Immobilienwirtschaftliches Glossar

1 / 9 - A - Abd - Abg - Abs - Abw - Ai - Alte - Angel - Ap - Are - Ass - Aus - Av - B - Bar - Bau - Bauh - Baul - Baus - Baustoff - Be - Ben - Betonf - Bin - Bo - Boh - Bre - Bur - C - Ci - D - Dar - Dep - Do - Dre - E - Eink - Ek - Er - F - Fam - Fer - Fi - Flachm - Fo - For - Fr - Frem - Fro - Funk - G - Gas - Gef - Geh - Geschi - Gi - Gr - Gru - Grunds - Grup - H - Hau - He - Ho - Holz - Hoteli - Hu - I - Immobilienl - In - Ins - J - K - Kap - Kat - Ke - KG - Kle - Kn - Kon - Kor - Kran - Kry - L - Lai - Lat - Lee - Li - Lo - M - Markt - Mau - Mehr - Mietf - Mis - Mol - Müh - N - Ne - Ni - No - O - Ol - P - Par - Pe - Pfer - Pl - Po - Pr - Pu - Q - R - Raum - Reet - Ren - Ri - Rok - Ru - S - SB - Sche - Schil - Schm -Schu - Se - Sel - Si - So - Sp - Spi - St - Staf - Stan - Stat - Sti - Sto - Strau - Stuhl - Sub - T - Te - Ter - Tief - Tor - Tr - Tri - Tro - Tun - Turm - U - Ug - Un - V - Verbl - Verk - Verm - Vi - Vo - W - Wasser - Wei - Wert - Wi - Wo - Wohnung - Wu - Z - Zi - Zu

Einträge zu Bausto – BD

Baustoff: Eine natürliche oder künstliche Materie, die zu Bauzwecken eingesetzt wird.

Baustoff, atmender: Eine bildhafte Bezeichnung für einen diffusionsoffenen, also luft- und dampfdurchlässigen Baustoff, der aufgenommene Feuchte bei entsprechenden Rahmenbedingungen abgibt. Zu diesen Baustoffen zählen u. a. Porenbeton und Backstein bzw. Ziegel.

Baustoff, diffusionsoffener: Siehe → Baustoff, atmender.

Baustoffeinzelhandel: Eine praktisch als fiktiv einzustufende Form des formal bzw. offiziell rein endverbraucherorientierten → Baustoffhandels.

Baustoffgroßhandel (Betrieb): Ein formal bzw. offiziell nicht an Endverbraucher verkaufender, sondern ausschließlich gewerbliche Kunden bediendender → Baustoffhandel.

Baustoffhandel (Betrieb): Ein → Baustoffe verschiedener Art vertreibender → Groß- und / oder → Einzelhandelsbetrieb. Die Grenzen gegenüber → Baumärkten bzw. → Bau- und Heimwerkermärkten fließen bisweilen. Grundsätzlich heben geführte Sortimente stark auf den Rohbaubereich ab (Baustähle, Dachziegeln, Holzelemente, Mauersteine, Sanitäreinrichtungen usw.). Anders als im Bau- und Heimwerkermarktsegment ist die Branchenstruktur mittelständisch bzw. genossenschaftlich geprägt. Das Angebot richtet sich vorwiegend an semi- und vollprofessionelle Abnehmer.

Baustoffhandlung: Siehe → Baustoffhandel.

Baustoffkunde: Die Erforschung und Lehre von den Eigenschaften künstlicher und natürlicher Stoffe, die für Bauzwecke eingesetzt werden (können). Untersucht werden Gesichtspunkte wie Brandverhalten, Dämmeigenschaften, Festigkeit, Luft- und Wasserdurchlässigkeit, Wärmeleitverhalten, Speicherfähigkeit und Verformbarkeit. Eine andere Bezeichnung ist »Baustofflehre«.

Baustofflehre: Siehe → Baustoffkunde.

Baustoffprüfer (Deutschland): Ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz. Die dreijährige Ausbildung kann mit Schwerpunkt in Geotechnik, Mörtel- und Betontechnik oder Asphalttechnik absolviert werden. Der Baustoffprüfer untersucht Böden, Baurohstoffe, Bauprodukte, Bindemittel, Altlasten und Recyclingstoffe. Spartenbezogen liegen die Beschäftigungsschwerpunkte in Tiefbauunternehmen, in der Baustoff- und Fertigteilindustrie, in Asphalt- und Betonwerken sowie in Ingenieurfirmen und Forschungseinrichtungen.

