Immobilienwirtschaftliches Glossar

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Einträge zu Ben – Betone

Benchmark: Der englische Begriff lässt sich mit »Bezugsgröße», »Maßstab», »Orientierungsgröße», »Richtwert« usw. übersetzen. Benchmarks werden zu einem Vergleich mit Wettbewerbern bzw. zwecks Gegenüberstellung mit durchschnittlichen Werten bzw. Ergebnissen innerhalb eines relevanten Marktsegments.

Bentonit: Eine bräunliche Mischung diverser Tonminerale, die sich durch hohe Wasseraufnahme- bzw. Quellfähigkeit auszeichnet. Bentonit wird u. a. als Baustoff im Deich- und Teichbau, bei der Gebäudeabdichtung und als Gleitmittel beim Tunnelvortrieb eingesetzt.

Benützungsart (Baurecht, Österreich): Die Entsprechung der deutschen »Nutzungsart«.

Benzinabscheider: Ein (nicht ganz zutreffend) mit »Ölabscheider« gleichgesetzter Begriff. Er bezeichnet eine Anlage zur Abwasserreinigung, die im Wesentlichen aus einem mit einer Tauchwand versehenen Becken besteht, in dem aufschwimmendes Benzin bzw. Öl vom Wasser abgeschieden wird.

Berapp: Eine andere Bezeichnung für den Rapputz. Es handelt sich um einen einlagig, durch Anwerfen oder Aufziehen aufgebrachten rauen → Putz, der mit einer Kelle oder einem Quast geglättet wird.

Berauben (Bergbau, Tunnelbau): Siehe → Bereißen (Bergbau, Tunnelbau).

Berceau (Gartenarchitektur): Ein von Pflanzen gebildeter Laubengang, bei dem lebende Gehölze (Bäume, Sträucher) als Stützen bzw. Träger des den Gang einfassenden Bewuchses dienen.

Berchfrit: Eine weniger gebräuchliche Bezeichnung für den → Bergfried.

Berechtsame (historisch, Bergbau): Ein Vorläufer der heutigen Bergbauberechtigung, also ein Nutzungsrecht an einem Bergbaufeld.

Berechtsamsurkunde (Bergrecht): Ein amtliches Dokument, das einem Antragsteller bei der Eigentumsverleihung an einem Bergwerk übergeben wird; es dient als Grundlage für einen entsprechenden Grundbucheintrag.

Bereißen (Bergbau, Tunnelbau): Eine Sicherungsmaßnahme im Bereich der Orts- bzw. Tunnelbrust, die darin besteht, loses bzw. gelockertes Gestein abzuschlagen, herunterzureißen, die Gesteinsflächen (ansatzweise) zu ebnen.

Bereitschaftskasematte (Festungsbau): Ein ober- oder unterirdisch angelegter, gegen Artilleriebeschuss gesicherter Raum bzw. Komplex einer Festungsanlage oder eines Werkes, der als zeitweiliger Aufenthaltsort rasch mobilisierbarer Einsatzkräfte diente.

Bereitstellungszinsen: Ein Zinssatz bzw. Zinsbetrag, den eine Bank für den Zeitraum zwischen Darlehenszusage und -auszahlung berechnet. Hintergrund: Die Bank beschafft die Kreditmittel, für die ihr selbst Zinsaufwendungen entstehen, bereits mit der Zusage.

Bergamt: Eine untere staatliche Aufsichtsinstanz, der es obliegt, mit bergbaulichen Aktivitäten verbundene Betriebsabläufe, Unternehmungen, Tätigkeiten und Einrichtungen unmittelbar zu überwachen.

Bergbauamt: Siehe → Bergamt.

Berge (Bergbau): Auch »Gebirge« genannt; das Umgebungsgestein, in dem die Grubenbaue eines Bergwerks angelegt sind.

Bergehalde: Ein bergbaulicher Ausdruck für eine große Aufschüttung von ausgeräumtem Material. Das Wort »Berge« bezeichnet taubes Gestein. In vielen großen Bergbaurevieren wurden diese Halden zu landschaftsprägenden Elementen.

Bergfried: Ein nicht zu Wohnzwecken dienender, zumeist eigenständig platzierter Hauptturm einer → Burg. Dieser Hauptturm diente als letzte Rückzugsinsel für die Besatzung einer vor dem Fall stehenden Burg. Entsprechend dick sind die Mauern. Bergfriede besitzen typischerweise einen Hocheingang, der nur über eine Leiter, seltener über eine Treppe oder Brücke erreichbar ist.

