Immobilienwirtschaftliches Glossar

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Einträge zu Bar – Bat

Bar (Gastronomie): Ein Lokal, das vorwiegend Getränke umsetzt und / oder Getränke vorwiegend am Tresen ausgibt. Auch ein gehoben gestalteter Thekenbereich selbst wird verbreitet als Bar bezeichnet.

Baracke: Ein zumeist aus Holz oder Blech errichtetes, eingeschossiges, einfachst ausgestattetes Unterkunftsgebäude mit behelfsmäßigem Charakter. Der Begriff bezeichnete ursprünglich eine soldatische (Feld)Unterkunft, woher der englische Begriff für Kaserne, »barracks», rührt.

Baray (Khmer-Reich): Ein großflächiger, rechteckiger Stauteich der Angkor-Zeit. Barays entstanden durch Aufschüttung von Erddämmen, nicht durch Aushebung.

Barbacane: Eine im Deutschen relativ seltene bzw. veraltete Schreibweise von → Barbakane.

Barbakan (der): Siehe → Barbakane.

Barbakane (die): Ein dem Tor spätmittelalterlicher und renaissancezeitlicher Burgen und Stadtbefestigungen vorgelagertes, in aller Regel mächtiges Verteidigungswerk. Vom Torzwinger unterscheidet es sich darin, dass es nicht oder allenfalls stellenweise mit der Haupt- bzw. Ringmauer verbunden wurde. Die Barbakane wird auch als »Bastille« bezeichnet.

Barbette (Festungsbau): Eine als Geschützplattform dienende Aufschüttung hinter einer → Brustwehr.

Barock (Architektur): Siehe → Barockarchitektur.

Barock, Osmanischer / Osmanisches: Auch als »Osmanisches Rokoko« bezeichnet. Es handelt sich um eine zweifelhafte Bezeichnung für eine architektonische Periode im Osmanischen Reich, die Anhänger des Begriffs zwischen 1730 und etwa 1810 ansiedeln. Die bezogen auf diesen Zeitraum behauptete Öffnung der Sultane für westeuropäische Einflüsse erscheint zumindest mit Blick auf die Architektur weitgehend fiktiv; sie beschränkte sich – wird von der Nuruosmaniye-Moschee abgesehen, die unstrittig europäische Einschläge erkennen lässt – auf die Entwicklung bzw. Verzierung von Brunnenbauwerken.

Barock, Türkischer: Siehe → Barock, Osmanischer / Osmanisches.

Barock, Zweites: Siehe → Neobarock oder → Zweites Barock.

Barockarchitektur: Der in Italien aufgekommene Baustil einer Neues Palais in Potsdam (Deutschland)von ca. 1570 bis 1770 währenden europäischen Kulturepoche. Der bzw. das Barock folgte auf die Renaissance und ging in den → Klassizismus über. Kennzeichnend ist die kontrapunktische Ablösung der von Strenge und Schlichtheit beherrschten renaissancezeitlichen Formensprache durch schwingende, runde Formen. Das Zusammenspiel reich verzierter Kuppeln, Giebel, Säulen und Portale verdichtet sich – vom Früh- zum Spätbarock verstärkt – zu einem opulenten, von Lebenslust getragenen Gesamteindruck. Der prunkende, der lebensfrohe Barock vollendete sich insbesondere im deutschsprachigen Raum; in Frankreich, den Niederlanden und anderen Staaten herrschte eine weniger verspielte Formensprache vor. Ein herausragendes Beispiel barocker Schlossarchitektur bietet die Würzburger Residenz, die laut UNESCO als Synthese des europäischen Barocks anzusehen ist. Rechts das zwischen 1763 und 1769 entstandene Neue Palais in Postdam; es liegt unweit des Schlösschens Sanssouci. Als Gästedomizil errichtet, war es eines der letzten im (preußischen) Barockstil erbauten Schlösser (Foto: Elmar Pfeiffer, Juni 2011).

Barockbaukunst: Siehe → Barockarchitektur.

Barockbauwerk: Ein in barockem Stil errichtetes → Bauwerk. Siehe → Barockarchitektur.