Baustraße: Ein befristet angelegter, vorrangig der Nutzung durch Transportfahrzeuge sowie motorisierte Geräte und Maschinen dienender Verkehrsweg auf bzw. im Umfeld einer Baustelle. Der Belag von Baustraßen wird vielfach aus Betonfertigteilplatten, in Form von Ortbetonbefestigungen oder tragenden Schotterschichten hergestellt. Übliche Fahrbahnbreiten bewegen sich zwischen 3 m und 6 m, Kurven werden mit Radien von mindestens 15 m ausgelegt. Vielfach enden Baustraßen in einem Wendekreis bzw. Wendehammer.

Bautagebuch: Eine von der → Bauleitung verpflichtend vorzunehmende Dokumentation über die mit der Errichtung eines → Gebäudes bzw. → Bauwerkes verbundenen Arbeitsschritte und Baustellenereignisse. Gewöhnlich dokumentieren auch mit der Erstellung eines Gebäudes bzw. → Gewerks beauftragte Firmen ihre Arbeit.

Baute: Ein vor allem in der schweizerischen Amtssprache geläufiger Begriff für einen Bau, ein Bauwerk, ein Gebäude.

Bautechnik: Ein Dachbegriff für zahlreiche Disziplinen, die sich mit technischen bzw. konstruktiven Themen rund um den → Hoch- und → Tiefbau befassen.

Bauteilabmessungen: Die Längenmaße (Breite, Höhe, Länge, Durchmesser) bzw. die Dimensionierung eines Bauteils.

Bautischler: Eine Fachkraft, die hölzerne Einbauteile eines Gebäudes (Fenster, Treppen, Türen) herstellt und einbaut. Anders als der → Zimmerer arbeitet der Bautischler schwerpunktmäßig im Innenausbau; er veredelt gleichsam den Rohbau.

Bautischlerei (räumlich): Die → Werkstatt samt sonstiger benötigter Arbeitsräume eines → Bautischlers bzw. einer entsprechenden Handwerksfirma.

Bautrennfuge: Eine andere Bezeichnung der Bauwerksfuge bzw. Baunaht. Es handelt sich um eine spaltartige, mehr oder minder stark sichtbare Öffnung zwischen zwei Gebäuden, Gebäudeflügeln oder Bauabschnitten. Eine Bautrennfuge tritt regelhaft auf, wenn Gebäude nacheinander errichtet werden.

Bauüberwachung: Eine andere Bezeichnung für »Bauleitung«. Das Tätigkeitsfeld beinhaltet die Koordination baulicher Aufgaben, die Sicherstellung, dass die bauliche Umsetzung den Vorgaben der Baugenehmigung, den Ausführungsplänen und Leistungsbeschreibungen entspricht und anerkannte technische Regeln und baurelevante Vorschriften eingehalten werden.

Bauvollholz: Ein im Baubereich verwendetes Holzprodukt, das aus einem Baustamm herausgearbeitet wurde. Vollholz kann durch Fräsen, Hobeln oder Sägen in Form gebracht sein. Entscheidend ist, dass keine Veränderung des Holzgefüges erfolgt. Zum Vollholz zählen → Rundhölzer und → Schnitthölzer

Bauvorlageberechtigung (Deutschland): Die landesrechtlich geregelte Erlaubnis bzw. Autorisierung, Genehmigungsplanungen für bauliche Vorhaben (Neubau, Umbau, Nutzungsänderung) zeichnungsberechtigt zu verantworten. Eine für alle Bauwerksarten gültige Bauvorlageberechtigung besitzen Architekten (sofern Mitglied in einer Architektenkammer) und Bauingenieure (sofern in einer Ingenieurkammer als bauvorlageberechtigt gelistet).

BauVorlVO (Deutschland): Das Kürzel für »Bauvorlagenverordnung«.

Bauweise, Alte Österreichische (Tunnelbau): Siehe → Bauweise, Österreichische.