Berggebäude (Bergbau): Eine seltenere Bezeichnung für »Grubengebäude», also die Gesamtheit aller unterirdisch in einem Bergwerk geschaffenen Hohlräume.

Berggrundbuch: Ein amtliches, öffentlich einsehbares Register, dessen Führung landesrechtlich geregelt ist. Es stellt eine bergwerksbezogene Entsprechung des »normalen« → Grundbuchs dar. In ihm sind Bergwerke bzw. Bergwerksfelder (Lage, Größe), Gewinnungsrechte, die Art abgebauter Bodenschätze und das Bergwerkseigentum erfasst.

Bergholländer: Eine auf einer zumeist 2 – 3 m hohen Aufschüttung errichtete → Holländer- bzw. → Kappenwindmühle, deren mit Segeltuch bespannbare Flügel bis unmittelbar über die Mühlenbasis herabgeführt sind.

Berghypothekenbuch: Eine andere Bezeichnung des → Berggrundbuchs.

Bergmännische Bauweise (Tunnelbau): Ein auf den Stollenbau im Bergbau zurückgehendes Bauverfahren, bei dem ein Tunnel beginnend bei einem Ausgangspunkt oder ausgehend von beiden Endpunkten vorgetrieben wird.

Bergschaden: Eine funktionale oder wertmindernde Beeinträchtigung bzw. Beschädigung von Gebäuden, Bauwerken, baulichen Anlagen usw., die auf Bergbauaktivitäten im Untergrund zurückzuführen ist. Gewöhnlich handelt es sich um Bodensenkungen und Geländeeinbrüche.

Bergsenkung: Eine Geländeabsenkung bzw. -absackung, die durch bergbauliche Aktivitäten ausgelöst wird.

Bergteer: Eine weniger geläufige Bezeichnung des → Naturasphalts.

Bergwerk: Ein künstlich geschaffenes System unterirdischer Bauwerke (Schächte, Strecken usw.) und zugehöriger oberirdischer Anlagen, das der Gewinnung von Rohstoffen dient.

Bergwerkseigentum: Das verbriefte bzw. grundbuchlich gesicherte Recht, bestimmte Bodenschätze innerhalb eines festgelegten bzw. abgesteckten Grubenfeldes bis zur »ewigen Teufe« (beliebigen Tiefe) zu gewinnen.

Bergwerksgeld (historisch): Eine regelmäßige oder einmalige Zahlung an einen Grundherrn, die zum Abbau von Bodenschätzen berechtigte.

Bering: Die Ring-, Haupt- bzw. Mantelmauer einer Burg oder burgähnlichen Wehranlage.

Berliner Fenster: Ein → Kastenfenster mit nach innen aufgehenden Außen- und Innenflügeln. Das äußere Flügelfenster ist kleiner als das innere Gegenstück dimensioniert, um durch das lichte Maß zu passen.

Berliner Treppe: Eine gewöhnlich aus Holz hergestellte → Treppe mit verzogen-geschweiftem Antritt, deren untere Partie frei im Raum steht, sich zu einer Wandnische fortsetzt und im Anschluss in einen sie fortführenden Halbwendel übergeht. Aufgrund ihrer komplizierten Bauweise wird dieser Treppentyp kaum noch realisiert.

Berliner Zimmer: Ein mit dem Berliner Mietskasernenbau des 19. und frühen 20. Jahrhunderts verbundener Zimmertyp. Der Begriff steht für einen als Wohn-, Empfangs- oder Durchgangszimmer genutzten Raum, der das Vorderhaus mit einem Seitenflügel oder diesen mit dem Hinterhaus eines Komplexes verbindet. Obwohl regelhaft großzügig dimensioniert, verfügt dieses Zimmer lediglich über ein in Ecklage befindliches Fenster, woraus sich eine zumeist unbefriedigende natürliche Belichtung ergibt.

Berme: Ein waagerecht in der Böschung eines Damms, Hangs oder Walls verlaufender Absatz. Bermen vermindern den Druck auf den Böschungsfuß. Sie dienen oftmals als Geh- und Fahrweg oder Leitungstrasse. Im Festungsbau wurden Bermen angelegt, um den Verteidigungsbereich zwischen Mauer oder Wall und dem Graben zu erweitern.

Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft: Die gesetzliche Unfallversicherung für die Bauwirtschaft und baunah aktive Dienstleister.

Berührungsbahnhof: Eine aus zwei oder mehr unmittelbar benachbarten → Durchgangsbahnhöfen bestehende Bahnverkehrsanlage.

Beschaffungslager: Lagereinrichtungen, die als Sammelstelle für Güter unterschiedlicher Lieferanten eines oder mehrerer Unternehmen dienen.

Beschicker: Eine Baumaschine, die zwischen einen → Asphaltfertiger und dessen Zugmaschine (Lkw) geschaltet wird. Die mit einem Aufnahmebehälter versehene Maschine versorgt bzw. beschickt den Fertiger über ein beheiztes Transportband mit Asphaltmischgut.

Beschlag (Fenster): Ein in aller Regel aus Metall hergestelltes Element, das einen → Fensterflügel mit dem Rahmen verbindet.

Beschlag (Tür): Ein in aller Regel metallenes Element, das ein Türblatt bzw. einen Türflügel mit dem Türrahmen verbindet.

Beschlagwerk: Ein räumlich wenig bzw. in Form eines Flachreliefs herausgearbeitetes Ornament, das durch nachgeahmte Beschläge, Niet- und Nagelköpfe an den Untergrund angeheftet zu sein scheint. Kennzeichnend sind symmetrische Anordnungen, die vielfach mit → Knorpel- oder → Rollwerk verbunden sind. Das Beschlagwerk zählt zu den während der Renaissance vor allem in den Niederlanden und Deutschland beliebten Ornamentierungsformen. Die Entwicklung des Beschlagwerks wird dem Flamen Cornelis Floris zugeschrieben.

Beseitigungsanlage (Müllablagerung): Eine schönfärbende Bezeichnung für eine (moderne) → Deponie.

Besenbewurf: Die oberste Schicht eines dreilagigen Putzsystems, bei dem auf die geglättete zweite Lage ein dünnflüssiger, zumeist abgetönter, mit Quarzsand versetzter Kalkmörtel aufgebracht wird. Der Auftrag erfolgt, indem der Putz mit einem gegen ein Holz geschlagenen Besen aufgespritzt wird.

Besenschänke: Eine von Winzern in eigenen Räumen betriebene, nur jahreszeitlich geöffnete Gastwirtschaft, in der Weine aus Eigenproduktion sowie eine überschaubare Auswahl regelhaft kalter Gerichte angeboten werden. Der Betrieb zählt nicht zu den Gewerben. Andere Begriffe sind »Hecken-», »Häcker-« oder »Straußwirtschaft«.

Besenwirtschaft: Siehe → Besenschänke.

Besicherungsrisiko (immobilienbezogen): Die Möglichkeit bzw. Gefahr, dass sich der → Marktwert einer als Kreditsicherheit dienenden → Immobilie verringert.

Besichtigungsschein (Maklerwesen, Österreich): Ein Formular, das Immobilienmakler einem Kauf- oder Mietinteressenten im Rahmen einer Objektbesichtigung zur Unterschrift vorlegen, um eine Bestätigung für die erfolgte Begehung zu erhalten. Hintergrund: Kommt es zu einem Vertragsabschluss zwischen dem jeweiligen Vermieter / Verkäufer und dem Interessenten, dient dieser Schein als (ein) Nachweis der Provisionsansprüche begründenden Maklertätigkeit.

Besiedlungsschicht (Archäologie): Eine vergleichsweise selten verwendete Bezeichnung für einen Siedlungshorizont. Der Begriff bezeichnet eine im Zuge von Grabungen, anderweitigen Bodenerkundungsverfahren oder erosionsbedingt sichtbar werdende Bodenschicht, die Besiedlungsspuren und / oder größere Ruinen birgt bzw. trägt.

Besitz: Eine dem → Eigentum untergeordnete Art der Verfügungsgewalt. Der Begriff steht für eine zeitweilige oder dauerhafte tatsächliche Herrschaft über eine Sache. Legaler Besitz unterliegt in aller Regel verfügungsbeschränkenden vertraglichen oder vertragsähnlichen Bedingungen. Besitz kommt beispielsweise durch den Abschluss von Miet- und Leasingverträgen oder durch Leihe zustande. Der Begriff bezeichnet auch die jeweilige Sache selbst.