Barockgarten: Eine Form der Gartenanlage, die während des Barocks in Frankreich aufkam. Kennzeichnend sind geometrische Muster, die nicht nur den Grundriss prägen, sondern bis in die auf Beschnitt beruhende Formgebung von Bäumen und Sträuchern reicht. In diesem Gartentyp drückt sich ein gedanklicher Ansatz aus, der darauf abzielt, die Natur menschlicher Gestaltungskraft unterzuordnen. Typisch ist weiterhin eine Thematisierung der gartenbaulichen Elemente (griechisch-römische Mythologie, später chinesische Elemente usw.). Prägende Elemente waren → Parterre (Gartenbau) und → Boskett. Der Gartentyp wird auch als »französischer Garten« bezeichnet; sein gedankliches Gegenmodell ist der englische Garten, an sich ein Landschaftspark.

Barockgebäude: Ein im Stil des Barock errichtetes → Gebäude. Siehe → Barockarchitektur.

Barockstil (Architektur): Siehe → Barockarchitektur.

Barockzeit: Eine europäische Kulturepoche, die von sich ab ca. 1570 entwickelte und um 1750 dem → Klassizismus wich. Letzte barocke Bauwerke entstanden bis um 1770. Vertiefend siehe → Barockarchitektur.

Bart (Schlüssel): Der vordere, zuerst in den aufnehmenden Kanal eingeführte Teil eines Schlüssels, auf dem sich die Schließungscodierung befindet. Der Bart besteht aus einer Abfolge verschieden hoher bzw. unterschiedlich geformter Zacken oder Zinken.

Bartresen (Gastronomie): Eine Stehplätze und / oder Sitzgelegenheiten (Hocker usw.) bietende Theke vor der Zapfanlage einer → Bar bzw. eine entsprechende Einfassung des Ausschankbereichs.

Bärwindmühle: Eine Bezeichnung für eine → Windmühle, die in niederrheinischen Gebieten auf Stadt- und Festungsmauern oder Wehrtürmen errichtet wurde. Vielfach entstanden diese Mühlen durch einen Umbau von Wehrtürmen.

Basalt (Gestein): Ein massiver basischer Vulkanit, der vielfach als Baustoff eingesetzt wird. Verwendung findet er u. a. als Bodenbelag und Pflastermaterial, im Fassadenbau oder im Unterbau von Straßen und Bahntrassen.

Basaltdecke: Siehe → Basaltpflaster.

Basaltpflaster: Ein aus einzelnen bearbeiten Basaltsteinen hergestellter Oberflächenbelag, der insbesondere im Straßen- und Wegebau verbreitet war und – eingeschränkt – ist.

Basanit (Gestein): Ein vulkanisches Alkaligestein, das vorwiegend im Straßen-, Wege-, Gleis- und Wasserbau verwendet wird.

Basar: Eine aus dem Persischen stammende Bezeichnung für »Markt»Chandni Chowk (funktional, lokal). Der Begriff steht für eine islamisch geprägte Marktform, die sich über ein Netz von Gassen, Straßen und (zumeist) eingeschalteten Raumweitungen erstreckt. Kennzeichnend ist ein Nebeneinander angebots- bzw. branchenspezialisierter Teilbereiche. Mit anderen Worten: Räumlich weisen Basare eine warengruppenspezifische Gliederung auf, die – bei großen Vertretern die Regel – bis auf einzelne Artikelgruppen herabgebrochen sein kann. Ein weiteres Merkmal ist, dass diese spezialisierten Bereiche bedarfslogisch angeordnet sind (Bücher – Schreibwaren – Papier; Saris – Tücher – Stoffe etc.). Ein anschauliches Beispiel bietet Chandni Chowk in Shajahanabad (Alt-Delhi, Indien). Hier nehmen – eine von vielen Gruppen hochgradig spezialisierter Anbieter herausgepickt – Couvertverkäufer mehrere Gassen ein. Rechts eine Straßenszene aus Chandni Chowk (aufgenommen von Elmar Pfeiffer im Februar 2012).

Basar, gedeckter: Ein überdachter → Basar.