Bauweise, Belgische (Tunnelbau): Bei diesem Verfahren beginnt der Vortrieb entlang eines Firststollens mit dem Ausbruch, der Abstützung und Ausmauerung der → Kalotte. Die Widerlager werden ausgehend von einem Richtstollen durch seitliches Einschlitzen erzeugt. Der Tunnel entsteht gleichsam von oben nach unten.

Bauweise, bergmännische (Tunnelbau): Ein auf den Stollenbau im Bergbau zurückgehendes Bauverfahren, bei dem ein Tunnel beginnend bei einem Ausgangspunkt oder ausgehend von beiden Endpunkten vorgetrieben wird.

Bauweise, Deutsche (Tunnelbau): Das auch »Kernbauweise« genannte Verfahren ist arbeitsaufwendig und somit vergleichsweise teuer. Zunächst werden ein First- und zwei Sohlstollen an den Ulmen (= Seiten) ausgebrochen. Diese werden entlang der geplanten Laibung miteinander verbunden. Der entstandene Hohlraum wird mit Holz gegen den verbliebenen Kern abgestützt, anschließend die Mauerung vorgenommen. Nach deren Fertigstellung wird der Kern ausgebrochen.

Bauweise, gebundene (Pflasterung): Eine Art der Oberflächenbefestigung, bei der Pflasterbaustoffe (Steine, Platten) auf einem Bettungs- bzw. Verlegemörtel ausgelegt werden, der wiederum auf eine Tragschicht (Beton, Schotter usw.) aufgebracht ist. Regelhaft werden zudem die Fugen mit Mörtel verschlossen.

Bauweise, gekuppelte: Ein in Österreich üblicher Begriff, der sich auf die Verbindung zweier (Doppel)Haushälften durch eine gemeinsame Brand- bzw. Trennwand bezieht.

Bauweise, geschlossene (Gebäudeverbund): Eine Form der Bebauung, bei der benachbarte Grundstücke jeweils über ihre gesamte Breite hinweg bebaut werden bzw. sind. Somit liegen geschlossene Fronten vor. Sofern im Rückraum Gebäude oder Stellplatzareale bestehen, ist naturgemäß ein Durchgang bzw. eine Durchfahrt erforderlich. Beispiele für die geschlossene Bauweise bieten → Blockrandbebauungen oder Reihenhauszeilen.

Bauweise, Italienische (Tunnelbau): Das Verfahren wird auch »Versatzbauweise« genannt. Kennzeichnend ist, dass zunächst das untere Drittel des Tunnelquerschnittes ausgebrochen wird; Sohlgewölbe und untere Widerlagerteile werden unmittelbar darauf eingezogen.

Bauweise, offene (städtebaulich): Ein Gegenmodell zur → geschlossenen Bauweise, bei dem innerhalb von Baugebieten gelegene Einzelgebäude, Doppelhäuser oder Hausgruppen räumlich voneinander abgesetzt werden, also jeweils von Freiflächen umgeben sind.

Bauweise, offene (Tunnelbau): Ein Konstruktionsverfahren, bei dem ein Tunnel entlang seiner Längsachse von oben her gebaut und abschließend abgedeckt wird.

Bauweise, Österreichische (Tunnelbau): Angesprochen ist die auch als »Aufbruchbauweise« bezeichnete »Alte Österreichische Bauweise«. Bei diesem Verfahren wird zunächst ein Sohl- oder Firststollen vorgetrieben. Anschließend wird ein Firstschlitz erstellt. Von dessen oberem Abschluss aus erfolgt der Vollausbruch des gesamten Tunnelquerschnitts.

Bauweise, ungebundene (Pflasterung): Eine Art der Oberflächenbefestigung, bei der Pflasterbaustoffe (Steine, Platten) lose auf dem aus Sand, Kies usw. gebildeten Untergrund verlegt und die Fugen mit artgleichen Baustoffen verfüllt werden.

Bauwerk (allgemein): Eine bodengebundene, regelhaft auf eine langfristige Nutzung ausgelegte, gewöhnlich massiv ausgeführte Konstruktion. Umgangssprachlich wird der Begriff vielfach mit → »Gebäude« gleichgesetzt. Tatsächlich schwingt im Bauwerksbegriff jedoch eine stärker auf technische bzw. konstruktive Momente abhebende Note, zumindest jedoch ein höheres Maß an funktionaler und / oder kultureller Bedeutung mit.