Besonderes Wohngebiet (WB): In Bereichen dieser Widmung sind Büro- und Geschäftshäuser genehmigt, daneben häufig Spielhallen, Diskotheken, Hotellerie / Beherbergungsgewerbe etc. Besondere Wohngebiete weisen eine tendenziell höhere Dynamik in Form von Auf- und Abwertungsprozessen auf als → Allgemeine oder → Reine Wohngebiete.

Bestand (historisch, nutzungsrechtlich): Ein alter Ausdruck für »Pachtverhältnis« bzw. »Pachtland«.

Beständer (historisch): Ein alter Ausdruck für → »Pächter«.

Bestandsgarantie (Baurecht): Siehe → Bestandsschutz.

Bestandsschutz (Baurecht): Ein im öffentlichen Recht verankerter Grundsatz, wonach ein auf Grundlage einer rechtsgültigen Genehmigung errichtetes Gebäude in entsprechend realisierter Form bestehen bleiben kann, auch wenn der Gesetzgeber zwischenzeitlich andere bzw. erhöhte Anforderungen stellt.

Bestandsschutz, aktiver (Baurecht): Ein in Deutschland weitgehend hinfälliges Rechtsinstitut, das sich der Frage widmet, ob bzw. inwieweit der → Bestandsschutz greift bzw. erhalten bleibt, wenn eine → Immobilie modernisiert wird.

Bestandsschutz, passiver (Baurecht): Ein → Bestandsschutz, den ein Immobilieneigentümer genießt, solange der früher rechtsverbindlich genehmigte Gebäudezustand nicht verändert wird bzw. der Ist-Zustand erhalten bleibt.

Bestandsverzeichnis (Grundbuchwesen, Deutschland): Das Register eines Grundbuchblattes. Hier findet sich die Beschreibung eines → Grundstücks nach Flur, Flurstück, Lage (Adresse), Größe und Nutzungsart. Hier werden auch Zu- und Abschreibungen eingetragen.

Bestockte Flächen (Schweiz): Mit Bäumen und / oder Gebüschwälder bildenden Straucharten bewachsene Flächen; sie werden in der → Arealstatistik ausgewiesen.

Best Rate Guarantee (Hotellerie): Kurz »BRG«. Deutsch: »Bestpreis-« bzw. »Bestratengarantie«. Eine bindende, oft mit Schadenersatzzusagen gekoppelte Zusicherung eines Hotelbetreibers, dass einem Gast die zum Buchungszeitpunkt günstigste (interne oder ortsbezogene) Zimmerrate berechnet wird.

Besucherfrequenzmessung: Eine Erhebung der Dichte und räumlichen wie zeitlichen Verteilung von Besucherströmen. Derartige Erhebungen werden vorrangig in großen Einzelhandelskomplexen (→ Einkaufs- und → Fachmarktzentren) oder großflächigen Handelsbetrieben (→ Möbel- und Einrichtungshäuser, → Warenhäuser usw.) durchgeführt. Der Begriff wird vielfach mit »Kundenfrequenzmessung« gleichgesetzt, ist jedoch nicht gleichbedeutend, insofern nicht jeder Besucher als Kunde bzw. Käufer einzustufen ist.

Beteiligung (Immobilienfonds): 1. Ein Geldbetrag, der in den Erwerb mindestens eines Fondsanteils fließt. 2. Ein Anteilsschein an einem Fonds. 3. Der Beitritt zum Anlegerkreis eines offenen oder geschlossenen Fonds.

Beteiligungsangebot (Prospekt, geschlossene Fonds): Siehe → Beteiligungsprospekt (geschlossene Fonds).

Beteiligungsprospekt (geschlossene Fonds): Eine gesamtheitliche Darstellung des Beteiligungsgegenstandes (z. B. Immobilie) sowie konzeptioneller Parameter. Der Prospekt beinhaltet eine erläuternde Vorstellung der Fondsstruktur, Übersichten zur Investitions-, Finanzierungs- und Liquiditätsplanung, eine Ergebnisrechnung, Aussagen bezüglich wirtschaftlicher, steuerlicher und rechtlicher Rahmenbedingungen, eine Chancen-Risiken-Abwägung, eine Benennung und Beschreibung wichtiger Fondspartner sowie Gesellschafts- bzw. Treuhandvertrag und Zeichnungsschein. Der Prospektherausgeber haftet für die inhaltliche Richtigkeit getroffener Aussagen.

