einer Halle oder mehreren Hallen geprägte Parkeinrichtung für Triebwagen von Eisen- und Straßenbahn. Viele Betriebshöfe verfügen über Einrichtungen, die es gestatten, kleinere Reparaturen vorzunehmen.

Betriebskosten: Alle laufend entstehenden Kosten, die sich mit dem Eigentum an einer Immobilien bzw. deren Nutzung verbinden. Zu den Betriebskosten zählen Grundsteuer, Wasserver- und -entsorgung, Gartenpflege, Haftpflicht- und Sachversicherung, Müllabfuhr usf.. Grundsätzlich stellen auch alle vom jeweiligen Mieter zu tragenden bzw. auf diesen umlegbare Kosten Betriebskosten dar. Da umlegbare Kosten für den Eigentümer durchlaufende Posten darstellen, also nicht erlösschmälernd wirken, werden sie in der Wertermittlung ausgeblendet.

Betriebskostenschlüssel: Ein Verteilungsschema, nach dem die umlagefähigen Betriebskosten einer Mehrnutzerimmobilie anteilig für verschiedene Nutzungseinheiten berechnet werden. Die Berechnung kann auf jeweiligen Flächenanteilen und / oder Haushaltsgrößen etc. gründen.

Betriebskostenumlage: Die bezogen auf die anteilige Wohn- bzw. Mietfläche eines Nutzers oder die jeweilige Haushaltsgröße berechneten und – sofern gemäß gesetzlicher Vorschriften oder vertraglicher Vereinbarung »durchreichbar« – von diesem zu tragenden → Betriebskosten.

Betriebstyp (Einzelhandel): Eine branchengebundene Spielart bzw. Ausprägungen (Bekleidungs-, Schuh-, Sportgeschäft) einer → Betriebsform.

BetrKV (Mietwesen): Der amtliche Kürzel von »Betriebskostenverordnung«.

Bettenauslastung (Beherbergungsgewerbe): Die über einen Betrachtungszeitraum hinweg erzielte durchschnittliche Hotelbettenbelegung. Die Quote bezieht sich üblicherweise auf die maximal verfügbare Bettenanzahl eines Hauses. Die Bettenauslastung wird von vielen privat geführten Häusern, in der Ferienhotellerie und von statistischen Ämtern als Messgröße herangezogen. Die internationale Kettenhotellerie bedient sich regelhaft der zimmerbezogenen Auslastungsquote.

Bettenerlös, durchschnittlicher (Hotellerie): Hotelsprachlich als »Revenue per Available Bed« bzw. kurz »RevPAB« bezeichnet. Der Wert stellt das auf Betten bezogene Gegenstück zur zimmerbezogenen Kenngröße, dem »Revenue per Available Room», dar. Der Wert ergibt sich aus folgender Formel: Belegungsquote je Bett mal durchschnittlicher Preis je belegtem Bett gleich durchschnittlicher Bettenerlös.

Bettenkapazität (Beherbergungsgewerbe, gebietsbezogen): Die Anzahl reguläre Gästebetten, die in der Gesamtheit gewerblicher Übernachtungsbetriebe innerhalb eines definierten Gebietes zu einem Stichtag oder gemittelt über einen Zeitraum hinweg verfügbar ist.

Bettung (Eisenbahn): Das in aller Regel aus Schotter aufgebaute Gleis- bzw. Schienenbett einer Gleisanlage.

Bettungsmodul: Eine Kenngröße, die sich auf die Nachgiebigkeit von Bodenoberflächen bzw. Untergründen unter Flächenlast bezieht.

Bettungsmörtel: Ein spezieller → Mörtel, der als unmittelbarer Untergrund für Pflasterbaustoffe (Steine, Platten) dient; er gestattet es, Unebenheiten des Untergrundes auszugleichen, die Verlegehöhe zu adjustieren und stabilisiert das Pflaster. Bettungsmörtel werden auch als »Verlegemörtel« bezeichnet.

Beunde: Eine vor allem in der deutschsprachigen Schweiz und einigen süddeutschen Gebieten geläufige Bezeichnung des → Klein- bzw. → Schrebergartens.

Beutellehen (historisch): Ein landwirtschaftlicher Betrieb, der ursprünglich ein Ritterlehen war, dann in Form einer vererbbaren Leihe an einen Bauern ging.

Bevölkerungsbewegung (Demographie): Ein Ausdruck, der für fortwährende Veränderungen steht, denen Bevölkerungen eines bestimmten Gebietes in Bezug auf natürliche Entwicklungen (Geburtenrate, Sterbeziffer usw.) und Wanderungsbewegungen (Zu-, Abwanderung) unterliegen. Die Bevölkerungsbewegung stellt eine erstrangige, häufig sogar die entscheidende Größe in Zusammenhang mit einer langfristig orientierten Bewertung von Immobilien dar.