Basar, geschlossener (Bauart): Ein überdachter und von Mauern eingefasster → Basar.

Basilika: Ein → Kirchenbauwerk, dessen Innenraum von Pfeiler- bzw. Säulenreihen drei- bis fünfschiffig gegliedert wird. Kennzeichnend ist, dass das Haupt- bzw. Mittelschiff die Seitenschiffe erheblich überragt und hochgelegene Fensterbänder (Ober- bzw. Lichtgaden) aufweist, die in von Stützen getragenes Mauerwerk eingelassen sind. Aus den Höhenverhältnissen der Schiffe ergibt sich eine typische Dachgestaltung mit einem → Firstdach über dem Mittelteil und flach abfallenden → Pultdächern über den Seitenschiffen.

Basilika, reduzierte: Eine andere Bezeichnung für »Pseudobasilika«. Es handelt sich um einen vorwiegend während der spätgotischen Periode errichteten Kirchentyp, der sich als Mischform von → Basilika und → Hallenkirche darstellt. Gemessen an basilikalen Maßstäben erhebt sich das Mittelschiff gewöhnlich weniger hoch über die Seitenschiffe, die überragenden Mauerpartien besitzen keine Fensterbänder bzw. → Fenstergaden.

Basis (Säule): Der betonte bzw. ausladende Sockel einer → Säule oder eines → Pfeilers.

Basis, attische: Ein Säulenfuß, der aus zwei ausgeprägten Wulsten und einer dazwischen ausgeformten Hohlkehle besteht, die von dünnen, vertikal profilierten Plättchen begrenzt wird.

Basiserschließung (Forstwirtschaft): Die Anbindung eines Forstes oder Waldes an eine von Lkw befahrbare Straße sowie die Anlage von Hauptwegen und primären Zubringerwegen. Die Basiserschließung wird auch als »Groberschließung« bezeichnet.

Basismiete (Mietvertragswesen): Eine inhaltsgleiche Entsprechung der häufig in gewerblichen Verträgen mit → Umsatzklausel zu findenden »Grund-« bzw. → »Festmiete«. Die Basismiete stellt jenen Betrag dar, den ein Mieter in jedem Fall, also umsatzunabhängig, zu entrichten hat.

Basispacht: Eine andere Bezeichnung der vor allem in → Verträgen des Gastronomie- und Hotelsegments verankerten »Festpacht«. Angesprochen ist jener Geldbetrag, den ein → Pächter umsatzunabhängig zu entrichten hat.

Basrelief: Eine andere Bezeichnung des Flachreliefs, also eine gemeißelte, geschnitzte, gegossene oder anderweitig hergestellte künstlerische Darstellung, die sich nur geringfügig über den Hintergrund erhebt, also wenig aus der tragenden Grundfläche hervortritt.

Bastei (Wehrbau): Im süddeutschen und österreichischen Sprachgebrauch eine Bezeichnung für »Bastion«. Es handelt sich um ein mächtiges, auf den Artilleriekampf ausgelegtes Verteidigungswerk neuzeitlicher Festungen und Städte. Ursprünglich handelte es sich um aus dem Hauptwall vorspringende, zum Festungsinneren hin offene Werke mit zumeist fünfeckigem Grundriss und leicht nach innen geneigten Mauerfronten. Als die Geschossreichweite zunahm, wurden Bastionen als eigene, ins Vorfeld von Festungen vorgeschobene Werke ausgelegt. Naturgemäß stellten Bastionen unmittelbare Zugangshindernisse dar. Ihre Anlage orientierte sich jedoch zuvorderst an artilleristischen Aspekten und Gesichtspunkten, die den Kampf mit infanteristischen Feuerwaffen betrafen. Konkret: Sie wurden so geplant, dass zum Wall vorgedrungene Gegner mehrseitig unter Feuer genommen werden konnten. Ein bastionäres Werk setzte sich zumeist aus zwei → Facen (dem Gegner zugekehrte Wälle), zwei Flanken und der verbindenden → Kurtine (Hauptwall) zusammen. Die inneren Partien der Bastionsflanken wurden oft rückspringend angelegt und mit teils mehreren geschützbestückten → Kasemattenreihen versehen. Im süddeutschen und österreichischen Sprachgebrauch wird eine Bastion auch als Bastei bezeichnet.