Bauwerk (bedeutungsbezogen): Ein Gebäude, das eine beachtliche Größe bzw. Bedeutung kennzeichnet. – Stichwort: Monumentalität.

Bauwerk (konstruktiv): Ein Gebäude, bei dem konstruktive Momente im Vordergrund stehen (Brücken, Tunnel usw.).

Bauwerkfassade: Vergleiche → Bauwerksfassade.

Bauwerksabbruch: Siehe → Bauwerksabriss.

Bauwerksabdichter (Deutschland): Ein anerkannter baufachlicher Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz. Der Bauwerksabdichter schützt Gebäude bzw. Bauwerke vor Grund-, Oberflächen-, Stick-, Stau- und Niederschlagswasser. U. a. versieht er Wände und Dächer mit abdichtenden Bahnen, bringt Regenabläufe an und verbaut Dämmstoffe.

Bauwerksabdichtung: Der aktive Schutz von Gebäuden bzw. Bauwerken vor schädigenden Einflüssen von Grund-, Oberflächen-, Stick-, Stau- und Niederschlagswasser.

Bauwerksabriss: Die planmäßige bzw. kontrollierte Zerstörung, Niederlegung, Abtragung eines → Bauwerkes.

Bauwerksensemble: Eine Gruppe von → Bauwerken, die als funktionaler und / oder architektonischer Verbund wahrgenommen werden, wobei die optische Gesamtwirkung über der Ausstrahlung jeweiliger Einzelgebäude steht.

Bauwerksentkernung: Der Rückbau aller bzw. eines wesentlichen Anteils der Bauwerksbereiche innerhalb der Außenmauern. Bei einer totalen Entkernung bleiben lediglich Außenmauern und → Gründung erhalten.

Bauwerksfassade: Weithin mit den Außenwänden eines → Bauwerks gleichgesetzt. Tatsächlich hebt der Begriff jedoch stark auf die Anmutung, die optische Wirkung und Wahrnehmung sowie das Gliederungsprinzip der Bauwerkshülle bzw. der Schauseite eines Bauwerks ab.

Bauwerksfuge: Ein spaltartige, mehr oder minder stark sichtbare Öffnung zwischen zwei Gebäuden, Gebäudeflügeln oder Bauabschnitten. Eine Baufuge – auch »Bautrennfuge« oder »Baunaht« genannt – tritt regelhaft auf, wenn Gebäude nacheinander errichtet werden.

Bauwerksfundament: Der konstruktiv ausgebildete Übergang vom Boden zum Bauwerk bzw. die Bauwerksgründung. Zweck des Fundaments ist es, ein Bauwerk so zu verankern, dass es von möglichen Bodenverformungen oder Bodenbewegungen infolge von Austrocknung, Aufschwemmung, Frosthub, Erdbeben usw. nicht (wesentlich) beschädigt werden kann.

Bauwerksfunktion: Die Zweckbestimmung, der Nutzungszweck eines Bauwerks.

Bauwerksgründung: Siehe → Bauwerksfundament.

Bauwerksinstandhaltung: Maßnahmen zur Bewahrung des Bauwerkszustandes auf Ausgangsniveau.

Bauwerksinstandsetzung: Die Wiederherstellung des Ausgangszustandes eines Bauwerkes oder eines funktionstüchtigen Zustandes.

Bauwerksmodell (gegenständlich): Eine realistische Wiedergabe eines → Bauwerks in verkleinerter bzw. miniaturisierter Form. Modelle können Nachbildungen bestehender Bauwerke darstellen, als Vorstudien bzw. Veranschaulichung geplanter Gebäude dienen oder auf Fantasieentwürfen beruhen.

Bauwerksmodernisierung: Die Heranführung eines Bauwerks an einen zeitnahen Standard.

Bauwerksniederlegung: Der planmäßige bzw. kontrollierte Abriss eines → Bauwerkes. Von »Niederlegung« wird insbesondere in Bezug auf hohe Bauwerke gesprochen.

Bauwerksrenovierung: Maßnahmen zur Wiederherstellung des Ausgangszustandes eines Bauwerkes oder eines funktionstüchtigen Zustandes.