Bevölkerungsdichte: Die durchschnittliche Anzahl von Menschen, die innerhalb eines Gebietes (Region, Staat usw.) je Flächeneinheit wohnt. Üblicherweise wird dieser Wert in Einwohner pro Quadratkilometer angegeben.

Bevölkerungspyramide: Eine andere Bezeichnung der Alterspyramide. Der Begriff bezeichnet das Altersgefüge der Bevölkerung eines Gebietes. Übertragen in eine Grafik, in der sämtliche Jahrgänge als waagrechte Balken (Frauen zumeist rechts, Männer links, die jüngsten Jahrgänge an der Basis) abgebildet werden, ergibt sich bei »Bezugsgruppen« mit anhaltendem natürlichen Bevölkerungswachstum eine pyramidale Grundform. Derartige Formen sind typisch viele Schwellenländer (z. B. Indien); lange Zeit kennzeichneten sie auch europäische Staaten. Mit dem II. Weltkrieg und folgenden demographischen Wandlungen veränderte sich die Pyramidenform. Der Begriff erzeugt somit ein vielfach nicht von der Realität gedecktes Bild. Die klassische (lineare) Pyramide ergibt sich u. a. bei anhaltenden, doch mäßigen Geburtenüberschüssen und geringer durchschnittlicher Lebenserwartung. Bei fortwährend sehr hohen Geburtenüberschüssen (oft gepaart mit niedriger Lebenserwartung) entwickelt sich eine gleichsam zerfließende Basis. Diese »Pagode« ist typisch für viele Entwicklungsländer. Weitere Grundformen sind »Bienenstock« (das Ideal), »Glocke« (Europa um 1960), »Urne« (oder »Zwiebel», z. b. heutiges Deutschland) und der »Tannenbaum« (auch »Tropfen»). Verheerende Ereignisse (Kriege usw.) spiegeln sich in »Einschnürungen«. Vor allem in kleineren räumlichen Einheiten werden natürliche Bevölkerungsgänge von Wanderungsbewegungen überlagert, die sich oftmals in Formen übersetzen, die erheblich von jener der jeweiligen Landesebene abweichen.

Bevölkerungsstand (Demographie): De Einwohneranzahl eines Raumes zu einem bestimmten Zeitpunkt.

Bevölkerungsstruktur: Die Zusammensetzung einer Gebietsbevölkerung nach Alter, Geschlecht, Ausbildungsabschluss, Staatsangehörigkeit und anderen Merkmalen mehr.

Bewässerungskanal: Ein künstliches unter- oder oberirdisches Gerinne, das dazu dient, landwirtschaftliche Nutzflächen mit Wasser zu versorgen.

Bewegliche Brücke: Eine → Brücke mit einem vollständig oder in Teilen beweglichen Tragwerk. Zu diesem Kreis zählen u. a. → Falt-, → Hub-, → Zug-, → Senk- und → Schwingbrücken. Bewegliche Brücken werden vorwiegend zur Überspannung von Wasserwegen herangezogen.

Bewegungsfuge: Ein vorsätzlich belassener Spalt zwischen verschiedenen Bauteilen oder einzelnen Elementen (z. B. Fliesen), der dazu dient, Rissbildungen auszuschließen. Bewegungsfugen sind bei Bauteilen erforderlich, die unterschiedliche Materialeigenschaften in Bezug auf Feuchteaufnahme und -abgabe, Wärmeausdehnung usw. aufweisen. Weiterhin wird bei Verwendung »arbeitender« Baustoffe auf Bewegungsfugen zurückgegriffen. Die Bewegungsfuge wird auch als »Dehn-« und »Dilatationsfuge« bezeichnet.

Bewehrter Beton (Stahl- / Spannbeton): Ein → durch eingebrachte Bewehrungsstäbe bzw. Betonstahlmatten verstärkter → Beton. Die Stahleinlagen können mit Vorspannung (→ Spannbeton) und ohne Vorspannung (→ Stahlbeton) eingesetzt werden.

Bewehrter Turm: Eine andere Bezeichnung für einen Wehrturm. Dabei handelt es sich um einen mit starken Mauern versehenen → Turm, der auf Verteidigungszwecke ausgelegt ist. Wehrtürme bilden ein wichtiges Element vieler Verteidigungsanlagen (Burgen, Stadtbefestigungen usw.), können jedoch auch in Alleinlage vorkommen.

Bewehrtes Mauerwerk: Ein gewöhnlich aus Lochziegeln bestehendes → Mauerwerk, das durch eingesetzte Bewehrungsstäbe verstärkt ist.