Bastille: Ein dem Tor spätmittelalterlicher und renaissancezeitlicher Burgen und Stadtbefestigungen vorgelagertes, in aller Regel mächtiges Verteidigungswerk. Vom Torzwinger unterscheidet es sich darin, dass es nicht oder allenfalls stellenweise mit der Haupt- bzw. Ringmauer verbunden wurde. Die Bastille wird auch als (die) »Barbakane« oder, seltener, (der) »Barbakan« bezeichnet.

Bastion (Wehrbau): Ein mächtiges, auf den Artilleriekampf ausgelegtes Verteidigungswerk neuzeitlicher → Festungen und Städte. Ursprünglich handelte es sich um aus dem Hauptwall vorspringende, zum Festungsinneren hin offene Werke mit zumeist fünfeckigem Grundriss und leicht nach innen geneigten Mauerfronten. Als die Geschossreichweite zunahm, wurden Bastionen als eigene, ins Vorfeld von Festungen vorgeschobene Werke ausgelegt. Naturgemäß stellten Bastionen unmittelbare Zugangshindernisse dar. Ihre Anlage orientierte sich jedoch zuvorderst an artilleristischen Aspekten und Gesichtspunkten, die den Kampf mit infanteristischen Feuerwaffen betrafen. Konkret: Sie wurden so geplant, dass in den Wallbereich vorgedrungene Gegner mehrseitig beschossen werden konnten. Ein bastionäres Werk setzte sich gewöhnlich aus zwei → Facen (dem Gegner zugekehrte Wälle), zwei Flanken und der verbindenden → Kurtine (Hauptwall) zusammen. Die inneren Partien der Bastionsflanken wurden oft rückspringend angelegt und mit teils mehreren übereinander angeordneten, geschützbestückten → Kasematten versehen. Im süddeutschen und österreichischen Sprachgebrauch wird eine Bastion auch als Bastei bezeichnet.

Bastionärbefestigung: Siehe → Bastionärsystem.

Bastionärsystem: Ein festungsbauliches Prinzip, nach dem einzelne Festungswerke aufgebaut und untereinander ausgerichtet sind, um optimale defensive Positionen zu schaffen und zugleich einen bestmöglichen Einsatz eigener Artilleriewaffen zu gewährleisten. Festungsbauliche Perioden prägende bzw. regional vorherrschende Prinzipien werden jeweils als »Manier« bezeichnet.

Bastionsface (Festungsbau): An sich ein doppelt gemoppelter Begriff, insofern eine Face im festungsbaulichen Zusammenhang eine der beiden zu einem Bastionswinkel zusammenlaufenden, dem Feind zugewandten Vorderseiten einer → Bastion bezeichnet.

Bastionskatze (Festungsbau): Eine andere Bezeichnung für »Kavalier», eine nahe Werke deutlich überragende Geschützstellung. Infolge ihrer höheren Lage entwickelten auf der Bastionskatze positionierte Geschütze erhöhte Reichweite und gestatteten eine bessere Kontrolle des Festungsvorfeldes.

Bastionsohr: Ein Festungswerk, das die Flankengeschütze einer → Bastion deckt. Ein weiterer Fachbegriff ist »Orillon«.

Bastionsschulter (Festungsbau): Ein die Flanken bzw. Flankenbatterien einer → Bastion deckendes Festungswerk. Andere fachsprachliche Ausdrücke sind »Bollwerksohr« und »Orillon«.

Batterieturm (Festungsbau): Ein besonders mauerstarker, mit Kanonen bzw. Geschützen bestückter Turm.

Batzenscheibe: Ein anderer Ausdruck für »Butzenscheibe«. Es handelt sich um eine Glasscheibe, die regelhaft 6 - 15 cm durchmisst, bedingt durch die Herstellungsweise im Zentrum beidseitig kleine Erhöhungen aufweist und leicht verdickte Ränder besitzt. Ab dem 15. Jahrhundert wurden einzelne Scheiben mittels Bleifassung zu Fenstern verbunden.