Bauwerkssanierung: Umfassende Instandsetzung und Modernisierung eines abgewirtschafteten bzw. technisch und / oder funktional erheblich überalterten Bauwerkes.

Bauwert (Grundstückswertermittlung, Schweiz): Die Entsprechung des deutschen → Sachwertes.

Bauwert (Schweiz): Die Herstellungskosten eines Gebäudes, Bauwerks oder einer baulichen Anlage gemäß den Rechnungen von Bauunternehmen bzw. mit dem Bau betrauter Handwerker.

Bauwesen: Ein Sammelbegriff für alle Fachdisziplinen, die sich mit der Errichtung von Gebäuden, Bauwerken und baulichen Anlagen befassen. Inhaltlich geht er über das → Baugewerbe hinaus, insofern dem Bauwesen auch Baubehörden, Baustoffindustrie, Bauforschungsinstitute und Bauträgerfirmen zuzurechnen sind.

Bauwich: Das österreichische Gegenstück zur »Abstandsfläche« gemäß deutschem Bauordnungsrecht. Der Begriff bezeichnet den Bereich zwischen Gebäudeaußenwänden und Grundstücksgrenze, der nicht überbaut werden darf. Die Festlegung von Abstandsflächen dient vor allem einer ausreichenden Belichtung und Belüftung sowie dem Brandschutz.

Bauwirtschaft: Ein auf Gewinnerzielung abhebendes Tätigkeitsfeld, das sich der Errichtung von Gebäuden und Bauwerken widmet. Es umfasst sämtliche planenden und ausführenden Leistungen, die sich auf diesen Zweck richten. Es umfasst sämtliche planenden und ausführenden Leistungen, die sich auf diesen Zweck richten. Der Bauwirtschaft zuzurechnen sind Betriebe des → Bauhauptgewerbes (Bauunternehmen, Gerüstbauer, Zimmerer usw.), des → Baunebengewerbes (Bauschlosser, Maler, Schreiner etc.) und des → Bauhilfsgewerbes (Bautransport, Bauentsorgung usw.), nicht jedoch Baubehörden, Baustoffindustrie, Bauforschungsinstitute und Bauträgerfirmen. Die Bauwirtschaft wird auch als »Baugewerbe« bezeichnet.

Bauzaun: Eine zeitweilige, sichtoffene oder geschlossene Einfassung einer Baustelle oder Brachfläche. In Deutschland zählen entsprechende Baustelleneinfassungen zu den genehmigungspflichtigen Baustelleneinrichtungen. Bauzäune dienen verschiedenen Zwecken, so beispielsweise der Baustellensicherung (vor Diebstahl) oder als Sicht- und Emissionsschutz. In heutigen Industriestaaten werden sie vielfach aus standardisierten, betongesockelten Drahtgitterelementen errichtet.

Bauzier: Ein rein schmückendes architektonisches Element an einem Gebäude bzw. Bauwerk oder auch die Gesamtheit entsprechender dekorativer Elemente.

Bauzins (Österreich): Das Pendant zum deutschen Erbbauzins. Konkret: Eine gewöhnlich regelmäßig zu leistende Zahlung für das Recht, ein fremdes Grundstück zu nutzen bzw. zu bebauen.

Bauzustandsbericht: Ein sachverständig zu erstellender Report, der Auskunft über den strukturellen und versorgungstechnischen Zustand eines Gebäudes gibt. Idealtypisch beinhaltet er eine eingehende Gebäudebeschreibung und listet Mängel sowie eventuelle Bauschäden auf.

BayBO (Deutschland): Das Kürzel für »Bayerische Bauordnung«.

Bayerwald Rosa (Gestein): Handelsbezeichnung für einen nahe Tittling (Niederbayern) gebrochenen grobkörnigen Granit mit einem Gefüge aus Rosa und Schwarz. Das Gestein wird vor allem im Fassadenbau sowie als Belag in Fußgängerzonen usw. verwendet.

BBergG (Deutschland): Steht für »Bundesberggesetz«.

BBR (Forschung, Deutschland): Steht für → »Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung«.

BBSR (Forschung, Deutschland): Das Kürzel für → »Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung«.

bdla (Deutschland): Steht für »Bund Deutscher Landschaftsarchitekten«. Der Verband ist in Berlin ansässig.