Bewehrung (Bauwesen): Die Verstärkung eines Baustoffes durch einen zweiten. Der auch »Armierung« genannte Vorgang dient dazu, die Resistenz des Ausgangsstoffes gegenüber Witterungseinflüssen zu verbessern oder seine Druck- und / oder Zugfestigkeit zu erhöhen. Der Begriff kann auch die Verstärkung eines Objektes durch ein anderes bezeichnen.

Bewehrungsmatte (Stahlbetonbau): Eine gitterartige Einlage aus miteinander verschweißten Stahlstäben, die zur Verstärkung (Bewehrung) von → Fundamenten bzw. Bodenplatten, Decken, Wänden usw. genutzt wird, die aus Beton hergestellt sind bzw. werden.

Bewehrungsplan: Eine zumeist CAD-gestützt angefertigte Darstellung der → Bewehrung im → Stahlbetonbau. Idealtypisch wird zunächst eine Bewehrungsübersicht erstellt; diese bildet statisch notwendige Bewehrungen bzw. Bewehrungskomponenten ab; sie enthält zudem Angaben bezüglich der erforderlichen Betonmengen. Auf dieser Grundlage entsteht die Werkstattzeichnung, die als Ausführungsplan dient, nach dem die Stähle gefertigt und verlegt werden.

Bewehrungsstab (Stahlbetonbau): Ein einzelnes, stabähnlich geformtes Betonarmierungselement.

Bewehrungsstahl: Auch »Betonstahl« genannt. Ein sehr zugfester, gerippter oder profilierter Rundstahl. Er wird in die Betonschalung eingelegt bzw. eingebaut, also einbetoniert, um die Druckfestigkeit des Betons mit der Zugfestigkeit des Stahls zu kombinieren bzw. den Beton zu verstärken ( bewehren).

Bewehrungsübersicht (Stahlbetonbau): Eine erste bzw. grobe Darstellung, die statisch notwendige Bewehrungen abbildet; sie enthält Angaben bezüglich erforderlicher Betonmengen und bildet die Grundlage der Werkstattzeichnung, die als endgültiger Bewehrungsplan den Ausführungsplan darstellt, nach dem die Stähle gefertigt und verlegt werden.

Bewettern: Siehe → Bewetterung.

Bewetterung: Die Frischluftzufuhr im Berg- und Tunnelbau. Teil der Bewetterung sind die Abführung verbrauchter Luft und / oder freigesetzter Gas, die Frischluftverteilung und – sofern erforderlich – die Raumkühlung.

Bewitterung: Eine Prüfung, bei der (potenzielle) Bau- bzw. Werkstoffe natürlichen oder simulierten Witterungseinflüssen ausgesetzt werden. Ziel ist es, das jeweilige Maß bzw. den Grad der Wetterbeständigkeit zu bestimmen, wobei neben unmittelbaren Wettereinwirkungen bzw. witterungsbedingten Einflüssen auch deren physikalische und chemische Folgeprozesse berücksichtigt werden.

Bewitterungsstabilität (Baustoffe): Auch als »Wetterechtheit« bezeichnet. Es handelt sich für ein Maß der Beständigkeit von Bau- bzw. Werkstoffen gegen unmittelbare Wettereinwirkungen bzw. witterungsbedingte Einflüsse und deren physikalische und chemische Folgeprozesse.

Bezf (Wohnen / Gewerbe): Ein vorwiegend in Immobilienannoncen verwendetes Kürzel für »bezugsfertig«.

Bezgsf (Immobilienanzeigen): Steht für »bezugsfertig«.

BFStrG (Verkehrswesen, Deutschland): Das Kürzel steht für »Bundesfernstraßengesetz«.

BG Bau (Deutschland): Das Kürzel für → »Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft«. Es handelt sich um die gesetzliche Unfallversicherung für die Bauwirtschaft und baunah aktive Dienstleister.

BGF: Kürzel für »Brutto-Grundfläche«. BGF bezeichnet die gesamte, über sämtliche Stockwerke bzw. Grundrissebenen eines Gebäudes hinweg summierte Grundfläche. Sie beinhaltet in voller Höhe umschlossene Flächen, überdeckte, jedoch nicht allseitig in voller Höhe umschlossene Flächen sowie nicht überdeckte Gebäudeflächen. Unberücksichtigt bleiben Außentreppen, Vor- und Rücksprünge der Außenwände, konstruktive Hohlräume, Kellerschächte, Kriechkeller und nicht nutzbare Dachflächen.

BHKW (Energie- / Wärmeversorgung): Steht für → »Blockheizkraftwerk«.

Bianco Cristal (Gestein): Ein Handelsname eines mittelfein gekörnten spanischen Leukogranits. Verwendet wird er im Innenausbau (Fliesen, Fensterbänke, Treppenbeläge).

Bianco Cristallo (Gestein): Siehe → Bianco Cristal.