Beton: Ein künstlicher, zunächst (zäh)flüssiger Baustoff, der seine Festigkeit im Zuge eines Aushärtungsvorganges erhält. Er besteht aus einer Grundmischung von Gesteinskörnern (Kies, Sand), Zement und Wasser, die mit → Betonzusatzstoffen (mineralische oder organische Stoffe, Pigmente, Fasern) sowie → Betonzusatzmitteln (wassergelöste bzw. aufgeschlämmte Stoffe) versetzt werden kann. Der Zement dient als Bindemittel. Die Festigkeit entsteht im Zuge eines Abbindeprozesses bzw. während eines mehrmonatigen Auskristallisierungsprozesses. Seine Normfestigkeit erreicht Beton gewöhnlich nach vier Wochen. Infolge einer Austrocknung tritt eine Volumenverringerung, das Schwinden bzw. die Schwindung, ein. Der anfängliche Wassergehalt wird jedoch überwiegend als Kristallwasser gebunden, wodurch Beton auch unter Wasser aushärten kann.

Beton, armierter (Stahl- / Spannbeton): Ein → durch Bewehrungsstäbe bzw. Betonstahlmatten verstärkter → Beton. Die Stahleinlagen können vorgespannt (→ Spannbeton) oder ohne Vorspannung (→ Stahlbeton) eingebracht werden.

Beton, bewehrter (Stahl- / Spannbeton): Siehe → Beton, armierter.

Beton, glasfasermodifizierter: Ein → Beton, dem kurze Glasfasern mit einem Volumenanteil von mindestens 0,4 % – jedoch weniger als bei → Glasfaserbeton – beigemischt werden. Die Fasern bilden eine Mikrobewehrung, die Rissbildungen verringert, ohne statisch relevant zu sein.

Beton, leichtverdichtender (LVB): Ein Beton, dessen Verdichtung nur geringer Rüttelenergie bedarf. Der Zusatz »leichtverdichtend« ist mit Konsistenzklassen F5 und F6 verbunden, die einen hohen Mehlkorngehalt aufweisen.

Beton, selbstverdichtender (SVB): Ein erstmals in Japan verwendeter Hochleistungsbeton, der ohne Einsatz von Rüttelenergie verdichtet. Gegenüber gewöhnlichem Beton kennzeichnen ihn eine weichere Konsistenz und ein außerordentlich vorteilhaftes Fließverhalten; er entlüftet unter Schwerkrafteinwirkung und weist nach dem Aushärten eine nahezu porenlose Oberfläche auf.

Betonarmierung (gegenständlich): Beton verstärkende Einlagen in Form von Stahlstäben bzw. gitterähnlichen Stahlmatten.

Betonarmierung (prozessual): Die Erhöhung der Betonbelastbarkeit bzw. die Betonverstärkung durch Stahlstabeinlagen oder Stahlmatten. Armierter Beton wird – je nach angewandtem Verfahren – als → »Stahlbeton« oder → »Spannbeton« bezeichnet.

Betonbewehrung (gegenständlich): Betonteile verstärkende Einlagen in Gestalt von Stahlstäben oder gitterähnlichen Stahlmatten.

Betonbewehrung (prozessual): Die Erhöhung der Betonbelastbarkeit durch Stahlstabeinlagen bzw. Stahlmatten.

Betonbrecher: Eine stationäre oder mobile Maschine, die zum Zertrümmern von Betonbauteilen verwendet wird.

Béton brut: Der französische Ausdruck für »roher Beton« bzw. »Sichtbeton», der namensgebend für den Architekturstil des → Brutalismus war.

Betonburg: Eine umgangssprachliche Bezeichnung für ein als abstoßend empfundenes Hochhaus mit Betonfassade.

Betoncrusher: Stationäre oder mobile Maschine, die zum Brechen bzw. Zertrümmern von Betonbauteilen verwendet wird.

Betondschungel: Eine umgangssprachliche, auf einer Übersetzung aus dem Englischen beruhende Bezeichnung für ein dicht mit Betongebäuden – insbesondere Hochhäusern – bebautes Umfeld ohne nennenswerte Grünbereiche.

Betonestrich: Ein aus Beton hergestellter Unterboden bzw. Untergrundaufbau.