Bianco Crystall (Gestein): Siehe → Bianco Cristal.

Bianco Kristall (Gestein): Siehe → Bianco Cristal.

Bibelgarten: Ein → Garten, der mit Pflanzen besetzt ist, die in der christlichen Bibel erwähnt sind. Ein postuliertes Ziel dieser Anlagen ist es, ihren Besuchern eine Vorstellung von der Umwelt biblischer Zeiten zu vermitteln; vielfach werden diese Gärten mit Figurengruppen, Texttafeln und dergleichen mehr angereichert, die christliche Mythen anschaulich werden lassen.

Biberschwanz: Ein flacher, ebener, an einem beim Verlegen abwärts weisenden Ende oft halbrund ausgeformter → Dachziegel.

Biberschwanzziegel: Siehe → Biberschwanz.

Biblischer Garten: Siehe → Bibelgarten.

Biedermeier (Architektur): Eine Stilrichtung, die zwischen 1815 (Wiener Kongress) und ca. 1850 verbreitet war. Es handelt sich um eine schichte Eleganz betonende, Bürgerbauten prägende Strömung, die als Spielart des → Klassizismus einzustufen ist.

Biedermeierarchitektur: Siehe → Biedermeier.

Biforium: Im Deutschen als »Zwillingsfenster« oder »gekuppeltes Fenster« bezeichnet. Es handelt sich um zwei mittels einer mittigen Säule bzw. durch einen Mittelpfosten gekuppelte Fenster bzw. Fensteröffnungen.

Bilanzfeuchte (insbesondere Holzbau): Jener Feuchtegehalt (in Gewichtsprozent), der sich in einem Baustoff (Holz, Beton usw.) ergibt, wenn dieser längere Zeit einem Umfeld mit weitgehend gleichbleibender Feuchte und Temperatur ausgesetzt ist. Diese Feuchte wird u. a. »Ausgleichsfeuchte« genannt.

Bilderkapitell: Ein bereits in der Spätantike auftretendes, vor allem in Bauten der französischen → Romanik verbreitetes → Kapitell, das Darstellungen von Menschen, Tieren oder Fabelwesen trägt. Teils sind komplexe Szenen abgebildet, teils »erzählen« diese Kapitelle Geschichten bzw. Legenden. Das Bilderkapitell wird auch »Figurenkapitell« genannt.

Bildstock: Eine religiöse Verehrungs-, Meditations- und Gedenkstätte im Kleinformat. Es handelt sich um → Pfeiler, → Säulen oder kleine, hausähnlich gestaltete Einheiten, die zumeist mit Skulpturen oder Figurenbildnissen geschmückt sind. Bildstücke finden sich häufig an Wegrändern bzw. Wegegabelungen, vor Kirchen und Friedhöfen. Regionale Bezeichnungen sind u. a. »Marterl», »Materla« (beide Bayern und Österreich) und »Heiligen-« bzw. »Helgenstöckli« (Schweiz).

Bilegger: Eine norddeutsche Bezeichnung für einen in bäuerlichen Häusern zu findenden Hinterladerofen, der Heizzwecken diente. Bilegger erwärmten die (Gute) Stube, wurden jedoch von der Küche aus beschickt; dort befand sich auch der Rauchabzug. Als Brennstoff diente zumeist Torf, auf den Halligen auch getrockneter Kuhdung.

Bilinga (Holz): Ein aus dem westlichen Afrika stammendes (mittel)schweres Holz, das u. a. für Konstruktionen im Innen- und Außenbereich von Gebäuden, im Brücken- und Hafenbau (Decks, Molen, Stege) sowie zur Herstellung von Lärmschutzwänden eingesetzt wird.

Billian (Holz): Ein südostasiatisches Hartholz, das u. a. zur Herstellung von Rammpfählen genutzt wird. Es ist bekannter unter dem Namen »Ulin«.

Bim: Eine österreichische Bezeichnung der → Straßenbahn.

Bima: Auch als »Almemor« und »Tewa« bezeichnet. Der Begriff steht für einen erhöhten, regelhaft über eine kurze Treppe erreichbaren Synagogenbereich (Podium), in dem aus der Tora gelesen und Gebete gesprochen werden. Die Bima symbolisiert den Opferaltar im heiligen Tempel. Bei Synagogen der Orthodoxen befindet sich die Bima im Mittelpunkt des Bauwerkes, bei Synagogen liberaler Gemeinschaften an der östlichen Bauwerksseite.

Bimah: → Bima.

Bims: Siehe → Bimsstein.

Bimsstein: Ein sehr leichter, poröser Vulkanit, der gute Wärmedämmeigenschaften aufweist. Er wird u. a. zur Herstellung von Leichtbetonsteinen verwendet.